© 2023 Getty Images
Software

Goog­le-Rück­wärts­su­che: Was sie bringt und wie sie funktioniert

Google findet Ergebnisse nicht nur anhand von Suchanfragen in Textform, sondern kann auch Bilder als Ausgangsmaterial für Suchen verwenden.

Dein Kum­pel will sich einen Samo­je­den anschaf­fen, doch die Hun­de­ras­se sagt dir nichts? Schnell in die Goog­le-Such­leis­te ein­ge­ge­ben, hast du ad hoc ein Bild vor Augen. Die Such­ma­schi­ne ist längst Teil unse­res All­tags, gibt sie uns doch in kur­zer Zeit alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen – über jedes erdenk­li­che The­ma, das im Inter­net kur­siert. Doch kann die Goog­le-Bil­der­su­che viel mehr, als du womög­lich denkst. Die soge­nann­te Rück­wärts­su­che kann näm­lich so eini­ge dei­ner etwa­igen Fra­gen lösen. Was es mit die­ser spe­zi­el­len Bil­der­su­che auf sich hat, haben wir für dich zusammengefasst.

Goog­le-Bil­der­su­che vs. Rückwärts-Bildersuche

Wenn du eine bestimm­te Infor­ma­ti­on suchst, gibst du Schlag­wor­te in die Goog­le-Such­ma­schi­ne ein, tippst auf [Enter] und hoffst, auf der ers­ten Sei­te die pas­sen­de Ant­wort zu fin­den. Gehst du auf den Rei­ter „Bil­der“, lis­tet der Algo­rith­mus – im bes­ten Fall – adäqua­te Bil­der zum Such­be­griff auf. Was vie­le nicht wis­sen: Das geht auch anders­her­um. Du kannst auf Grund­la­ge eines Bil­des eini­ges in Erfah­rung bringen.

Ein Fall­bei­spiel: Du willst dir ein rus­ti­ka­les Regal aus bur­gun­der­far­be­nen Holz anschaf­fen und sam­melst in all­mög­li­chen Foren und Platt­for­men nach Inspi­ra­ti­on. Wochen spä­ter scrollst du durch dei­ne Gale­rie und weißt par­tout nicht mehr, wel­che Web­sei­te dei­nen Favo­ri­ten im Sor­ti­ment hat. Und jetzt kommt die umge­kehr­te Goog­le-Bil­der­su­che ins Spiel. Du kannst in die Such­leis­te näm­lich nicht nur text­ba­sier­te Anga­ben machen. Auf dem PC oder Mac lie­fert dir das Bild die gewoll­te Auskunft.

Pas­send dazu 
Jetzt kaufen 

Goog­le-Rück­wärts­su­che: Auf PC und Mac

Wenn du vom Com­pu­ter aus auf die Bil­der­su­che zurück­grei­fen möch­test, ist es ganz gleich, ob du Goog­le Chro­me oder einen ander­wei­ti­gen Brow­ser ver­wen­dest. Du kannst dein Bild auf unter­schied­li­che Wei­se hochladen:

  1. Öff­ne in dei­nem Brow­ser die URL www.google.de.
  2. Rechts neben der Such­leis­te kannst du ein bun­tes, klei­nes Kame­ra-Sym­bol ent­de­cken. Kli­cke darauf.
  3. Zie­he ein Foto ent­we­der per Drag-and-Drop in das graue Feld oder tip­pe auf „lade eine Datei hoch“. Suche den Ord­ner, in dem du das Bild abge­legt hast und wäh­le es aus.
  4. Wenn du die Bild-URL zur Hand hast, kannst du sie kopie­ren und in ein unten ange­leg­tes Feld ein­ge­ben. Tip­pe anschlie­ßend auf „Suche“.
  5. Auch Bil­der auf Web­sei­ten las­sen sich leicht unter­su­chen: Kli­cke mit einem Rechts­klick auf das Bild und wäh­le „Bild an Goog­le sen­den“ aus. Hier­für musst du aller­dings den Chro­me-Brow­ser benutzen.

Auf wel­chem Wege du auch die umge­kehr­te Bil­der­su­che anstößt, beim Upload dei­nes Fotos wird das Tool bzw. die App „Goog­le Lens“ zur Anwen­dung gebracht.

Hast du ein Foto hoch­ge­la­den, kannst du unter ande­rem online nach ähn­li­chen Bil­dern suchen. Der Algo­rith­mus zeigt dir als Ers­tes Bil­der an, die eine beson­ders hohe visu­el­le Über­ein­stim­mung auf­wei­sen. So kannst du bei­spiels­wei­se her­aus­fin­den, woher eine Gra­fik stammt. Lässt du die Bild­quel­le vom Tool aus­le­sen, lis­tet dir die Goog­le-Suche alle Web­sei­ten auf, die das Foto oder die Gra­fik ver­wen­den. Die Pro­gram­mie­rung kann aber noch viel mehr.

Goog­le Lens: Der Infor­ma­ti­ons­schwamm für dei­ne Umgebung

Goog­le Lens ist eine App, mit der Infor­ma­tio­nen aus der Umge­bung abge­ru­fen wer­den kön­nen. Das Tool funk­tio­niert wie eine Kame­ra, die Bild­ele­men­te ana­ly­siert und auf wei­ter­füh­ren­de Inhal­te wie Goog­le Bil­der oder ver­wand­te Web­sei­ten ver­weist. Was du ganz kon­kret mit der Bil­der­su­che von Goog­le Lens machen kannst:

  • Du weißt nicht, vor wel­chem geschichts­träch­ti­gen Denk­mal du gera­de stehst? Rich­te die Kame­ra auf das Gebäu­de, das Gemäl­de oder ähn­li­ches und tip­pe auf „Suche“. Die KI durch­fors­tet in Win­des­ei­le das Inter­net und prä­sen­tiert dir zum einen die wich­tigs­ten Kenn­zah­len zum Monu­ment, zum ande­ren pas­sen­de Bil­der mit hoher visu­el­ler Übereinstimmung.
  • Du stehst immer noch vor dem Denk­mal, dein Latein­vo­ka­bu­lar ist über die Jah­re aber etwas ein­ge­ros­tet? Rich­te die Kame­ra auf den Text und kli­cke auf „Über­set­zen“. Lass das Pro­gramm ent­we­der auto­ma­tisch Ursprungs- und Ziel­spra­che aus­wäh­len oder aber leg bei­de Spra­chen selbst fest.
  • Und auch im Arbeits­all­tag spart dir das Online-Tool Zeit. Wenn du bei­spiels­wei­se einen hand­ge­schrie­be­nen Text digi­ta­li­sie­ren möch­test, ohne ihn Wort für Wort selbst abzu­tip­pen. Rich­te wie­der die Kame­ra auf das zu über­tra­gen­de Doku­ment, kli­cke auf „Text“ und dann auf den Bild­schirm. Nun kannst du die vom Pro­gramm erkann­ten Pas­sa­gen in dei­ne Zwi­schen­ab­la­ge kopie­ren. Alter­na­tiv lässt sich der Text von dei­nem Smart­phone direkt auf dei­nen PC oder Mac über­tra­gen. Hier­für müs­sen dei­ne Gerä­te aller­dings gekop­pelt sein.
  • Ein Bekann­ter hat einen Pull­over an, den du ger­ne selbst im Klei­der­schrank ver­or­ten möch­test; aller­dings hat er das krat­zi­ge Eti­kett abge­schnit­ten und weiß nicht, wo er das gute Stück erwor­ben hat. Der Aus­weg: Hal­te die Kame­ra auf den Pull­over und kli­cke auf „Ein­kau­fen“. Wie­der unter­sucht das Pro­gramm das Inter­net auf ähn­li­che Bil­der unter­schied­li­cher Shop­ping­sei­ten. Mit etwas Glück und guter Beleuch­tung kannst du den Pul­li in dei­nen Waren­korb verfrachten.

Goog­le-Rück­wärts­su­che auf Android und iOS

Damit du die Bil­der-Rück­wärts­su­che auch auf dei­nem Smart­phone anwen­den kannst, benö­tigst du die aktu­ells­te Ver­si­on von Safa­ri, der Chro­me- oder Goog­le-App. Wo du als Besit­zer eines iOS-Geräts auf die­se Mög­lich­kei­ten aus­wei­chen musst, kannst du dir für dein Android auch direkt die App „Goog­le Lens“ her­un­ter­la­den. Du bekommst sie kos­ten­los im Goog­le Play Store.

Um die Bil­der-Rück­wärts­su­che von Goog­le auf dei­nem iOS- oder Android-Gerät zur Anwen­dung zu brin­gen, gehst du grund­le­gend genau­so vor wie beim Com­pu­ter. Mitt­ler­wei­le sind die vor­ein­ge­stell­ten Wid­gets auf Smart­phones, die App- wie auch Web­ver­sio­nen so stan­dar­di­siert, dass die Unter­schie­de in der Hand­ha­bung mar­gi­nal sind. Mache dich immer auf die Suche nach dem bun­ten Kame­ra-Sym­bol neben der Such­leis­te. Dann musst du nur noch das rich­ti­ge Bild hoch­la­den oder aber die Kame­ra­lin­se auf das Objekt dei­ner Wis­sens­be­gier­de halten.

Bil­der­su­che mal anders: Hel­fer in der Not

Nie wie­der einen hän­disch ver­fass­ten Text müh­se­lig abtip­pen; immer wis­sen, was da vor einem in den Him­mel ragt; schon fast ver­ges­se­ne Gra­fi­ken end­lich einer Quel­le zuord­nen. Die Goog­le-Rück­wärts­su­che ist wie eine Mischung aus Ste­no­gra­phen, Shazam und Mode-Guru und kann dir in ganz spe­zi­el­len Momen­ten der Not Zeit erspa­ren und für Aha-Momen­te sorgen.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.

Time to share:  Falls dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns!