Sie haben Ihrem Lap­top oder Desk­top-PC Win­dows 10 spen­diert, mer­ken aber schnell, dass Sie mit einer älte­ren Win­dows-Ver­si­on bes­ser zurecht­ka­men? Nun wol­len Sie am liebs­ten wie­der zurück­wech­seln? Tat­säch­lich ist das oft mit über­schau­ba­rem Auf­wand mög­lich. Was Sie dazu wis­sen soll­ten, erklärt die­ser UPDATED-Rat­ge­ber.

1. Mög­lich­keit: Wech­seln Sie inner­halb von 30 Tagen zurück zu Win­dows 7 oder Win­dows 8.1

Die­se Vor­ge­hens­wei­se ist nur unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen mög­lich, dafür jedoch leicht umzu­set­zen.

Bei einem Update von Win­dows 7 oder Win­dows 8.1 auf Win­dows 10 wer­den sämt­li­che Daten des alten Sys­tems vor­über­ge­hend in einem Ord­ner namens “windows.old” auf der Fest­plat­te Ihres PCs abge­legt. Inner­halb von 30 Tagen ab dem Zeit­punkt der Instal­la­ti­on von Win­dows 10 bie­tet Ihnen Micro­soft mit­hil­fe die­ser Daten die Mög­lich­keit, zu Win­dows 7 bzw. 8.1 zurück­zu­keh­ren. Beach­ten Sie dabei aller­dings, dass unter Win­dows 10 instal­lier­te Pro­gram­me oder Pro­gramm­ver­knüp­fun­gen unter Win­dows 7 oder Win­dows 8.1 mög­li­cher­wei­se nicht mehr ord­nungs­ge­mäß funk­tio­nie­ren.

Das Update auf Win­dows 10 machen Sie inner­halb von 30 Tagen fol­gen­der­ma­ßen rück­gän­gig:

  1. Kli­cken Sie auf den Win­dows But­ton am lin­ken unte­ren Bild­schirm­rand, um ins Start­me­nü zu gelan­gen.
  2. Dort wäh­len Sie dann Ein­stel­lun­gen aus.
  3. Dar­auf­hin öff­net sich ein Menü, in dem Sie Update und Sicher­heit aus­wäh­len.
  4. Sofern noch kei­ne 30 Tage seit der Instal­la­ti­on von Win­dows 10 ver­gan­gen sind, erscheint nun unter Wie­der­her­stel­lung die Opti­on Zu Win­dows 7 zurück­keh­ren bzw. Zu Win­dows 8.1 zurück­keh­ren.
  5. Trifft das zu, wäh­len Sie Zu Win­dows 7 zurück­keh­ren oder Zu Win­dows 8.1 zurück­keh­ren aus. Fol­gen Sie dann den Anwei­sun­gen auf dem Bild­schirm.

2. Mög­lich­keit: Sys­tem­ab­bild einer älte­ren Win­dows-Ver­si­on wie­der­her­stel­len

Sie kön­nen auch mit­hil­fe eines Sys­tem­ab­bilds zu einer älte­ren Ver­si­on von Win­dows zurück­keh­ren. Bei einem Sys­tem­ab­bild han­delt es sich um eine Siche­rung des Sys­tems zu einem bestimm­ten Zeit­punkt – also eine Kopie der Sys­tem­da­tei­en (bei einem voll­stän­di­gen Back-up sogar inklu­si­ve sämt­li­cher instal­lier­ter Pro­gram­me und gespei­cher­ter Daten).

Die­se Vari­an­te kommt aller­dings nur in zwei Fäl­len infra­ge:

  • Sie haben vor­aus­schau­end vor dem Upgrade auf Win­dows 10 ein Back-up Ihres Win­dows 7- oder Win­dows 8.1‑Systems ange­fer­tigt.
  • Sie haben den Wech­sel zu Win­dows 10 noch gar nicht voll­zo­gen und spie­len ledig­lich mit dem Gedan­ken, das neue­re Sys­tem aus­zu­pro­bie­ren. Sichern Sie in die­sem Fall zunächst Ihr der­zei­ti­ges Sys­tem, bevor Sie Win­dows 10 tes­ten. Sind Sie mit Win­dows 10 dann nicht zufrie­den, wech­seln Sie mit­hil­fe der Siche­rung ein­fach wie­der zurück.

Das bedeu­tet gleich­zei­tig: Haben Sie einen neu­en Rech­ner oder Lap­top gekauft, der bereits mit Win­dows 10 aus­ge­lie­fert wur­de, lässt sich die­se Maß­nah­me lei­der nicht anwen­den.

Zum Erstel­len von Siche­run­gen (häu­fig auch als Back-up bezeich­net) genügt es in vie­len Fäl­len, die vor­han­de­nen Bord­mit­tel von Win­dows zu nut­zen. Für Sie hat das einen kla­ren Vor­teil: Sie brau­chen kei­ne Zusatz­soft­ware her­un­ter­zu­la­den und sich damit ver­traut machen.

Das Sys­tem­ab­bild wird auf einem exter­nen Spei­cher­me­di­um, etwa einer exter­nen Fest­plat­te oder einer DVD, gespei­chert.

Zum Erstel­len eines Sys­tem­ab­bilds unter Win­dows 7 gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Rufen Sie die Sys­tem­steue­rung auf.
  2. Kli­cken Sie zunächst auf Sys­tem und Sicher­heit und im Anschluss auf Sichern und Wie­der­her­stel­len.
  3. Wäh­len Sie im fol­gen­den Fens­ter links oben Sys­tem­ab­bild erstel­len aus.
  4. Fol­gen Sie den Anwei­sun­gen auf dem Bild­schirm.

Zum Erstel­len eines Sys­tem­ab­bilds unter Win­dows 8.1 gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Rufen Sie die Sys­tem­steue­rung auf.
  2. Kli­cken Sie zunächst auf Sys­tem und Sicher­heit und dann auf Datei­ver­si­ons­ver­lauf.
  3. Nun wäh­len Sie das gewünsch­te Spei­cher­me­di­um aus und erstel­len eine Siche­rung Ihres Sys­tems, indem Sie den Anwei­sun­gen auf dem Bild­schirm fol­gen.

Haben Sie ein Sys­tem­ab­bild ange­fer­tigt, kön­nen Sie die­ses jeder­zeit wie­der­her­stel­len und somit das gewohn­te Betriebs­sys­tem wei­ter nut­zen – bei­spiels­wei­se, wenn Sie mer­ken, dass Ihnen die Bedie­nung von Win­dows 10 doch nicht liegt.

Beach­ten Sie dabei, dass bei einem Sys­tem­ab­bild nicht auto­ma­tisch alle Fest­plat­ten­ab­schnit­te (auch Par­ti­tio­nen genannt) gesi­chert wer­den. Arbei­ten Sie mit mehr als einer Par­ti­ti­on, soll­ten Sie wich­ti­ge Datei­en, die sich nicht auf der Sys­tem­par­ti­ti­on befin­den, zusätz­lich sichern (bei­spiels­wei­se durch das Kopie­ren auf eine exter­ne Fest­plat­te oder eine DVD). Die Sys­tem­par­ti­ti­on ist der Abschnitt, der das Betriebs­sys­tem beher­bergt. Die Sys­tem­par­ti­ti­on ist meist mit dem Lauf­werks­buch­sta­ben “C” gekenn­zeich­net.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu fin­den Sie in unse­rem Rat­ge­ber zum The­ma “Fest­plat­ten unter Win­dows 10 par­ti­tio­nie­ren”.

In Win­dows 10 stel­len Sie Ihr Back-up von Win­dows 7 oder Win­dows 8.1 über die Menüfol­ge Start­me­nü > Ein­stel­lun­gen > Update und Sicher­heit > Wie­der­her­stel­lung wie­der her.

Falls Sie Ihre Mei­nung ändern: Die Win­dows 10-Lizenz bleibt bestehen

Viel­leicht kommt doch irgend­wann der Moment, in dem Sie auf Win­dows 10 ange­wie­sen sind – bei­spiels­wei­se auf­grund eines wich­ti­gen Pro­gramms, das nicht mit Ihrem alten Betriebs­sys­tem kom­pa­ti­bel ist. In die­sem Fall macht Micro­soft es Ihnen leicht. Ihr PC bleibt für Win­dows 10 frei­ge­schal­tet, wenn Sie von die­sem zu einer älte­ren Win­dows-Ver­si­on zurück­ge­wech­selt sind. Die ent­spre­chen­den Infor­ma­tio­nen wer­den auf der Hard­ware Ihres Com­pu­ters gespei­chert. Sie brau­chen also kei­ne neue Lizenz zu kau­fen, wenn Sie in Zukunft doch wie­der Win­dows 10 instal­lie­ren wol­len.

Das gilt auch, wenn Sie den kos­ten­lo­sen Upgrade-Ser­vice in Anspruch genom­men haben. Das Gra­tis-Upgrade von Win­dows 7 oder Win­dows 8.1 auf Win­dows 10 hat­te Micro­soft bis Mit­te 2016 ange­bo­ten.

3. Mög­lich­keit: Neu­in­stal­la­ti­on einer älte­ren Win­dows-Ver­si­on mit Ori­gi­nal­da­ten­trä­ger oder einer ISO-Datei

Sie ver­wen­den ein Gerät, das von Beginn an mit Win­dows 10 aus­ge­stat­tet war, oder Sie haben nach einem Update auf Win­dows 10 die 30-tägi­ge Frist ver­strei­chen las­sen? Dann kön­nen Sie nicht ohne Wei­te­res zu einer älte­ren Win­dows-Ver­si­on zurück­keh­ren. Bei­de Fäl­le erfor­dern eine Neu­in­stal­la­ti­on des Betriebs­sys­tems. Zur Durch­füh­rung die­ser Neu­in­stal­la­ti­on benö­ti­gen Sie einen Win­dows-Daten­trä­ger sowie eine gül­ti­ge Lizenz für das jewei­li­ge Betriebs­sys­tem.

Sofern vor­han­den, ver­wen­den Sie dafür ein­fach einen ori­gi­na­len Win­dows 7- oder 8.1‑Datenträger. Falls Sie einen sol­chen Daten­trä­ger nicht besit­zen, kön­nen Sie alter­na­tiv auf eine ISO-Datei zurück­grei­fen. Bei einer ISO-Datei han­delt es sich um ein Daten­trä­ger­ab­bild, das nicht fest an eine DVD oder einen Flash­spei­cher (bei­spiels­wei­se einen USB-Spei­cher­stick) gebun­den ist – im Grun­de also die glei­chen Daten, die Sie auch auf einer ori­gi­na­len Win­dows-DVD fin­den wür­den. Die­ses Daten­trä­ger­ab­bild kön­nen Sie direkt bei Micro­soft her­un­ter­la­den und auf eine DVD bren­nen. Die DVD nut­zen Sie dann wie­der­um wie einen ori­gi­na­len Daten­trä­ger zur Neu­in­stal­la­ti­on von Win­dows.

Wich­tig: Sichern Sie alle wich­ti­gen Daten, bevor Sie mit einer Neu­in­stal­la­ti­on des Betriebs­sys­tems begin­nen. Andern­falls gehen die­se ver­lo­ren.

Die Win­dows-Neu­in­stal­la­ti­on mit­hil­fe einer ISO-Datei neh­men Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Laden Sie direkt bei Micro­soft die ent­spre­chen­de ISO-Datei für Win­dows 7 bzw. für Win­dows 8.1 her­un­ter. Dort kön­nen Sie auch gleich über­prü­fen, ob Sie über einen gül­ti­gen Pro­dukt­schlüs­sel für das jewei­li­ge Betriebs­sys­tem ver­fü­gen.
  2. Legen Sie einen DVD-Roh­ling in das DVD-Lauf­werk ein.
  3. Rufen Sie das Ver­zeich­nis auf, in dem sich die ISO-Datei befin­det.
  4. Wäh­len Sie nach einem Rechtsklick auf die ISO-Datei Daten­trä­ger­ab­bild bren­nen aus.
  5. War­ten Sie, bis der Brenn­vor­gang abge­schlos­sen ist. Mit dem fer­ti­gen Daten­trä­ger kön­nen Sie genau wie mit einer ori­gi­na­len Win­dows-DVD eine Neu­in­stal­la­ti­on in die Wege lei­ten.

Alter­na­tiv kön­nen Sie die ISO-Datei auch auf einen USB-Stick über­tra­gen und von die­sem aus eine Neu­in­stal­la­ti­on vor­neh­men. Dazu benö­ti­gen Sie aller­dings ein zusätz­li­ches Pro­gramm, mit des­sen Hil­fe Sie die ISO-Datei über­tra­gen und den USB-Stick boot­fä­hig machen kön­nen, etwa das “Win­dows USB/DVD Down­load Tool”. Wird der USB-Stick nicht boot­fä­hig gemacht, kann Ihr Rech­ner ihn nicht zum Boo­ten nut­zen – der PC wür­de wie gewohnt hoch­fah­ren, ohne das Win­dows-Instal­la­ti­ons­me­nü auf­zu­ru­fen.

Übri­gens: Soll­ten Sie exakt zu der älte­ren Win­dows-Ver­si­on zurück­keh­ren, die zu einem frü­he­ren Zeit­punkt bereits auf Ihrem Com­pu­ter instal­liert war, brau­chen Sie wäh­rend der Neu­in­stal­la­ti­on kei­nen Pro­dukt­schlüs­sel. Die­ser ist noch auf der Haupt­pla­ti­ne Ihres PCs gespei­chert, sodass die vori­ge Win­dows-Ver­si­on auto­ma­tisch wie­der akti­viert wird. Füh­ren Sie hin­ge­gen eine Neu­in­stal­la­ti­on auf einem Lap­top oder Rech­ner durch, auf dem kein ent­spre­chen­der Schlüs­sel gespei­chert ist, haben Sie in der Regel eine gül­ti­ge Lizenz ein­zu­ge­ben, um die Win­dows-Kopie akti­vie­ren zu kön­nen. Wenn Sie nicht über eine sol­che Lizenz ver­fü­gen, kön­nen Sie die­se kau­fen.

Win­dows 10 ist kein Muss

Sie brau­chen Win­dows 10 nicht unbe­dingt zu ver­wen­den: Wenn Sie lie­ber mit einer Vor­gän­ger­ver­si­on arbei­ten, fin­det sich immer ein Weg, die­se wie­der zu nut­zen. Beson­ders ein­fach klappt das inner­halb von 30 Tagen nach einem Upgrade auf Win­dows 10. Kommt das nicht infra­ge, bleibt noch die Mög­lich­keit, mit einer Siche­rung Ihres Sys­tems eine älte­re Win­dows-Ver­si­on wie­der­her­zu­stel­len. Haben Sie kein sol­ches Back-up, soll­ten Sie über eine Neu­in­stal­la­ti­on des Betriebs­sys­tems nach­den­ken – der Auf­wand ist dann zwar etwas grö­ßer, lässt sich aber ohne Exper­ten­kennt­nis­se bewerk­stel­li­gen.

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