Musik­vi­de­os, CD-Cover, Par­ty-Pos­ter, erfolg­rei­che Posts auf Insta­gram: Sie alle erstrah­len immer häu­fi­ger in auf­fäl­li­gen Neon­far­ben. Zwei kon­trast­rei­che Nuan­cen umspie­len wie Neon­lich­ter die Kon­tu­ren der Gesich­ter, schmei­cheln der Haut und tau­chen das Bild in einen mys­ti­schen Fan­ta­sy-Glow. UPDATED erklärt dir in die­sem Rat­ge­ber, wie auch du mit Pho­to­shop einen sol­chen Neon-Effekt erzeu­gen kannst. Du wirst erstaunt sein, wie ein­fach die effekt­vol­le Bear­bei­tung eigent­lich ist.

Neon­far­be­ne Por­träts in Pho­to­shop: Die Grund­la­gen

Was auf den ers­ten Blick nach bun­ten Licht­strah­len aus Schein­wer­fern aus­sieht, ist letz­ten Endes nichts ande­res als eine geschick­te Bild­be­ar­bei­tung. Für die zwei­far­bi­gen Neon-Glow-Effek­te benö­tigst du kei­ne spe­zi­el­len Foto­lam­pen oder bun­ten Foli­en. Auch, wenn das Bild so wirkt, als sei­en (mehr oder weni­ger) natür­li­che Licht- und Schat­ten­ef­fek­te zu sehen – zurück­zu­füh­ren ist das Gan­ze auf den cle­ve­ren Ein­satz von Pho­to­shop-Werk­zeu­gen.

Der Effekt wirkt beson­ders spek­ta­ku­lär, wenn zwei kon­trast­rei­che Far­ben für das Neon­licht ver­wen­det wer­den. Beson­ders beliebt sind die Kon­trast­paa­re Rot und Grün oder Blau und Pink. Der Mix aus hel­ler und dunk­ler Far­be taucht ein Por­trät in ein fast schon mys­ti­sches Fan­ta­sy-Licht.

Wich­tig dabei: Die dunk­le Far­be wird auf die Schat­ten­sei­te des Por­trät­fo­tos gesetzt, die hel­le­re auf die bes­ser beleuch­te­te Hälf­te. So wirkt das Ergeb­nis har­mo­nisch und unter­stützt die natür­li­chen Licht­ef­fek­te.

Schritt 1: Por­trät vor­be­rei­ten

Für den Neon-Glow-Effekt benö­tigst du kein spe­zi­ell auf­ge­nom­me­nes Por­trät­fo­to. Du kannst jedes dei­ner Fotos ver­wen­den. Je nach Bild gilt es ledig­lich, die rich­ti­gen Vor­be­rei­tun­gen zu tref­fen, damit die Neon­far­ben am Ende opti­mal zur Gel­tung kom­men.

Gehe bei Pho­to­shop CS6 oder CC so vor:

  1. Öff­ne Pho­to­shop. Zie­he dein Foto per Drag-and-drop in das Fens­ter hin­ein. Es wird im Ebe­nen­kas­ten Hin­ter­grund genannt und mit einem Schloss ver­se­hen.
  2. Kli­cke auf das klei­ne Schloss, um den Hin­ter­grund für Bear­bei­tun­gen frei­zu­ge­ben. Das Foto wird dar­auf­hin Ebe­ne 0 genannt.
  3. Drü­cke auf dei­ner Tas­ta­tur Strg + J (Win­dows) oder cmd + J (Mac), um die Ebe­ne zu kopie­ren. Du bear­bei­test im Anschluss die Kopie. Falls dir die Edi­tie­rung nicht gefällt, hast du so das Ori­gi­nal immer noch parat.
  4. Erstel­le eine neue Ebe­ne, indem du im Ebe­nen­kas­ten auf das Sym­bol mit dem lee­ren Blatt Papier klickst.
  5. Gehe in der obe­ren Navi­ga­ti­ons­leis­te zu Bear­bei­ten > Flä­che fül­len und wäh­le im auf­pop­pen­den Fens­ter Inhalt: 50 % Grau. Bestä­ti­ge mit OK.
  6. Gehe zurück in den Ebe­nen­kas­ten und set­ze den Misch­mo­dus der grau­en Flä­che auf Inein­an­der­ko­pie­ren. Kli­cke dazu im Ebe­nen­kas­ten auf Nor­mal, dar­auf­hin öff­net sich das ent­spre­chen­de Auf­klapp­me­nü. Anschlie­ßend wird die Ebe­ne schein­bar unsicht­bar und dein Foto sieht aus wie im Ori­gi­nal.

Mehr Vor­be­rei­tung benö­tigt dein Por­trät­fo­to an die­ser Stel­le nicht.

Tipp: Der Neon­licht-Effekt wirkt beson­ders inten­siv, wenn der Hin­ter­grund dei­nes Fotos mög­lichst dun­kel ist. Willst du eine Per­son hier­für aus­schnei­den und vor einem dunk­len Hin­ter­grund plat­zie­ren, liest du im Rat­ge­ber Wie Sie Bil­der in Pho­to­shop frei­stel­len: Schritt-für-Schritt-Anlei­tung, wie du dabei schnell, ein­fach und sau­ber wie ein Pro­fi vor­gehst.

Schritt 2: Farb­ver­läu­fe erstel­len

Dein Foto ist nun bereit für den Neon-Glow-Effekt. Der ers­te Schritt besteht dar­in, zwei ver­schie­de­ne Farb­ver­läu­fe anzu­le­gen. Die Far­ben hier­für kannst du selbst aus­su­chen – Haupt­sa­che, sie unter­schei­den sich mög­lichst stark. In unse­rem Bei­spiel arbei­ten wir mit dem Kon­trast-Farb­paar Rot und Cyan.

Gehe in Pho­to­shop CS6 oder CC so vor:

  1. Erstel­le eine neue Ebe­ne, indem du im Ebe­nen­kas­ten auf das Sym­bol mit dem lee­ren Blatt Papier klickst.
  2. Kli­cke anschlie­ßend auf das Sym­bol für Neue Misch- oder Ein­stel­lungs­ebe­ne erstel­len (der schwarz-wei­ße Kreis) und wäh­le im auf­klap­pen­den Menü Ver­lauf.
  3. Die Vor­ein­stel­lung pro­du­ziert einen Ver­lauf von einer Far­be hin zur Trans­pa­renz. Set­ze den Win­kel für den Ver­lauf, der von rechts nach links hin durch­sich­tig wer­den soll, auf 180.
  4. Pas­se den Ver­lauf an dei­nen indi­vi­du­el­len Farb­wunsch an. Dafür klickst du auf den Minia­tur-Farb­ver­lauf neben Ver­lauf. Dar­auf­hin öff­net sich ein neu­es Fens­ter. Kli­cke hier auf den wei­ßen Schie­be­reg­ler am lin­ken Ende des Farb­bal­kens und wei­ter auf Far­be. Such dir nun eine belie­bi­ge Nuan­ce aus. In unse­rem Bei­spiel ver­wen­den wir die Far­be #f70505. Bestä­ti­ge mit OK.
  5. Zie­he die obe­ren Schie­be­reg­ler auf dem Farb­ver­laufs­strahl so weit nach links oder rechts, bis die eine Hälf­te des Gesichts der Per­son in Far­be getaucht ist und die ande­re Hälf­te kei­ne Ver­än­de­run­gen zeigt. Du kannst dei­ne Ände­run­gen in der Live-Vor­schau ver­fol­gen und die Reg­ler so prä­zi­se jus­tie­ren.
  6. Set­ze den Misch­mo­dus der Ver­laufs­ebe­ne im Ebe­nen­kas­ten anschlie­ßend auf Far­be. Dadurch wird der Neon­licht-Effekt bereits sicht­bar.
  7. Wie­der­ho­le nun die Schrit­te 1 bis 6 für dei­nen zwei­ten Farb­ver­lauf. Set­ze den Win­kel für den Farb­ver­lauf die­ses Mal aller­dings auf 0 und die Far­be auf eine Kon­trast­far­be zu dei­ner ers­ten Wahl (in unse­rem Bei­spiel #0bf0f3).

Dein Foto zeigt nun bereits einen ziem­lich star­ken Fan­ta­sy-Neon-Glow. Aller­dings lässt sich die­ser Effekt noch opti­mie­ren – dazu mehr im nächs­ten Kapi­tel.

Schritt 3: Neon-Effekt opti­mie­ren

Erin­nerst du dich an die Ebe­ne, die du mit 50 % Grau gefüllt hast? Die­se bear­bei­test du nun, um dei­nem Foto den letz­ten Fein­schliff zu ver­lei­hen.

Insi­der­tipp: Ein Foto mit so einer 50-pro­zen­ti­gen Grau­stu­fen-Ebe­ne zu ver­se­hen, ist eine belieb­te Metho­de unter Foto­gra­fen und Desi­gnern, um die Bril­lanz dei­ner Fotos zu stei­gern. So kön­nen ganz unkom­pli­ziert High­lights ver­stärkt und Schat­ten abge­dun­kelt wer­den. Das Bild wirkt dadurch beson­ders kon­trast­reich.

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Gehe so vor, um den Neon­licht-Effekt zu ver­stär­ken:

  1. Wäh­le im Ebe­nen­kas­ten die Ebe­ne mit der grau­en Fül­lung aus (in unse­rem Bei­spiel ist das Ebe­ne 1).
  2. Wäh­le in dei­nem Werk­zeug­kas­ten links im Fens­ter das Abwed­ler-Werk­zeug aus. (Es erin­nert an einen Lol­li.)
  3. Lege in den Ein­stel­lun­gen für das Werk­zeug (links oben im Fens­ter) eine wei­che Pin­sel­spit­ze fest, etwa 20 %. Stel­le die Grö­ße indi­vi­du­ell ein: Der Pin­sel soll in unse­rem Bei­spiel so groß sein, dass er auf den Nasen­rü­cken des Models passt.
  4. Hel­le mit dem Abwed­ler nun all jene Berei­che des Gesichts auf, die übli­cher­wei­se hell erschei­nen, wenn sie von der Sei­te ange­strahlt wer­den. Das sind in der Regel der Nasen­rü­cken, die äuße­ren Wan­gen, der höchs­te Bogen der Augen­brau­en und die seit­li­chen Kon­tu­ren der Lip­pen.
  5. Wechs­le anschlie­ßend auf das Nach­be­lich­ter-Werk­zeug. Dafür klickst du mit rechts auf den Abwed­ler im Werk­zeug­kas­ten und wählst aus dem Auf­klapp­me­nü das Nach­be­lich­ter-Werk­zeug aus. (Es sieht aus wie eine Hand.) Mit die­sem Tool fährst du nun über Berei­che, die du abdun­keln willst, etwa die Fal­te der Nasen­flü­gel, die Augen­höh­len oder mar­kan­te Wan­gen­kno­chen.
  6. Kopie­re für einen stär­ke­ren Neon­licht-Effekt bei­de Ebe­nen mit Farb­ver­läu­fen, indem du sie im Ebe­nen­kas­ten anklickst und Strg + J (Win­dows) oder cmd + J (Mac) auf dei­ner Tas­ta­tur drückst.
  7. Set­ze den Misch­mo­dus für bei­de Ebe­nen auf Wei­ches Licht. Öff­ne das Drop-down-Menü für die Deck­kraft und zie­he den Schie­be­reg­ler so lan­ge nach links, bis sich ein Ergeb­nis ein­stellt, mit dem du zufrie­den bist.

Neon­far­ben und künst­li­ches Licht: Pho­to­shop schafft das mit links

Egal, wie kräf­tig die Far­ben oder wie hell der Licht­schein: Mit Pho­to­shop lässt sich fast jeder Effekt mit nur weni­gen Klicks nach­stel­len. So lässt sich selbst Neon­licht spie­lend leicht nach­ah­men. Da die Effek­te auf ver­schie­de­nen Ebe­nen lie­gen, kannst du sie über Schie­be­reg­ler indi­vi­du­ell an dei­ne Vor­stel­lun­gen anpas­sen. So kannst du selbst über die Far­ben der “Neon­lich­ter” und ihre Inten­si­tät ent­schei­den. Werk­zeu­ge wie der Abwed­ler oder Nach­be­lich­ter ver­lei­hen dei­nem Foto dann noch den letz­ten Schliff.

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