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Fold­able-Smart­pho­nes: Das kön­nen die falt­ba­ren Handys

Das Samsung Galaxy Z Flip2 ist nach wie vor ein Exot unter den Foldables. Die meisten Falthandys klappen zu einem Tablet auf und nicht zu einem normalen großen Smartphone.

Klein genug für die Hosen­ta­sche, aber groß genug, um auf dem Weg zur Arbeit bequem die neue Fol­ge der Lieb­lings­se­rie zu schau­en oder eine Run­de zu zocken: Fold­able-Smart­pho­nes ber­gen viel Poten­zi­al. UPDATED zeigt, wor­in die Vor­tei­le der Falt­han­dys lie­gen und wel­che Model­le es gibt. 

Gro­ßes Inter­es­se an Fold­ables – zumin­dest sei­tens der Hersteller

Dass wir die­sen Arti­kel alle paar Mona­te aktua­li­sie­ren, deu­ten wir als ein gutes Zei­chen. Denn es zeigt, dass die noch über­schau­ba­re Fold­able-Nische wei­ter­hin wächst und immer mehr Her­stel­ler sich dafür ent­schei­den, die Tech­no­lo­gie für sich ein­zu­set­zen. Das bewirkt zum einen, dass auch ande­re Unter­neh­men das Fold­able als Able­ger des klas­si­schen Smart­pho­ne-Designs ernst neh­men und durch ihre Gerä­te wei­ter­ent­wi­ckeln. Zum ande­ren steigt durch immer neue und mehr Gerä­te die Chan­ce, dass die­se auch hier­zu­lan­de erschei­nen. Denn aktu­ell beherrscht Sam­sung mit sei­nem Gala­xy Z Fold und Z Flip den Markt der Fold­ables nahe­zu allein – zumin­dest in Euro­pa. Die zwin­gend not­wen­di­ge Kon­kur­renz, die es für Inno­va­ti­on braucht, kon­zen­triert sich der­weil auf den asia­ti­schen Raum. Aus den USA hin­ge­gen ist das Inter­es­se an Fold­ables anschei­nend gering: Goog­le und Apple arbei­ten nicht oder nur im Gehei­men an eige­nen Klapp-Kon­zep­ten. Viel­leicht erwar­ten uns 2023 ers­te offi­zi­el­le Ankün­di­gungen von dort.

Was kön­nen die Foldables?

Das Beson­de­re an Fold­able-Smart­pho­nes, kurz Fold­ables, ist ihr Form­fak­tor und die damit ein­her­ge­hen­de varia­ble Dis­play­grö­ße. Gro­ße Dis­plays jen­seits der sechs Zoll (unge­fähr 15 cm) sind längst Stan­dard, um genug Platz zum Lesen, Sur­fen oder Spie­len zu bie­ten. Aller­dings kön­nen Smart­pho­nes nicht end­los ver­grö­ßert wer­den. Schließ­lich soll das Han­dy den Nut­zer im All­tag beglei­ten und dabei wei­ter­hin mög­lichst kom­pakt sein. 

Des­halb ent­wi­ckeln Her­stel­ler seit eini­gen Jah­ren fort­lau­fend Tech­no­lo­gien, die es erlau­ben, grö­ße­re Dis­plays in den maxi­mal zumut­ba­ren Gehäu­se­grö­ßen unter­zu­brin­gen. Durch die fort­schrei­ten­de Tech­nik kom­men die Bild­schir­me mit immer schma­le­ren Rän­dern aus. Der Rah­men ver­schwin­det vor allem bei High-End-Tele­fo­nen inzwi­schen fast nahe­zu hin­ter dem Dis­play. Die logi­sche Fra­ge, die sich Smart­pho­ne-Her­stel­ler des­halb seit län­ge­rem stel­len, lau­tet: Wie machen wir Smart­pho­nes grö­ßer, ohne sie grö­ßer zu machen? 

Eine Ant­wort dar­auf ist das Fold­able-Smart­pho­ne. Durch das Auf­klap­pen erhältst du eine Bild­schirm­grö­ße, die unge­fähr der eines klei­nen Tablets ent­spricht, wie zum Bei­spiel beim Sam­sung Gala­xy Z Fold 4 oder dem Hua­wei Mate Xs 2. 

Es gibt aber auch Fold­ables, die ein ande­res Kon­zept ver­fol­gen. Die­se Gerä­te las­sen sich bei beson­ders kom­pak­ter Bau­wei­se zu einem Han­dy auf­klap­pen, des­sen Dis­play in sei­nen Abmes­sun­gen dann dem eines nor­mal gro­ßen Smart­pho­nes ent­spricht. Gerä­te wie bei­spiels­wei­se das Moto­ro­la Razr 2022 oder das Sam­sung Gala­xy Z Flip 4 sind damit beson­ders gut zu ver­stau­en, tra­gen in der Hosen­ta­sche kaum auf – und bie­ten auf­ge­klappt den Form­fak­tor und die Hand­ha­bung eines gewöhn­li­chen Smart­pho­nes. 

Die bei­den Ansät­ze für Fold­ables zusam­men­ge­fasst: 

  • Fold­ables mit übli­chen Smart­pho­ne-Abmes­sun­gen wer­den nach dem Aus­klap­pen zu einem XL-Bild­schirm, wie du ihn von klei­nen Tablets kennst.
  • Beson­ders kom­pak­te, leicht zu trans­por­tie­ren­de Fold­ables bie­ten nach dem Öff­nen ein Dis­play, wie es sonst grö­ße­re Smart­pho­nes mit­brin­gen. 

Was genau hat es mit dem „Fal­ten“ von Dis­plays auf sich?

Dis­plays von falt­ba­ren Smart­pho­nes bestehen aus einem Mate­ri­al, das sich genau­ge­nom­men nicht fal­ten, son­dern bie­gen lässt. Die Dis­plays von Fold­ables der ers­ten Genera­ti­on (zum Bei­spiel Gala­xy Fold und Moto­ro­la Razr) bestan­den noch aus Kunst­stoff. 

Inzwi­schen wer­den falt­ba­re Dis­plays aus Glas ent­wi­ckelt. Die Her­aus­for­de­rung: Sie müs­sen so dünn sein, dass sie bieg­sam blei­ben, ohne zu bre­chen – und das über vie­le Anwen­dun­gen hin­weg. Dabei sol­len sie genau­so sta­bil und wider­stands­fä­hig sein wie Goril­la Glass, dem qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Stan­dard bei Dis­plays von nicht falt­ba­ren Smart­pho­nes. 

Wel­che tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen gibt es bei Foldable-Smartphones?

Wenig über­ra­schend steht bei einem falt­ba­ren Smart­pho­ne das Dis­play im Fokus. Wie lässt sich ein Dis­play fal­ten? Wie erhält der Nut­zer ein bieg­sa­mes Dis­play, das auch nach Tau­sen­den von Falt­vor­gän­gen ohne Ein­schrän­kun­gen funk­tio­niert? 

Zunächst galt eine Kon­struk­ti­on aus Kunst­stoff als bes­te Lösung. Bereits 2011 stell­ten Unter­neh­men wie Sam­sung und LG ers­te OLED-Screens aus falt­ba­rem Plas­tik vor. Dabei han­delt es sich im Grun­de um Foli­en mit einem Film aus selbst­leuch­ten­den orga­ni­schen Licht­di­oden. Auch die elek­tri­schen Lei­ter­bah­nen sind in den Foli­en inte­griert. 

Inzwi­schen ver­bau­en die Her­stel­ler Glas-Panels, die gebo­gen wer­den kön­nen und den­noch sta­bil genug sind, um kei­ne Schä­den davon­zu­tra­gen (sie­he Info-Kas­ten). 

Doch das Fal­ten eines Fold­able-Smart­pho­nes betrifft auch die Kom­po­nen­ten im Inne­ren der Gerä­te. Jeder Anschluss, jede Lei­ter­plat­te, jede Schrau­be und jede Kabel­ver­bin­dung sind durch das Auf- und Zuklap­pen zusätz­li­chen Belas­tun­gen aus­ge­setzt. Und das bedeu­tet: erhöh­ter Ver­schleiß. Das wirft die Fra­ge auf, wie lan­ge Fold­ables hal­ten. Bei aktu­el­len Model­len wird das die Zeit zei­gen. 

Auch der Akku falt­ba­rer Smart­pho­nes stellt Ent­wick­ler vor Her­aus­for­de­run­gen. Wie lässt sich das auf­ge­klapp­te und dadurch deut­lich strom­hung­ri­ge­re Panel mit Strom ver­sor­gen? Und wie las­sen sich gleich­zei­tig Akku­lauf­zei­ten errei­chen, die an nicht falt­ba­re Smart­pho­nes her­an­kom­men? 

Sam­sung und Hua­wei haben sich bei ihren ers­ten Fold­able-Model­len für eine Dop­pel-Akku-Lösung ent­schie­den. Es gibt zwei Akkus in den bei­den Smart­pho­ne-Hälf­ten, die durch den Knick getrennt sind. Sie wer­den als Ener­gie­ein­heit über einen ein­zi­gen Port gela­den. 

Möch­test du wis­sen, ob Fold­ables im All­tag als Smart­pho­ne-Ersatz tau­gen, emp­feh­len wir dir unse­ren Erfah­rungs­be­richt. In die­sem schil­dert die Redak­ti­on ihre per­sön­li­chen Ein­drü­cke von Falthandys:

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Wel­che Model­le gibt es schon, wel­che kom­men bald auf den Markt?

Die ers­ten Fold­ables sind bereits ein paar Jah­re alt und teils tech­no­lo­gisch über­holt. Die­ses Jahr brach­te Sam­sung die nun­mehr vier­te Genera­ti­on sei­nes Gala­xy Z Fold in den Han­del. Es ist anzu­neh­men, dass auch 2023 zwei neue Fold­able-Model­le von Sam­sung ver­öf­fent­licht wer­den. 

Auch ande­re Her­stel­ler tüf­teln an Smart­pho­nes mit Schar­nier. Honor, Hua­wei, Vivo, Oppo und mög­li­cher­wei­se Goog­le sind nur eini­ge davon. Aller­dings heißt Markt­rei­fe nicht auto­ma­tisch auch Ver­füg­bar­keit – zumin­dest in Euro­pa. Vor allem die asia­ti­schen Her­stel­ler beschrän­ken sich bei ihren Fal­tern auf den hei­mi­schen Markt. Das im April 2021 vor­ge­stell­te Xiao­mi Mi Mix Fold zum Bei­spiel ist bis heu­te aus­schließ­lich über den Import zu bekommen.

Der­zeit erhält­li­che falt­ba­re Smartphones

Sam­sung Gala­xy Z Fold 4 & Z Flip 4

Wenn du in Deutsch­land oder ein Euro­pa ein Fold­able kau­fen möch­test, führt aktu­ell kaum an Weg an Sam­sung vor­bei. Das süd­ko­rea­ni­sche Unter­neh­men domi­niert hier­zu­lan­de nicht nur die Fold­able-Nische nahe­zu allein. Es bestimmt auch, wie Fold­ables der­zeit aus­zu­se­hen und was sie zu leis­ten haben. Zuguns­ten sei­ner inzwi­schen bereits vier Jah­re alten Fold­able-Pro­duk­te hat Sam­sung sogar das sei­ner­zeit belieb­te Sam­sung Gala­xy Note auf­ge­ge­ben. Des­sen Beson­der­heit, der S Pen, ist nun Teil des Funk­ti­ons­um­fangs des Sam­sung Gala­xy S22 Ultra und des Gala­xy Z Fold 4 – wenn­gleich er bei dem Falt­han­dy sepa­rat erhält­lich ist.  

Gegen­über dem Vor­jahr hat Sam­sung beim Gala­xy Z Fold 4 und Z Flip 4 nur dezen­te Anpas­sun­gen vor­ge­nom­men. Im grund­le­gen­den Form­fak­tor sind sich bei­de Gerä­te treu geblie­ben. Aktua­li­siert hat Sam­sung vor­ran­gig die ver­bau­te Hard­ware: Der Snap­dra­gon 888 wur­de durch den neue­ren Snap­dra­gon 8+ Gen 1 ersetzt, Android 12 vor­in­stal­liert (das als Update auch für die das Z Fold 3 und Z Flip 3 ver­füg­bar ist) und zusätz­li­che Spei­cher­va­ri­an­ten ins Ange­bot genom­men. Die Details zur aktu­el­len Fold­able-Rie­ge von Sam­sung, dem Gala­xy Z Fold 4 und Z Flip 4, haben wir hier für dich zusammengefasst:

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Hua­wei Mate Xs 2

Auch Hua­wei gehört zu den Pio­nie­ren im Fold­able-Bereich. Aller­dings hat es der chi­ne­si­sche Her­stel­ler ungleich schwe­rer im inter­na­tio­na­len Ver­gleich, da er sei­ne Smart­pho­nes wei­ter­hin ohne Goog­le-Diens­te anbie­ten muss. Das gilt auch für das im Juni 2022 erschie­ne­ne Mate Xs 2. Das Fold­able öff­net und schließt nach dem Z-Fold-Prin­zip, macht also aus einem Smart­pho­ne ein klei­nes Tablet im auf­ge­klapp­ten Zustand. Aller­dings hat sich Hua­wei an die­ser Stel­le für einen ande­ren Ansatz ent­schie­den. Denn statt wie beim Gala­xy Z Fold 4 einen innen­lie­gen­den und einen äuße­ren Bild­schirm zu ver­bau­en, hat Hua­wei beim Mate Xs 2 ledig­lich einen Bild­schirm ver­baut. Die­ser klappt folg­lich nicht nach innen, son­dern nach außen. Heißt, du hast im geschlos­se­nen Zustand zwei äuße­re Bild­schir­me vor­ne und hin­ten – wobei der hin­te­re aus­ge­schal­tet ist. Öff­nest du das Mate Xs 2, wer­den aus den zwei Bild­schir­men ein gro­ßer. Stell es dir als Buch vor: Das Z Fold 4 öff­net sich so, dass du ins Inne­re des Buches schaust, also auf die Sei­ten. Beim Mate Xs blickst du qua­si von hin­ten auf den Ein­band des Buches und öff­nest es so, dass du Cover und Rück­sei­te gleich­zei­tig siehst. Der Vor­teil für Hua­wei: Sie spa­ren sich ein zusätz­li­ches OLED-Panel auf der Vor­der­sei­te. Der Nach­teil: Da das Mate Xs 2 im geschlos­se­nen Zustand rings­um aus Dis­play besteht, erhört sich die Gefahr für Krat­zer.  

Abge­se­hen von die­ser abwei­chen­den Design­ent­schei­dung liest sich das Daten­blatt des Mate Xs 2 wie das eines aktu­el­len Fold­ables. Das OLED-Dis­play löst im auf­ge­klapp­ten Zustand mit nahe­zu qua­dra­ti­schen 2.200 x 2.480 Pixeln auf, bei einer Dia­go­na­le von 7,8 Zoll. Zusam­men­ge­klappt blei­ben von der Dia­go­na­le noch 6,5 Zoll und 1.176 x 2.480 Bild­punk­te der Auf­lö­sung übrig. Eine 120-Hertz-Bild­wie­der­hol­ra­te bie­tet das Hua­wei Mate Xs 2, wie das Z Fold 4, eben­falls. Die beim Sam­sung vor­han­de­ne Unter­stüt­zung für HDR10+ fehlt hier jedoch. 

Im Inne­ren des aktu­el­len Hua­wei-Fold­ables arbei­tet kein haus­ei­ge­ner Kirin-Pro­zes­sor, son­dern der nicht mehr ganz aktu­el­le Snap­dra­gon 888 mit acht Ker­nen. In der Spit­ze beläuft sich des­sen Leis­tung auf 2,84 GHz. Zum Ver­gleich: Das im August 2022 erschie­ne­ne Sam­sung Gala­xy Z Fold 4 setzt bereits auf den neue­ren Snap­dra­gon 8+ Gen 1, des­sen acht Ker­ne mit bis zu 3,19 GHz tak­ten. Ent­schei­den­der als die rei­ne Leis­tung der Pro­zes­so­ren ist, dass der Sys­tem-on-a-Chip (SoC) des Mate Xs 2 ohne 5G-Modem aus­ge­stat­tet ist. Heißt, die maxi­mal unter­stütz­te Band­brei­te ist hier LTE bzw. 4G. Glei­ches gilt für das unten vor­ge­stell­te Hua­wei P50 Pocket. 

Das rück­sei­ti­ge Kame­ra­t­rio besteht aus einer Haupt­ka­me­ra mit 50 Mega­pi­xel, einer Tele­ka­me­ra mit 8 Mega­pi­xel und drei­fach opti­schem Zoom sowie einer Ultra-Weit­win­kel­ka­me­ra mit 13 Mega­pi­xel und 120 Grad Sicht­feld. Die Front­ka­me­ra lich­tet Fotos mit 10,7 Mega­pi­xel ab. Hua­wei stat­tet das Mate Xs 2 mit 256 GB und 512 GB inter­nem Spei­cher aus. Bei letz­te­rer hast du zudem die Wahl zwi­schen 8 und 12 Giga­byte RAM.  

Wie oben bereits erwähnt, darf Hua­wei kei­ne Goog­le-Diens­te mehr auf sei­nen Smart­pho­nes instal­lie­ren. Davon aus­ge­nom­men ist Android als Betriebs­sys­tem, das beim Mate Xs 2 die Basis bil­det für das von Hua­wei ange­pass­te EMUI 12.   

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Hua­wei P50 Pocket

Noch sind sie sel­ten, die Fold­ables, die wie das Z Flip 4 platz­spa­rend zusam­men­ge­klappt wer­den kön­nen. Mit dem Hua­wei P50 Pocket bekommt Sam­sung hier seit lan­gem wie­der ernst­zu­neh­men­de Kon­kur­renz. Wie das Z Flip ent­puppt sich das P50 Pocket im geöff­ne­ten Zustand als ein nor­mal gro­ßes Smart­pho­ne mit einer Bild­schirm­grö­ße von 6,9 Zoll, die eine Auf­lö­sung von 1.188 x 2.790 Pixel ermög­licht. Hier wie dort wur­de ein AMO­LED-Panel ver­baut, das eine Bild­wie­der­hol­ra­te von 120 Hertz unter­stützt.  

Bei dem klei­nen Front­dis­play geht Hua­wei einen etwas ande­ren Weg. Der recht­ecki­ge Bild­schirm des Z Flip weicht einem 1,04 Zoll gro­ßen run­dem, das wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen dar­stel­len kann und sich per Touch­steue­rung bedie­nen lässt, etwa um den nächs­ten Song anzu­steu­ern. Alter­na­tiv dient der klei­ne Bild­schirm, wie auch beim Z Flip, als Sucher für Por­träts im zuge­klapp­ten Modus. Ins­ge­samt ver­fügt das P50 Pocket über vier Kame­ras: drei ober­halb des Außen­dis­plays (40, 13 und 32 MP), die im auf­ge­klapp­ten Zustand auf die Rück­sei­te wan­dern, und eine Kame­ra im Inne­ren (10,7 MP), die bei geöff­ne­tem Han­dy für Sel­fies und Video­te­le­fo­na­te genutzt wer­den kann.  

Hua­wei setzt beim Pro­zes­sor, wie nahe­zu alle Pre­mi­um-Smart­pho­nes 2021, auf den Snap­dra­gon 888 von Qual­comm. 8 GB Arbeits­spei­cher und 256 GB Flash oder 12 GB RAM und 512 GB Flash ste­hen als Spei­cher­op­tio­nen zur Wahl.  

Wie auch das Mate Xs 2 hat auch das P50 Pocket den Nach­teil, dass Hua­wei wei­ter­hin nicht auf die Goog­le-Diens­te set­zen kann. Auf­grund des US-Banns instal­liert der chi­ne­si­sche Her­stel­ler des­halb die eige­ne Benut­zer­ober­flä­che EMUI 12, die zwar grund­sätz­lich auf Android auf­baut, nicht aber die Goog­le-Apps, wie den Play Store, Gmail oder You­tube, anbie­ten darf. Hua­wei ver­sucht, dies über die soge­nann­te App Gal­le­ry zu kom­pen­sie­ren. Jedoch sind dort längst nicht alle hier gän­gi­gen Apps zu finden. 

Zudem zählt das Hua­wei P50 Pocket wie das Mate Xs 2 zu den weni­gen High-End-Smart­pho­nes, das ohne 5G-Modem aus­kommt. Die maxi­ma­le mobi­le Band­brei­te ist hier LTE.

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Xiao­mi Mi Mix Fold

Wer ein Mi Mix Fold von Xiao­mi ergat­tern möch­te, muss auf einen Import zurück­grei­fen, denn für das ers­te Fold­able der Chi­ne­sen ist wei­ter­hin kein glo­ba­ler Release vor­ge­se­hen, obwohl es bereits im April 2021 in Chi­na erschien. Das Mi Mix Fold ähnelt dem Sam­sung Gala­xy Z Fold, ist aber ins­ge­samt etwas grö­ßer und misst außen 6,5 Zoll, innen 8,01 Zoll. Die Kame­ra ist mit einem 108-MP-Sen­sor und einer Flüs­sig­keits­lin­se aus­ge­stat­tet.  

Kurz nach der Prä­sen­ta­ti­on des Gala­xy Z Fold 4 und Z Flip 4 im August 2022 kün­dig­te Xiao­mi eben­falls einen Nach­fol­ger sei­nes Fold­ables an. Der chi­ne­si­sche Her­stel­ler bewirbt das Mix Fold 2 als dünns­tes Falt-Smart­pho­ne der Welt. Zusam­men­ge­klappt misst das Mix Fold 2 in der Tie­fe ledig­lich 11,2 Mil­li­me­ter, sofern man den Kame­ra­bu­ckel aus der Rech­nung streicht. Das Sam­sung Gala­xy Z Fold 4 trägt mit 15,8 Mil­li­me­ter schon deut­lich mehr auf. Beim Pro­zes­sor zie­hen bei­de Smart­pho­nes wie­der gleich. Auch im Mix Fold 2 läuft der aktu­ell schnells­te Android-Chip, der Snap­dra­gon 8+ Gen 1. Für die Kame­ra hat Xiao­mi sei­ne Zusam­men­ar­beit mit dem deut­schen Kame­ra­her­stel­ler Lei­ca fort­ge­setzt. Ob sich des­sen Exper­ti­se in den Fotos nie­der­schlägt, lässt sich nur erah­nen, denn wie so oft gibt es auch für das Mix Fold 2 bis­lang kei­nen Ver­kaufs­start für Deutschland.

Moto­ro­la Razr 2022

Der August eta­bliert sich lang­sam zum Monat der Fold­ables. Denn nicht nur Sam­sung und Xiao­mi haben in dem Som­mer­mo­nat neue Smart­pho­nes mit Schar­nier vor­ge­stellt, auch Moto­ro­la hat end­lich den lang erwar­te­ten Nach­fol­ger des Razr ange­kün­digt – exklu­siv für Chi­na. Wie das Gala­xy Z Flip und P50 Pocket fal­tet sich das Razr zu einem kom­pak­ten Taschen­schmeich­ler zusam­men. Die Wer­te des neu­en Razr lesen sich dabei nahe­zu iden­tisch zu denen des Z Flip 4. Im 180 Grad Win­kel geöff­net erstreckt sich auch beim Razr ein OLED-Dis­play über 6,7 Zoll, das mit 1.080 x 2.400 eine mini­mal nied­ri­ge­re Auf­lö­sung auf­weist. Dafür bie­tet es mit 144 Hertz eine höhe­re Bild­wie­der­hol­ra­te. Um das Smart­pho­ne nicht bei jeder Benach­rich­ti­gung auf­klap­pen zu müs­sen, hat Moto­ro­la außen eben­falls ein sepa­ra­tes Dis­play inte­griert. Mit 2,7 Zoll ist es fast 2 Zen­ti­me­ter grö­ßer als das Cover-Dis­play des Z Flip 4. Der extra Bild­schirm dient aber nicht nur der schnel­le Infor­ma­ti­ons­ab­fra­ge. Du kannst dar­über auch dei­ne Musik steu­ern, Nach­rich­ten beant­wor­ten oder ihn als Sucher für Sel­fies nut­zen, falls du dafür lie­ber die Haupt­ka­me­ra nut­zen möch­test, die Moto­ro­la unter­halb des Dis­plays plat­ziert hat. 

Wäh­rend die Haupt­ka­me­ra mit 50 Mega­pi­xel Por­träts und ande­re Moti­ve ablich­tet, beschränkt sich die Ultra-Weit­win­kel­ka­me­ra auf 13 Mega­pi­xel, dafür aber auf ein 121-Grad-Sicht­feld. Auch bei der Front­ka­me­ra im Inne­ren des Razr hat der Her­stel­ler nach­ge­bes­sert und die Mega­pi­xel auf 32 ange­ho­ben. Wie das Z Flip 4 läuft auch das aktu­el­le Moto­ro­la Razr mit einem Snap­dra­gon 8+ Gen 1. Beim Spei­cher legt Moto­ro­la sogar noch drauf, hier sind bis zu 12 Giga­byte Arbeits­spei­cher wähl­bar. Der Fin­ger­ab­druck­sen­sor, der sich beim Sam­sung-Kon­kur­ren­ten in der Ein­schalt­tas­te befin­det, liegt beim Razr unter­halb des Dis­plays.  

Soll­te das Moto­ro­la Razr offi­zi­ell nach Deutsch­land kom­men, wird vor allem die Fra­ge nach dem Preis span­nend. Denn umge­rech­net belau­fen sich die Kos­ten für die kleins­te Spei­cher­va­ri­an­te auf knapp 870 Euro. Damit wäre es rund 200 Euro güns­ti­ger als das tech­nisch gleich­wer­ti­ge Sam­sung Gala­xy Z Flip 4 – und eins der ers­ten Fold­ables über­haupt, das hier­zu­lan­de preis­lich unter 1.000 Euro star­ten könn­te. 

Es gibt bereits ers­te Hin­wei­se dar­auf, dass Moto­ro­la das neue Razr auch außer­halb Chi­nas in den Han­del brin­gen könn­te. Mit­te Sep­tem­ber 2022 ist offi­zi­el­les Pres­se­ma­te­ri­al zu dem Falt­han­dy in eng­li­scher Spra­che bei Twit­ter auf­ge­taucht.  

Micro­soft Sur­face Duo 2

Auch Micro­soft mischt wei­ter­hin im noch jun­gen Fold­able-Markt mit. Aller­dings auf sei­ne eige­ne Art. Denn das Sur­face Duo 2 ist, wie bereits sein Vor­gän­ger, kein rich­ti­ges Fold­able. Viel­mehr ver­baut Micro­soft in dem Gerät zwei sepa­ra­te Bild­schir­me, die über Schar­nie­re mit­ein­an­der ver­bun­den sind, als wür­de man zwei iden­ti­sche Smart­pho­nes neben­ein­an­der­le­gen. Den­noch wer­den die zwei Bild­schir­me wie ein gro­ßer genutzt, der in sei­ner Dia­go­na­le 8,3 Zoll misst und mit 1.892 x 2.688 Pixeln auf­löst. Auch Micro­soft ver­baut im Sur­face Duo 2 ein AMO­LED-Dis­play mit 90-Hz-Tech­no­lo­gie.  

Auf der Außen­sei­te bie­tet das Sur­face Duo 2 kei­nen wei­te­ren Bild­schirm. Dafür lässt es sich ein­mal voll­stän­dig auf­klap­pen, sodass die bei­den innen­lie­gen­den Bild­schir­me außen sind. Wäh­rend der hin­te­re auto­ma­ti­sche aus­ge­schal­tet wird, lässt sich der vor­de­re wie ein nor­ma­les Smart­pho­ne nut­zen. Des­sen Abmes­sun­gen: 5,8 Zoll und 1.344 x 1.892 Pixel. Gegen­über dem Vor­gän­ger hat das Sur­face Duo 2 aller­dings ein Pro­blem im voll­stän­dig auf­ge­klapp­ten Zustand: Die neu­er­dings her­vor­ste­hen­de Trip­le-Kame­ra ver­hin­dert, dass die bei­den Rück­sei­ten plan auf­ein­an­der­lie­gen. Statt­des­sen bleibt eine Lücke.  

Die drei Kame­ras tei­len sich wie folgt auf: 12 Mega­pi­xel, 12 MP (Tele­ob­jek­tiv), 16 MP (Ultra­weit­win­kel). Die Front­ka­me­ra ver­fügt über 12 Mega­pi­xel. Im Inne­ren ist auch hier ein Snap­dra­gon 888 ver­baut. Spei­cher­op­tio­nen lie­gen in 8 Giga­byte RAM und 128, 256 oder 512 GB ROM vor. 

Auch Micro­soft scheint wei­ter­hin ange­tan von der Idee eines falt­ba­ren Han­dys. Im Netz auf­ge­tauch­te Patent­an­mel­dun­gen deu­ten dar­auf hin, dass das kali­for­ni­sche Unter­neh­men an einem drit­ten Sur­face Duo arbei­ten könn­te, das even­tu­ell sogar einem rich­ti­gen Fold­able entspricht.

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Oppo Find N

Auch die hier­zu­lan­de eher unbe­kann­te Mar­ke „Oppo“ hat ein ers­tes Fold­able prä­sen­tiert. Im Dezem­ber 2021 hat­te der chi­ne­si­sche Her­stel­ler das Find N vor­ge­stellt, ein Fold­able, das optisch dem Sam­sung Gala­xy Z Fold ähnelt. Mit 7,1 Zoll fällt das auf­ge­klapp­te Dis­play klei­ner aus als beim Fold 3, bie­tet dar­über hin­aus aber die glei­chen Eigen­schaf­ten: AMO­LED-Tech­no­lo­gie, 120 Hz, HDR10+.  

Außen ziert ein 5,49 Zoll gro­ßes AMO­LED-Dis­play die Front, hier aller­dings ohne höhe­re Bild­wie­der­hol­ra­te. Der rest­li­che tech­ni­sche Unter­bau ist zum Fold 3 eben­falls iden­tisch: Snap­dra­gon 888, 8 GB RAM mit 256 GB ROM oder alter­na­tiv 12 GB und 512 GB. Bei den Kame­ras hebt sich das Oppo Find N hin­ge­gen von sei­nen Mit­be­wer­bern ab. Die drei Objek­ti­ve set­zen sich zusam­men aus: 50 Mega­pi­xel, 13 MP (Tele­ob­jek­tiv mit zwei­fa­chem opti­schem Zoom) und 16 MP (Ultra­weit­win­kel). Die bei­den Sel­fie­ka­me­ras lich­ten dich jeweils mit 32 Mega­pi­xel ab. 

4.500 mAh fasst der Akku beim Find N, der sich laut Wer­bung mit 33 Watt in etwas über einer Stun­de auf 100 Pro­zent auf­la­den lässt. Ob das stimmt, lässt sich gegen­wär­tig nur erah­nen. Denn offi­zi­ell ist das Oppo Find N in Deutsch­land der­zeit nicht erhält­lich. In Oppos Hei­mat­markt Chi­na ist der Fal­ter seit Mit­te Dezem­ber 2021 im frei­en Ver­kauf für umge­rech­net rund 1.000 Euro zu haben. Die Chan­cen, dass das Gerät noch sei­nen Weg nach Deutsch­land fin­det, ste­hen eher schlecht. Viel­leicht haben wir aber mehr Glück beim kol­por­tier­ten Nach­fol­ger, der noch 2022 erschei­nen soll. Dar­auf deu­ten zumin­dest eini­ge Techexpert*innen hin. Angeb­lich arbei­te Oppo dabei nicht nur an einem Nach­fol­ger des Find N mit aktu­el­ler Hard­ware, wie dem Snap­dra­gon 8+ Gen 1, son­dern auch an einem wei­te­ren Falt­han­dy. Die­ses soll als Pen­dant zum Sam­sung Gala­xy Z Flip 4 im soge­nann­ten Clam­s­hell-Design daher­kom­men. Oppo selbst hält sich zu Neu­ig­kei­ten rund um die eige­ne Fold­able-Zukunft bedeckt.

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Goog­le Pixel Fold/Notepad

Goo­g­les Smart­pho­nes fris­ten hier­zu­lan­de ein Nischen­da­sein. Dabei gehö­ren die Pixel-Model­le tech­nisch mit zu den bes­ten Ver­tre­tern ihrer Gat­tung. Kein Wun­der, dass das kali­for­ni­sche Unter­neh­men auch an poten­zi­el­len Nach­fol­gern des klas­si­schen Smart­pho­nes forscht. Ursprüng­lich köchel­te das ers­te Goog­le-Fold­able unter dem Namen „Pixel Fold“ in der Gerüch­te­kü­che, inzwi­schen schei­nen sich Branchenexpert*innen aber sicher zu sein, dass das ers­te Falt­te­le­fon von Goog­le als „Pixel Note­pad“ in den Han­del gehen wird.  

Anfang 2022 gin­gen Gerüch­te davon aus, dass das Pixel Fold oder Pixel Note­pad im Früh­jahr zunächst in den USA und gegen Ende des Jah­res auch inter­na­tio­nal erschei­nen könn­te. Die­se haben sich als falsch her­aus­ge­stellt. Die auf der Ent­wick­le­rungkon­fe­renz Goog­le I/O erwar­te­te Ankün­di­gung blieb aus. Statt­des­sen kün­dig­te der Tech­kon­zern das Goog­le Pixel 6a als Mit­tel­klas­se-Smart­pho­ne und die ers­te eige­ne Smart­watch, die Pixel Watch, vor. Seit­dem ist es ver­gleichs­wei­se ruhig gewor­den um Goo­g­les Bestre­bun­gen in der Falt- und Klapp­spar­te. Zuletzt hieß es im Mai 2022, dass sich das Pixel Fold bzw. Pixel Note­pad ins kom­men­de Jahr ver­schie­ben wer­de, da die Ent­wick­lung noch nicht so weit fort­ge­schrit­ten sei, wie von Goog­le erhofft.

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Vivo X Fold

Im April 2022 prä­sen­tier­te auch Vivo das ers­te eige­ne Fold­able. Das auf den Namen „Vivo X Fold“ getauf­te, falt­ba­re Smart­pho­ne ist, wenig über­ra­schend, der­zeit exklu­siv in Chi­na erhält­lich. Eine deut­sche Pres­se­mit­tei­lung ver­öf­fent­lich­te das Unter­neh­men den­noch. Als Form­fak­tor dien­te auch hier das Gala­xy Z Fold als Vor­bild. 8 Zoll erreicht das Haupt­dis­play des Vivo X Fold in der Dia­go­na­le, 6,53 Zoll sind es beim äuße­ren Bild­schirm. 120 Hz sind bei bei­den Dis­plays Teil des Nut­zer­erleb­nis­ses. Der innen­lie­gen­de Haupt­bild­schirm erreicht eine Auf­lö­sung von 1.916 x 2.160 Pixel, der äuße­re kommt auf 1.080 x 2.520 Pixel bei einem 21-zu-9-Sei­ten­ver­hält­nis. Ange­trie­ben wer­den die Bild­punk­te der Panele von einem Snap­dra­gon 8 Gen 1, dazu gesel­len sich 12 Giga­byte RAM und wahl­wei­se 256 oder 512 GB Flash­spei­cher. Als eines der weni­gen Fold­ables ver­eint das Vivo X Fold vier Kame­ras auf der Rück­sei­te: eine Haupt­ka­me­ra mit 50 Mega­pi­xel, ein Peri­skop-Tele­ob­jek­tiv mit 8 MP und fünf­fach opti­schem Zoom, ein zwei­tes Tele­ob­jek­tiv mit 12 MP und zwei­fach opti­schem Zoom sowie eine Ultra-Weit­win­kel­ka­me­ra mit 48 MP und 114 Grad Sicht­feld. Vor­der­sei­tig kom­plet­tiert ein 16-Mega­pi­xel-Sen­sor das Kame­ra-Set­up des X Fold.  

Am 26. Sep­tem­ber 2022 stell­te Vivo bereits den Nach­fol­ger oder viel­mehr eine über­ar­bei­te­te Ver­si­on des X Fold vor: das Vivo X Fold+. Die­ses unter­schei­det sich haupt­säch­lich im Pro­zes­sor von dem ursprüng­li­chen Gerät. Bei dem neu­en Modell kommt der Snap­dra­gon 8+ Gen 1 zum Ein­satz, der noch­mals ein Leis­tungs­plus mit­brin­gen soll. Ansons­ten hat Vivo ledig­lich Details des Fal­ters über­ar­bei­tet: Das kabel­ge­bun­de­ne Auf­la­den soll nun mit 80 Watt statt­fin­den, 66 Watt sind es beim nor­ma­len X Fold. Dar­über hin­aus ziert die Rück­sei­te nun eine Leder­tex­tur, die in Rot, Blau und Schwarz zu haben ist. Ob das Vivo X Fold+ sei­nen Weg nach Deutsch­land fin­det und wenn ja, zu wel­chem Preis, ist noch offen.

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Honor Magic V

Eben­falls nur in Chi­na offi­zi­ell erhält­lich ist das Honor Magic V. Auch hier­bei han­delt es sich um einen ers­ten Ver­such, Fuß im Fold­able-Markt zu fas­sen. Honor, die ehe­ma­li­ge Hua­wei-Toch­ter, ver­lässt sich dabei auf bereits eta­blier­te Aspek­te. Wie das Gala­xy Z Fold 4, Mate Xs 2 oder Oppo Find N fal­tet sich auf das Magic V zu einem klei­nen Tablet auf. Des­sen 7,9 Zoll errei­chen eine Auf­lö­sung von 2.272 x 1.984 Pixeln. Das AMO­LED-Dis­play zeigt Bil­der dabei mit maxi­mal 90 Hertz an. 120 Hz hin­ge­gen schafft das 6,45 Zoll gro­ße Dis­play (1.080 x 2.560 Pixel) auf der Außen­sei­te.  

Als ers­tes Fold­able 2022 kam das Honor Magic mit dem neu­es­ten Chip­satz von Qual­comm, dem Snap­dra­gon 8 Gen 1, in den Han­del. Bei der Spei­cher­grö­ße ver­lässt sich der chi­ne­si­sche Her­stel­ler auf 12 GB Arbeits­spei­cher und wahl­wei­se 256 oder 512 GB Flash. Android 12 ist beim Magic V bereits vor­in­stal­liert, Nutzer*innen eines Gala­xy Z Fold 3 zum Bei­spiel muss­ten auf das Update des Betriebs­sys­tems von 11 auf 12 rund drei Mona­te war­ten. 

Die drei Haupt­ka­me­ras auf der Rück­sei­te lösen alle­samt mit 50 Mega­pi­xel auf, die Front­ka­me­ra mit 42 MP. Die 4.750 mAh umfas­sen­de Bat­te­rie soll laut Eigen­wer­bung in 15 Minu­ten auf 50 Pro­zent gela­den wer­den kön­nen. Das dafür not­wen­di­ge Netz­teil liegt dem Gerät bei.  

Anders als Hua­wei darf Honor alle Goog­le-Diens­te auf sei­nen Smart­pho­nes instal­lie­ren und ist somit auch für den west­li­chen Markt wei­ter­hin inter­es­sant. Den­noch beließ Honor es beim Magic V bei einem auf den asia­ti­schen Markt begrenz­ten Ver­kauf. Ein mög­li­ches Honor Magic V2, das der­zeit als Gerücht durch den Äther wabert, könn­te even­tu­ell schon Ende 2022 vor­ge­stellt wer­den – und die­ses Mal viel­leicht auch für die euro­päi­sche Kundschaft.

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Ein beson­de­rer Pro­to­typ, der nie erschien: Das LG Rollable

2021 kün­dig­te LG das Ende sei­ner Smart­pho­ne-Spar­te an. Das wie Sam­sung in Süd­ko­rea behei­ma­te­te Unter­neh­men hat­te kurz vor dem Ende mit Kon­zep­ten wie dem LG Wing expe­ri­men­tiert, das zwar span­nend war, aber nicht genü­gend Zuspruch bei der Kund­schaft fand. Ein Smart­pho­ne, das unter ande­rem des­halb nie in den Han­del kam, war das LG Roll­ab­le. Erst­mals vor­ge­stellt hat­te das Unter­neh­men das Gerät Anfang 2021, nur weni­ge Mona­te, bevor sich LG aus dem Smart­pho­ne-Seg­ment ver­ab­schie­de­te. Das Beson­de­re am LG Roll­ab­le: Es lässt sich nicht fal­ten, son­dern wie eine Papier­rol­le aus­zie­hen. Was sich wie ein Kon­zept anhört, schien in der Ent­wick­lung bereits weit fort­ge­schrit­ten gewe­sen zu sein. Denn Mit­te Sep­tem­ber 2022 stell­te eine chi­ne­si­scher You­Tube-Kanal das LG Roll­ab­le aus­führ­lich vor. Die Betreiber*innen des Kanals hat­ten einen fer­ti­gen Pro­to­typ des Geräts zuge­spielt bekom­men. Bemer­kens­wert dabei ist, dass das LG Roll­ab­le samt Kar­ton, Zube­hör und Begleit­ma­te­ri­al daher­kommt – also offen­bar kurz vor der Markt­rei­fe stand. Das im Video prä­sen­tier­te aus­roll­ba­re Smart­pho­ne macht einen hoch­wer­ti­gen, durch­dach­ten Ein­druck, des­sen fle­xi­bler Bild­schirm sogar eini­ge Knif­fe auf­weist. Das Video zum LG Roll­ab­le kannst du dir hier anschauen:

Main­stream oder Nische: Wie sieht die Zukunft der Fold­ables aus?

Fold­ables sind auch 2022 wei­ter­hin ein Kurio­sum unter Smart­pho­nes, die Gerä­te fin­den aber nach und nach immer mehr Anklang im brei­ten Markt. Ein Grund dafür dürf­te zum einen die Beharr­lich­keit sein, mit der Sam­sung und ande­re Her­stel­ler jedes Jahr neue Gerä­te prä­sen­tie­ren. Zum ande­ren passt sich auch die Soft­ware immer stär­ker der fle­xi­blen Bild­schirm­auf­tei­lung an. Mit Android 12L stell­te Goog­le eine spe­zi­ell auf Fold­ables ange­pass­te Ver­si­on sei­nes Betriebs­sys­tems vor.  

Gera­de der asia­ti­sche Raum ent­fal­tet sich suk­zes­si­ve zum Pio­nier der Tech­no­lo­gie. Nicht nur, dass dort pro Jahr meh­re­re Fold­ables erschei­nen, die Expe­ri­men­tier­freu­de scheint dort auch beson­ders hoch zu sein, wie unter ande­rem am LG Roll­ab­le zu erken­nen. Momen­tan scheint es, als hät­ten sich die zwei oben beschrie­be­nen Form­fak­to­ren her­aus­kris­tal­li­siert und als Stan­dards für Fold­ables eta­bliert. Trotz­dem bie­tet der Bereich wei­ter­hin genü­gend Raum für Expe­ri­men­te und unkon­ven­tio­nel­le Ansät­ze. Gegen­über den klas­si­schen Smart­pho­nes und ihrem gewohn­ten Design ist bei den Fold­ables vie­les noch in Bewe­gung. Mal sehen, wel­che Über­ra­schun­gen uns hier noch erwar­ten und ob es bei rei­nen Falt- bzw. Klapp-Smart­pho­nes bleibt. Und schließ­lich bleibt die Fra­ge: Wor­an forscht Apple? 

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