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Near­by Share: So rich­test du Goo­g­les Air­drop-Alter­na­ti­ve für Android ein

Mit Nearby Share verschickst du Daten einfach zwischen Android-Geräten hin und her.

 Was Apple bereits vor meh­re­ren Jah­ren für sein Öko­sys­tem ein­führ­te, ist seit Herbst 2020 auch auf Android mög­lich: der Daten­aus­tausch zwi­schen Smart­pho­nes in direk­ter Nähe. Mit Goog­le Near­by Share über­mit­telst du Datei­en, wie Fotos oder Vide­os, an benach­bar­te Android-Smart­pho­nes, ohne auf spe­zi­el­le Apps ange­wie­sen zu sein. Wie du Near­by Share ein­rich­test und nutzt, erfährst du hier. 

So akti­vierst du Near­by Share auf dei­nem Smartphone

Near­by Share ist eine vor­in­stal­lier­te Funk­ti­on unter Android. Du musst also kei­ne zusätz­li­che App instal­lie­ren, um den Dienst nut­zen zu kön­nen. Grund­sätz­lich funk­tio­niert der Kurz­stre­cken­bot­schaf­ter auf allen Smart­pho­nes, auf denen Android 6.0 oder höher als Betriebs­sys­tem läuft. Damit du über Near­by Share Datei­en tei­len kannst, ist es erfor­der­lich, den Dienst zu akti­vie­ren. Glei­ches gilt für den Emp­fän­ger oder die Emp­fän­ge­rin. Fol­ge dazu die­sen Schritten:

  1. Öff­ne die Ein­stel­lun­gen auf dei­nem Smart­pho­ne. 
  2. Tip­pe auf den Ein­trag Goog­le und anschlie­ßend auf Gerä­te­ver­bin­dun­gen. 
  3. Dort fin­dest du die Funk­ti­on Near­by Share“. 
  4. Akti­vie­re die­se, sofern noch nicht geschehen.

In den Funk­ti­ons­ein­stel­lun­gen kannst du dar­über hin­aus einen Namen für dein Gerät fest­le­gen, unter dem es bei Near­by Share gefun­den wer­den soll. Außer­dem kannst du die Sicht­bar­keit ein­schrän­ken, damit dir nicht unge­fragt Datei­en per Near­by Share geschickt wer­den kön­nen. Die Per­son, mit der du inter­agie­ren möch­test, muss in dei­nen Kon­tak­ten ange­legt sein. Eine dem Gerät frem­de Per­son kann dir weder Datei­en schi­cken noch von dir emp­fan­gen. 

Die drei Optio­nen der Gerätesichtbarkeit:

  • Alle Kon­tak­te: Dein Smart­pho­ne ist für alle dei­ne Kon­tak­te in der Nähe sicht­bar, sofern du es ent­sperrt hast. 
  • Eini­ge Kon­tak­te: Du legst selbst fest, wel­che Kon­tak­te dich über Near­by Share fin­den kön­nen. 
  • Nicht sicht­bar: Du bist für dei­ne Kon­tak­te zunächst unsicht­bar. Sobald ein Gerät in dei­ner Nähe eine Datei über Near­by Share frei­ge­ben möch­te, bekommst du eine Benach­rich­ti­gung und kannst die Gerä­te­sicht­bar­keit kurz­zei­tig anpassen. 

Damit Sen­der- und Emp­fangs­ge­rät mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren kön­nen, benö­ti­gen sie Blue­tooth und Stand­ort­er­ken­nung. Bei­des soll­te also akti­viert sein.

So ver­sen­dest du Medi­en und Datei­en mit Near­by Share

Sind Blue­tooth und die Stand­ort­er­ken­nung aktiv und Near­by Share ein­ge­schal­tet, kannst du anfan­gen, dei­ne Inhal­te nahen Smart­pho­nes frei­zu­ge­ben. Das funk­tio­niert denk­bar ein­fach und intui­tiv. Wich­tig ist, dass sich die Gerä­te in unmit­tel­ba­rer Nähe zuein­an­der befin­den, also idea­ler­wei­se direkt neben­ein­an­der lie­gen oder gehal­ten wer­den. Goog­le emp­fiehlt einen Abstand von maxi­mal 30 Zen­ti­me­tern. Du kannst Near­by Share nur dann zum Tei­len von Inhal­ten ver­wen­den, wenn bei­de Tele­fo­ne ent­sperrt sind.

  1. Öff­ne den Inhalt, den du ver­schi­cken möch­test, z.B. ein Foto, ein Video oder auch eine Web­site in einem Brow­ser. 
  2. Tip­pe auf das Tei­len-Sym­bol. 
  3. In den sich öff­nen­den Optio­nen wählst du Near­by Share aus. Soll­te die Funk­ti­on noch nicht akti­viert sein, kannst du dies nun nach­ho­len. 
  4. Dein Smart­pho­ne sucht nun nach mög­li­chen Emp­fangs­ge­rä­ten.  
  5. Sobald das ande­re Smart­pho­ne gefun­den wur­de, wird dir des­sen Name in den Such­ergeb­nis­sen ange­zeigt.  
  6. Tip­pe dar­auf, um eine Ver­bin­dung zu dem Gerät her­zu­stel­len. 
  7. Auf dem Emp­fangs­ge­rät erscheint nun eine Benach­rich­ti­gung, dass jemand eine Datei über Near­by Share frei­ge­ben möch­te. Dort wer­den zudem die Namen des Sen­der­ge­räts und der Datei ange­zeigt. 
  8. Der Emp­fän­ger bzw. die Emp­fän­ge­rin kann die Datei abru­fen, indem er oder sie auf Akzep­tie­ren tippt, oder sie ableh­nen. 

Near­by Share wählt für die Über­tra­gung auto­ma­tisch das best­mög­li­che Ver­bin­dungs­pro­to­koll aus Blue­tooth, Blue­tooth Low Ener­gy, Web­RTC oder Peer-to-Peer-WiFi. So kannst du auch dann Inhal­te tei­len, wenn bei­de Gerä­te off­line sind. 

Hin­weis: Near­by Share funk­tio­niert aus­schließ­lich zwi­schen Android-Gerä­ten. Du kannst damit kei­ne Datei­en für Apple- oder Micro­soft-Pro­duk­te frei­ge­ben. Immer­hin ermög­licht Near­by Share die kon­takt­lo­se Kom­mu­ni­ka­ti­on auch mit Goog­le Chrome­books. Auch der Aus­tausch einer Datei mit meh­re­ren Android-Gerä­ten zeit­gleich ist unter Near­by Share kein Pro­blem – sofern du die­se als Kon­tak­te hin­zu­ge­fügt hast.

Wenn Near­by Share nicht funk­tio­niert: Mög­li­che Problemlösungen

Soll­te die Suche kei­ne Tref­fer erzie­len, über­prü­fe in den Funk­ti­ons­ein­stel­lun­gen des Emp­fangs­ge­rä­tes, ob die Sicht­bar­keit mög­li­cher­wei­se ein­ge­schränkt ist. Manch­mal kann es zudem vor­kom­men, dass der Emp­fän­ger bzw. die Emp­fän­ge­rin nicht über die ein­ge­hen­de Ver­bin­dungs­an­fra­ge infor­miert wird. Zie­he in die­sem Fall auf dem Zweit­ge­rät die Benach­rich­ti­gungs- und Schnell­zu­griffs­leis­te vom obe­ren Bild­schirm­rand nach unten. Dort soll­te der Hin­weis von Near­by Share zu sehen sein, dass ein Gerät in der Nähe gera­de teilt. Tip­pe dar­auf, um den Ver­bin­dungs­vor­gang zu star­ten. 

Wol­len sich die Android-Tele­fo­ne par­tout nicht fin­den, kann es hel­fen, auf bei­den den Flug­mo­dus zu akti­vie­ren. Dadurch wer­den alle akti­ven Ver­bin­dun­gen, wie Blue­tooth und mobi­le Daten, gekappt. Schal­te anschlie­ßend den Flug­mo­dus wie­der aus. Sobald Blue­tooth, Stand­ortermitt­lung und die übri­gen Ver­bin­dun­gen wie­der akti­viert sind, ver­su­che erneut, die Datei über Near­by Share zu teilen.

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Kos­ten­lo­se Desk­top-Alter­na­ti­ven: Snap­drop und Share­Drop für den Browser

Goog­le beschränkt den Nut­zen von Near­by Share der­zeit aus­schließ­lich auf das Android-Betriebs­sys­tem. Willst du hin­ge­gen Datei­en von einem Smart­pho­ne, Tablet oder PC sen­den oder dort emp­fan­gen, stößt Near­by Share an sei­ne Gren­zen. Zum Glück gibt es kos­ten­freie Alter­na­ti­ven, die sich genau­so unkom­pli­ziert nut­zen las­sen – und das unab­hän­gig von Gerä­te­ty­pen und Betriebs­sys­te­men. Wir zei­gen dir anhand von Snap­drop und Share­Drop, wie das geht. 

Wie Near­by Share, erfor­dert auch Snap­drop kei­ne Instal­la­ti­on einer App. Statt­des­sen rufst du den Ser­vice ein­fach im Brow­ser über snapdrop.net auf. Direkt nach dem Öff­nen der Web­sei­te wird dir das Smart­pho­ne, das Tablet oder der Com­pu­ter, mit dem du die Sei­te besuchst, mit­tig ange­zeigt. Eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich. Am unte­ren Bild­schirm­rand kannst du dei­nen Nut­zer­na­men ein­se­hen, der zufäl­lig ver­ge­ben wird und sich bei jedem Besuch der Sei­te ändert. 

Alle Teilnehmer*innen, die sich im sel­ben WLAN-Netz­werk befin­den und die Sei­te auf­ru­fen, lan­den auto­ma­tisch im glei­chen Raum mit dir. Mit wel­chem Gerät sie die Sei­te nut­zen, spielt kei­ne Rol­le. Jeder bei­getre­te­ne Gast wird als Tier dar­ge­stellt, dar­über hin­aus wer­den Gerät und Brow­ser ange­zeigt.  

Snap­drop ist in sei­nem Umfang glei­cher­ma­ßen sim­pel wie intui­tiv. Klickst du auf einen der ein­ge­blen­de­ten Namen, kannst du dort­hin Datei­en von dei­nem Gerät aus hin­schi­cken. Lei­der unter­stützt Snap­drop kei­nen Par­al­lel­ver­sand an meh­re­re Per­so­nen gleich­zei­tig. Statt­des­sen musst du jeden Kon­takt ein­zeln adres­sie­ren und die Datei jedes Mal neu raus­su­chen. Da die per Web­RTC ver­schlüs­sel­ten Datei­en direkt zwi­schen dem Sen­der und dem Emp­fän­ger ver­schickt wer­den, musst du dir auch kei­ne Sor­gen machen, dass nach Schlie­ßen der Sit­zung irgend­wel­che Inhal­te auf dem Snap­drop-Ser­ver zurück­blei­ben könn­ten. 

Alter­na­tiv zu Snap­drop eig­net sich Share­Drop zum sys­tem­über­grei­fen­den Tei­len von Daten. Share­Drop funk­tio­niert dem Prin­zip nach ähn­lich wie Snap­drop, mit dem Unter­schied, dass du hier auch Datei­en zu wei­ter ent­fern­ten Adres­sa­ten schi­cken kannst. Ihr müsst euch also nicht zwin­gend im glei­chensel­ben WLAN befin­den, um den Daten­aus­tausch zu star­ten. Kli­cke oder tip­pe dafür ein­fach auch das Plus-Sym­bol in der rech­ten, obe­ren Ecke, um dir die exak­te URL dei­nes Share­Drop-Rooms anzei­gen zu las­sen. Öff­net der Emp­fän­ger oder die Emp­fän­ge­rin die­sen Link, könnt ihr euch anschlie­ßend gegen­sei­tig Datei­en frei­ge­ben.  

Lei­der bie­ten weder Snap­drop noch Share­Drop eine Chat­funk­ti­on. Möch­test du dich wäh­rend der Über­ga­be mit den vir­tu­ell anwe­sen­den Per­so­nen unter­hal­ten, müsst ihr dafür auf einen exter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal ausweichen.

Near­by Share erleich­tert das Tei­len unter Android

Mit Near­by Share bekommst du eine sinn­vol­le Funk­ti­on unter Android an die Hand. Das unkom­pli­zier­te Tei­len von Inhal­ten geht schnell und ein­fach von der Hand, erfor­dert kei­ne neue App und funk­tio­niert sogar off­line. Lei­der beschränkt auch Goog­le Near­by Share aus­schließ­lich auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Android-Gerä­ten. Immer­hin erlaubt der Dienst, eine Datei par­al­lel an meh­re­re Gerä­te gleich­zei­tig zu sen­den. Möch­test du hin­ge­gen sys­tem­un­ab­hän­gig Datei­en wei­ter­ge­ben, bie­ten sich kos­ten­lo­se Brow­ser­pro­gram­me, wie Snap­drop oder Share­Drop, an.

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