Da wan­dern Sie gera­de ent­spannt durch die Ber­ge oder den Wald, den Blick auf die Wun­der der Natur gerich­tet, und las­sen sich dabei von Ihrem Android-Smart­pho­ne lei­ten – und plötz­lich wech­selt die Bat­te­rie­an­zei­ge auf rot? Spä­tes­tens jetzt soll­ten Sie jedes Fünk­chen Ener­gie ein­spa­ren, das Ihr Han­dy ver­braucht. Wie das geht und was Sie tun kön­nen, damit der Akku in Zukunft so lan­ge wie mög­lich durch­hält – die UPDATED-Tipps ver­ra­ten es Ihnen. Beden­ken Sie aber, dass je nach Ver­si­on oder Gerät die Metho­de, wie Sie vor­ge­hen, vari­ie­ren oder auch ein­mal eine Funk­ti­on feh­len kann.

Akku spa­ren durch redu­zier­te Hel­lig­keit

Einer der größ­ten Strom­fres­ser Ihres Android-Smart­pho­nes ist das Dis­play. Aber muss das Han­dy wirk­lich auch im beleuch­te­ten Zim­mer oder unter der hel­len Son­ne voll erstrah­len? Unter Ein­stel­lun­gen > Anzei­ge > Hel­lig­keit / Dis­play kön­nen Sie die Hel­lig­keit manu­ell anpas­sen. Wenn Sie dabei von vol­ler Stär­ke abwärts regeln, kommt Ihnen das Dis­play viel­leicht schnell zu dun­kel vor. Machen Sie es des­halb umge­kehrt und regeln Sie die Hel­lig­keit von der dun­kels­ten Ein­stel­lung nach oben und stop­pen Sie, sobald Sie alles gut erken­nen kön­nen.

Wenn Ihr Smart­pho­ne-Modell über einen Licht­sen­sor ver­fügt, kön­nen Sie es auch dar­auf ein­stel­len, die Hel­lig­keit den aktu­el­len Licht­ver­hält­nis­sen anzu­pas­sen. In der Regel fin­den Sie die ent­spre­chen­den Rei­ter eben­falls unter Ein­stel­lun­gen > Anzei­ge > Hel­lig­keit / Dis­play.

Ener­gie­spar­mo­dus: Einer für alle(s)

Das Android-Betriebs­sys­tem hat eine Funk­ti­on an Bord, die Ihnen die meis­ten manu­el­len Ein­stel­lun­gen abnimmt: den Ener­gie­spar­mo­dus. In der Regel fin­den Sie ihn unter Ein­stel­lun­gen > Akku. Je nach Smart­pho­ne-Modell oder Android-Ver­si­on kann er aller­dings auch mal als Akku­schon­funk­ti­on fir­mie­ren, sich unter Sys­tem ver­ste­cken oder hin­ter Power.

Um den Ener­gie­spar­mo­dus zu akti­vie­ren, tip­pen Sie auf den Schal­ter An/Aus. Sie kön­nen auch ein­stel­len, dass sich der Modus auto­ma­tisch zuschal­tet, wenn eine gewis­se Lade­ka­pa­zi­tät unter­schrit­ten wird. Die­se kön­nen Sie aus­wäh­len unter Auto­ma­tisch akti­vie­ren.

Im Ener­gie­spar­mo­dus sind je nach Ver­si­on unter ande­rem die Vibra­ti­on, die Navi­ga­ti­on und die meis­ten Aktua­li­sie­run­gen deak­ti­viert. Auch die Bild­schirm-Hel­lig­keit kann ein­ge­schränkt, Blue­tooth aus­ge­schal­tet oder der Zugriff auf eini­ge Apps unter­bun­den sein.

Schrän­ken Sie gra­fi­sche Effek­te ein

Bunt, ani­miert, effekt­voll: Die meis­ten Android-Smart­pho­nes glän­zen mit aller­lei Gra­fik­spie­le­rei­en. Hübsch anzu­se­hen – und eine Belas­tung für den Akku. Bei vie­len Android-Gerä­ten kön­nen Sie die gra­fi­schen Effek­te redu­zie­ren, indem Sie die­se wie folgt ein­schrän­ken:

  1. Akti­vie­ren Sie die Ent­wick­ler­op­tio­nen, indem Sie unter Ein­stel­lun­gen > All­ge­mein > Gerä­te­in­for­ma­tio­nen sie­ben­mal hin­ter­ein­an­der auf den Ein­trag Build­num­mer tip­pen. Unter Umstän­den fin­den Sie die Build­num­mer – je nach Smart­pho­ne-Modell – unter dem Punkt Über das Tele­fon. Die Ent­wick­ler­op­tio­nen fin­den Sie dann nach der Frei­schal­tung für gewöhn­lich eben­falls unter All­ge­mein.
  2. Wäh­len Sie unter Ent­wick­ler­op­tio­nen den Menü­punkt Zeich­nung. Bei man­chen Model­len müs­sen Sie dafür zunächst auf Erwei­tert tip­pen.
  3. Hier fin­den Sie drei Optio­nen: Win­dows-Ani­ma­ti­ons­grö­ße, Über­gangs-Ani­ma­ti­ons­grö­ße und Ani­ma­tor-Dau­er­ska­la. Je nach Her­stel­ler kön­nen die­se Optio­nen auch ande­re Bezeich­nun­gen tra­gen. Schal­ten Sie bei allen drei Optio­nen die Ani­ma­ti­on aus.

Wer auf ein quietsch­bun­tes Dis­play oder ani­mier­te Live-Hin­ter­grün­de ver­zich­ten kann, fin­det hier eine wei­te­re Mög­lich­keit, den Akku zu scho­nen: mit einem ein­far­bi­gen Hin­ter­grund. Dafür laden Sie sich ein Bild mit einem ein­far­bi­gen Hin­ter­grund her­un­ter oder ent­wer­fen es mit einem Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm. Drü­cken Sie dann län­ger auf das Dis­play des Smart­pho­nes, wäh­len Sie Hin­ter­grund fest­le­gen und tip­pen Sie in der ange­zeig­ten Gale­rie auf das Bild mit der ein­far­bi­gen Flä­che. Tipp: Wäh­len Sie eine schwar­ze Flä­che. Das erhöht – beson­ders bei Sam­sung-Gerä­ten mit AMO­LED-Dis­play – den Kon­trast mit den ange­zeig­ten Icons, und Sie kön­nen die Hel­lig­keit gleich noch eine Stu­fe nied­ri­ger ein­stel­len.

Falls Sie ein Smart­pho­ne mit beleuch­ten­den phy­si­ka­li­schen Tas­ten besit­zen, benö­ti­gen auch die­se Ener­gie, zum Bei­spiel bei eini­gen Sam­sung-Model­len. Um hier etwas zu spa­ren, wäh­len Sie Ein­stel­lun­gen > Anzei­ge > Touch-Key-Beleuch­tungs­dau­er. Stel­len Sie eine mög­lichst kur­ze Zeit­ein­heit ein, in der die Tas­ten leuch­ten sol­len.

Schlie­ßen Sie unbe­nutz­te Funk­tio­nen

Die Funk­ver­bin­dun­gen belas­ten eben­falls stark den Akku, dabei wer­den sie häu­fig aktu­ell gar nicht benö­tigt. Der Mobil­funk soll­te natür­lich in Betrieb sein, damit Sie kei­nen Anruf ver­pas­sen. Aber war­um soll­te Ihr Smart­pho­ne zum Bei­spiel nach einem WLAN-Netz suchen, wenn Sie gar nicht online gehen wol­len, weil z. B. kein bekann­tes Netz­werk in Reich­wei­te ist? Auch Blue­tooth, GPS oder NFC, das bei­spiels­wei­se beim digi­ta­len Bezah­len an der Kas­se zum Ein­satz kommt – sie alle lee­ren per­ma­nent die Bat­te­rie.

So schlie­ßen Sie nicht genutz­te Funk­tio­nen:

  1. Wischen Sie zwei­mal hin­ter­ein­an­der vom obe­ren Bild­rand nach unten oder wischen Sie ein­ma­lig mit zwei Fin­gern. Bei den meis­ten Android-Smart­pho­nes öff­net sich ein Menü mit den Schnell­ein­stel­lun­gen.
  2. Hier sind Funk­tio­nen wie Blue­tooth oder Stand­ort auf­ge­führt. Tip­pen Sie dar­auf bezie­hungs­wei­se öff­nen Sie das Aus­klapp­me­nü, je nach Smart­pho­ne.
  3. Deak­ti­vie­ren Sie alle Funk­tio­nen, die Sie aktu­ell nicht benö­ti­gen.
  4. Wenn Ihr Smart­pho­ne kei­nen Schnell­zu­griff über die Wisch­ges­te ermög­licht, fin­den Sie die Funk­tio­nen auch unter Ein­stel­lun­gen.
  5. Tipp: Unter Ein­stel­lun­gen > Mobi­le Netz­wer­ke > Netz­mo­dus kön­nen Sie wäh­len, wel­chen Netz­typ Ihr Smart­pho­ne wäh­len soll. Wenn in Ihrer Regi­on ohne­hin kein 3G oder LTE ver­füg­bar ist, wäh­len Sie das ener­gie­spa­ren­de 2G.

Redu­zie­ren Sie den Ener­gie­ver­brauch der Apps

Wet­ter-Apps, die die neu­es­ten Daten abru­fen. Spie­le-Apps auf der Suche nach Updates und High­scores. Navi-Apps, die aktu­el­les Kar­ten­ma­te­ri­al run­ter­la­den. Vie­le Apps grei­fen kon­stant auf das mobi­le Daten­netz zu oder wer­keln ein­fach so im Hin­ter­grund vor sich hin – und ver­brau­chen Strom. Einen Über­blick über beson­ders ener­gie­hung­ri­ge Apps erhal­ten Sie unter Ein­stel­lun­gen > Akku bezie­hungs­wei­se Bat­te­rie, wo die Apps nach ihrem Strom­ver­brauch auf­ge­lis­tet wer­den. Mit eini­gen Maß­nah­men set­zen Sie die­sem Ener­gie­be­darf enge Gren­zen.

  • Been­den Sie akti­ve Apps, die Sie gera­de nicht benö­ti­gen, unter Ein­stel­lun­gen > Anwen­dungs­ma­na­ger > Aus­füh­ren oder Aktiv.
  • Ver­hin­dern Sie regel­mä­ßi­ge Updates der Apps, indem Sie den Goog­le Play Store öff­nen und unter Ein­stel­lun­gen > Auto­ma­ti­sche App Updates die Opti­on Kei­ne auto­ma­ti­schen App-Updates zulas­sen aus­wäh­len.
  • In älte­ren Android-Ver­sio­nen – vor Lol­li­pop 5.0 – kön­nen Sie in Apps wie “Mail” oder “Kon­tak­te” in den jewei­li­gen Ein­stel­lun­gen den Rhyth­mus für die Syn­chro­ni­sa­tio­nen anpas­sen, damit sie sel­te­ner erfol­gen.
  • Aller­dings soll­ten Sie Ihre Apps immer durch regel­mä­ßi­ge manu­el­le Updates auf den jeweils neu­es­ten Stand brin­gen, damit sie rei­bungs­los funk­tio­nie­ren und dadurch weni­ger Strom ver­brau­chen, als wenn sie feh­ler­haft arbei­ten.

Seit Android 6.0 Mar­sh­mal­low gibt es für einen spar­sa­me­ren Ener­gie­ver­brauch der Apps den “Doze”-Modus. Die Funk­ti­on schränkt die App-Akti­vi­tä­ten ein, sobald sich das Gerät eini­ge Zeit im Stand­by-Modus befin­det. In der Regel ist Doze auto­ma­tisch akti­viert.

Schal­ten Sie die Vibra­ti­on aus

Damit das Smart­pho­ne bei einem Anruf oder beim Tip­pen brummt und vibriert, muss der Akku Ener­gie lie­fern, die Sie ein­spa­ren kön­nen. Wenn Ihnen das Klin­geln aus­reicht, kön­nen Sie die zusätz­li­che Vibra­ti­on ein­fach aus­schal­ten unter Ein­stel­lun­gen > Mein Gerät > Ton.

Die Vibra­ti­on beim Tip­pen stel­len Sie aus, indem unter Ein­stel­lun­gen > Spra­che & Ein­ga­be > Goog­le-Tas­ta­tur > Ein­stel­lun­gen den Schal­ter Bei Tas­ten­druck vibrie­ren deak­ti­vie­ren.

Scho­nen Sie den Akku beim Laden

Moder­ne Akkus besit­zen kei­nen Memo­ry-Effekt mehr, der bei ihren Vor­gän­gern noch die voll­stän­di­ge Be- und Ent­la­dung emp­feh­lens­wert mach­te.

Bei den heu­ti­gen Lithi­um-Ionen-Akkus (Li-Ion) ist sogar das Gegen­teil rich­tig: Sie leben am längs­ten, wenn sie vor der voll­stän­di­gen Ent­la­dung bereits wie­der an die Steck­do­se ange­schlos­sen und vor 100 Pro­zent Ladung wie­der abge­stöp­selt wer­den. Opti­mal ist eine Ladung zwi­schen 30 und 70 Pro­zent. Laden Sie Ihr Smart­pho­ne also ruhig immer zwi­schen­durch auf, wenn Sie die Gele­gen­heit dazu haben.

Zudem dankt es Ihnen der Akku, wenn Sie ihn nicht extre­men Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen aus­set­zen. Unter null Grad sinkt sei­ne Leis­tung, über 40 Grad zeigt er umso frü­her Alters­er­schei­nun­gen.

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Im Not­fall immer genü­gend Ener­gie

Nicht sel­ten sind es die unpas­sen­den Momen­te, in denen ein Akku nach neu­er Ener­gie ver­langt: Unter­wegs in der Bahn, mit dem Fahr­rad, beim Wan­dern oder Spa­zie­ren­ge­hen – fern­ab der nächs­ten Steck­do­se. Bei lan­gen Rei­sen soll­ten Sie des­halb im Ide­al­fall eine soge­nann­te Power­bank dabei haben. Die­se mobi­len Akkus ver­sor­gen Ihr Smart­pho­ne oder Tablet im Not­fall über einen Micro-USB-Anschluss oder ein ent­spre­chen­des Netz­teil mit Strom.

Doch so weit muss es häu­fig nicht kom­men. Je nach Ver­si­on und Modell ste­hen bei Android meh­re­re Optio­nen zur Ver­fü­gung, mit denen der Akku geschont wird und ent­spre­chend län­ger durch­hält. Das Gute dabei: Die meis­ten Maß­nah­men kon­zen­trie­ren sich auf gra­fi­sche Fines­sen, Vibra­ti­on oder unge­nutz­te Apps. Die wich­tigs­ten Funk­ti­on, wie das Tele­fo­nie­ren und Online-Nut­zung blei­ben unan­ge­tas­tet. Und dafür ist ein Smart­pho­ne schließ­lich in ers­ter Linie da.

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