Das neue Betriebs­sys­tem Hong­Meng OS aus dem Hau­se Hua­wei hör­te sich sehr viel­ver­spre­chend an. Jetzt die Kehrt­wen­de: Laut aktu­el­len Aus­sa­gen des Vor­sit­zen­den Liang Hua ist Hong­Meng OS doch kei­ne ech­te Alter­na­ti­ve – Andro­id soll die “ers­te Wahl” blei­ben.

Hong­Meng OS – auch die Bezeich­nun­gen Arc OS und Har­mo­ny ste­hen im Raum – soll­te die Unab­hän­gig­keit von den USA sicher­stel­len, gleich­zei­tig aber mit vor­han­de­nen Andro­id-Apps voll kom­pa­ti­bel sein. Jetzt gab Liang Hua auf einer Pres­se­kon­fe­renz bekannt, dass Hong­Meng OS aktu­ell doch nicht für Smart­pho­nes geplant sei, son­dern in ers­ter Linie als Betriebs­sys­tem für IoT-Devices, wie Pocket Now berich­tet.

Hua­wei ist unent­schlos­sen und ver­wirrt mit Aus­sa­gen

Andro­id soll für Smart­pho­nes die “ers­te Wahl“ blei­ben. Unklar ist, ob Hua­wei das belieb­te Betriebs­sys­tem auf sei­nen zukünf­ti­gen Gerä­ten über­haupt ein­set­zen darf.

„Wir haben uns noch nicht ent­schie­den, ob Hong­Meng OS in Zukunft als Smart­pho­ne-Betriebs­sys­tem ent­wi­ckelt wer­den kann“, so Liang Hua. Soll­te der Han­dels­streit zu Las­ten der Chi­ne­sen aus­ge­hen, wür­de Hua­wei wohl ein Plan B für eine ech­te Andro­id-Alter­na­ti­ve feh­len.

Hin­ter­grund: Die US-Regie­rung ver­an­lass­te auf­grund des Han­dels­streits Sank­tio­nen gegen den Tech-Rie­sen und wei­te­re „ris­kan­te“ Fir­men. Der US-Bann von Donald Trump ist mitt­ler­wei­le gelo­ckert. Die Chi­ne­sen ste­hen aber immer noch auf einer Art Black List. Die ange­spann­te Situa­ti­on kann jeder­zeit wie­der kip­pen, was sich die Asia­ten natür­lich nicht wün­schen.

Hong­Meng OS soll deut­lich schnel­ler als Andro­id sein

Hong­Meng OS ist noch nicht fer­tig ent­wi­ckelt, die Ver­öf­fent­li­chung für Herbst 2019 geplant. Dann wur­de das Release-Datum kürz­lich auf Ende des Jah­res bezie­hungs­wei­se Anfang 2020 ver­scho­ben. Das eigens ent­wi­ckel­te OS soll um etwa 60 Pro­zent schnel­ler als Andro­id sein, wie Hua­wei-Grün­der Ren Zheng­fei in einem Inter­view mit dem Maga­zin Le Point bekannt­gab.