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Sleep­buds: Bose arbei­tet an Geräusch­un­ter­drü­cken­den Kopf­hö­rern zum Schlafen

Crowdfunding als Testlauf mit geringem Risiko. Bose setzt bei innovativen Sleepbuds auf Indiegogo.

Bose schlägt bei sei­nen neu­es­ten kabel­lo­sen Kopf­hö­rern für die Nacht einen Weg ein, der ange­sichts der Grö­ße und Mög­lich­kei­ten eines so gro­ßen Unter­neh­mens zunächst ver­wun­dern mag. So wer­den die soge­nann­ten Bose Sleep­buds aktu­ell aus­schließ­lich auf der Crowd­fun­ding-Platt­form Indiego­go ange­bo­ten – und das hat sei­ne Gründe.

Audio­spe­zia­list Bose arbei­tet mit Hoch­druck an inno­va­ti­ven Kopf­hö­rern, die es so bis­her noch nicht gab – mit einer Aus­nah­me. Genau genom­men dürf­te das Kon­zept mit den Kopf­hö­rern, die in der Nacht sämt­li­che Stör­ge­räu­sche her­aus­fil­tern und so einen unge­stör­ten Schlaf ermög­li­chen sol­len, näm­lich doch so man­chem bekannt vor­kom­men. Wie The Ver­ge berich­tet, zeig­te ein Unter­neh­men namens Hush bereits vor knapp zwei Jah­ren Kopf­hö­rer, die den glei­chen Ansatz ver­folg­ten. Anschlie­ßend war es jedoch still um den Sleep­bud-Pio­nier geworden.

Hush ebnet Bose den Weg

Inzwi­schen wis­sen wir auch, war­um die Hush Buds seit ihrer Vor­stel­lung im Rah­men der CES 2016 nicht mehr in Erschei­nung getre­ten sind. Offen­bar hat Bose in der­ar­ti­gen Sleep­buds ein hohes Poten­zi­al erkannt, sich Hush kur­zer­hand ein­ver­leibt und die zugrun­de lie­gen­de Tech­no­lo­gie in die ers­ten eige­nen Sleep­buds ein­flie­ßen lassen.

Die kabel­lo­sen Kopf­hö­rer sol­len gezielt sämt­li­che von außen kom­men­den Stör­ge­räu­sche wie Ver­kehrs­lärm, kläf­fen­de Hun­de oder laut­star­ke Unter­hal­tun­gen der ganz beson­ders lieb gewon­ne­nen Nach­barn vor dem Gehör­gang abfan­gen und her­aus­fil­tern. Soll­ten den­noch Stör­ge­räu­sche durch­drin­gen, wer­den die­se von beru­hi­gen­den Klän­gen über­la­gert. Eine Aus­wahl sol­cher Sounds ist bereits auf den Sleep­buds vorinstalliert.

Bose nutzt Crowd­fun­ding als Testphase

Bleibt noch die Fra­ge, war­um ein welt­weit erfolg­rei­ches Unter­neh­men mit umfang­rei­chem Know-how in der Ent­wick­lung von Noi­se-Can­cel­ling-Kopf­hö­rern aus­ge­rech­net auf ein Crowd­fun­ding-Modell setzt. Die Ant­wort ist ein­fach: Sol­che Platt­for­men eige­nen sich ide­al, um einem Test­lauf für Gerä­te zu star­ten, die sich irgend­wo zwi­schen Pro­to­ty­pen­sta­tus und Seri­en­rei­fe befin­den. Mit­hil­fe des Feed­backs der oft­mals enthu­si­as­ti­schen Unter­stüt­zer kann das Pro­dukt anschlie­ßend ohne gro­ßes Auf­se­hen zu erre­gen ver­fei­nert oder auch wie­der ver­wor­fen werden.

Reges Inter­es­se an den Sleepbuds

Unter­stüt­zer bzw. Tes­ter der Sleep­buds haben die Wahl zwi­schen vier ver­schie­de­nen Pake­ten mit Prei­sen von 150 bis 185 Dol­lar – wobei, tref­fen­der wäre: hat­ten die Wahl. Es sind näm­lich bereits alle via Indiego­go ange­bo­te­nen Sleep­buds ver­grif­fen. Neben den Kopf­hö­rern selbst zählt übri­gens unter ande­rem ein Case, das eine kom­plet­te Akku­la­dung für die Sleep­buds bereit­hält, zum Lieferumfang.

Das Wich­tigs­te zum Schluss: Pas­sio­nier­te Lang­schlä­fer müs­sen sich nicht sor­gen, sie könn­ten mit den Sleep­buds so gut schla­fen, dass Sie an Arbeits­ta­gen stän­dig den rich­ti­gen Zeit­punkt zum Auf­ste­hen ver­pas­sen. Selbst­ver­ständ­lich machen sich die Kopf­hö­rer zur gewünsch­ten Alarm-Zeit deut­lich bemerk­bar. Der Wecker lässt sich dazu bequem via Smart­pho­ne über die Bose Sleep App stellen.

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