End­lich ist der Tag gekom­men: Das ers­te Date mit dei­nem Schwarm steht an. Für ein Out­fit hast du dich schon längst ent­schie­den, doch der Griff in den Klei­der­schrank offen­bart vor allem eins: unschö­ne Fal­ten und Knit­ter. Du erin­nerst dich an ein kürz­li­ches Gespräch über soge­nann­te Stea­mer, die das Bügel­eisen erset­zen kön­nen. So ein Gerät wäre jetzt prak­tisch! Aber wie funk­tio­niert so ein Stea­mer eigent­lich genau? UPDATED erklärt, was die Dampf­glät­ter drauf­ha­ben und wo die Vor­tei­le zum her­kömm­li­chen Bügel­eisen lie­gen.

Stea­mer: Was ist ein Dampf­glät­ter eigent­lich?

In Rei­ni­gun­gen wer­den Dampf­glät­ter schon lan­ge genutzt. Seit eini­ger Zeit kom­men sie auch in Haus­hal­ten zum Ein­satz. Dampf­glät­ter sind eine prak­ti­sche Alter­na­ti­ve zum Bügel­eisen – ande­re Bezeich­nun­gen sind Dampf­bürs­te oder Stea­mer.

Genau wie ein Bügel­eisen soll ein Stea­mer Fal­ten in Stof­fen glät­ten. Dafür nutzt er hei­ßen Was­ser­dampf. Und so funktioniert’s: Die Fasern der Klei­dungs­stü­cke wer­den mit dem Hoch­tem­pe­ra­tur­dampf ent­spannt und in ihre ursprüng­li­che Form zurück­ge­bracht. Genau­er gesagt: Durch den hei­ßen Was­ser­dampf wer­den die Ver­bin­dun­gen zwi­schen Mole­kül­ket­ten auf­ge­ho­ben und neu aus­ge­rich­tet. Nach dem Abküh­len blei­ben sie in der neu­en Aus­rich­tung – die Klei­dung ist wie­der glatt.

Stea­mer gibt es in ganz unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen:

  • Für man­che Stea­mer gibt es Auf­sät­ze, die den Funk­ti­ons­um­fang erwei­tern: zum Bei­spiel, um den Dampf­glät­ter auch für Pols­ter, Bett­wä­sche und Vor­hän­ge zu nut­zen.
  • Es gibt sehr kom­pak­te Model­le, die du in jedem noch so klei­nen Schrank ver­stau­en und pro­blem­los mit auf Rei­sen neh­men kannst.
  • Beson­ders gro­ße Stea­mer brin­gen sogar ihren eige­nen Bügel bzw. Klei­der­stän­der mit, auf dem du dei­ne Klei­dungs­stü­cke auf­hän­gen und dann dampf­glät­ten kannst.

Sicher­heits­hin­wei­se zum Dampf­glät­ten

Ein Stea­mer arbei­tet mit sehr hei­ßem Dampf (etwa 100 Grad Cel­si­us) und soll­te mit Vor­sicht und Kon­zen­tra­ti­on ein­ge­setzt wer­den, um Ver­bren­nun­gen zu ver­mei­den.

Es ist nicht rat­sam, die Tem­pe­ra­tur des Damp­fes mit der Hand­flä­che zu tes­ten. Liegt die Hand, die den Dampf­glät­ter nicht bedient, im Inne­ren des Klei­dungs­stücks (eines T‑Shirts bei­spiels­wei­se), kann der Dampf auch durch den dün­nen Stoff zu Ver­bren­nun­gen füh­ren. Nut­ze des­halb am bes­ten einen hit­ze­be­stän­di­gen Hand­schuh. Bei eini­gen Stea­mer-Model­len ist er im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten.

Ach­te außer­dem dar­auf, dei­nen Stea­mer so zu ver­stau­en, dass klei­ne Kin­der ihn nicht errei­chen kön­nen.

Wie funk­tio­niert ein Dampf­glät­ter?

Alle Dampf­glät­ter sind in der Regel ähn­lich auf­ge­baut. Sie bestehen aus:

  • einem Was­ser­tank, in der Regel aus Kunst­stoff
  • einem End­stück, teil­wei­se mit Bürs­ten­auf­satz
  • einem Hand­griff

So benutzt du einen Stea­mer:

Für die Arbeit mit einem Stea­mer brauchst du kein Bügel­brett. Du hängst das zu glät­ten­de Klei­dungs­stück ein­fach auf einen mög­lichst frei hän­gen­den Bügel. Du arbei­test also ver­ti­kal – und nicht hori­zon­tal wie bei einem Bügel­eisen.

Dann füllst du den Tank des Dampf­glät­ters mit Was­ser. Die­ses Was­ser wird anschlie­ßend erhitzt. Das dau­ert nor­ma­ler­wei­se nur weni­ge Minu­ten (bei klei­nen Model­len sogar weni­ger als eine Minu­te). Durch das Erhit­zen ent­steht der benö­tig­te Was­ser­dampf – und der wird über das End­stück des Geräts aus­ge­sto­ßen.

Zie­he das Klei­dungs­stück mit einer Hand etwas in die Län­ge, sodass eine leich­te Span­nung ent­steht. Mit der ande­ren Hand hältst du den Hand­griff des Steamers und führst ihn von oben nach unten an der zu glät­ten­den Klei­dung ent­lang, sodass sich der Dampf gleich­mä­ßig dar­auf ver­teilt.

Tipp: Du kannst etwas Zeit spa­ren, indem du zuerst den Was­ser­be­häl­ter des Steamers füllst und das Gerät dann anschal­test. Wäh­rend das Was­ser erhitzt wird, berei­test du alles vor: Du legst die Klei­dungs­stü­cke bereit, die du mit dem Dampf­glät­ter ent­knit­tern möch­test, und hängst das ers­te Teil auf einen Bügel.

Für noch mehr Kom­fort: Bügel­au­to­mat

Bügel­au­to­ma­ten (auch Bügel­pup­pen genannt) machen ihrem Namen alle Ehre und neh­men dir noch mehr Arbeit ab. Sie funk­tio­nie­ren mit einem Bläh­sack, über den die Klei­dungs­stü­cke gestülpt wer­den. Wird der Sack auf­ge­bla­sen, wir­ken Hit­ze und Druck auf den Stoff, um Fal­ten zu ent­fer­nen. Ein Bügel­au­to­mat ist genau das Rich­ti­ge für Men­schen, die regel­mä­ßig Hem­den und Sak­kos tra­gen, bei­spiels­wei­se im Beruf. Denn das Gerät eig­net sich am bes­ten für Ober­tei­le. Mit Hosen und ande­ren Tex­ti­li­en kann es nicht so gut umge­hen. Daher kommt ein Bügel­au­to­mat eher als Ergän­zung zu einem nor­ma­len Stea­mer oder Bügel­eisen infra­ge.

Bügeln war ges­tern: Vor­tei­le des Steamers

Ein Dampf­glät­ter kann dir bei der Haus­ar­beit ordent­lich unter die Arme grei­fen. Er hat eine gan­ze Men­ge Vor­tei­le gegen­über einem nor­ma­len Bügel­eisen:

  • Ein­fa­che Hand­ha­bung: Für eini­ge mag Bügeln einen medi­ta­ti­ven Cha­rak­ter haben, vie­le Men­schen scheu­en sich aber vor der Haus­ar­beit mit dem sper­ri­gen Bügel­brett und dem schwe­ren Bügel­eisen – ein Stea­mer spart Zeit und Anstren­gung.
  • Kaum Risi­ko für beschä­dig­te Klei­dung: Es ent­steht kein direk­ter Kon­takt zwi­schen einer hei­ßen Flä­che und dem Stoff (wie beim Bügel­eisen). Dadurch kann es nicht zu Brand­fle­cken auf der Klei­dung kom­men.
  • Stark redu­zier­te Brand­ge­fahr: Kein direk­ter Hit­ze­kon­takt bedeu­tet auch, dass die Klei­dung oder ande­re Gegen­stän­de nicht so leicht in Brand gesetzt wer­den kön­nen wie bei einem Bügel­eisen.
  • Für hit­ze­emp­find­li­che Fasern geeig­net: Hei­ßer Was­ser­dampf greift Tex­til­fa­sern nicht so stark an wie die direk­te Hit­ze eines Bügel­eisens. Daher kannst du auch vie­le emp­find­li­che Stof­fe mit einem Dampf­glät­ter behan­deln.
  • Ent­fernt auch Gerü­che und Bak­te­ri­en: Ein Stea­mer glät­tet nicht nur, son­dern kann dank des hei­ßen Dampfs auch Bak­te­ri­en aus Klei­dungs­stü­cken ent­fer­nen. Das­sel­be gilt für unan­ge­neh­me Gerü­che, etwa durch Schweiß oder Ziga­ret­ten­rauch. Selbst übel rie­chen­den Schu­hen kannst du mit einem Dampf­glät­ter zu Lei­be rücken.
  • Weni­ger Wasch­gän­ge: Ein Klei­dungs­stück ist noch nicht dre­ckig genug ist für die Wasch­ma­schi­ne, aber auch nicht frisch genug, um es noch ein­mal anzu­zie­hen? Mit einem Stea­mer kannst du es auf­fri­schen und musst es nicht zwin­gend waschen. Das spart Was­ser, Ener­gie und Zeit – und schont die Klei­dung.
  • Mehr Moti­va­ti­on: Da Dampf­glät­ten um eini­ges ein­fa­cher ist als Bügeln, steigt die Moti­va­ti­on, sich dem Berg gewa­sche­ner Klei­dung anzu­neh­men.

Wich­tig: Zwar arbei­tet ein Dampf­glät­ter sehr scho­nend und ist somit für die meis­ten Gewe­be geeig­net – trotz­dem soll­test du vor­ab prü­fen, ob der zu glät­ten­de Stoff den hei­ßen Dampf gut ver­trägt. In der Regel ist in den tech­ni­schen Details eines Steamers auf­ge­lis­tet, für wel­che Stof­fe er ein­ge­setzt wer­den kann.

Wie gut die Vor­tei­le eines Dampf­glät­ters zur Gel­tung kom­men, hängt mit­un­ter vom ein­zel­nen Pro­dukt ab – jedes hat sei­ne Stär­ken und Schwä­chen. Des­halb lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die Pro­dukt­de­tails, das Zube­hör bzw. die Aus­stat­tung des Modells und die Bewer­tun­gen ande­rer Käu­fer.

Nur hei­ße Luft oder echt hei­ßer Dampf?

Fakt ist, dass Dampf­glät­ter vor allem für Bügel-Muf­fel eine gute Alter­na­ti­ve zum Bügel­eisen sind. In der Theo­rie über­zeu­gen die Vor­tei­le ein­deu­tig: Mit einem Stea­mer glät­test du Klei­dungs­stü­cke mit­hil­fe von hei­ßem Was­ser­dampf, der im Ver­gleich zum Bügel­eisen sehr viel scho­nen­der mit Stof­fen umgeht. Etli­che Model­le wie­gen zudem wenig und kön­nen in der Rei­se­ta­sche oder im Ruck­sack mit­ge­nom­men und unter­wegs ein­ge­setzt wer­den. Ein wei­te­rer Vor­teil: Auch Gerü­che und Bak­te­ri­en kön­nen beim Dampf­glät­ten ent­fernt wer­den.

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