Smartphones

UPDATED wee­kly: Tama­got­chis schlüp­fen wie­der, Nokia Flagg­schiff kommt im Sep­tem­ber, Whats­App sorgt für einen siche­ren Heim­weg & mehr

Jede Woche geschehen interessante Dinge in der Technik-Welt. Es ist schwer, da den Überblick zu behalten. UPDATED fasst daher die wichtigsten News kompakt zusammen.

Oster­ei­er suchen, Oster­was­ser schöp­fen, am Oster­feu­er Stock­brot rös­ten – die Fei­er­ta­ge sind vol­ler alter Bräu­che. Das gan­ze Gegen­teil also von der Tech­nik­welt, hier jagt eine Neue­rung die nächs­te: Whats­App ver­sprach ein grö­ße­res Update, Nokia arbei­tet auf Hoch­tou­ren am nächs­ten Flagg­schiff und war­tet eigent­lich nur noch auf ein klei­nes Zube­hör­teil­chen. Doch manch­mal besinnt sich auch die Tech­nik auf alte Wer­te und bringt einen alten Bekann­ten wie­der auf die Bild­flä­che: das Tama­got­chi. Hier sind die wich­tigs­ten News der ver­gan­ge­nen Woche noch ein­mal zusam­men­ge­fasst – und mit unse­ren neu­es­ten Ent­de­ckun­gen angereichert.

An Fei­er­ta­gen die gan­ze Fami­lie zusam­men­trom­meln? Abspre­chen, wer für den Oster­brunch den Hefe­zopf und wer lie­ber einen Salat mit­bringt? Alles gar kein Pro­blem, dafür gibt es schließ­lich die Grup­pen­funk­ti­on in Whats­App. Statt also, wie frü­her, zig Mal zum Tele­fon zu grei­fen und umständ­lich hin und her zu tele­fo­nie­ren, grei­fen wir heu­te zum Smart­pho­ne. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat der Mes­sen­ger-Dienst ein Update mit wei­te­ren Ver­bes­se­run­gen ange­kün­digt. Danach soll die Grup­pen­an­sicht ein neu­es Lay­out bekom­men und somit über­sicht­li­cher und intui­ti­ver wer­den. Außer­dem las­sen sich wohl bald meh­re­re Kon­tak­te gleich­zei­tig ver­schi­cken und wer möch­te, kann sich den Stand­ort von Freun­den und Fami­lie auch mit der Live-Tracking-Funk­ti­on in Echt­zeit anzei­gen las­sen. Wer nun einen Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re befürch­tet, kann beru­higt wer­den: Die Funk­ti­on wird stan­dard­mä­ßig deak­ti­viert sein und muss bei Bedarf ein­ge­schal­tet wer­den, etwa von jeman­dem, der sich auf dem Heim­weg unsi­cher fühlt und möch­te, dass der bes­te Freund weiß, wo man sich gera­de befindet.

Frisch geschlüpft: alte Spiel­ge­fähr­ten und neue Smartphones

Für vie­le ist Ostern ja nur ein “klei­nes Weih­nach­ten”. Völ­lig zu Unrecht natür­lich, schließ­lich sorgt Ostern immer für vier freie Tage am Stück. Davon kann sich Weih­nach­ten ruhig mal eine Schei­be abschnei­den. Ok, auf der ande­ren Sei­te beschert uns das Weih­nachts­fest meist neue Pro­duk­te: Spie­le­kon­so­len und aller­lei ande­re tech­ni­sche Neue­run­gen erbli­cken in die­ser Zeit nicht sel­ten das Licht der (Schaufenster-)Welt – und lan­den dann hof­fent­lich unter dem Weih­nachts­baum. Doch in die­sem Jahr kann auch Ostern da ganz locker mit­hal­ten. Denn die­ses Fest der Auf­er­ste­hung bringt ein ganz beson­de­res Ei aus der Ver­sen­kung wie­der zurück: Die Ori­gi­nal­ver­si­on des Tama­got­chi! Genau, das vir­tu­el­le Haus­tier, das in hohen Piep­s­tö­nen auf sei­ne Bedürf­nis­se auf­merk­sam mach­te. Essen, Trin­ken, Spie­len, Schla­fen – wer dem nicht gerecht wur­de, des­sen Tama­got­chi starb. 20 Jah­re ist es her, dass unzäh­li­ge der vir­tu­el­len Kücken auf den Plas­tik­ei­ern schlüpf­ten. Nun bringt der japa­ni­sche Her­stel­ler Ban­dai das Ei wie­der. Nur halb so groß, aber ansons­ten wie immer: mit einer ver­pi­xel­ten schwarz-weiß-Gra­fik auf dem klei­nen Bild­schirm und drei Knöp­fen zum Steuern.

Auch Nokia ist in die­sem Jahr wie­der ganz frisch aus dem Ei geschlüpft und stahl auf dem Mobi­le World Con­gress mit der Neu­auf­la­ge des 3310 allen die Show. Seit­dem bringt das Unter­neh­men qua­si im Wochen­takt ein neu­es Modell auf den Markt. Egal ob simp­les Ein­stei­ger­mo­dell, Retro-Lieb­ling mit uner­müd­li­chem Akku oder schi­ckes High-End-Gerät mit der neu­es­ten Tech­nik – die Mar­ke Nokia soll wie­der alle Spar­ten des Han­dy­mark­tes abde­cken. An des­sen Spit­ze will HMD Glo­bal, die der­zeit die Pro­duk­ti­on und Ver­mark­tung der Nokia-Han­dys über­nom­men haben, das Nokia 9 set­zen. Ein Spit­zen­han­dy mit 3D-Sound, Dual-Kame­ra und dem der­zeit leis­tungs­stärks­ten Snap­dra­gon 835 Pro­zes­sor. Letz­te­rer könn­te aller­dings die Fer­ti­gung des neu­en Flagg­schiffs ver­lang­sa­men: Denn nicht nur HMD Glo­bal will den Super-Chip. Aber so scheint es eben ein sehr span­nen­der Sep­tem­ber zu wer­den, zumin­dest was die Smart­pho­ne-Neue­run­gen betrifft.

Malen statt krit­zeln, Auto­fah­ren statt in der Wie­ge schau­keln – so hilft die neu­es­te Tech­nik klei­nen, gro­ßen und sehr gro­ßen Kindern

Haben Sie am Wochen­en­de Oster­ei­er bemalt? Mit getupf­ten Punk­ten oder wel­li­gen Stri­chen? Ja, wir auch. Denn das Pro­blem ist ja fol­gen­des: Ist man erst mal aus dem Kin­der­gar­ten­al­ter raus, rufen unde­fi­nier­ba­re Krit­ze­lei­en nur noch bedingt Begeis­te­rung her­vor. Und spä­tes­tens, wenn nach dem “das soll ein Del­fin sein” der Betrach­ter ein “Ahhh ok…” von sich gibt, ist klar: Jetzt zieht auch die Aus­re­de mit der “moder­nen Kunst” nicht mehr. Doch wofür gibt es schließ­lich all die Tech­nik, wenn sie sol­che All­tags­pro­ble­me nicht behe­ben könn­te? Genau das dach­te sich wohl auch Goog­le und ver­sieht sein Mal-Pro­gramm mit einer künst­li­chen Intel­li­genz. Die­se funk­tio­niert ähn­lich wie die Auto-Kor­rek­tur beim SMS schrei­ben und ver­voll­stän­digt miss­glück­te Krit­ze­lei­en. Dem Nut­zer wer­den dabei auf Grund­la­ge sei­ner Zeich­nung pas­sen­de Vor­schlä­ge gemacht. Wobei auch Goog­le sich oft nicht so ganz sicher ist. Aus zwei Krei­sen und einem Strich kann wahl­wei­se eine Bril­le, ein Fahr­rad oder auch ein Schlag­zeug gemacht wer­den. Immer­hin: Die fer­ti­gen Zeich­nun­gen las­sen sich dann ganz pri­ma erkennen.

Nun zu einem Pro­blem, das wohl jeder mit Nach­wuchs kennt: Im Auto schlum­mern die Klei­nen fried­lich vor sich hin, doch endet die Auto­fahrt, endet auch die Ruhe. Also, was tun? Noch eine extra Run­de um den Block fah­ren? Das ist mit der neu­en Krip­pe von Ford gar nicht nötig. Das Max Motor Dreams Kin­der­bett­chen simu­liert ein­fach die Auto­fahrt. Und zwar mit allem Drum und Dran: Es ruckelt und vibriert gleich­mä­ßig und sogar das wech­seln­de Licht der Stra­ßen­la­ter­nen wur­de in das klei­ne Bett inte­griert. Gesteu­ert wird das Bett­chen mit einer App – auf die­ser kön­nen Eltern sogar bestimm­te Rou­ten ein­stel­len, auf denen das Baby beson­ders sanft schlum­mert. Der­zeit scheint es die Wie­ge nur für den spa­ni­schen Markt zu geben – doch sicher­lich unter­schei­den sich Auto­fahr­ten auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel nicht son­der­lich von unseren.

T‑Shirt an und los – Fit­ness­tra­cker der Zukunft

Hät­ten es in den ver­gan­ge­nen Tagen lie­ber etwas weni­ger Süßig­kei­ten sein sol­len? Gegen das Bereu­en hilft vor allem eines: Sport. Aber, wer kennt das nicht: Gera­de will man den 10-Kilo­me­ter-Lauf begin­nen, da blinkt die Bat­te­rie­la­de­an­zei­ge der Smart­watch. Und ohne den Schritt­zäh­ler zählt der Lauf ja qua­si gar nicht. Doch die­se Aus­re­de könn­te schon bald nicht mehr zäh­len: Das Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men Teiimo ent­wi­ckel­te ein smar­tes Shirt, das Trai­nings­klei­dung und Tra­cker in einem ist. iinMo­ti­on ist ein T‑Shirt, das mit klei­nen Sen­so­ren aus­ge­stat­tet ist. Die­se mes­sen die Herz­fre­quenz, Posi­ti­on, Distanz, Geschwin­dig­keit, Schritt­fre­quenz und ermit­teln dar­über hin­aus natür­lich auch den Kalo­rien­ver­brauch. Außer­dem ist es bei 30 Grad wasch­bar. Ganz fer­tig ist das gute Stück aber noch nicht, Prei­se und genaue Details sind noch offen. Bis dahin muss der Tra­cker am Hand­ge­lenk noch regel­mä­ßig auf­ge­la­den wer­den – oder eben nicht.

Bevor Sie nun aber Ihr piep­sen­des Tama­got­chi füt­tern, Ihre Mal­küns­te ver­bes­sern oder den nächs­ten Whats­App Grup­pen­chat eröff­nen, schau­en Sie lie­ber zuerst noch ein­mal nach, ob Sie auch wirk­lich alle Oster­ei­er im Gar­ten oder hin­ter der Couch gefun­den haben. Das zählt der Schritt­zäh­ler ja dann auch schon.

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