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20. Dezember 2018

Bootcamp für Coder - In drei Monaten zur Entwicklerin

Bootcamp für Coder - In drei Monaten zur Entwicklerin

Berufliche Weiterentwicklung zeichnet sich durch das „Senior“ auf der Visitenkarte aus? Nicht nur. Wie vielfältig Weiterentwicklung aussehen kann, zeigt das Beispiel von Alexa. Nach ihrem betriebswirtschaftlichen Studium war sie zunächst als Account Managerin in einer Marketingagentur tätig. Heute ist sie bei OTTO Junior Software Developer im Bereich eCommerce Solutions & Technology. Warum sie sich umorientiert und wie das Bootcamp „neue fische“ ihr den Weg geebnet hat, erläutert Alexa im Gespräch mit Nele im OTTO Newsroom:

Alexa, du hast ja eigentlich einen anderen Background: Woher kommt dein Interesse für Technik?

In meinem damaligen Job als Account Managerin in einer Onlineagentur bin ich das erste Mal mit UX-Design in Berührung gekommen und fand es total spannend. Außerdem habe ich einige Freunde, die Informatik studieren, wodurch ich auch mein Interesse am Coden entdeckt habe. Deswegen habe ich angefangen, mir nach der Arbeit selbst HTML und CSS beizubringen. Irgendwann habe ich dann selbst eine eigene Website gebaut.

Und dann hast du die Entscheidung gefasst, dich beruflich umzuorientieren?

Genau, irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich meinen Job aufgeben wollte, um das Coden richtig zu lernen und mich so für einen neuen Beruf zu qualifizieren. Also habe ich gekündigt. Danach habe ich mich erstmal mit amerikanischen Tech-Bootcamps beschäftigt, aber wegen der hohen Kosten für so einen Auslandsaufenthalt habe ich mit meiner Anmeldung gezögert. Zufälligerweise entdeckte mein Freund dann das Bootcamp neue fische in Hamburg, das ganz neu starten sollte. Ich habe mich direkt beworben.

Erfolgreich! Du hast Anfang April mit dem dreimonatigen Bootcamp begonnen. Wie kann man sich so ein Coding-Bootcamp vorstellen?

Das Bootcamp ist ein sehr praxisorientierter Workshop. Ein Coach betreut etwa 15 Leute. Ich für meinen Teil dachte, ich hätte mit meinen HTML- und CSS-Kenntnissen einen kleinen Vorteil gegenüber den anderen. Aber dieser Vorsprung war innerhalb von zwei Wochen von den anderen Teilnehmern aufgeholt. Der Lerneffekt war wirklich hoch: Nach den ersten zwei Stunden haben wir alle die ersten paar Zeilen Code geschrieben. Und im letzten Monat konnten wir dann eigenständig an einem digitalen Gesellenstück arbeiten. In meinem Fall war das – meinem E-Commerce-Hintergrund geschuldet – eine Shopping-App mit verschiedenen Filtermöglichkeiten und einer Wishlist-Funktion.

Fiel es dir insgesamt schwer, dich tiefer in das neue Themenfeld einzuarbeiten?

Anfangs musste ich auch abends noch sehr viel dafür tun, um mit dem hohen Lerntempo zu können. Aber irgendwann wird es einfacher. Es sollte sich allerdings niemand der Illusion hingeben, dass es leicht wäre, in drei Monaten Coden zu lernen und man nebenbei noch viel anderes machen könnte.

Wie war dein Start bei OTTO? Konntest du ohne Probleme einsteigen?

Problemlos lief es auf jeden Fall nicht. In drei Monaten einen komplett neuen Job zu erlernen und einen Quereinstieg zu wagen, ist extrem anspruchsvoll. Gerade bei OTTO basiert viel auf Java, was ich gar nicht im Bootcamp gelernt habe. Das ist schon eine echte Herausforderung. Zum Glück erwartet niemand, dass ich gleich 100 Prozent selbstständig arbeite. Ich arbeite viel im Pairing, was üblich in diesem Bereich ist – und so lerne ich natürlich auch super viel.

Zwar war es der große Vorteil vom Bootcamp, dass ich viel Praxiserfahrung mitnehmen konnte, allerdings fehlt mir manchmal auch der theoretische Hintergrund, um den Gesamtkontext zu verstehen. Es wird sicherlich noch etwas dauern, bis mir wirklich alles klar ist.


Lies den vollständigen Artikel, in dem Alexa außerdem die zukünftige Bedeutung von Weiterentwicklungsformaten wie Bootcamps einschätzt, direkt im OTTO Newsroom!

Für alle, die noch mehr zum Bootcamp von neue fische erfahren möchten, können hier in den Otto Group-Podcast mit Geschäftsführerin und Gründerin Dalia Das hören.

Autor: Nele Ackermann (NlAckrmnnttd)

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