ARKit, überarbeitete Stimmen für Siri, ein neuer Look für den App Store und noch vieles mehr – das neue Betriebssystem iOS 11 ist vollgepackt mit tollen Features. Apple hat diese – mal mehr, mal weniger ausführlich – auf der WWDC-Keynote am Montagabend vorgestellt. Die wichtigsten Neuerungen für iPhone und iPad stellen wir Ihnen hier vor.   

Apple sieht in Augmented Reality die Zukunft. Kein Wunder also, dass die Kalifornier viel in AR investieren und iOS zur größten Plattform der Welt machen wollen. Mit iOS 11 kommt das ARKit, womit Entwickler Augmented-Reality-Apps bauen und diese testen können.

Auch der App Store selbst wird optisch erneuert. Das frische Design beinhaltet einen Today-Tab, der das Entdecken von Apps erleichtern soll sowie einen Games-Tab nur für Spiele. Bei The Verge munkelt man außerdem, dass – obwohl von Apple bei der Keynote nicht erwähnt – der Look der Podcast-App ebenfalls runderneuert werden könnte.

iOS 11 mit verändertem Kontrollzentrum

iOS 11 nimmt einige Veränderungen an der Benutzeroberfläche vor. Im Kontrollzentrum des iPhones und iPads braucht der User nicht mehr durch mehrere Seiten zu sliden. Alle Bedienelemente sind nun auf einem Screen zusammengefasst. Und auch die Benachrichtigungs-Leiste wurde überarbeitet, sodass diese nun quasi mit dem Sperrbildschirm verschmilzt, wenn der Nutzer von oben nach unten über das Display streicht.

Ein kleines aber feines Feature versteckt sich hinter dem Namen „Do not disturb while driving“: Bei aktivierter Funktion erhält der Fahrer keine Benachrichtigungen, Nachrichten oder Anrufe, während er am Steuer sitzt.

Siri wird intelligenter und bekommt neue Stimmen

Mit iOS 11 wird Siri nicht nur mit neuen weiblichen und männlichen Stimmen ausgestattet, die laut Apple „natürlicher“ klingen sollen. Der digitale Assistent ist nun auch in der Lage, englische Wörter ins Chinesische, Französische, Italienische, Spanische oder Deutsche zu übersetzen und dabei gleich auszusprechen. Eine verbesserte künstliche Intelligenz sorgt noch dazu dafür, dass Siri optimierte persönliche Empfehlungen geben kann, etwa dass Themen aus Suchanfragen nun im News-Bereich auftauchen beziehungsweise stärker berücksichtigt werden. Oder dass vor Kurzem gesuchte Filmtitel, Orte oder fremdsprachige Begriffe beim Tippen in iMessage als Wortvorschlag angeboten werden.

Weitere neue Features von iOS 11:

  • iMessage bekommt ein App-Dock.
  • Mit dem neuen Bildformat High Efficiency Image File Format (HEIF) sollen ab dem iPhone 7 bessere Fotos und Videos bei einer kompakteren Größe enstehen.
  • Verbesserter Porträt-Modus mit Bildstabilisierung und TrueTone-Blitz.
  • Live Photos erhalten zusätzliche Effekte: Loop, Bounce und Langzeitbelichtung.
  • Bildschirmaufnahmen sind nun möglich.

iOS 11 macht das Arbeiten am iPad effizienter

Auch das iPad profitiert von iOS 11 und soll seinen Nutzern ein effizienteres Arbeiten ermöglichen. Das Icon-Dock am unteren Bildschirmrand wird mit bereits von macOS bekannten Features ausgestattet: Es lässt sich nun auch innerhalb von Apps mit einer Geste aufrufen und vereinfacht so das Wechseln zwischen den Anwendungen. Zudem integriert Apple ein App-übergreifendes Drag and Drop, worüber sich Dateien schneller bewegen lassen. Außerdem an Bord: Eine Art Dateien-App, die Zugriff auf sämtliche lokale Dateien und Cloud-Dienste wie iCloud Drive bietet.

Für Entwickler steht die erste Beta von iOS 11 ab sofort bereit. Für die öffentliche Testversion, die in den nächsten Wochen ausgerollt werden wird, können Sie sich hier registrieren. iOS 11 läuft auf dem iPhone 5s oder höher, auf allen Modellen des iPad Air und iPad Pro sowie auf dem iPad der 5. Generation und dem iPad mini ab der 2. Generation.