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UPDATED weekly: Sam­sung Gala­xy S8 ver­spä­tet sich, Android Instant Apps neh­men Fahrt auf, Whats­App tex­tet auch off­line & mehr

Jede Woche geschehen interessante Dinge in der Technik-Welt. Es ist schwer, da den Überblick zu behalten. UPDATED fasst daher die wichtigsten News kompakt zusammen.

Die bes­ten Gäs­te kom­men spä­ter. Die­se alte Par­ty-Weis­heit hat die­se Woche einer etwas zu wört­lich genom­men: Sam­sung – und lässt mit der Vor­stel­lung des Gala­xy S8 län­ger auf sich war­ten als ange­nom­men. Android Instant Apps hat hin­ge­gen lan­ge genug gewar­tet und star­tet in die Test­pha­se. An der Zeit war es auch für ein paar Neue­run­gen bei Whats­App und Net­flix: Die bei­den Apps bau­ten ihren Off­line-Bereich aus. Sie haben die Tech­nik-News der ver­gan­ge­nen Woche ver­passt? Macht nichts, in den nächs­ten Minu­ten brin­gen wir Sie auf den neu­es­ten Stand.

Zuge­ge­ben, so rich­tig beschwe­ren kön­nen wir uns eigent­lich nicht über Sam­sungs Ankün­di­gung, das Gala­xy S8 noch nicht in Bar­ce­lo­na vor­zu­stel­len. Denn dort trifft sich ab Ende Febru­ar auf dem Mobi­le World Con­gress (MWC) zwar alles, was im Smart­phone-Geschäft Rang und Namen hat, und vie­le Her­stel­ler füh­ren bei die­ser Gele­gen­heit auch gleich ihre neu­en Pracht­stü­cke vor – aber dass auch Sam­sung das tun wür­de, hat­ten die Süd­ko­rea­ner tat­säch­lich nie ver­spro­chen. Weil sie es aber in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer gemacht haben, ging wohl jeder davon aus, dass auch das Gala­xy S8 in der Haupt­stadt der Kata­la­nen erst­mals der Welt­öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt wird. Na gut, nun wis­sen wir also, wann es nicht kommt, aber wann kön­nen wir denn nun mit der Vor­stel­lung rech­nen? Lea­k­er Evan Blass rech­net mitt­ler­wei­le fest mit dem 29. März. Von Sam­sung Mobi­le Prä­si­dent Koh Dong-Jin gab es aber noch kei­ne Bestä­ti­gung. Hof­fen wir ein­fach, dass Sam­sung da bald einen Gang zulegt.

Fahrt nimmt hin­ge­gen jemand ande­res auf: Android Instant Apps. Hier geht es in die Test­pha­se und das im dop­pel­ten Sinn des Wor­tes. Denn zum einen kön­nen nun Test-User die neue Funk­ti­on aus­pro­bie­ren, zum ande­ren erlaubt das Fea­ture selbst, Apps in Zukunft unver­bind­lich und ohne gesam­ten Down­load zu tes­ten. Auf der Ent­wick­ler­kon­fe­renz Goog­le I/O im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de die neue Funk­ti­on bereits beju­belt. Das dahin­ter­ste­cken­de Prin­zip ist ganz ein­fach: Statt eine App sofort kom­plett her­un­ter­zu­la­den, lädt sich das Smart­phone nur bestimm­te Code-Bestand­tei­le aus der App, die es für genau die­ses Rezept braucht. Somit laden Such­ergeb­nis­se von Goog­le direkt in dem Teil­be­reich der App, statt im Brow­ser. Gefällt dem User, was er sieht, kann er die kom­plet­te App ohne Umwe­ge direkt über den Play Store instal­lie­ren – ande­ren­falls ver­lässt er sie einfach.

Down­loads ver­mei­den? Von wegen, dach­ten sich in die­ser Woche Whats­App und Net­flix. Hier dreh­te sich sogar alles um Down­loads, Uploads und die Inter­net­ver­bin­dung, die einem dabei oft einen Strich durch die Rech­nung macht. Kurz­um: Bei­de Apps bau­ten ihren Off­line-Bereich aus. iPho­ne-Besit­zer kön­nen nun Whats­App-Nach­rich­ten ver­sen­den, wann immer sie wol­len – auch wenn kei­ne Inter­net­ver­bin­dung vor­han­den ist. Whats­App sen­det die Nach­richt dann auto­ma­tisch, wenn der Emp­fang wie­der her­ge­stellt ist. Außer­dem kön­nen nun 30 Bil­der auf ein­mal für das Ver­sen­den aus­ge­wählt und spä­ter im Chat wie­der gelöscht wer­den. Zumin­dest im eige­nen Ver­lauf, beim Gegen­über ändert sich nichts. Auch wenn wir das eine Bild von der letz­ten Par­ty lie­ber völ­lig ver­schwin­den las­sen wür­den, aber gut, das ist wohl eine ande­re Geschichte.

Wenn sich der ein oder ande­re Besit­zer eines Android-Smart­phones gera­de wun­dert, war­um wir die­se Fea­tures über­haupt erwäh­nen und noch dazu als neu beti­teln – für iOS ist es neu. Hier muss­te man bis vor Kur­zem beim Ver­sen­den einer Mes­sa­ge noch gebannt auf den klei­nen grau­en Pfeil neben der Nach­richt star­ren und dar­auf war­ten, dass er wie­der blau wird. Dafür kommt nun eine neue Nach­richt, die wie­der­um nur Android-Nut­zer inter­es­siert. Genau­er: sol­che, die ein Smart­phone mit microSD-Kar­ten-Slot besit­zen und Net­flix gern auf besag­tem Smart­phone nut­zen. Die App lässt bereits seit Dezem­ber den Down­load vie­ler Fil­me und Seri­en zu. Da das den inte­grier­ten Spei­cher des ein oder ande­ren Smart­phones schnell an sei­ne Gren­zen brach­te, erwei­tert Net­flix die Down­load-Opti­on nun auf auf die klei­nen SD-Karten.

Knusp­ri­ger Schin­ken, saf­ti­ges Steak – die Tech­nik küm­mert sich in die­ser Woche um das leib­li­che Wohl. Lie­ben dür­fen wir sie dafür aber nicht

Schön, nun kön­nen also auch die Freun­de mit dem iPho­ne 30 Bil­der vom Mal­lor­ca-Urlaub auf ein­mal schi­cken, wäh­rend man selbst mit­ten im deut­schen Win­ter fest­steckt. Wenn auch die tro­pi­schen Doku­men­ta­tio­nen auf Net­flix den Win­ter­blues nicht ver­trei­ben, hilft nur: Kon­fron­ta­ti­on! Zei­gen Sie dem Win­ter die war­me Schul­ter und schmei­ßen Sie doch ein­fach eine Grill­par­ty. Mit Glüh­wein. Dann kön­nen Sie näm­lich auch gleich die neu­es­te Erfin­dung aus dem Hau­se Weber tes­ten: Der Grill-Her­stel­ler hat drei Grill­ther­mo­me­ter mit App-Anbin­dung in sein Sor­ti­ment auf­ge­nom­men. Sie brau­chen also nur noch die klei­ne Son­de ins Grill­gut ste­cken und die dazu­ge­hö­ri­ge App ver­rät Ihnen, wann alles auf den Punkt durch ist. Das klappt übri­gens auch beim Sonntagsbraten.

Ver­mut­lich haben wir die Vege­ta­ri­er jetzt ohne­hin schon ver­lo­ren – dann noch schnell unse­re neu­es­te Ent­de­ckung aus dem Bereich “tech­ni­sche Errun­gen­schaf­ten, für die sich 4 Mil­lio­nen Jah­re Evo­lu­ti­on doch schon irgend­wie gelohnt haben”: der Schin­ken-Toas­ter. Ein Gerät, das aus­schließ­lich dafür da ist, knusp­ri­gen Früh­stücks­ba­con zuzu­be­rei­ten. In Zei­ten, in denen immer alles mul­ti-tas­king-fähig sein muss, ist das aber eigent­lich auch mal ganz ange­nehm. Und der Schin­ken sieht schon ziem­lich knusp­rig aus …

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Und nun zum Abschluss noch der viel­leicht kurio­ses­te Satz, der in die­ser Woche durch die Nach­rich­ten ging: “Ich möch­te nicht, dass man sich in einen Robo­ter ver­liebt.” Geäu­ßert von Mady Delvaux, Vor­sit­zen­de der Arbeits­grup­pe im Umgang mit intel­li­gen­ten Maschi­nen und Mit­glied des EU-Par­la­ments. Wie hoch da die Gefahr ist, zumal Siri und Co. ohne­hin jeden Hei­rats­an­trag mit “Wir ken­nen uns doch kaum” abschmet­tern, sei mal dahin­ge­stellt. Tat­säch­lich geht es Madame Delvaux auch eher dar­um, dass beim The­ma Künst­li­che Intel­li­genz Stan­dards in Euro­pa gesetzt wer­den und etwa eine Pflicht­ver­si­che­rung – wie beim Auto – für grö­ße­re Robo­ter ein­ge­führt und auch das The­ma Daten­schutz nicht ver­ges­sen wird. Zur “emo­tio­na­len Abhän­gig­keit” hat Delvaux aber sicher­heits­hal­ber trotz­dem eine Char­ta vor­ge­schla­gen. “Man soll­te nie glau­ben, dass ein Robo­ter Gefüh­le haben kann.” Bis die ers­ten Geset­ze ver­ab­schie­det sind, wird es aber noch eine Wei­le dau­ern, bis dahin darf man sicher­lich noch war­me Gefüh­le gegen­über dem eige­nen Smart­phone haben oder mit Herz­klop­fen die Ver­öf­fent­li­chung des Gala­xy S8 erwar­ten – all­zu lan­ge ist das sicher nicht mehr hin.

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