Wochen­lang haben die­se ver­füh­re­ri­schen Des­sous Sie aus dem Schau­fens­ter ange­lacht, jetzt haben Sie sich die edlen Tex­ti­li­en end­lich geleis­tet. Doch nach dem ers­ten Tra­gen stellt sich die Fra­ge: Wird der zar­te Glanz auch nach dem Waschen hal­ten? Bleibt das strah­len­de Weiß so unschul­dig und rein? Oder hat das gute Stück nach ein paar Wasch­gän­gen sei­ne Wir­kung ver­lo­ren? In die­sem Rat­ge­ber erfah­ren Sie, wie Sie ver­schie­de­ne Arten von Unter­wä­sche rich­tig waschen, damit Unter­wä­sche aus Sei­de, fei­ner Baum­wol­le oder Spit­ze lan­ge schön blei­ben.

  1. Vor dem Wasch­gang: Wäsche rich­tig sor­tie­ren
  2. Wel­che Unter­wä­sche darf in die Wasch­ma­schi­ne?
  3. Des­sous aus emp­find­li­chem Mate­ri­al rich­tig rei­ni­gen
  4. Das soll­ten Sie beim Trock­nen der Unter­wä­sche beach­ten
  5. So waschen Sie BHs am bes­ten

Vor dem Wasch­gang: Wäsche rich­tig sor­tie­ren

Slips, Tan­gas, Boxer­shorts, BH, Bus­tier – die unter­schied­li­chen Wäsche­ar­ten müs­sen beim Waschen unter­schied­lich behan­delt wer­den. Tren­nen Sie des­halb die Tex­ti­li­en zunächst nach dem Mate­ri­al. Sor­tie­ren Sie Baum­woll­un­ter­wä­sche wie zum Bei­spiel Socken, Slips und Shorts, Unter­hem­den in den einen Korb, emp­find­li­che Des­sous, zum Bei­spiel aus Sei­de, in den ande­ren. Am bes­ten tren­nen Sie far­bi­ge Wäsche oben­drein von wei­ßen Tex­ti­li­en.

Wel­che Unter­wä­sche darf in die Wasch­ma­schi­ne?

Am ein­fachs­ten und bequems­ten geht das Waschen in der Wasch­ma­schi­ne – logisch. Doch nicht jede Unter­wä­sche ist für die Wasch­ma­schi­ne geeig­net. Am “sichers­ten” ist Baum­wol­le, aus der die meis­ten Socken und Unter­ho­sen bestehen.

Ob Sie wirk­lich maschi­nel­le Unter­stüt­zung in Anspruch neh­men dür­fen, ver­rät Ihnen das Pfle­ge­eti­kett, das in jedes Klei­dungs­stück ein­ge­näht ist. In der Leis­te mit den ver­schie­de­nen Sym­bo­len sehen Sie links ein Wasch­be­cken abge­bil­det. Steht hier­auf eine Tem­pe­ra­tur­an­ga­be, kön­nen Sie das Tex­til in die Wasch­ma­schi­ne geben und bei maxi­mal die­ser Tem­pe­ra­tur waschen.

Tren­nen Sie am bes­ten wei­ße von far­bi­gen Klei­dungs­stü­cken. Für wei­ße Tex­ti­li­en ver­wen­den Sie ein Voll­wasch­mit­tel, für far­bi­ge ein Color-Wasch­mit­tel.

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Waschen in der Wasch­ma­schi­ne fin­den Sie im Rat­ge­ber
Rich­tig waschen – das 1x1 des Wäsche­wa­schens

Des­sous aus emp­find­li­chem Mate­ri­al rich­tig rei­ni­gen

Zar­te Des­sous aus Sei­de oder Kunst­fa­sern wie Poly­es­ter und Elast­an gehö­ren nicht in die Wasch­ma­schi­ne, son­dern ins Wasch­be­cken zur Hand­wä­sche. Das gilt auch für Klei­dungs­stü­cke mit klein­tei­li­gen Appli­ka­ti­on wie Pai­let­ten oder Strass­stei­nen, die Sie ansons­ten in einem Wäschenetz schüt­zen soll­ten.

Wenn Sie doch die Wasch­ma­schi­ne bevor­zu­gen, ver­ge­wis­sern Sie sich auf dem Pfle­ge­eti­kett. Dort fin­den Sie bei den Sym­bo­len ganz links die Abbil­dung eines Wasch­be­ckens. Ist hier statt einer Tem­pe­ra­tur­an­ga­be eine Hand zu sehen, bedeu­tet dies: Fin­ger weg von der Wasch­ma­schi­ne.

So waschen Sie Unter­wä­sche rich­tig per Hand:

  1. Fül­len Sie Ihr Hand­wasch­be­cken, eine gro­ße Schüs­sel oder den unte­ren Teil Ihrer Bade­wan­ne mit hand­war­men Was­ser.
  2. Das Was­ser soll­te nicht zu heiß sein, 30 Grad sind opti­mal.
  3. Ver­wen­den Sie Fein- oder Woll­wasch­mit­tel, alter­na­tiv kön­nen Sie auch ein sanf­tes Haar­sham­poo neh­men.
  4. Schüt­zen Sie Ihre Hän­de bei emp­find­li­cher Haut mit Hand­schu­hen. War­ten Sie, bis sich das Wasch­mit­tel voll­stän­dig auf­ge­löst hat.
  5. Wei­chen Sie dann die Klei­dungs­stü­cke kurz ein, wobei Sie das Mate­ri­al sanft hin- und her­be­we­gen. Sie soll­ten die Wäsche aber kei­nes­falls wrin­gen oder ver­dre­hen.
  6. Nach zwei bis fünf Minu­ten kön­nen Sie die Klei­dungs­stü­cke her­aus­neh­men.
  7. Haben Sie meh­re­re Tei­le vor­sor­tiert, waschen Sie zunächst die hel­len Stü­cke und dann die dunk­len.
  8. Geben Sie fri­sches Was­ser in das Wasch­be­cken oder den Behäl­ter und spü­len Sie das Wasch­mit­tel sanft, aber voll­stän­dig aus dem Gewe­be.
  9. Tren­nen Sie auch hier am bes­ten hel­le und far­bi­ge Wäsche.
  10. Drü­cken Sie anschlie­ßend das Was­ser behut­sam aus.

Fei­ne Unter­wä­sche in der Maschi­ne rich­tig waschen

Man­che Wasch­ma­schi­nen bie­ten ein spe­zi­el­les Hand­wä­sche-Pro­gramm. Die­ses ist dann für Ihre zar­te Wäsche geeig­net, jedoch soll­ten Sie Fol­gen­des beach­ten:

  • Ver­wen­den Sie Fein­wasch­mit­tel.
  • Benut­zen Sie kei­ne Chlor­zu­sät­ze, Weich­spü­ler, Fle­cken­ent­fer­ner oder Bleich­mit­tel.
  • Schüt­zen Sie die Wäsche durch ein Wäschenetz, damit sie nicht am Rand der Trom­mel fest­ha­ken kann.
  • Waschen Sie Tex­ti­li­en mög­lichst nach Far­ben getrennt.
  • Befül­len Sie die Trom­mel der Wasch­ma­schi­ne höchs­tens zu einem Fünf­tel, damit die Stü­cke nicht anein­an­der rei­ben und aus­rei­chend gerei­nigt wer­den.

Mit Essig die Far­ben der Unter­wä­sche schüt­zen

Ver­liert Ihre Wäsche im Was­ser an Far­be? Das ist gleich dop­pelt ärger­lich. Denn ers­tens ver­blasst das Klei­dungs­stück, außer­dem könn­te die übri­ge Wäsche ver­fär­ben.

Mit einem simp­len Trick kön­nen Sie die Far­be “fixie­ren”: Mit Essig! Geben Sie einen Sprit­zer Haus­haltses­sig ins Was­ser im Hand­wasch­be­cken oder einer gro­ßen Schüs­sel. Hier legen Sie die far­bi­ge Wäsche vor dem eigent­li­chen Wasch­gang für eini­ge Minu­ten hin­ein. Danach spü­len Sie die Klei­dungs­stü­cke gründ­lich aus und las­sen Sie im kal­ten Was­ser mit etwas Wasch­pul­ver ein­wei­chen. Das Essig­bad fixiert die Far­ben und erhält ihr kräf­ti­ges Strah­len.

Das soll­ten Sie beim Trock­nen der Unter­wä­sche beach­ten

Allen­falls Unter­wä­sche aus Baum­wol­le darf hin und wie­der in den Trock­ner. Den­noch soll­ten Sie auch hier vor­her einen Blick auf das Pfle­ge­eti­kett wer­fen, da je nach Ver­ar­bei­tung ein Trock­ner auch aus­ge­schlos­sen sein kann. Ach­ten Sie auf den Kreis in einem Qua­drat: Ist das Sym­bol durch­ge­stri­chen, darf das Tex­til nicht in den Trock­ner.

Alle ande­ren Mate­ria­li­en, spe­zi­ell die­je­ni­gen aus tie­ri­schen Fasern wie etwa Sei­de oder Wol­le, haben ohne­hin nichts im Trock­ner ver­lo­ren. Denn dabei kann die Elas­ti­zi­tät des Stof­fes ver­lo­ren gehen. Tex­ti­li­en aus syn­the­ti­schen Stof­fen wie Elast­an oder Poly­es­ter dage­gen kön­nen ein­lau­fen.

Wäh­rend Sie Baum­wolls­trümp­fe getrost auf die Wäsche­lei­ne hän­gen kön­nen, soll­ten Sie bei Sei­de und Co. vor­sich­ti­ger sein. Am bes­ten ist es, wenn Sie das Was­ser sanft aus dem Gewe­be her­aus­drü­cken, ohne das Klei­dungs­stück stark zu zer­knit­tern, und die fei­ne Unter­wä­sche anschlie­ßend lie­gend trock­nen las­sen. Spe­zi­ell Sei­de soll­ten Sie nicht zu star­ker Son­nen­ein­strah­lung aus­set­zen, die das Mate­ri­al aus­lei­ern las­sen kann. Auch durch die Hei­zung kann das Gewe­be Scha­den neh­men. Sei­den­wä­sche trock­nen Sie des­halb am bes­ten im Kel­ler oder dem Dach­bo­den.

So waschen Sie BHs am bes­ten

Mit sei­ner spe­zi­el­len Stütz­funk­ti­on ver­langt ein BH nach einer geson­der­ten Behand­lung beim Waschen. Am bes­ten waschen Sie ihn spä­tes­tens, nach­dem Sie ihn ein zwei­tes Mal wie­der getra­gen haben. Denn andern­falls kön­nen die Fasern aus­lei­ern und der BH ver­liert an Spann­kraft oder die Pols­te­rung ver­formt sich.

Idea­ler­wei­se waschen Sie einen BH von Hand, das gilt beson­ders für Bügel-BHs. In der Wasch­ma­schi­ne könn­ten sonst die Bügel bre­chen oder sich ver­for­men, genau­so kön­nen sie die ande­ren Wäsche­stü­cke beschä­di­gen. Im schlimms­ten Fall gerät ein abge­bro­che­ner Bügel sogar ins Inne­re der Wasch­ma­schi­ne und rich­tet dort Scha­den an. Wenn es doch ein­mal die Wasch­ma­schi­ne sein muss, schlie­ßen Sie zuvor die Klam­mern des BHs und benut­zen Sie ein Wäsche­säck­chen, das abge­bro­che­ne Bügel oder Klam­mern not­falls auf­fängt.

Bei Scha­len-BHs wen­den Sie die Cups nie nach innen, da sie aus­beu­len kön­nen. Das Wasch­mit­tel wäh­len Sie wie bei der übri­gen Wäsche auch je nach dem Mate­ri­al des BHs, die Tem­pe­ra­tur soll­te 30, maxi­mal 40 Grad betra­gen. Ach­ten Sie auf jeden Fall auf die Hin­wei­se auf dem Pfle­ge­eti­kett. Zum Trock­nen hän­gen Sie einen Bügel-BH am bes­ten auf einen Klei­der­bü­gel und die­sen anschlie­ßend an eine Wäsche­lei­ne oder eine Stan­ge.

Scha­len-BHs dage­gen hän­gen Sie idea­ler­wei­se gar nicht auf, son­dern las­sen sie im Lie­gen trock­nen. So ver­hin­dern Sie, dass die Trä­ger durch das Gewicht des Was­sers in den Cups aus­lei­ern und der BH sich ver­formt.

Auch die BHs soll­ten beim Trock­nen natür­lich nicht inten­si­ver direk­ter Son­nen­ein­strah­lung aus­ge­setzt wer­den, damit das Sei­den­ge­we­be nicht aus­lei­ert und die Far­ben nicht ver­blas­sen.

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