Die WENN-DANN-Funk­ti­on in Excel heißt eigent­lich nur WENN-Funk­ti­on – so nen­nen wir sie im fol­gen­den Rat­ge­ber auch. Sie gehört zu den am häu­figs­ten genutz­ten Funk­tio­nen des Tabel­len­kal­ku­la­ti­ons­pro­gramms. Kein Wun­der, schließ­lich hilft der soge­nann­te Wahr­heits­test dir, auch kom­ple­xe Auf­ga­ben­stel­lun­gen ein­fach und ele­gant zu lösen. Ganz nach dem Prin­zip: WENN die­se Situa­ti­on ein­tritt, also “wahr” ist, DANN füh­re die­se Akti­on aus – andern­falls nicht. UPDATED erklärt dir, wie das funk­tio­niert und was die WENN-Funk­ti­on noch alles kann.

WENN-DANN-Funk­ti­on in Excel rich­tig ein­ge­ben

Die WENN-Funk­ti­on kann auf ein­zel­ne Zel­len sowie auf gan­ze Spal­ten oder Rei­hen ange­wen­det wer­den. Damit das funk­tio­niert, ist es wich­tig, dass du die For­mel für dei­ne gewünsch­te WENN-Funk­ti­on kor­rekt in die For­mel­zei­le oben ein­gibst. Du klickst mit dei­ner Maus in eine Zel­le und anschlie­ßend in die For­mel­zei­le – danach kannst du dei­ne WENN-Funk­ti­on dort ein­ge­ben.

Beach­te hier­bei, dass der Text in Excel-For­meln immer in Anfüh­rungs­zei­chen zu set­zen ist, da das Pro­gramm die Wor­te sonst als Bestand­tei­le der For­mel wahr­nimmt – was natür­lich nicht funk­tio­nie­ren kann. Aus­nah­men sind die Wor­te WAHR und FALSCH, die Excel auto­ma­tisch und ohne Anfüh­rungs­zei­chen ver­steht.

Die fol­gen­den Rechen-Ope­ra­to­ren kannst du in einer WENN-Funk­ti­on ver­wen­den

= (gleich)

<> (ungleich)

> (grö­ßer als)

< (klei­ner als)

>= (größer/gleich)

<= (kleiner/gleich)

Wenn du eine WENN-For­mel von Hand ein­ge­ben möch­test, nutzt du die fol­gen­de bei­spiel­haf­te Grund­schreib­wei­se:

=WENN(Bedingung;DANN;SONST)

Wich­tig:

  • Eine WENN-Funk­ti­on wird mit “=” ein­ge­lei­tet.
  • Die eigent­li­che For­mel steht in Klam­mern “()”.
  • Zu jeder öff­nen­den Klam­mer “(“ gehört zwin­gend eine schlie­ßen­de Klam­mer “)”, sonst funk­tio­niert dei­ne For­mel nicht.
  • Bedin­gung, DANN-Wert und SONST-Wert wer­den durch Semi­ko­lons ”;” von­ein­an­der getrennt.

Ein Bei­spiel: Ein Leh­rer hat die unten ste­hen­de Tabel­le mit Schü­ler­na­men und ihren Noten in einer Prü­fung ange­legt. Möch­te er nun eine Über­sicht erstel­len, wer die Prü­fung bestan­den hat und wer nicht, könn­te er die fol­gen­de WENN-For­mel anwen­den:

=WENN(B2<5;”Bestanden”;”Nicht bestan­den”)

Bei die­ser For­mel set­zen wir vor­aus, dass alle Schü­ler, deren Note bes­ser als eine 5 ist, bestan­den haben. Alle Schü­ler mit Note 5 oder 6 wären durch­ge­fal­len. In Spal­te B der Bei­spiel­ta­bel­le wur­de die jewei­li­ge Note ein­ge­tra­gen, in Spal­te C die WENN-Funk­ti­on.

Die oben genann­te WENN-Funk­ti­on kann auf jede Zel­le der Spal­te C ange­wen­det wer­den. Dazu kannst du sie hän­disch in jede Zel­le ein­ge­ben und jeweils die Zel­len­num­mer von Spal­te B anpas­sen. Ein­fa­cher und schnel­ler geht es, wenn du dei­ne For­mel in die wei­te­ren Zel­len kopierst und Excel die Wer­te auto­ma­tisch anpas­sen lässt. Um das in einem Schritt zu erle­di­gen, gehst du wie folgt vor:

  1. Kli­cke die Zel­le an, in die du dei­ne WENN-For­mel ein­ge­ge­ben hast.
  2. Die Zel­le wird umran­det. In der rech­ten unte­ren Ecke der Umran­dung siehst du ein klei­nes Qua­drat.
  3. Kli­cke mit der lin­ken Maus­tas­te auf das klei­ne Qua­drat, hal­te die Maus­tas­te gedrückt und bewe­ge die Maus nach unten, bis alle Zel­len mar­kiert sind, auf die du dei­ne WENN-Funk­ti­on anwen­den möch­test.
  4. Lässt du die Maus­tas­te los, ist die Funk­ti­on in alle mar­kier­ten Zel­len über­tra­gen wor­den und die Zel­len­num­mern für Spal­te B wur­den jeweils auto­ma­tisch ange­passt.

WENN-Funk­ti­on mit­hil­fe von Excel ein­tra­gen

Zusätz­lich zum hän­di­schen Ein­tra­gen der WENN-Funk­ti­on bie­tet Excel dir die Mög­lich­keit, For­meln mit Hil­fe­stel­lung in dein Tabel­len­blatt ein­zu­fü­gen. Dafür gehst du fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Kli­cke mit der Maus in die Zel­le, in der dei­ne Funk­ti­on ein­ge­fügt wer­den soll. In unse­rem Bei­spiel ist das C2.
  2. Gehe im Men­üband auf den Rei­ter For­meln.
  3. Kli­cke ganz links auf Funk­ti­on ein­fü­gen. Es öff­net sich ein Fens­ter mit ver­schie­de­nen Funk­tio­nen.
  4. Wäh­le aus der Lis­te WENN aus und bestä­ti­ge mit OK.
  1. Ein wei­te­res Fens­ter öff­net sich, in dem du die Wer­te für dei­ne WENN-Funk­ti­on ein­tra­gen kannst.
  2. In das Feld Wahr­heits­test gibst du die Bedin­gung ein, die über­prüft wer­den soll. In unse­rem Bei­spiel soll geprüft wer­den, ob die Note in Zel­le B2 nied­ri­ger bzw. klei­ner als fünf ist. Gib hier also B2<5 ein.
  3. In die Spal­te Wert_wenn_wahr trägst du ein, was Excel anzei­gen soll, wenn der Wert, den du bei Wahr­heits­test ein­ge­ge­ben hast, “wahr”, also klei­ner als fünf ist. Tra­ge “Bestan­den” in die­ses Feld ein.
  4. Die Spal­te Wert_wenn_falsch legt fest, was ange­zeigt wer­den soll, wenn der Wert aus dem Feld Wahr­heits­test “falsch”, also grö­ßer gleich fünf ist. Hier trägst du dem­nach “Nicht bestan­den” ein.
  5. Sind alle Wer­te ein­ge­tra­gen, bestä­tigst du mit OK. Excel fügt die gewünsch­te WENN-Funk­ti­on eigen­stän­dig in die anfangs aus­ge­wähl­te Zel­le ein.
  6. Anschlie­ßend kannst du wie oben beschrie­ben vor­ge­hen, um die WENN-Funk­ti­on auf die ande­ren Zel­len der Spal­te C zu über­tra­gen.

WENNFEHLER in Excel: Was ist das und wie geht das?

Es kann vor­kom­men, dass sich ein Feh­ler in dei­ne WENN-For­mel ein­schleicht oder eine For­mel nicht so funk­tio­niert, wie du sie ein­ge­ge­ben hast. Dann gibt das Pro­gramm eine Feh­ler­mel­dung in der Zel­le aus, in der die feh­ler­haf­te WENN-Funk­ti­on steht. In der Regel steht dort dann #WERT! Mit der Funk­ti­on WENNFEHLER hast du die Mög­lich­keit, einen eige­nen Wert fest­zu­le­gen, der im Fall einer feh­ler­haf­ten For­mel ange­zeigt wird.

Die bei­spiel­haf­te Grund­schreib­wei­se für die WENN­FEH­LER-Funk­ti­on lau­tet:

=WENNFEHLER(Wert;Wert_falls_Fehler)

Ein Bei­spiel: Neh­men wir an, du möch­test Excel nut­zen, um in einer Auf­lis­tung jeweils zwei Wer­te durch­ein­an­der zu tei­len. Eine sol­che Berech­nung ist nur mit zwei Zah­len mög­lich. Ent­hält eines der abzu­fra­gen­den Fel­der einen Buch­sta­ben oder ein ande­res Zei­chen, kann Excel die Berech­nung nicht durch­füh­ren und gibt eine Feh­ler­mel­dung aus (#WERT!).

Um deut­lich zu machen, um was für eine Art von Feh­ler es sich han­delt, kannst du mit­hil­fe von WENNFEHLER einen alter­na­ti­ven Text oder ande­ren Wert fest­le­gen, der im Feh­ler­fall ange­zeigt wird. Hier etwa “Berech­nungs­feh­ler!”.

Die For­mel für das hier ange­führ­te Bei­spiel lau­tet wie folgt:

=WENNFEHLER(A2/B2;“Berechnungsfehler!”)

Sprich: Wenn sich der Wert aus Zel­le A2 nicht durch den Wert aus Zel­le B2 tei­len lässt, wird Berech­nungs­feh­ler! ange­zeigt. Die Zel­len A2 und B2 sind hier nur bei­spiel­haft. Die For­mel wird auf alle Zel­len der Spal­te C ange­wen­det. Ein Feh­ler tritt aber nur in Rei­he 4 auf, weil hier in Spal­te A ein F statt eines Zah­len­werts steht.

Ein­fa­che For­mel, gro­ße Hil­fe

Mit­hil­fe der WENN-Funk­ti­on bzw. WENN-DANN-Funk­ti­on kannst du vie­le Abläu­fe und Berech­nun­gen in Excel auto­ma­ti­sie­ren. Anfangs erfor­dert die Ein­ga­be der ent­spre­chen­den For­mel viel­leicht ein wenig Zeit. Doch wenn du sie öfter nutzt, wird sie zur Rou­ti­ne und spart dir so man­che hän­di­sche Ein­ga­be in Excel. Das Pro­gramm greift dir zusätz­lich mit Hil­fe­stel­lun­gen beim Erstel­len der For­meln unter die Arme.

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