Wenn Sie Ihr Zuhau­se mit Smart-Home-Kom­po­nen­ten aus­stat­ten wol­len, kommt die Fra­ge nach der pas­sen­den künst­li­chen Intel­li­genz (KI) auf, der Sie die ent­spre­chen­den Steue­rungs-Befeh­le ertei­len. UPDATED erklärt, wie Sie Ihr smar­tes Zuhau­se mit den Sprach­as­sis­ten­ten von Apple und Goog­le steu­ern kön­nen.

Smart-Home-KIs steu­ern Ihr intel­li­gen­tes Zuhau­se

Künst­li­che Intel­li­gen­zen (KIs) hel­fen nicht nur bei der Infor­ma­ti­ons­su­che im Inter­net oder der Pla­nung von Ter­mi­nen. Sie die­nen mitt­ler­wei­le auch zur Steue­rung von Smart-Home-Kom­po­nen­ten: Sprach­er­ken­nungs­soft­wares fun­gie­ren als Schnitt­stel­le zwi­schen Ihnen als Nut­zer und den ent­spre­chen­den Gerä­ten, um etwa die rich­ti­ge Zim­mer­tem­pe­ra­tur oder die gewünsch­te Licht­stär­ke ein­zu­stel­len oder ver­schie­de­ne Elek­tro­ge­rä­te ein- und aus­zu­schal­ten – auch, wenn Sie sich gar nicht in einem Raum mit die­sen Gerä­ten befin­den.

Im Bereich Smart Home gibt es aktu­ell vor allem drei gro­ße Anbie­ter, die KIs für die Steue­rung des intel­li­gen­ten Zuhau­ses ent­wi­ckelt haben: Goog­le, Ama­zon und Apple.

  • Goog­le ver­grö­ßert mit dem Goog­le Assi­stant (und der älte­ren Vari­an­te Goog­le Now) sein Port­fo­lio zuse­hends und bie­tet die KI auch über sei­ne haus­ei­ge­ne Hard­ware hin­aus an.
  • Ama­zon steht dem mit der KI Ale­xa und dem Echo-Laut­spre­cher gegen­über.
  • Apple kon­zen­triert sich mit sei­ner KI auf sei­ne eige­nen Pro­duk­te – bis­lang gibt es die Sprach­as­sis­tenz Siri nur für Apple-Gerä­te.

Im Fol­gen­den stel­len wir Ihnen die Fähig­kei­ten der Sprach­as­sis­ten­ten von Goog­le und Apple genau­er vor.

KIs ande­rer Her­stel­ler

Neben Goog­le, Ama­zon und Apple gibt es wei­te­re Her­stel­ler, die sich im Smart-Home-Bereich ver­su­chen – man­che davon mit etwas aus­ge­fal­le­ne­ren Kon­zep­ten:

Woo­Hoo Smart Assi­stant ist ein in ein 7‑Zoll-Touch-Dis­play inte­grier­ter Assis­tent, der die Steue­rung Ihrer Smart-Home-Kom­po­nen­ten über­nimmt. Dabei reagiert Woo­Hoo nur auf gewis­se Stimm­mus­ter und ist somit nur für abge­spei­cher­te Pro­fi­le nutz­bar.

Bosch Mykie ist eine spe­zi­el­le Küchen-KI, die Rezep­te aus einem Online-Index abruft oder die Back­zei­ten im Ofen über­wacht. Dabei ist der klei­ne Laut­spre­cher mit Kul­ler­au­gen-Optik aber nur mit Bosch-Gerä­ten kom­pa­ti­bel.

Kuri ist eine in Robo­ter­form gehal­te­ne Misch­form aus Smart-Home-KI und mecha­ni­schem Haus­tier. Das intel­li­gen­te Gerät ist mobil und kann bei­spiels­wei­se zur Über­wa­chung durch die Zim­mer einer Woh­nung fah­ren. Zudem kön­nen Sie den Robo­ter strei­cheln, wor­auf die KI mit Zunei­gungs-Algo­rith­men reagiert. Spre­chen kön­nen Sie mit Kuri auch, erhal­ten aber nur Piep­tö­ne und Kopf­be­we­gun­gen als Ant­wort.

Goog­le Assi­stant: “OK Goog­le” als Initia­tiv-Befehl

Goog­le Assi­stant ist die künst­li­che Intel­li­genz, mit der Sie Ihr intel­li­gen­tes Zuhau­se über den Smart-Home-Laut­spre­cher Goog­le Home steu­ern kön­nen.

Die Steue­rung funk­tio­niert über die Pass­phra­se “OK Goog­le” oder “Hey Goog­le” gefolgt vom gewünsch­ten Befehl (wie etwa “Wie wird das Wet­ter heu­te?”). Neben Such­an­fra­gen, Kalen­der­ein­trä­gen oder Noti­zen, die sich über den Goog­le Assi­stant vor­neh­men las­sen, kön­nen Sie mit Goog­le Home bei­spiels­wei­se auch Apps wie “Spo­ti­fy”, “Play Music” oder auch “iTu­nes” ansteu­ern oder eben Smart-Home-Gerä­te kon­trol­lie­ren.

Alles zum Ein­rich­ten von Goog­le Home erfah­ren Sie in unse­rem Rat­ge­ber “Mit Goog­le Home ins smar­te Zuhau­se – so rich­ten Sie den Assis­ten­ten ein”.

Vie­le Smart-Home-Kom­po­nen­ten wer­den unter­stützt

Über den Sprach­as­sis­ten­ten kön­nen Sie eine Viel­zahl an Smart-Home-Kom­po­nen­ten von Anbie­tern wie Nest (Kame­ras), Phil­ips Hue (Licht) oder Sam­sung (bspw. Smart TV) ansteu­ern.

Wie Sie bei­spiels­wei­se Ihre hei­mi­sche Licht­an­la­ge per Goog­le Home steu­ern, haben wir in einem sepa­ra­ten Rat­ge­ber für Sie zusam­men­ge­stellt.

IFTTT-Unter­stüt­zung

Die Goog­le-Assis­tenz unter­stützt auch den Auto­ma­ti­sie­rungs­dienst IFTTT (“If this, then that”). Dar­über las­sen sich Befehls­fol­gen zu einem kür­ze­ren Schlüs­sel­wort zusam­men­fas­sen. Der Initi­al-Befehl “OK Goog­le” muss zwar immer noch benutzt wer­den, dafür kön­nen Sie durch ein ein­fa­ches Schlag­wort bei­spiels­wei­se das Licht in Ihrem Haus auf ein ein­heit­li­ches Niveau dim­men.

Kon­text-Erken­nung der KI

Eine der Stär­ken der Goog­le-KI ist die kon­text­be­zo­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on. Auf­ein­an­der­fol­gen­de Fra­gen und Ant­wor­ten zwi­schen Nut­zer und KI wir­ken sehr natür­lich und es ent­steht in der Tat eine Art Gespräch.

Siri: Sprach­steue­rung für App­les Home­Kit

App­les Sprach­as­sis­tenz Siri kann über das soge­nann­te Home­Kit-Netz­werk ver­schie­de­ne Smart-Home-Kom­po­nen­ten ansteu­ern. Home­Kit ver­knüpft alle zer­ti­fi­zier­ten Gerä­te über die “Home”-App. Die­se kön­nen Sie ent­we­der manu­ell oder über Sprach­be­feh­le mit dem Ein­gangs­be­fehl “Hey Siri” steu­ern.

Auf Apple-Gerä­te beschränkt

Bis zur Ver­öf­fent­li­chung von App­les eige­nem Laut­spre­cher Home­Pod im Dezem­ber 2017 benö­ti­gen Sie zur Steue­rung Ihrer Heim­kom­po­nen­ten ent­we­der Ihr iPho­ne oder iPad.

Licht, Strom und Tem­pe­ra­tur steu­ern:

  • Besit­zen Sie ein Home­Kit-kom­pa­ti­bles Gerät wie ein intel­li­gen­tes Ther­mo­stat, kön­nen Sie die­ses über Ihr Mobil­ge­rät per Home­Kit ansteu­ern, Tem­pe­ra­tur­ab­fra­gen star­ten oder gege­be­nen­falls die Tem­pe­ra­tur im ent­spre­chen­den Raum anpas­sen.
  • Intel­li­gen­te Beleuch­tungs­sys­te­me las­sen sich eben­falls im Home­Kit über die “Hey Siri”-Befehle steu­ern – um etwa das Licht im Wohn­zim­mer zu dim­men, wenn Sie einen Film schau­en möch­ten.
  • Smar­te Steck­do­sen schal­ten Sie über das Home­Kit an oder aus und kön­nen so etwa die Kaf­fee­ma­schi­ne bereits nach dem Auf­wa­chen noch vom Bett aus ein­schal­ten.

Wenn-Dann-Kom­bi­na­tio­nen über “Auto­ma­ti­on”

“Auto­ma­ti­on” ist eine Funk­ti­on (Wenn-Dann) ähn­lich IFTTT, die unter bestimm­ten Bedin­gun­gen akti­viert wird. So kön­nen Sie im Home­Kit Bedin­gun­gen wie etwa “Wenn die Tem­pe­ra­tur 21 Grad unter­schrei­tet, dann schal­te die Hei­zung ein” ein­rich­ten. Für die Funk­ti­on ist App­les Betriebs­sys­tem iOS 10 oder höher nötig. Mehr dazu fin­den Sie in unse­rem Rat­ge­ber zum The­ma “Home­Kit unter­wegs und auto­ma­tisch nut­zen: So geht’s”.

Übri­gens: Siri ver­steht auch Spaß – spre­chen Sie Ihre smar­te Sprach­as­sis­ten­tin ein­mal mit der Pass­phra­se der Kon­kur­renz an. Für den Initia­tiv-Befehl “OK Goog­le” hat Siri eine iro­nisch-humor­vol­le Erwi­de­rung parat.

Smart-Home-KIs: The future is now

Künst­li­che Intel­li­gen­zen sind über­all um uns her­um: In den Com­pu­tern, den Mobil­te­le­fo­nen und mitt­ler­wei­le auch in den intel­li­gen­ten Häu­sern. Der Sci­ence-Fic­tion-Gedan­ke ist teils Rea­li­tät gewor­den. Umso span­nen­der ist die Fra­ge, wel­che der KIs Ihnen wel­che Mög­lich­kei­ten für Ihr Smart Home bie­tet. Goog­le will mit der Kom­bi­na­ti­on aus Goog­le Assi­stant und dem smar­ten Laut­spre­cher Goog­le Home Markt­füh­rer wer­den und setzt dabei auf eine brei­te Unter­stüt­zung ande­rer Her­stel­ler. Apple fokus­siert sich stark auf das eige­ne Home­Kit-Netz­werk und die “Home”-App. Die Smart-Home-Steue­rung funk­tio­niert dort mit Siri so gut wie kei­ne zwei­te – und der haus­ei­ge­ne Laut­spre­cher Home­Pod wird Ende 2017 erschei­nen. Bei­de KIs wer­den die Zukunft des intel­li­gen­ten Zuhau­ses nach­hal­tig defi­nie­ren.

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