Strea­men, Down­loads, Online­spiele: Die Ver­suchun­gen des Inter­nets lock­en auch unter­wegs fernab von WLAN und DSL-Fla­trate. Doch mobil ist das monatliche Daten­lim­it für das fol­gen­lose High­speed-Sur­fen schnell erre­icht. Tem­po-Drosselung oder Extrakosten dro­hen. Wie Sie Ihren Daten­ver­brauch messen, im Blick behal­ten und rechtzeit­ig gegen­s­teuern, lesen Sie hier.

So behalten Sie Ihren Datenverbrauch im Blick

Lassen Sie sich nicht über­raschen, wenn Sie nach Erre­ichen des Daten­lim­its statt mit Höch­st­geschwindigkeit plöt­zlich nur noch im Kriech­modus sur­fen oder eine kostenpflichtige Date­nau­tomatik greift, die das High­speed-Daten­vol­u­men unge­fragt erhöht. Ihr Smart­phone kann Ihnen anzeigen, wie viel Sie von Ihrem gebucht­en High­speed-Vol­u­men bere­its ver­braucht haben.

Vorsicht vor unterschiedlichen Messergebnissen

Wenn Sie Ihr Smart­phone messen lassen, wie viel Sie vom Daten­lim­it bere­its ver­braucht haben, damit wed­er Tem­po­drosselung noch Date­nau­tomatik greifen, sind Sie vor Über­raschun­gen nicht gefeit. Denn die Mes­sung von Smart­phone und Ihres Mobil­funk-Anbi­eters kön­nen voneinan­der abwe­ichen.

Der Grund: Ihr Handy erfasst Ihren Ver­brauch bis aufs einzelne Bit genau. Der Provider jedoch misst den Ver­brauch in Schrit­ten von 10 oder 100 Kilo­byte. Der Unter­schied ist der gle­iche wie beim Tele­fonieren ohne Fla­trate, wo je nach Ver­trag pro ange­fan­gener Gesprächsminute oder sekun­den­ge­nau abgerech­net wird. Es ist also möglich, dass Sie nach der Mes­sung Ihres Smart­phones beim Ver­brauch knapp unter­halb des erlaubten Max­i­mums geblieben sind und den­noch die Drosselung oder die Date­nau­tomatik aktiviert wer­den.

Um diese Funk­tion zu aktivieren, gehen Sie bei einem Android-Gerät auf Ein­stel­lun­gen > Daten­nutzung und set­zen Sie ein Häkchen bei Mobile Daten­verbindung. Tip­pen Sie anschließend auf den kleinen Pfeil neben Daten­nutzungszyk­lus. Es öffnet sich ein Menü, in dem Sie ein­stellen, ab wann und bis zu welchem Zeit­punkt das Smart­phone Ihren Daten­ver­brauch messen soll – also etwa vom 1. eines Monats bis zum Monat­sende. Bei manchen HTC-Geräten find­en Sie die entsprechen­den Funk­tio­nen unter Drahtlos&Netzwerke > Mehr > Nutzung. Anstatt den Zeitraum der Mes­sung anzugeben, starten Sie mit einem Fin­ger­tipp auf Daten­nutzung zurück­set­zen die Mes­sung Ihres Daten­ver­brauchs wieder bei null, etwa zu Beginn des Abrech­nungszeitraums Ihres Mobil­funk­tar­ifs.

Beim iPhone find­en Sie Ihr Daten­vol­u­men unter Ein­stel­lun­gen > mobile Dat­en. Hier sehen Sie den Ver­brauch seit dem let­zten Reset. Um die Mes­sung wieder neu zu starten, tip­pen Sie auf Sta­tis­tiken zurück­set­zen.

So werden Sie vor zu hoher Datennutzung gewarnt

Ihr Smart­phone kann sie automa­tisch war­nen, wenn Sie sich der Gren­ze Ihres Daten­vol­u­mens näh­ern. So kön­nen Sie Ihr Sur­fver­hal­ten rechtzeit­ig drosseln und laufen bei ein­er Date­nau­tomatik nicht in die Kosten­falle. Voraus­set­zung ist, dass Sie Ihrem Smart­phone mit­teilen, wie hoch das Daten­lim­it bei Ihrem Tarif tat­säch­lich ist und bei welch­er ver­braucht­en Menge Ihr Smart­phone Alarm schla­gen soll. Die meis­ten Android-Smart­phones haben diese Funk­tion bere­its von Haus aus an Bord. Und so geht’s:

Öff­nen Sie auf Ihrem Smart­phone den Menüpunkt Ein­stel­lun­gen und tip­pen Sie anschließend auf Daten­nutzung. Stellen Sie auch für die Vol­u­men-War­nung zunächst den Abrech­nungszeitraum Ihres Tar­ifs ein, also wann der Monat begin­nt, in dem das gebuchte Daten­vol­u­men gilt.

Für die War­nung vor dem Erre­ichen Ihres Daten­lim­its betra­cht­en Sie das Dia­gramm mit den zwei Lin­ien, ein­er roten sowie ein­er orange­far­be­nen. Bei manchen Sam­sung-Geräte­typen beziehungsweise Android-Ver­sio­nen müssen Sie zunächst auf Mobil­daten­be­gren­zung fes­tle­gen tip­pen beziehungsweise auf Beschränk­te Nutzung mobil­er Dat­en > Auf Daten­menge hin­weisen bei einem HTC-Gerät. Tip­pen Sie auf die orange­far­bene Lin­ie und stellen Sie durch Ver­schieben Ihres Fin­gers ein, bei welchem Daten­ver­brauch eine War­nung angezeigt wer­den soll. Mit der roten Lin­ie geben Sie Ihr max­i­males Daten­vol­u­men ein. Wird das Lim­it erre­icht, wird die Inter­netverbindung gekappt, bevor die Date­nau­tomatik greift und die Kosten­falle zuschnappt. Um dies zu ver­hin­dern, etwa wenn bei Ihrem Tarif lediglich das Tem­po der Datenüber­tra­gung gedrosselt wird oder Sie die Date­nau­tomatik akzep­tieren, ent­fer­nen Sie das Häkchen bei Mobil­daten­be­gren­zung fes­tle­gen beziehungsweise bei Beschränk­te Nutzung mobil­er Dat­en.

Wählen Sie die War­nung zu einem möglichst frühen Zeit­punkt, damit Ihnen noch aus­re­ichend Vol­u­men für den Rest des Abrech­nungszeitraums verbleibt, zum Beispiel nach ver­braucht­en 70 bis 80 Prozent vom Gesamtlim­it. Dann soll­ten Sie auf daten­in­ten­sive Aktiv­itäten wie Stream­ing oder Video-Down­loads verzicht­en, um noch aus­re­ichend Vol­u­men für den Mail­verkehr und andere wichtige Optio­nen zu besitzen. Weit­ere Beispiele, wie Sie Daten­vol­u­men sparen kön­nen, find­en Sie im fol­gen­den Abschnitt.

Oder Sie lassen sich zu Beginn ein­mal nach der Hälfte Ihres Daten­vol­u­mens war­nen und prüfen, ob auch schon die Hälfte des Abrech­nungsmonats vorüber ist. So bekom­men Sie ein Gefühl für Ihr eigenes Sur­fver­hal­ten und kön­nen Ihren Ver­brauch anpassen oder gegebe­nen­falls einen anderen Mobil­funk­tarif mit passen­dem Daten­vol­u­men wählen.

Auch soll­ten Sie das Max­i­malvol­u­men etwas unter­halb Ihres Lim­its anset­zen, um die ver­schiede­nen Mes­sun­gen von Gerät und Provider (siehe oben) zu berück­sichti­gen. Zum Beispiel geben Sie bei einem ver­traglichen Lim­it von 1 Giga­byte zur Sicher­heit bei der roten Lin­ie ein Daten­vol­u­men von nur 0,95 Giga­byte an.

Bei einem iPhone ist keine War­nung möglich.

So sparen Sie Datenvolumen

Wenn Sie Ihr High­speed-Lim­it regelmäßig über­schre­it­en, müssen Sie nicht gle­ich in einen Ver­trag mit größerem Vol­u­men wech­seln. Pro­bieren Sie doch erst ein­mal eine oder mehrere der fol­gen­den “Spar­maß­nah­men”:

  • Suchen Sie im App Store nach Alter­na­tiv­en zu Apps wie Maps oder Navi, die auch offline ein­satzbere­it sind, zum Beispiel Here WeGo oder Navmii GPS Deutsch­land, die es sog­ar kosten­los gibt.
  • Sehen Sie beim Android-Gerät unter Ein­stel­lun­gen > Daten­ver­brauch und beim iPhone unter Ein­stel­lun­gen > Mobiles Netz nach, welche Apps wieviel Vol­u­men ver­brauchen. Prüfen Sie, ob Sie auf einige vol­u­men­hun­grige Apps verzicht­en kön­nen.
  • Viele Apps, zum Beispiel Face­book oder What­sApp, greifen per­ma­nent aufs Inter­net zu. Gren­zen set­zen Sie bei Android unter Ein­stel­lun­gen > Daten­ver­brauch > App-Hin­ter­grund­dat­en beschränken und bei iOS unter Ein­stel­lun­gen > Hin­ter­grun­dak­tu­al­isierun­gen.
  • Instal­lieren Sie aus dem App Store einen AdBlock­er wie “Adblock Plus” oder “AdBlock Brows­er”, um Wer­bung zu stop­pen, die geladen wer­den muss und dabei unnötig Vol­u­men ver­braucht.
  • Nutzen Sie so häu­fig wie möglich WLAN.

Bewusstsein schärfen und stets mit Höchstgeschwindigkeit surfen

Eine Tem­po-Drosselung des mobilen Inter­net­zu­gangs oder Extrakosten für neues High­speed-Daten­vol­u­men kom­men nicht von jet­zt auf gle­ich. Wenn Sie Ihr Bewusst­sein für Ihr eigenes Sur­fver­hal­ten ein wenig schär­fen, das ver­brauchte Daten­vol­u­men im Blick behal­ten und auf die Warn­funk­tion oder Maß­nah­men zur Vol­u­men-Einsparung zurück­greifen, sind Sie bestens gewapp­net. Und kön­nen stets mit Höch­st­geschwindigkeit ohne Zusatzkosten durchs World Wide Web sur­fen.

 

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