Wenn ein Krea­tiv-Tonie zu einem Zau­ber­to­nie wird, kannst du nicht nur die Inhal­te, son­dern auch die Ver­pa­ckung selbst bestim­men: Ver­baue den Chip ein­fach in einer Figur dei­ner Wahl. Damit machst du zum Bei­spiel ein Geschenk noch per­sön­li­cher. Wie das geht, ver­rät dir UPDATED.

Was ist ein Zau­ber­to­nie?

Ein Zau­ber­to­nie ent­steht, wenn du den Chip aus einem Krea­tiv-Tonie in eine ande­re Spiel­zeug­fi­gur ein­setzt. Die Funk­tio­na­li­tät bleibt dabei die glei­che: Du kannst Geschich­ten und ande­re Inhal­te per Tonie­cloud auf die Figur spie­len und dann mit der Tonie­box anhö­ren. Das Äuße­re der Figur kannst du dabei aller­dings frei wäh­len. Das bedeu­tet, dass du dei­ner Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf las­sen kannst.

Aller­dings ist die­ses Pro­jekt mit einem gewis­sen Risi­ko ver­bun­den: Du zer­störst dabei näm­lich einen regu­lä­ren Krea­tiv-Tonie, um an des­sen Chip her­an­zu­kom­men. Die­ser kann dabei eben­falls beschä­digt wer­den. Bist du bereit, die­ses Risi­ko ein­zu­ge­hen, dann kannst du los­le­gen.

Zau­ber­to­nie her­stel­len: Das brauchst du

Die­se Figu­ren brauchst du, um einen Zau­ber­to­nie anzu­fer­ti­gen:

  • Einen Krea­tiv-Tonie, aus dem du Chip und Magne­te gewin­nen willst.
  • Eine belie­bi­ge Spiel­zeug­fi­gur, die zum Zau­ber­to­nie auf­ge­wer­tet wer­den soll.

Wäh­le am bes­ten einen Krea­tiv-Tonie, den du nor­ma­ler­wei­se nicht ver­schen­ken wür­dest. So ver­mei­dest du, dass es in der vir­tu­el­len Samm­lung am Ende eine Figur dop­pelt gibt – denn in der Tonie­cloud wird der Zau­ber­to­nie am Ende immer noch aus­se­hen, wie der ursprüng­li­che Krea­tiv-Tonie.

Die­ses Werk­zeug brauchst du:

  • Ein Cut­ter­mes­ser
  • Eine Bohr­ma­schi­ne mit 6‑Mil­li­me­ter-Boh­rer
  • Heiß­klebe­pis­to­le oder Epoxid­harz

Willst du beson­ders sau­ber arbei­ten, benö­tigst du zusätz­lich Far­ben, die auf dem Epoxid­harz hal­ten – dann kannst du eine Figur erschaf­fen, die rund­um per­fekt aus­sieht.

Wor­auf musst du bei der Aus­wahl des Krea­tiv-Tonies ach­ten?

Nicht alle Krea­tiv-Tonies sind gleich gut zum Bas­teln geeig­net. Bei eini­gen kann es schwie­ri­ger sein, den Chip zu ent­neh­men. Zau­ber­to­nie-Exper­ten emp­feh­len Krea­tiv-Tonies, die vor dem Jahr 2018 her­ge­stellt wur­den. Bei neue­ren Tonies ist der Chip in der Regel zusätz­lich ver­klebt und daher schwie­ri­ger zu ent­fer­nen. Das Her­stel­lungs­jahr fin­dest du auf der Rück­sei­te der Ver­pa­ckung.

Pas­send dazu

Wel­che Figu­ren eig­nen sich zum Zau­bern?

Die Figur, die du zum Zau­ber­to­nie machst, soll­te groß genug sein, um den Chip ein bis zwei Zen­ti­me­ter über der Unter­la­ge in senk­rech­ter Posi­ti­on auf­zu­neh­men. Außer­dem soll­te noch Platz für ein oder zwei Magne­te sein. Zu schwer soll­te sie auch nicht sein – sonst kannst du sie nicht magne­tisch an Tonie­re­ga­le set­zen. Die Magne­te sind für die Funk­tio­na­li­tät des Tonies als sol­chem aller­dings nicht not­wen­dig – die Tonie­box liest den Chip auch ohne sie pro­blem­los aus.

Pas­send dazu

Chip und Magne­te aus dem Krea­tiv-Tonie aus­bau­en

Krea­tiv-Tonies beinhal­ten einen Chip und nor­ma­ler­wei­se ein oder zwei klei­ne, aber kräf­ti­ge Magne­te in den Füßen. Der Chip ist das Herz­stück für den Zau­ber­to­nie. Aber auch die Magne­te soll­test du nach Mög­lich­keit ein­set­zen, damit die Figur auf der Tonie­box gut hält.

Der Chip ist etwas mehr als einen Zen­ti­me­ter lang und weni­ger als vier Mil­li­me­ter dick. Pla­ne für ihn einen ent­spre­chen­den Hohl­raum im Zau­ber­to­nie ein. Die Magne­te haben einen Durch­mes­ser von etwa sechs Mil­li­me­tern und sind eben­so lang. Auch sie benö­ti­gen Platz im Zau­ber­to­nie – und müs­sen danach noch mit einer Schicht, zum Bei­spiel aus Epoxid­harz, abge­deckt wer­den.

Chip und Magne­te aus dem Krea­tiv-Tonie aus­zu­bau­en, ist der schwie­rigs­te Schritt. Dabei kann es schon ein­mal pas­sie­ren, dass du den Chip beschä­digst. An ihm ist näm­lich eine Spu­le ange­bracht, die der kabel­lo­sen Ener­gie­über­tra­gung dient. Bei­de Tei­le sind mit­ein­an­der ver­klebt und über zwei dün­ne Dräht­chen ver­bun­den, die schnell kaputt gehen kön­nen. Sind die Kabel durch­trennt, las­sen sie sich mit etwas Glück und Geschick wie­der zusam­men­lö­ten. Die­sen Auf­wand soll­test du dir aller­dings nach Mög­lich­keit erspa­ren, gehe also vor­sich­tig vor.

Chip aus­bau­en

Den Chip aus dem Krea­tiv-Tonie extra­hierst du so (Bei­spiel: Krea­tiv-Tonie Bau­ar­bei­ter):

  1. Lege den Krea­tiv-Tonie bei 100 Grad für 5 bis 10 Minu­ten in den Back­ofen.
  2. Nimm ihn wie­der her­aus und zie­he den Kopf des Krea­tiv-Tonies vom Kör­per.
  3. Hole den Chip aus dem Hohl­raum.
  4. Ent­fer­ne even­tu­el­le Res­te vor­sich­tig mit dem Cut­ter­mes­ser.

Hat alles geklappt, hast du nun den Chip aus dem Krea­tiv-Tonie in der Hand. Ein klei­nes, schwar­zes Ding mit Spu­le dar­an. Zum Test kannst du ihn über die ange­schal­te­te Tonie­box hal­ten – sie soll­te ihn erken­nen und den übli­chen Text abspu­len. So kannst du auch gleich aus­pro­bie­ren, in wel­cher Höhe und in wel­chem Nei­gungs­win­kel das klei­ne Teil funk­tio­niert. Ach­tung: Liegt der Chip in der fina­len Figur falsch oder direkt über dem Magne­ten, wird der Zau­ber­to­nie nicht funk­tio­nie­ren.

Magne­te aus­bau­en

Bei den Magne­ten ist weni­ger Fein­ge­fühl gefragt als beim Chip: Du kannst die­se ein­fach mit dem Cut­ter­mes­ser aus dem Fuß­teil des Krea­tiv-Tonies her­aus­schnei­den. Um Ver­let­zun­gen zu ver­mei­den, ach­te auf dei­ne Hän­de und füh­re die­se Arbeit am bes­ten durch, wenn das Mate­ri­al durch das Erwär­men im Back­ofen noch weich ist.

Die Magne­te sind kräf­tig – las­se sie nicht zu schnell gegen­ein­an­der schnap­pen, sonst kön­nen Tei­le absplit­tern.

Den Zau­ber­to­nie prä­pa­rie­ren

Hast du eine geeig­ne­te Figur aus­ge­wählt, benö­tigst du zunächst ein­mal Hohl­räu­me für Chip und Magne­te. Es mag ver­füh­re­risch erschei­nen, nur ein Loch von unten in die Figur zu boh­ren und dann erst den Chip und danach den Magne­ten dort hin­ein­zu­ste­cken – doch dann blo­ckiert der Magnet den Emp­fang der Induk­ti­ons­spu­le. Daher musst du min­des­tens zwei Löcher boh­ren: eines für den Chip und eines ver­setzt dazu für einen Magne­ten. Baust du zwei Magne­te ein, soll­ten sie jeweils ihr eige­nes Loch bekom­men.

Bevor du bohrst, hal­te den Chip ein­mal an die Figur und schät­ze ab, wie hoch er spä­ter über dem Boden lie­gen wird. Stel­le die Magne­te so auf die Tonie­box, wie sie spä­ter auch in der Figur lie­gen wer­den und hal­te den Chip dann dar­über. Reagiert die Box auf den ver­meint­li­chen Krea­tiv-Tonie, weißt du, dass du die Löcher an die­sen Stel­len boh­ren kannst.

Boh­ren und kle­ben

Ach­te beim Boh­ren dar­auf, dass du die Figur nicht durch­bohrst oder ander­wei­tig Schä­den anrich­test. Boh­re am bes­ten von der Unter­sei­te alle Löcher. Das Tiefs­te ist für den Chip. Schie­be ihn hin­ein und siche­re ihn mit einem Tröpf­chen Kle­ber. Tes­te nun, ob der Zau­ber­to­nie von der Tonie­box auch erkannt wird. Ist dies der Fall, kannst du das Loch des Chips mit Heiß­kle­ber oder Epoxid­harz schlie­ßen.

Schie­be danach den oder die Magne­te in ihre Löcher. Sie soll­ten nicht zu tief im Loch ver­schwin­den – je näher sie am Ende dem Boden sind, des­to bes­ser haf­ten sie auf metal­le­nen Unter­la­gen. Ver­kle­be die Magne­te mit Heiß­kle­ber oder Epoxid­harz und las­se nun alles gut abküh­len oder durch­trock­nen.

Wenn du beson­ders gründ­lich arbei­ten willst, kannst du nun noch die ver­schlos­se­nen Boh­run­gen mit geeig­ne­ter Far­be über­ma­len. So ent­steht mit etwas hand­werk­li­chem Geschick eine Figur, der man ihre Eigen­schaft als Zau­ber­to­nie von außen nicht anse­hen kann.

Inhal­te auf­spie­len

Nun ist es an der Zeit, Inhal­te auf den Zau­ber­to­nie zu spie­len. Da es sich im Kern noch immer um einen Krea­tiv-Tonie han­delt, kannst du ihn auch in den Live-Modus set­zen und regel­mä­ßig mit neu­en Geschich­ten bestü­cken.

Der krea­ti­ve­re Krea­tiv-Tonie

Der Zau­ber­to­nie macht aus dem Krea­tiv-Tonie ein noch indi­vi­du­el­le­res Geschenk und passt die Hül­le damit dem Inhalt an. Wenn sich ein Kind einen Tonie wünscht, den es eigent­lich gar nicht gibt, kannst du ihn mit etwas Arbeit und Krea­ti­vi­tät selbst erschaf­fen. Ein gewis­ses Risi­ko ist dabei zwar vor­han­den – aber Übung macht den Meis­ter, vor allem beim Bas­teln.

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