Nach einem stres­si­gen Tag in der Arbeit möch­ten Sie nur noch eins: Mög­lichst schnell etwas Gutes essen und ab auf die Couch. Je weni­ger Arbeit beim Kochen anfällt, des­to bes­ser. Mit unse­ren 12 Life Hacks für die Küche spa­ren Sie Zeit beim Kochen und Backen, ent­de­cken schlum­mern­de Talen­te in Ihren Küchen­ge­rä­ten und machen sich das Leben leich­ter.

Life Hacks für Küchen­ge­rä­te – was Sie mit den Küchen­hel­fern sonst noch machen kön­nen

Die meis­ten Küchen­ge­rä­te und ‑hel­fer die­nen genau einem Zweck, dabei kön­nen sie viel mehr. Ihr Ein­satz­spek­trum lässt sich pro­blem­los und ohne Gefahr für die Maschi­nen erwei­tern. Wie, ver­ra­ten wir Ihnen mit den fol­gen­den Tipps:

Tipp 1: Eier kochen mit dem Was­ser­ko­cher

Sie brau­chen ledig­lich ein hart gekoch­tes Ei, zum Bei­spiel für einen Salat oder als Brot­be­lag? Dafür extra einen Topf Was­ser auf dem Herd zum Kochen zu brin­gen, dau­ert rela­tiv lan­ge und ver­braucht viel Ener­gie. Legen Sie das Ei statt­des­sen in einen Was­ser­ko­cher. Damit die zar­te Scha­le nicht durch Ansto­ßen an der Innen­sei­te des Was­ser­s­ko­chers platzt, soll­te der Flüs­sig­keits­pe­gel so hoch sein, dass das Ei gut schwimmt. Ein Ess­löf­fel leis­tet beim Ein­le­gen gute Diens­te. Nach­dem das Was­ser gekocht und sich das Gerät abge­schal­tet hat, war­ten Sie zwei bis drei Minu­ten. Die­sen Vor­gang wie­der­ho­len Sie etwa vier­mal und voi­là – das Ei ist hart. Für wei­che Eier rei­chen zwei Durch­gän­ge. In der Zwi­schen­zeit kön­nen Sie ande­re Arbei­ten erle­di­gen, ohne auf ein Über­ko­chen am Herd ach­ten zu müs­sen.

Tipp 2: Lebens­mit­tel erwär­men in der Kaf­fee­ma­schi­ne

Eine Fil­ter­kaf­fee­ma­schi­ne erhitzt nicht nur das Was­ser für den Kaf­fee, son­dern zur Not auch Lebens­mit­tel. Haben Sie kei­ne Lust oder Zeit, für das Erwär­men von ein paar Wie­ner Würst­chen am Herd zu ste­hen, über­las­sen Sie Ihrer Kaf­fee­ma­schi­ne die­se Arbeit. Ein­fach die Würst­chen in die Kaf­fee­kan­ne legen und Was­ser durch­lau­fen las­sen. Das Prin­zip funk­tio­niert auch mit ande­ren Nah­rungs­mit­teln, die ledig­lich warm wer­den, aber nicht kochen sol­len.

Tipp 3: Eis­wür­fel machen ohne For­men

Ist Ihnen die Plas­tik­form für Eis­wür­fel abhan­den­ge­kom­men, schnei­den Sie ein­fach von Plas­tik­fla­schen den Boden ab und fül­len Sie die­se dann mit Was­ser. Auch Obst, in Öl ein­ge­leg­te Kräu­ter oder But­ter­milch las­sen sich auf die­se Wei­se por­ti­ons­ge­recht fros­ten. Lesen Sie dazu auch den Rat­ge­ber Die­se 10 Lebens­mit­tel kön­nen Sie tat­säch­lich ein­frie­ren. Benö­ti­gen Sie gro­ße Eis­wür­fel für die Bow­le, fül­len Sie ein­fach Ihr Muf­fin­blech mit Was­ser und stel­len es ins Gefrier­fach.

Tipp 4: Fei­ne Schei­ben vom Eier­schnei­der und Kräu­ter zer­klei­nern mit dem Piz­zaschnei­der

Eier­schnei­der zer­tei­len mit ihren dün­nen Dräh­ten nicht nur Eier, son­dern auch ande­re Lebens­mit­tel, die Sie fein geschnit­ten benö­ti­gen. Wei­chen Käse­sor­ten wie Moz­za­rel­la, Früch­ten wie Erd­bee­ren und fes­ten Pil­zen wie Cham­pi­gnons ent­lo­cken Sie so form­schö­ne und gleich­mä­ßi­ge Schei­ben, die Sie mit einem Mes­ser nicht hin­be­kom­men. Um fri­sche Kräu­ter schnell und ohne Wie­ge­mes­ser zu zer­klei­nern, lässt sich der Piz­zaschnei­der ver­wen­den. Ein­fach ein paar Mal über das Grün rol­len – fer­tig.

Life Hacks, um die Küchen­ar­beit zu beschleu­ni­gen

Mit den fol­gen­den, ein­fa­chen Tricks und Uten­si­li­en ver­kür­zen Sie die Zeit, die Sie mit Kochen ver­brin­gen, und erspa­ren sich läs­ti­ge Rei­ni­gungs­ar­bei­ten.

Tipp 5: Wohin mit dem Koch­buch? Auf den Bügel!

Beim Kochen nach Rezept liegt das Koch­buch meist nicht da, wo Sie es gera­de brau­chen. Bei klei­nen Arbeits­flä­chen ist es im Weg und ver­schmutzt schnell. Ein Hosen­bü­gel mit Klemm­schie­ne oder Klam­mern schafft Abhil­fe. Dar­an befes­tigt, lässt sich das auf­ge­schla­ge­ne Koch­buch ein­fach am Griff einer Schrank­tür auf­hän­gen, so dass Sie Ihr Rezept immer gut im Blick haben. Der Trick funk­tio­niert nicht mit schwe­ren Büchern. Aus die­sen kön­nen Sie aber die Sei­ten kopie­ren und auf­hän­gen.

Tipp 6: Teig mit lee­ren Plas­tik­fla­schen ein­fach por­tio­nie­ren

Wenn Sie den Pfann­ku­chen­teig mit einem Löf­fel oder einer Kel­le in die Pfan­ne beför­dern, ist das gleich­mä­ßi­ge Por­tio­nie­ren und Ver­tei­len nicht ganz ein­fach. Gleich­mä­ßi­ger gelingt dies, wenn Sie den Teig vor­her mit einem Trich­ter in eine lee­re, gut aus­ge­spül­te Ketch­up- oder Mayon­nai­se­fla­sche aus Plas­tik fül­len. Blei­ben Res­te übrig, stel­len Sie die Fla­sche ein­fach in den Kühl­schrank.

3 Tipps, wie sich ver­meint­li­che Küchen­ab­fäl­le ver­wer­ten las­sen

Obst­ker­ne, Gemü­se­grün und Lebens­mit­tel­scha­len lan­den bei Ihnen im Müll oder Ihr Kanin­chen erfreut sich dar­an? Scha­de dar­um, denn vie­le die­ser für Abfall gehal­te­nen Res­te las­sen sich noch wun­der­bar ver­wer­ten.

Papa­ya­ker­ne als Ver­dau­ungs­hil­fe und Würz­mit­tel

In aller Regel wer­den die Ker­ne der Exo­ten­frucht ent­sorgt. Dabei ste­cken wie so oft auch in die­sen Obst­ker­nen vie­le gesun­de Inhalts­stof­fe der Frucht in kon­zen­trier­ter Form. Bei der Papa­ya etwa das Enzym Papain, dem eine ver­dau­ungs­för­dern­de und ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung zuge­schrie­ben wird. Kau­en Sie also ruhig ein paar Ker­ne frisch oder trock­nen Sie sie etwa drei Stun­den lang bei 50 °C im Back­ofen oder in einem Dörr­ge­rät. Sie schme­cken ange­nehm nach Pfef­fer und las­sen sich ganz oder gemah­len zum Wür­zen von Spei­sen ver­wen­den.

Gemü­se­blät­ter für Pes­to und Smoot­hie

Ent­sor­gen Sie das Grün von Radies­chen, Karot­ten und Kohl­ra­bi nicht sofort – es ent­hält jede Men­ge Vit­ami­ne und Mine­ra­li­en, manch­mal mehr als die Knol­le oder Wur­zel selbst. Radies­chen­grün ver­leiht Sala­ten, herz­haf­ten Quark­spei­sen und Sau­cen eine kräf­ti­ge Wür­ze oder ersetzt das Basi­li­kum im Pes­to. Karot­ten­blät­ter schme­cken ähn­lich wie Peter­si­lie und las­sen sich genau­so viel­sei­tig ver­wen­den. Kohl­ra­bi­blät­ter bil­den den Grün­an­teil im Green Smoot­hie. Blan­chie­ren Sie die Blät­ter und frie­ren Sie sie ein, dann kühlt die Zutat das Getränk beim Mixen gleich noch.

Pflan­zen­an­zucht in Eier­scha­len

Bau­en Sie ger­ne Toma­ten- und ande­re Gemü­se­sor­ten sowie Kräu­ter selbst an, kön­nen Sie für die Anzucht der Jung­pflan­zen Eier­scha­len statt Plas­tik­töpf­chen nut­zen. Der Vor­teil: Die Scha­len ver­sor­gen die Saat gleich noch mit Nähr­stof­fen und las­sen sich mit­samt Pflänz­chen aus­set­zen. Kochen Sie die lee­ren Eier­scha­len kurz aus, boh­ren Sie nach dem Trock­nen mit einer dicken Näh­na­del ein klei­nes Loch in den Boden und benet­zen Sie das Inne­re vor dem Ein­fül­len von Erde und Samen mit Was­ser. Gegos­sen wird eben­falls mit der Sprüh­fla­sche. Vor dem Aus­set­zen soll­ten Sie die Scha­le an eini­gen Stel­len leicht ein­rei­ßen, damit sich die Wur­zeln ins Erd­reich aus­brei­ten kön­nen.

Im Reb­log fin­den Sie wei­te­re Tipps zum The­ma Res­te ver­wer­ten.

Tipp 7: Spei­sen in der Mikro­wel­le gleich­mä­ßig erhit­zen

Beim Auf­wär­men der Res­te vom letz­ten Essen stel­len Sie immer wie­der fest, dass eini­ge Tei­le brüh­heiß, ande­re dage­gen noch kalt sind. Dage­gen hilft Umrüh­ren, aber bei fes­te­ren Spei­sen auf einem Tel­ler ist das nicht so ein­fach. Wenn Sie ein ess­löf­fel­gro­ßes Loch in der Mit­te des Gerichts for­men, erhitzt es sich viel gleich­mä­ßi­ger. Spa­ghet­ti, Gulasch oder Gemü­se­pfan­ne kom­men gleich­mä­ßig erwärmt auf den Tisch.

Life Hacks, die das Ein­kau­fen und die Gäs­te­be­wir­tung erleich­tern

Bei Ihnen herrscht oft Hek­tik, wenn Sie ein­kau­fen oder Gäs­te erwar­ten? Mit fol­gen­den Life-Hacks behal­ten Sie den Über­blick und behe­ben klei­ne Mal­heurs.

Tipp 8: Vor­rä­te foto­gra­fie­ren und nichts mehr beim Ein­kauf ver­ges­sen

War jetzt noch Senf da oder nicht? Wenn Sie auf dem Heim­weg noch schnell die Zuta­ten für das Abend­essen besor­gen, schie­ßen Ihnen die­se und ähn­li­che Fra­gen im Super­markt durch den Kopf. Haben Sie ein Foto von Ihrem Kühl­schrank­in­halt dabei, genügt ein Blick auf das Smart­pho­ne. Auch Schrank- und Schub­la­den­in­hal­te, Gewürz­re­ga­le und Spei­se­kam­mer­vor­rä­te erfas­sen Sie so schnell ohne lan­ges Lis­ten­schrei­ben.

Tipp 9: Har­te But­ter im Hand­um­dre­hen streich­zart machen

Ihre Gäs­te sit­zen schon am Tisch, Salat und Brot sind ser­viert und es fehlt nur noch – die But­ter! Jedes Mal neh­men Sie sich vor, sie recht­zei­tig aus dem Kühl­schrank zu neh­men und jedes Mal den­ken Sie wie­der nicht dar­an. Ein har­tes Stück hin­zu­stel­len, an dem sich alle abar­bei­ten, ist kei­ne Lösung. Erwär­men Sie für eini­ge Sekun­den ein lee­res und aus­rei­chend gro­ßes Glas in der Mikro­wel­le, stül­pen Sie es über die But­ter und sie wird streich­fä­hig. Durch die indi­rek­te Wär­me besteht kei­ne Gefahr, dass sie sich ver­flüs­sigt.

Life Hacks für Koch- und Back­zu­ta­ten

Kir­schen ent­stei­nen und Kar­tof­feln pel­len ist selbst für pas­sio­nier­te Köche eine lang­wei­li­ge Sache. Beschleu­ni­gen Sie die läs­ti­gen Arbei­ten, dann sind die Fron­diens­te schnell erle­digt.

Tipp 10: Kir­schen schnell ent­ker­nen

Fri­sche Kir­schen ver­edeln lecke­re Des­serts und Kuchen, doch das Ent­stei­nen ist eine kniff­li­ge Ange­le­gen­heit. Beim Auf­schnei­den ver­liert das Obst sei­ne schö­ne Form und der Saft spritzt durch die Küche. Legen Sie die Kir­sche auf die Öff­nung einer lee­ren Was­ser- oder Bier­fla­sche und drü­cken Sie den Kern mit einem Ess­stäb­chen durch. Das geht schnell und Saft sowie Ker­ne wer­den sau­ber auf­ge­fan­gen.

Tipp 11: Blitz­schnell Kar­tof­feln pel­len

In der Scha­le gekocht schme­cken Kar­tof­feln bes­ser und ver­lie­ren weni­ger Inhalts­stof­fe. Das anschlie­ßen­de Pel­len erleich­tern Sie sich erheb­lich, wenn Sie die Knol­len vor dem Kochen in der Mit­te ring­för­mig ein­schnei­den. Dabei nur die Scha­le ein­rit­zen, nicht in das Frucht­fleisch schnei­den. Von den, unter kal­tem Was­ser abge­schreck­ten und hand­war­men Koch­kar­tof­feln, lässt sich die Scha­le dann an der Ein­ker­bung ganz ein­fach mit den Fin­gern abzie­hen. Am bes­ten funk­tio­niert die­ser Trick mit fest­ko­chen­den Kar­tof­fel­sor­ten.

Tipp 12: Back­blech anwär­men für Hefe­teig

Hefe­tei­ge sol­len an einem war­men Ort gehen, so steht es in vie­len Rezep­ten. Solan­ge sich der Teig in der Schüs­sel befin­det, ist ein Platz in der Nähe der Hei­zung oder an einem Fens­ter in der Son­ne schnell gefun­den. Doch was tun, wenn vor­ge­form­te Teig­lin­ge auf dem Back­blech ihr Volu­men noch ein­mal ver­grö­ßern sol­len? In die­sem Fall kön­nen Sie den Back­ofen auf die nied­rigs­te Tem­pe­ra­tur ein­stel­len und die Tür einen Spalt breit offen las­sen. Alter­na­tiv las­sen sich mikro­wel­len­ge­eig­ne­te Kirsch­kern­kis­sen erwär­men und unter das Blech legen.

Fazit: Klei­ne Tricks mit gro­ßer Wir­kung

Küchen­ar­beit kann ganz ein­fach sein – wenn Sie die rich­ti­gen Tricks und Knif­fe ken­nen. Life Hacks erleich­tern und beschleu­ni­gen vie­le Arbeits­schrit­te beim Kochen und Backen. So bleibt Ihnen mehr Zeit zum Ent­span­nen.

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