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Haushalt

Saug­ro­bo­ter effek­tiv auf Tep­pich & Co. nut­zen: So geht’s

Ein Saugrobotor nimmt die viel Arbeit beim Hausputz ab – vorausgesetzt, du schaffst die idealen Bedingungen dafür.

Fast wie von selbst sur­ren Saug­ro­bo­ter durch die Woh­nung, befrei­en Tep­pich und Co. von Schmutz, Staub, Haa­ren und Krü­meln. Eini­ge haben sogar noch eine zusätz­li­che Wisch­funk­ti­on. Damit die flin­ken Staub­sauger­ro­bo­ter zufrie­den­stel­len­de Ergeb­nis­se erzie­len kön­nen, soll­test du dei­ne Woh­nung etwas vor­be­rei­ten. UPDATED erklärt, mit wel­chen Tricks du dei­nem Robo­ter das Sau­gen auf Tep­pich und glat­ten Böden erleichterst. 

Wie funk­tio­nie­ren Saugroboter?

Mit ihren gegen­läu­fig rotie­ren­den Bürs­ten schau­feln und sau­gen Saug­ro­bo­ter Staub, Haa­re und Krü­mel von nahe­zu allen Boden­be­lä­gen auf. Ändert sich wäh­rend des Rei­ni­gungs­vor­gangs der Boden­be­lag – bei­spiels­wei­se von Tep­pich zu glat­ten Böden wie Lami­nat – stellt der Staub­sauger-Robo­ter die Bürs­ten ent­spre­chend ein.

Staub­sauger-Robo­ter ein­fach programmieren

Die meis­ten Model­le arbei­ten lei­se und unauf­fäl­lig. Ist dir der Geräusch­pe­gel den­noch zu hoch und möch­test du die Haus­halts­hel­fer lie­ber auf Tour schi­cken, wenn du nicht zu Hau­se bist, kannst du Ein­satz­zei­ten pro­gram­mie­ren. Die gewünsch­ten Rei­ni­gungs­zei­ten stellst du direkt am Gerät ein oder über eine Fern­be­die­nung. Die meis­ten Model­le kannst du auch über eine App pro­gram­mie­ren. Auch die Inte­gra­ti­on in Smart Home-Rou­ti­nen ist mög­lich. So kannst du dein Modell auto­ma­tisch star­ten las­sen, wenn du aus dem Haus gehst.

Vor­aus­set­zung für eine funk­tio­nie­ren­de Steue­rung per App ist das Map­ping: Wäh­rend sei­ner Tou­ren erfasst der Robo­ter sei­ne Umge­bung und erstellt so zunächst eine Kar­te sei­ner Umge­bung. Sind Ein­gang oder Durch­gang zum Raum aller­dings zu breit, kann es pas­sie­ren, dass die bei­den Räu­me im Map­ping als ein Raum zusam­men­ge­fasst wer­den. In die­sem Fall hilft es, den Ein­gang des Rau­mes für die Map­ping-Tour des Saug­ro­bo­ters etwas enger zu gestal­ten, bei­spiels­wei­se mit Kar­tons oder ande­ren unver­rück­ba­ren Gegenständen.

Über die App hast du zudem meist Zugriff auf wei­te­re Pro­gram­me und Fea­tures wie vir­tu­el­le Gren­zen, selek­ti­ve Raum­ein­tei­lung und eine prä­zi­se Zonen­rei­ni­gung. So kannst du die Gerä­te per App auf defi­nier­te Rou­ten schi­cken oder bestimm­te Berei­che sperren.

Vor allem auf glat­ten Boden­be­lä­gen wie Flie­sen und Holz­fuß­bö­den, aber auch auf nie­der­flo­ri­gen Tep­pi­chen leis­ten die Gerä­te beim Sau­gen gute Arbeit. Schwar­ze oder Hoch­flor-Tep­pi­che kön­nen dage­gen zu ech­ten Hin­der­nis­sen wer­den, die die Effek­ti­vi­tät dei­nes Staub­sauger­ro­bo­ters einschränken.

Ihren Weg suchen sich die Robo­ter auf Tep­pi­chen als auch glat­ten Böden mit­hil­fe inte­grier­ter Sen­so­ren. Die­se sor­gen dafür, dass Hin­der­nis­se wie Möbel erkannt und sicher umfah­ren wer­den. Auch wel­che Flä­chen er bereits gesaugt hat, merkt sich dein Staub­sauger-Robo­ter und erkennt im Nor­mal­fall Absät­ze und Trep­pen recht­zei­tig, sodass es nicht zum Absturz kommt.

Beson­de­re Her­aus­for­de­rung: Tierhaare

Tier­haa­re sind für jeden Saug­ro­bo­ter eine ech­te Her­aus­for­de­rung. Um Haa­re von Hund oder Kat­ze zuver­läs­sig auf­zu­sau­gen, soll­te dein Robo­ter bestimm­te Anfor­de­run­gen erfül­len. Dazu gehört vor allem eine hohe Saug­leis­tung: Min­des­tens 2.000 Pas­cal (Pa) (Unter-) Druck sind nötig, damit Tier­haa­re sau­ber besei­tigt werden.

Damit dein Saug­ro­bo­ter Tier­haa­re auch gut erfas­sen kann, kommt es auf die rich­ti­gen Bürs­ten an. Für Kat­zen- und Hun­de­haa­re eig­nen sich Kom­bi-Bürs­ten, die sowohl mit Kunst­stoff­bors­ten als auch Gum­mi­la­mel­len aus­ge­rüs­tet sind. Da sich Tier­haa­re in Bors­ten und Wal­ze der Bürs­te des Saug­ro­bo­ters ver­fan­gen, soll­te die Bürs­te abnehm­bar sein.

Staub­sauger-Robo­ter und Hoch­flor-Tep­pi­che: Klip­pen meistern

Hoch­flor-Tep­pi­che kön­nen durch ihre lan­gen Garn­fä­den zu einem Pro­blem für die sau­gen­den Robo­ter wer­den. Die Gerä­te ver­fan­gen sich in ihnen oder kön­nen sie gar nicht erst befah­ren. Die Fol­ge ist ein Abbruch der Reinigungs-Tour.

Lan­ge bestand die ein­zi­ge Lösung für die­ses Pro­blem dar­in, die Staub­sauger um Hoch­flor-Tep­pi­che her­um zu navi­gie­ren. Inzwi­schen haben eini­ge Her­stel­ler nach­ge­bes­sert und Staub­sauger­ro­bo­ter für Hoch­flor-Tep­pich auf den Markt gebracht. Die­se sind zum einen mit einer stär­ke­ren Saug­leis­tung aus­ge­rüs­tet, um den Schmutz aus den lan­gen Tep­pich­fa­sern zie­hen zu kön­nen. Zum ande­ren über­win­den die Staub­sauger-Robo­ter die klei­nen Schwel­len, die am Tep­pich­rand ent­ste­hen, und kön­nen auch auf wei­chem Unter­grund navigieren.

Bewäl­tigt dein sau­gen­der Robo­ter die­se Hin­der­nis­se nicht, hel­fen ein­fa­che Magnet-Kle­be­bän­der dem Gerät bei der Navi­ga­ti­on. Die­se Kle­be­bän­der bringst du bei­spiels­wei­se an vor­han­de­nen Möbeln oder unter­halb des Tep­pichs an – um das Hin­der­nis her­um auf dem Boden.

Stol­per­fal­len besei­ti­gen & Möbel aufbocken

Her­um­lie­gen­de Strom­ka­bel und Gegen­stän­de sowie Tisch- und Stuhl­bei­ne behin­dern dei­nen Robo­ter bei der effek­ti­ven und schnel­len Rei­ni­gung. Dies Maß­nah­men hel­fen dei­nem Saug­ro­bo­ter, sei­nen Weg zu meistern:

Kabel­hal­ter: In Kabeln von Elek­tro­ge­rä­ten ver­fan­gen sich Staub­sauger-Robo­ter schnell. Kabel­hal­ter sind eine güns­ti­ge Lösung und schaf­fen Ord­nung.

Ers­te Hil­fe bei Tief­stap­lern: Wenn es der Saug­ro­bo­ter nicht unter dein Sofa schaft: Klei­ne Holz­kei­le aus dem Bau­markt hel­fen, das Sofa höher­zu­le­gen. Oder mit höhen­ver­stell­ba­ren Füßen aus­zu­stat­ten. 

Auf­räu­men und Stüh­le hoch­stel­len: Stel­le Stüh­le, klei­ne Bei­stell­mö­bel und Gegen­stän­de vor dem Sau­gen ein­fach hoch oder räu­me sie weg. So kann der Robo­ter noch schnel­ler und gründ­li­cher arbei­ten. 

Böden und Tep­pi­che: Die­se Saug­ro­bo­ter kön­nen beides

Wel­cher Saug­ro­bo­ter ist für Tep­pi­che geeig­net und wel­cher nicht? Ein Blick in die Anga­ben des Her­stel­lers hilft meist wei­ter. Für ein wenig Ori­en­tie­rung haben wir eine klei­ne Aus­wahl für dich zusammengestellt:

Zu den Robo­tern, die mit Tep­pi­chen zurecht­kom­men, gehö­ren unter ande­rem der iRo­bot Room­ba 676 und der iRo­bot Room­ba 981 sowie der Eufy Robo­Vac 15C. Auch der Bot­vac D8 von Neato Robo­tics rei­nigt sowohl Tep­pich als auch glat­te Böden. Mit Emp­feh­lung von Stif­tung Waren­test rei­nigt der Saug­ro­bo­ter RX9-1-IBM von AEG dei­ne Tep­pi­che und Hartböden.

Wischro­bo­ter vs. Saug­ro­bo­ter mit Wischfunktion

Die smar­ten Hel­fer für den Fuß­bo­den kön­nen mitt­ler­wei­le nicht nur sau­gen, son­dern wischen auch den Boden. Aller­dings gibt es für Saug­ro­bo­ter spe­zi­el­le Rei­ni­ger; gän­gi­ge Rei­ni­gungs­mit­tel zu ver­wen­den, kann für die Gerä­te schäd­lich sein. Die­se Mit­tel kön­nen stark schäu­men oder Säu­ren bezie­hungs­wei­se Alko­hol ent­hal­ten. Die spe­zi­ell für Saug­ro­bo­ter her­ge­stell­ten Mit­tel sol­len das Gerät vor ver­stopf­ten Düsen oder Schä­den am Was­ser­be­häl­ter bewah­ren. Ver­stop­fen die Düsen trotz der Vor­sichts­maß­nah­men, hilft es, die Düsen ein­mal vor­sich­tig mit einer Nadel zu rei­ni­gen, damit das Was­ser wie­der unge­hin­dert flie­ßen kann. Im Ver­gleich der Stif­tung Waren­test schnit­ten bei den Kom­bi­ge­rä­ten der Robo­rock S6 MaxV von Xiao­mi und der RR7987 X‑Plorer Serie 95 von Rowen­ta gut ab.

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Son­der­fall: Schwar­ze Tep­pi­che und Fliesen

Auch wenn immer mehr Saug­ro­bo­ter für Tep­pich geeig­net sind – vie­le Model­le haben mit schwar­zen Tep­pi­chen Pro­ble­me. Glei­ches gilt übri­gens für dunk­le Flie­sen. Die Robo­ter befah­ren die dunk­len Flä­chen gar nicht erst oder stel­len das Sau­gen ein, sobald du sie von Hand auf dunk­len Tep­pich­bo­den oder Flie­sen abstellst. Denn: Die inte­grier­ten Absturz­sen­so­ren hal­ten den dunk­len Boden­be­lag für einen Abgrund. Um die ver­meint­li­che Gefahr zu mei­den, stellt der Staub­sauger-Robo­ter auf dem Tep­pich oder Hart­bo­den sei­ne Arbeit ein.

Das Pro­blem tritt nicht bei jedem Staub­sauger-Robo­ter auf. Fürch­tet sich dein Haus­halts­hel­fer vor dem dunk­len Boden, kannst du ihn mit einem klei­nen Trick zum Wei­ter­sau­gen bewe­gen: Kle­be ein­fach die Absturz­sen­so­ren ab, zum Bei­spiel mit Glanz­pa­pier. Meis­tens befin­den sich die Sen­so­ren vor­ne unter­halb des Staub­saugers. Im Zwei­fels­fall hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung.

Der ein­zi­ge Haken an die­ser Metho­de: Dein Staub­sauger-Robo­ter erkennt nun auch ech­te Abgrün­de wie Trep­pen nicht län­ger. Daher soll­test du Trep­pen­ab­gän­ge absper­ren oder mit dem erwähn­ten Magnet-Kle­be­band in vor der Klip­pe schützen.

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Was brin­gen Light­walls für Staubsauger-Roboter?

Spe­zi­el­le Light­walls oder Licht­schran­ken für die sau­gen­den Robo­ter funk­tio­nie­ren wie Navi­ga­ti­ons­sys­te­me, die die Gerä­te nach dei­nen per­sön­li­chen Wün­schen durch die Woh­nung diri­gie­ren. Light­walls sind als bat­te­rie­be­trie­be­nes Zube­hör erhält­lich und kön­nen an ver­schie­de­nen Stel­len der Woh­nung auf­ge­stellt wer­den. Hier­bei wird zwi­schen zwei Model­len unter­schie­den, die jeweils eine der bei­den Funk­ti­ons­wei­sen „Schran­ken“ und „Tore“ unterstützen:

  1. Licht­schran­ke: Sie signa­li­sie­ren dem Robo­ter, dass der dahin­ter­lie­gen­de Bereich für ihn voll­stän­dig gesperrt ist. Etwa, weil der Bereich für das Gerät gefähr­lich oder tabu ist (Stich­wort: Außen­be­rei­che oder Kin­der­zim­mer). Eine zusätz­li­che Absper­rung ist nicht nötig.
  2. Tore: Hier wer­den Durch­fahr­ten nur kurz­fris­tig gesperrt, zum Bei­spiel in der Zeit, in der dein Kind das Zim­mer zum Spie­len nutzt. Der Robo­ter-Staub­sauger fährt erst in den Raum, wenn der Zeit­plan es ihm gestattet.

Saug­ro­bo­ter rich­tig pfle­gen und rei­ni­gen: Wor­auf soll­test du achten?

Damit dein Saug­ro­bo­ter sei­ne Saug­kraft und Leis­tung mög­lichst lan­ge behält, soll­test du ihn regel­mä­ßig pfle­gen und rei­ni­gen. Die fol­gen­den Punk­te sind dabei wichtig:

  • Den Staub­be­häl­ter dei­nes Robo­ters soll­test du regel­mä­ßig ent­lee­ren. Und zwar, noch bevor er voll ist.
  • Der Fil­ter soll­te ein­mal jähr­lich aus­ge­tauscht wer­den. Das emp­feh­len die meis­ten Her­stel­ler, um die Saug­leis­tung zu steigern.
  • Vie­le Staub­be­häl­ter und der dazu­ge­hö­ri­ge Fil­ter las­sen sich waschen. Schau aber vor­her unbe­dingt in die Bedie­nungs­an­lei­tung des Herstellers.
  • Die Bors­ten soll­ten regel­mä­ßig auf ver­hed­der­te Haa­re und Ähn­li­ches unter­sucht und gesäu­bert wer­den. Vor allem, wenn Haus­tie­re im Haus­halt leben.
  • Die Sen­so­ren soll­test du regel­mä­ßig von fest­ge­setz­tem Staub befrei­en. So behält der smar­te Staub­sauger die Orientierung.

Wie häu­fig du Staub­be­häl­ter, Fil­ter und Sen­so­ren rei­ni­gen soll­test, hängt auch von dei­nem per­sön­li­chen Gebrauch ab. Je öfter das Gerät sei­ne Bah­nen zieht, des­to häu­fi­ger ist eine Rei­ni­gung fäl­lig. Auch Haus­tier­haa­re und Ähn­li­ches sor­gen dafür, dass Staub­be­häl­ter und Fil­ter öfter ent­leert, gerei­nigt und die Bors­ten von ver­hed­der­ten Haa­ren befreit wer­den müssen.

Saug­ro­bo­ter: Tep­pich und glat­te Böden effek­tiv & gründ­lich reinigen

Es gibt schö­ne­res, als sich beim Heim­kom­men um Schmutz, Krü­mel und Staub küm­mern zu müs­sen – bei­spiels­wei­se in einer herr­lich sau­be­ren Woh­nung zu ent­span­nen. Mit einem moder­nen Saug­ro­bo­ter – und ein wenig Vor­be­rei­tung – ist das gar kein Pro­blem. Womög­lich sorgt sogar ein Modell mit Wisch­funk­ti­on gleich noch für glän­zen­de Böden. Ein paar Hand­grif­fe und die regel­mä­ßi­ge Pfle­ge von Staub­be­häl­ter, Fil­ter und Sen­so­ren, und der Staub­sauger zieht regel­mä­ßig schnell und gründ­lich sei­ne Bah­nen. Und wenn du nicht möch­test, dass der Staub­sauger-Robo­ter dabei jeden Tag um dich her­um­fährt, kannst du ihn ein­fach auf die gewünsch­te Rei­ni­gungs­zeit programmieren.

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