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Bezahlen bei OTTO: Warum Payment mehr ist als der letzte Klick
Kundenfokus

Bezahlen bei OTTO: Warum Payment mehr ist als der letzte Klick

Was passiert eigentlich, wenn wir bezahlen – und warum ist das für OTTO so entscheidend?

16.07.2026 Autor*in Carolin Brockhausen Lesedauer: 4 Minuten
OTTO Payments, der hauseigene Payment-Dienstleister sorgt dafür, dass Bezahlen auf der Plattform sicher, einfach und aus einer Hand funktioniert. Warum das für Kund*innen, Partnerunternehmen und das Plattformgeschäft entscheidend ist – und welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig im Checkout spielen kann – erklärt Mirko Krauel, Vorsitzender der Geschäftsführung von OTTO Payments.

Wenn Kund*innen bei OTTO bestellen, geht es am Ende oft um einen kurzen Moment: die Zahlung. Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte oder Ratenkauf auswählen, Bestellung abschließen, fertig. Doch genau hinter diesem kurzen Moment steckt ein komplexer Service.

Hallo Mirko, mal ehrlich: Wann hast du das letzte Mal bewusst über den Bezahlprozess nachgedacht?

MIRKO KRAUEL: Beruflich eigentlich stetig und leider läuft das auch ins Private rein. Immer wenn ich einen Zahlprozess starte, schaue ich mir alles an. Aber Vermutlich eigentlich gilt: es sollte sehr selten sein. Und genau das ist ein gutes Zeichen. Payment soll nicht auffallen. Es soll einfach funktionieren.

Und trotzdem ist es für OTTO ein zentrales Thema. Warum?

Weil Payment viel mehr ist als der letzte Klick. Es ist die Verbindung zwischen Kund*innen, unserem Handelsgeschäft und den vielen Partnerunternehmen auf der Plattform. Wenn dieser Teil nicht funktioniert, funktioniert der Einkauf nicht.

Sehr vereinfacht gesagt: OTTO Payments ist die Infrastruktur im Hintergrund, die dafür sorgt, dass alle Zahlungen sauber zusammenlaufen. Man kann sich das wie eine zentrale, digitale Kasse vorstellen – nur für eine Plattform mit vielen Beteiligten.
 

 

Was heißt „komplette Zahlungsabwicklung“ konkret?

Wir kümmern uns darum, dass alle Zahlungsarten einheitlich funktionieren und sauber integriert sind. Für Kund*innen bedeutet das vor allem: Der Bezahlprozess ist klar und übersichtlich. Sie können verschiedene Zahlarten nutzen, ohne sich jedes Mal neu orientieren zu müssen.

Gleichzeitig passiert im Hintergrund sehr viel. Wir verbinden Systeme, prüfen Risiken, stellen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicher und sorgen dafür, dass Zahlungen zuverlässig abgewickelt werden und auch die Partner regelmäßig ausgezahlt werden. All das soll für Kund*innen möglichst unsichtbar bleiben.
 

Warum hat OTTO sich entschieden, das selbst aufzubauen?

Weil Payment eine zentrale Rolle im Plattformmodell spielt. OTTO ist nicht mehr nur ein Handelsgeschäft, sondern eine Plattform mit vielen Partnerunternehmen. Damit steigt die Komplexität.

Wenn wir Payment selbst steuern, können wir Prozesse vereinheitlichen und weiterentwickeln. Wir haben es in der Hand, wie gut der Checkout funktioniert – und damit auch, wie gut das Einkaufserlebnis insgesamt ist. Das möchten wir nicht an Dienstleister auslagern.
 

Heute ist OTTO Payments eine feste Säule im Bereich Services. Was hat sich in den letzten Jahren verändert?

Vor allem die Perspektive. Am Anfang ging es stark darum, eine stabile Basis zu schaffen. Heute geht es darum, Payment aktiv weiterzuentwickeln und unsere Kund*innen zu begeistern.

Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Partnern wie Adyen. Hier geht es darum, Zahlungsprozesse weiter zu optimieren – etwa durch bessere Autorisierungsraten oder zusätzliche Zahlungsoptionen. Das zahlt direkt auf die Kundenerfahrung ein.

 

Seit 2025 ist Leon Merx Teil der Geschäftsführung. Was bedeutet das für OTTO Payments?

Leon bringt viel Erfahrung aus der Finanz- und Payment-Welt mit, sowohl im Bereich eher traditioneller Banken wie auch in Start-Ups. Durch seine Erfahrung konnte Leon bei uns bereits wichtige Impulse setzen. Er verantwortet bei uns die Marktfolge, also Themen wie Finance, Compliance sowie Risikomanagement.

Das ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung von OTTO Payments. Wir bewegen uns in einem stark regulierten Umfeld. Gleichzeitig wollen wir innovativ bleiben. Diese Balance ist entscheidend. Dazu passt das Motto der Marktfolge als „Enabler“ der OTTO Payments zu gelten.

An großen strategischen Fragestellungen arbeiten wir darüber hinaus gemeinsam. 
 

 

Wenn wir nach vorne schauen: Was verändert sich gerade im Payment besonders stark?

Ein großes Thema ist Künstliche Intelligenz. Im Bereich Risiko und Fraud werden Entscheidungen teilweise auch durch Unterstützung von KI getroffen. Darüber hinaus ist das Thema Agentic Commerce ein großes Thema, was aktuell noch wenig zu sehen ist, aber viel diskutiert wird: KI-Agenten übernehmen Suche, Auswahl und Bezahlung. Dies könnte in Zukunft für Produkte des täglichen Lebens ein wichtiges Thema werden. 
Das verändert auch Payment. Der klassische Checkout ist nicht mehr der einzige Moment, in dem bezahlt wird. Payment rückt näher an den eigentlichen Kaufimpuls.
 

Was heißt das konkret für OTTO?

Wir beobachten diese Entwicklungen sehr genau und testen neue Ansätze. Gleichzeitig bleibt unser Anspruch gleich: Bezahlen muss einfach, sicher und verlässlich sein.
Technologien verändern sich. Erwartungen auch. Aber Vertrauen bleibt die Grundlage.
 

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