Motorola arbeitet an einem eigenen Falt-Smartphone und wird es schon bald auf den Markt bringen. Das ist nicht mehr nur Dauergespräch in der Gerüchteküche, sondern wurde jetzt aus dem Konzern bestätigt – wenn auch nur durch die Blume.

Dan Dery hielt nicht großartig hinter dem Berg: „Wir haben schon vor langer Zeit begonnen, an einem faltbaren Smartphone zu arbeiten“, so Motorolas Global-Product-Vizepräsident in einem Interview mit Engadget. Und man hätte „nicht die Absicht, später als irgendjemand anderes auf den Markt zu kommen.“ Damit ist klar: Auch die US-Amerikaner wollen im Geschäft mit den Falt-Smartphones mitmischen. Dabei setzen sie laut Dery übrigens auf ein Display in der Innenseite, da das Glas für einen faltbaren Bildschirm zu schnell zerkratze, um es außen anzubringen.

Zahlreiche Hinweise

Für die internationale Leak-Gemeinde sind Derys Ausführungen nur die offizielle Quasi-Bestätigung für das, was sie bereits seit Monaten vermeldete. Denn allzu deutlich waren die Hinweise auf ein Falt-Phone aus Chicago. Schon vor fast einem Jahr tauchten erste Patentzeichnungen auf, im September wurde ein Patent erteilt, vor wenigen Wochen machten ausgefeilte Renderbilder die Runde. Einzig die Frage, ob Motorola bei seinem neuen Gerät – wie allgemein erwartet – auf den traditionsreichen Erfolgsnamen Razr setzt, sorgt noch für Rätselraten.

Wann kommt was?

Ebenfalls noch unklar: der Marktstart. Dan Dery kündigte ja an, nicht lange nach der Konkurrenz in den Handel zu kommen – aber wann ist das? Weder für das Samsung Galaxy Fold noch das Huawei Mate X, die schon offiziell vorgestellt worden waren, steht bislang ein offizieller Releasetermin. Beide können auch noch nicht vorbestellt werden. Einzig das Royale FlexPai, das im vergangenen November in China den Titel als erstes öffentliches Falt-Smartphone einheimste, wird schon verkauft – in China. Motorola hinkt da noch weit hinterher und ist mit seinem Falt-Modell bis jetzt nur in Konzeptvideos wie diesem zu sehen:

Wie viel kostet es?

Doch so lange die namhafte Konkurrenz noch nicht auf dem Markt ist, kann sich Dan Derys Anspruch noch erfüllen. Bleibt als letztes Rätsel noch die Frage nach dem Preis. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge müssen die Falt-Freunde mit stolzen 1.500 US-Dollar rechnen. Aber zu Discount-Preisen werden auch die Modelle der Wettbewerber kaum zu haben sein.