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15. Juni 2018

Retrospektive: Team Radar

Kurzvorstellung

Das Team Radar ist ein gut geeignetes Format, um die individuellen Einschätzungen der Team Mitglieder bzgl. bestimmter Kategorien abzugleichen. So werden unterschiedliche Erwartungen an das Team auch leicht sichtbar. Nutzt man dieses Format mehrfach in einem Team, kann man anhand der unterschiedlichen Radars visuell mögliche Teamentwicklungen erkennen.

Vorbereitung


Drucke einen möglichst großen Teamradar für die Wand aus und je eine A4 Variante pro Teammitglied. Schreibe Kategorievorschläge auf Post-Its vor. Kategorien können Eigenschaften eines Teams sein oder Werte, welche sie vertreten wollen, aber zum Beispiel auch die Fragestellung: "Wie gut sind wir prozessual aufgestellt?". Im Prinzip alles, was ein Team beschreibt und was sie auf einer . 1-5 Skala bewerten können.

Hier ein paar Beispiele:

  • Wissensverteilung
  • Fokussierung
  • Time to market
  • Hilfsbereitschaft
  • Motivation
  • Innovationskraft
  • Produktidentifikation
  • Lösungsoriertiert
  • Gemeinsame Ziele
  • Feedbackverhalten
  • Technische Schuld
  • Wertschätzung
  • Meetingkultur
  • Prozesse
  • Softwarequalität
  • Vertrauen
  • Offenheit
  • Konfliktfähig

Außerdem brauchst Du ein paar bunte Stifte, weitere leere Post Its und ein Flipchart.

Durchführung

Check In

Für den Check In kannst Du eigentlich ein beliebiges Format wählen. Da es beim Team Radar um den Abgleich von den individuellen Einschätzungen zum Team geht, könnte sich folgende Aufgabe gut eignen:

"Schreibe in einem Satz auf ein Post-It, was Dein linker Nachbar zu dem letzten Sprint sagen würde."

Die Post-Its werden dann an einem Flipchart gesammelt und jeder erzählt kurz etwas zu seinem Satz. Der jeweils gemeinte Nachbar kann ergänzen, ob die Einschätzung gepasst hat.

Festlegen der Kategorien

Bevor es mit dem Radar losgehen kann, muss das Team sich auf sechs Kategorien einigen. Dafür habe ich die vorbereiteten Post-Its rund um das noch leere große Team Radar verteilt. Mein derzeitiges Team besteht aus ca. zehn Leuten und so habe ich die Kollegen aufgefordert, gesammelt an das Board zu gehen und die Post-Its selbst auf das Radar zu verteilen.

Fehlt dem Team eine Kategorie, so können sie diese selbst auf eines der leeren Post-Its schreiben und dazu hängen.

Über die gewählten Kategorien tauschen wir uns noch kurz aus, um sicherzugehen, dass alle im Team ungefähr das gleiche mit der Karte verbinden.

Einzelradar

Stehen die Kategorien fest, bekommt jedes Team Mitglied eine A4 Ausführung des Radars mit der Bitte, die Kategorien dort zu übertragen und ihre eigene Einschätzung dazu auf der Skala abzutragen. Dabei sollen sie sich noch nicht austauschen, um wirklich bei ihren eigenen Wahrnehmungen zu bleiben. Die abgetragenen Punkte können danach zu einem Radar verbunden werden.


teamradar01
teamradar01

Das Einzelradar soll wirklich alleine ausgefüllt werden, ohne das Ergebnis schon mal mit dem Nachbarn abzugleichen. Darauf könntest Du als Moderator noch mal besonders achten.

Zusammenführung am Teamradar


Steht von allen Kollegen das einzelne Bild, überträgt jedes Team-Mitglied seinen Radar auf das großen Team-Radar und gibt noch ein paar kurze Erklärungen ab. Schließlich können alle das fertige Team-Radar sehen und ein wenig auf sich wirken lassen. Manchmal entsteht daraufhin schon eine Diskussion, meist wenn es große Abweichungen bei einzelnen Kategorien zu sehen sind.

teamradar02
teamradar02

Ansonsten kannst Du dem Team auch ein paar Fragen zum Radar stellen:

  • Entspricht das Bild Euren Vorstellungen?
  • Gab es bestimmte Überraschungen?
  • Könnt ihr euch erklären, warum eure Einschätzungen so unterschiedlich sind?
  • Sehr cool, ihr seid euch einig. Was könnte dazu geführt haben?

Vergleich mit älteren Teamradars


Habt ihr schon mehrfach den Team Radar im gleichen Team angewandt, lohnt sich an dieser Stelle auch ein Vergleich mit den Vorgängern. Gibt es Verbesserungen? Hat sich das Bild stark geändert.

Voting

Anschließend bekommt jedes Mitglied 2-3 mögliche Stimmen, welches es auf die Kategorien vergeben kann. Dabei kann man auch alle drei Stimmen auf nur eine Kategorie setzen. Die Kategorien mit den meisten Stimmen, werden im weiteren Verlauf der Retro weiter besprochen. Je nach noch vorhandener Zeit und Motivation im Team kann die Anzahl variieren.  Bei der letzten Durchführung haben wir über drei Kategorien ausführlicher gesprochen.

Diskussion und Maßnahmen für gevotete Themen

Pro gevoteter Kategorie unterhält man sich nun intensiver über Unterschiede, legt gemeinsam fest, wie hoch der durchschnittliche Skalapunkt beim nächsten Teamradar sein sollte und was konkret dafür getan werden kann. Bei den Action Items gilt wie immer: je konkreter, um so besser und einen Verantwortlichen für das Thema sollte es auch geben (nach Möglichkeit nicht Euer Scrum Master).

Persönlich mische ich lieber die Phasen Generate Insight und Actions, da man bei der Diskussion ja schon im Thema ist und nicht noch hin und her springen muss.

Auch wenn dieser Abschnitt in meiner Beschreibung gerade sehr kurz erscheint, sollte man sich dafür die meiste Zeit nehmen.

Abschluss


Zum Abschluss fasse ich die gesammelten Maßnahmen noch einmal zusammen. Sie sind dann auch visualisiert am Team Radar zu sehen. Dann gibt es eine kleine Feedbackrunde zu dem Format an sich und wenn dieses positiv ausfällt, stelle ich in Aussicht, dass wir den Radar in ca. 6 Monaten noch mal wiederholen werden.

Materialien


PDF Teamradar A0 PDF Teamradar A4

Feedback


Habt ihr schon Erfahrungen mit diesem Format gesammelt oder noch weitere Fragen? Habt ihr grundsätzlich Interesse an der Vorstellung von Retroformaten? Dann schreibt gerne einen Kommentar. Wir freuen uns immer über Feedback.

2Kommentare

  • 29.06.2018 16:01 Uhr

    Das klingt nach einer einfachen Retro Technik. Ich werde sie ausprobieren,

  • sschoenebein
    29.06.2018 16:30 Uhr

    Hallo Mirko,

    das freut mich. Schreibe uns gerne, wie es so gelaufen ist :-)

    Schöne Grüße,
    Steffi

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Written by

Stefanie Schönebein

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