Frisch ver­liebt nutzt du jede freie Sekun­de, um mit dei­nem Schatz per Mes­sen­ger in Kon­takt zu blei­ben. Doch was ihr euch da so mit­teilt, ist höchst pri­vat und geht nie­man­den sonst etwas an. Zum Glück bie­ten fast alle Mes­sen­ger-Apps Funk­tio­nen an, die die Geheim­hal­tung von Chats unter­stüt­zen: Sei es durch eine Ver­schlüs­se­lung, eine Opti­on zum Ver­ste­cken der Unter­hal­tung oder durch die Selbst­zer­stö­rung von Nach­rich­ten, Bil­dern und Vide­os. Wie du die­se Mög­lich­kei­ten bei Whats­App, Face­book, Snap­chat und Tele­gram nutzt, ver­rät dir die­ser Rat­ge­ber.

Der Vor­rei­ter: Selbst­zer­stö­ren­de Nach­rich­ten bei Snap­chat

Snap­chat war die ers­te Mes­sen­ger-App mit Selbst­zer­stö­rungs-Modus, also der Mög­lich­keit, gesen­de­te Nach­rich­ten und Fotos auto­ma­tisch ver­schwin­den zu las­sen. Das Beson­de­re: Alle gesen­de­ten und emp­fan­ge­nen Nach­rich­ten kön­nen nur eine begrenz­te Zeit gese­hen wer­den. Bei Bil­dern oder Vide­os legt der Absen­der inner­halb einer Zeit­span­ne von einer bis maxi­mal zehn Sekun­den fest, wie lan­ge der Emp­fän­ger die Datei anschau­en darf. Text­nach­rich­ten blei­ben hin­ge­gen so lan­ge sicht­bar, bis du die Kon­ver­sa­ti­on oder die App ver­lässt. So geht´s:

  1. Um die Zeit­span­ne fest­zu­le­gen, wann sich ein Foto oder ein Video selbst zer­stö­ren soll, klickst du in der Datei auf die Uhr, die unten links ein­ge­blen­det wird.
  2. Im nächs­ten Fens­ter stellst du ein, wie vie­le Sekun­den das Bild oder das Video für den Emp­fän­ger sicht­bar sein soll.
  3. Danach kannst du das Medi­um mit einem Druck auf die Pfeil­tas­te ver­sen­den.

Gehei­me Chats bei Tele­gram

Der Tele­gram-Mes­sen­ger bie­tet in sei­nen gehei­men Chats gleich drei Funk­tio­nen an, um die Sicher­heit bei der Kon­ver­sa­ti­on zu gewähr­leis­ten:

Was ist die Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung?

Ein Ver­schlüs­se­lungs­pro­to­koll wie die Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung gewähr­leis­tet, dass der Nach­rich­ten­aus­tausch zwi­schen Per­so­nen wirk­lich nur von die­sen Nut­zern gele­sen wer­den kann. Ohne Ver­schlüs­se­lung könn­ten die Nach­rich­ten vom Anbie­ter oder sogar von ande­ren Per­so­nen, die sich im glei­chen WLAN befin­den, abge­fan­gen und mit­ge­le­sen wer­den. Das gilt auch für SMS, die für den Tele­fon­an­bie­ter ein­seh­bar sind. Sind die Nach­rich­ten oder Gesprä­che jedoch ver­schlüs­selt, ist der Zugriff von außen nur mit erheb­li­chem Auf­wand oder gar nicht mög­lich.

  • Eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung sorgt dafür, dass nie­mand außer den Gesprächs­part­nern die Nach­richt abfan­gen oder ent­schlüs­seln kann.
  • Selbst­zer­stö­ren­de Nach­rich­ten sor­gen dafür, dass die Inhal­te sowohl vom Absen­der- als auch und vom Emp­fän­ger-Smart­pho­ne ver­schwin­den, sobald der Emp­fän­ger die Nach­richt gele­sen hat.
  • Gehei­me Chats gelan­gen nicht die Tele­gram-Cloud. Sie sind aus­schließ­lich von den End­ge­rä­ten aus ein­seh­bar, von wo sie gestar­tet wur­den. Du kannst sie also weder auf einem Tablet oder PC noch auf einem Zweit­han­dy fort­set­zen. Durch ein Abmel­den bei Tele­gram wer­den die Chats vom Han­dy gelöscht.

So funk­tio­niert der gehei­me Chat bei Android- und iOS-Smart­pho­nes:

  1. Öff­ne das Nach­rich­ten-Menü der App und wäh­le Neu­er Gehei­mer Chat aus.
  2. Tip­pe im gehei­men Chat auf die klei­ne Stopp­uhr im Text­ein­ga­be­feld (iOS) oder auf das Pro­fil­bild oben (Android), um die Selbst­zer­stö­rung der Nach­rich­ten zu akti­vie­ren.
  3. Sobald der Emp­fän­ger die Nach­rich­ten gele­sen hat, wird die­se nach der aus­ge­wähl­ten Zeit auf bei­den End­ge­rä­ten im Chat gelöscht (auf bei­den Smart­pho­nes oder Tablets muss die aktu­ells­te Tele­gram-Ver­si­on instal­liert sein).

Archiv­funk­ti­on: Chats bei Whats­App ver­ste­cken

Mes­sen­ger-Kon­kur­rent Whats­App setzt auf eine Archiv­funk­ti­on, um Nach­rich­ten ver­bor­gen zu hal­ten. Das eig­net sich beson­ders, wenn Chats vor frem­den Bli­cken geschützt wer­den sol­len. Denn wenn ein Chat bei Whats­App archi­viert wird, taucht er unter den nor­ma­len Chats nicht mehr auf. Die gesam­te Pro­ze­dur dau­ert bei Android- und iOS-Gerä­ten nur Sekun­den. So archi­vierst du einen Chat und machst ihn wie­der sicht­bar:

  1. Hal­te den Chat, den du archi­vie­ren möch­test, län­ger gedrückt (Android) oder wische die­sen Chat nach links (iOS).
  2. Wäh­le in der obe­ren Menü­leis­te das Ord­ner-Sym­bol mit dem Pfeil nach unten aus (Android) oder tip­pe auf Archi­vie­ren (iOS). Schon ist der Chat nicht mehr sicht­bar.
  3. Um einen archi­vier­ten Chat wie­der sicht­bar zu machen, scrollst du auf der Chat-Über­sicht nach ganz unten (Android) oder schaust nach ganz oben über das Such­feld (iOS) und tippst auf Archi­vier­te Chats.
  4. Tip­pe län­ger auf den Chat, den du wie­der sicht­bar machen möch­test, und wäh­le dann oben in der Leis­te das Ord­ner-Sym­bol mit dem Pfeil nach oben (Android) oder tip­pe auf Rück­gän­gig (iOS), um den Chat wie­der nor­mal in der Lis­te anzu­zei­gen.

Wenn du willst, kannst du auch alle Chats auf ein­mal ver­ste­cken. Gehe hier­für in die Ein­stel­lun­gen von Whats­App und fol­ge dem Pfad Chats > Chat­ver­lauf > Alle Chats archi­vie­ren.

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Tele­gram Mes­sen­ger als Alter­na­ti­ve zu Whats­App

Das Fea­ture mit den sich selbst zer­stö­ren­den Nach­rich­ten bie­tet Whats­App (noch) nicht an (Stand: Febru­ar 2019). Dafür kannst du ver­se­hent­lich gesen­de­te Nach­rich­ten wie­der rück­gän­gig machen. Aller­dings ist bei Whats­App die Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung stan­dard­mä­ßig aktiv. Es gibt auch kei­ne Mög­lich­keit, die­se Ver­schlüs­se­lung abzu­schal­ten.

Gehei­me Unter­hal­tung im Face­book Mes­sen­ger

Auch Face­book hat eine Funk­ti­on namens “Gehei­me Unter­hal­tung” im Ange­bot. Die­se Geheim­nis­krä­me­rei bezieht sich zum einen auf die Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung, die – anders als bei Whats­App – nicht auto­ma­tisch akti­viert ist. Zum ande­ren kannst du auch hier die Selbst­zer­stö­rung mit einem Timer ein­stel­len. So star­test du einen gehei­men Chat im Face­book Mes­sen­ger:

  1. Tip­pe oben auf den Namen der Per­son, mit der du dich in einem Chat befin­dest.
  2. Tip­pe im neu­en Menü auf Gehei­me Unter­hal­tung auf­ru­fen (Android) oder Gehei­me Unter­hal­tung (iOS).
  3. Nach einer ein­ma­li­gen Bestä­ti­gung öff­net sich ein neu­es Chat-Fens­ter, in dem du dei­ne ver­schlüs­sel­te Unter­hal­tung begin­nen kannst. Die Sprech­bla­sen sind hier nicht blau, son­dern schwarz ein­ge­färbt.
  4. Willst du dei­ne Nach­richt in der gehei­men Unter­hal­tung mit einer Selbst­zer­stö­rungs­funk­ti­on ver­se­hen, tip­pe auf das Timer-Sym­bol links neben dem Ein­ga­be­feld.
  5. Wäh­le die Zeit aus, für die dei­ne Mit­tei­lung oder dein Bild für den Emp­fän­ger nach dem Betrach­ten sicht­bar blei­ben soll – zwi­schen 5 Sekun­den und 24 Stun­den.

Eine gehei­me Unter­hal­tung lässt sich im Face­book Mes­sen­ger nur auf ein und dem­sel­ben Gerät füh­ren. Beginnst du den Chat auf dei­nem Smart­pho­ne, ist es nicht mög­lich, die­sen bei­spiels­wei­se auf facebook.com fort­zu­set­zen.

Gehei­me Chats: Teil­wei­se ver­steckt, aber hilf­reich

Fast jeder gän­gi­ge Mes­sen­ger bie­tet heu­te Funk­tio­nen an, die der Geheim­hal­tung von Gesprä­chen die­nen. Sei es eine Ver­schlüs­se­lung, die es Betrei­bern oder Hackern erschwert oder sogar unmög­lich macht, dei­ne Chats zu ver­fol­gen, oder die Mög­lich­keit, die Gesprä­che mit weni­gen Klicks aus dem Sicht­feld Frem­der zu ent­fer­nen. Bei vie­len Mes­sen­gern hast du zudem die Opti­on, dei­ne ver­sen­de­ten Nach­rich­ten oder Bil­der nach dem Betrach­ten auto­ma­tisch löschen zu las­sen, sodass der Emp­fän­ger die­se nicht wei­ter­ver­wen­den kann.

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