Wenn das Dampf­bü­gel­eisen tropft, wird aus dem Hel­fer schnell ein Schmutz­fink: Statt mit Was­ser­dampf und Hit­ze Fal­ten zu glät­ten, ver­teilt das Bügel­eisen dann Was­ser­fle­cken und Kalk­krü­mel auf der frisch gewa­sche­nen Klei­dung. Was die Grün­de für ein trop­fen­des Dampf­bü­gel­eisen sein kön­nen und was Sie dage­gen tun kön­nen, erfah­ren Sie in unse­rem UPDATED-Ratgeber.

Fünf Grün­de: Dar­um tropft das Dampfbügeleisen

  1. Bügel­tem­pe­ra­tur zu niedrig
  2. Kalk­ab­la­ge­run­gen
  3. Zu viel Was­ser im Tank
  4. Stoff­res­te an der Bügelsohle
  5. Qua­li­ta­tiv min­der­wer­ti­ges Gerät

Glü­hen­de Koh­len für glat­te Gewänder

Um ihre sei­de­nen Klei­der zu plät­ten, began­nen die Chi­ne­sen bereits vor 2000 Jah­ren zu bügeln – mit glü­hen­den Koh­len. Die Koh­len füll­ten sie zusam­men mit Sand in eine Metall­pfan­ne. Durch die Hit­ze und die Schwe­re der Pfan­ne glät­te­te sich der Stoff. Erst viel spä­ter, 1738, ließ sich der eng­li­sche Geschäfts­mann Isaac Wil­kin­son ein Bügel­eisen paten­tie­ren, das in der Form den heu­ti­gen Model­len stark ähnelt. Doch es gab noch kei­ne Elek­tri­zi­tät, so dass die Eisen ent­we­der auf dem Herd erwärmt oder mit Koh­le gefüllt wer­den muss­ten. Anfang des 20. Jahr­hun­derts wur­de mit dem elek­tri­schen Strom dann für elek­tri­sche Eisen der Weg frei. Das einst von Wil­kin­son paten­tier­te Modell ver­kauf­te sich aber noch bis in die 1940er Jah­re – ein ech­ter Dau­er­bren­ner also. Eine Ver­si­on des ursprüng­li­chen Eisens kann heu­te noch im Muse­um für Ener­gie­ge­schich­te ange­se­hen werden.

1. Bügel­tem­pe­ra­tur zu niedrig

Was­ser­dampf ent­steht bei 100 °C. Ist Ihr Dampf­bü­gel­eisen nicht heiß genug, kann folg­lich auch kein Dampf ent­ste­hen und das Bügel­was­ser tropft aus dem Gerät.

Lösung: Erhö­hen Sie die Tem­pe­ra­tur, indem Sie das Bügel­eisen etwas wär­mer bzw. auf eine höhe­re Stu­fe einstellen.

2. Kalk­ab­la­ge­run­gen im Dampfbügeleisen

Haben sich im Bügel­eisen Kalk­ab­la­ge­run­gen ange­sam­melt, kann das Gerät das Was­ser nicht wirk­sam genug erhit­zen. Je mehr Kalk sich gesam­melt hat, des­to schwe­rer wird es für das Bügel­eisen, das Was­ser auf die ent­spre­chen­de Tem­pe­ra­tur zu brin­gen. Bei star­ker Ver­kal­kung ist es mög­lich, dass sich gar kein Was­ser­dampf mehr bil­det. Wie stark Ihr Dampf­bü­gel­eisen ver­kalkt ist, kön­nen Sie meist schon mit einem Blick in den Was­ser­tank erken­nen. An des­sen Innen­rän­dern bil­den sich dann gut sicht­ba­re Abla­ge­run­gen. Bei sehr star­ken Ver­kal­kun­gen fal­len beim Betä­ti­gen der Dampf­funk­ti­on bereits klei­ne Kalk­krü­mel aus den Löchern auf der Unter­sei­te des Bügeleisens.

Lösung: Ent­kal­ken Sie Ihr Dampf­bü­gel­eisen. Dazu kön­nen Sie einen Ent­kal­ker aus dem Super­markt oder der Dro­ge­rie ver­wen­den. Ach­ten Sie beim Kauf dar­auf, dass das Pro­dukt Ihrer Wahl auch für Dampf­bü­gel­eisen geeig­net ist. So gehen Sie vor:

  1. Geben Sie das Ent­kal­kungs­mit­tel laut Anlei­tung auf der Packungs­bei­la­ge in den Was­ser­tank. Neben fer­ti­gen Mit­teln aus dem Dro­ge­rie­markt kön­nen Sie auch das Haus­mit­tel Essig­es­senz ver­wen­den. Mischen Sie die­ses im Ver­hält­nis eins zu zwei mit Was­ser und fül­len Sie das Gemisch in den Tank.
  2. Schal­ten Sie das Bügel­eisen ein und war­ten Sie, bis es auf­ge­heizt ist. Stel­len Sie es dabei auf einer Ober­flä­che ab, die unemp­find­lich gegen Hit­ze ist, etwa der metal­le­nen Abla­ge­flä­che beim Bügel­brett oder einer Edelstahl-Spüle.
  3. Nach­dem das Bügel­eisen kom­plett auf­ge­heizt ist, betä­ti­gen Sie kurz ein­mal die Dampf­funk­ti­on, damit sich der Kalk in den Lei­tun­gen eben­falls löst.
  4. Wie­der­ho­len Sie die­sen Vor­gang mit der Spritz­was­ser­funk­ti­on.
  5. Schal­ten Sie das Bügel­eisen aus und las­sen Sie es zur bes­se­ren Wir­kung des Ent­kal­kungs­mit­tels eine Wei­le stehen.
  6. Nach etwa 20 Minu­ten kön­nen Sie das Bügel­eisen erneut ein­schal­ten.
  7. Betä­ti­gen Sie nun die Dampf- und Spritz­was­ser­funk­tio­nen so lan­ge, bis der Was­ser­tank voll­stän­dig ent­leert ist.
  8. Zum Abschluss fül­len Sie sau­be­res Was­ser in den Was­ser­tank und ent­lee­ren Sie das Dampf­bü­gel­eisen erneut, um die Res­te des Ent­kal­kers zu entfernen.

Ver­schmut­zun­gen im Wassertank

Hat das aus­tre­ten­de Was­ser eine bräun­li­che Fär­bung, steckt in der Regel ein ver­schmutz­ter Was­ser­tank dahin­ter. So rei­ni­gen Sie den Was­ser­be­häl­ter des Dampfbügeleisens:

  1. Neh­men Sie die Rei­ni­gung am bes­ten über dem Wasch­be­cken vor.
  2. Waschen Sie den Tank mit hei­ßem Was­ser aus.
  3. Erhit­zen Sie das Bügel­eisen auf der höchs­ten Stufe.
  4. Betä­ti­gen Sie mehr­fach die Dampf­funk­ti­on. So ent­fer­nen Sie den Schmutz auch aus den Lei­tun­gen im Bügeleisen.

3. Zu viel Was­ser im Tank

Bei jedem Dampf­bü­gel­eisen gibt es eine Linie, wel­che die maxi­ma­le Was­ser­füll­men­ge anzeigt. Wird die­se Linie über­schrit­ten, tritt das Was­ser über und das Dampf­bü­gel­eisen tropft.

Lösung: Fül­len Sie nur die vor­ge­ge­be­ne Men­ge Was­ser in das Gerät. Bei dunk­len Gehäu­sen ist die Was­ser­stands­li­nie im Tank manch­mal schwer zu erken­nen. Nut­zen Sie bei sol­chen Model­len den mit­ge­lie­fer­ten Mess­be­cher, um die rich­ti­ge Men­ge Was­ser einzufüllen.

Die 5 wich­tigs­ten Tipps zum Bügeln

  1. Immer vom Kör­per weg bügeln.
  2. Die Wäsche soll­te noch eine leich­te Rest­feuch­te haben.
  3. Bügeln Sie grund­sätz­lich auf der äuße­ren, das heißt der rech­ten Stoffseite.
  4. Aus­nah­men: Emp­find­li­che Mate­ria­li­en, Auf­nä­her und schwar­ze Stof­fe bügeln Sie auf links, also von innen.
  5. Ärmel, Kra­gen und ande­re abste­hen­de Tei­le bügeln Sie zuerst, also vor den gro­ßen Partien.

Mehr Tipps zu die­sem The­ma fin­den Sie im UPDATED-Rat­ge­ber: “Rich­tig bügeln: So glät­ten Sie sicher und schnell”

 

4. Stoff­res­te an der Bügelsohle

An der Unter­sei­te des Bügel­eisens, der soge­nann­ten Bügel­soh­le, kön­nen sich fei­ne Stoff­res­te ansam­meln. Die­se sind kaum erkenn­bar, füh­ren aber oft­mals dazu, dass das Dampf­bü­gel­eisen tropft — denn immer, wenn Sie die Dampf­funk­ti­on nut­zen, sam­melt sich der Dampf an den Stoff­res­ten und bil­det dort Kondenswasser.

Lösung: Ent­fer­nen Sie die Stoff­res­te. Am ein­fachs­ten geht das folgendermaßen:

  1. Die Stoff­res­te ent­fer­nen Sie, indem Sie das Bügel­eisen auf der nied­rigs­ten Stu­fe anschal­ten, sodass es sich nur mini­mal erhitzt.
  2. Dann rei­ben Sie mit einem Radier­gum­mi die Unter­sei­te ab. Da Ihr Bügel­eisen nur leicht erwärmt wur­de, soll­te kei­ne Ver­bren­nungs­ge­fahr bestehen. Sei­en Sie trotz­dem vorsichtig.
  3. Anschlie­ßend las­sen Sie das Bügel­eisen abküh­len und ent­fer­nen Sie die Radier­gum­mi­res­te. Meist reicht dazu bereits ein feuch­tes Tuch, Sie kön­nen aber auch einen mil­den Rei­ni­ger zu Hil­fe nehmen.

5. Qua­li­ta­tiv min­der­wer­ti­ges Gerät

Mit den UPDATED-Tipps stop­pen Sie das läs­ti­ge Trop­fen des Bügel­eisens. Lei­der nei­gen eini­ge Bügel­eisen dazu, häu­fi­ger zu ver­kal­ken und zu trop­fen. Hoch­wer­ti­ge Gerä­te ver­fü­gen hin­ge­gen über eine Anti-Kalk-Funk­ti­on und über eine Tropf­stopp-Funk­ti­on. Wenn Sie viel Bügel­wä­sche haben, lohnt es sich, in ein sol­ches Dampf­bü­gel­eisen zu inves­tie­ren – damit Sie immer einen ein­satz­be­rei­ten Hel­fer im Kampf gegen die Wäsche­ber­ge an Ihrer Sei­te haben.

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