So richtig ruhig wurde es ja nie um Samsungs Jubiläums-Smartphone Galaxy S10. Nun brodelt es aber wieder ein bisschen heißer in der Gerüchteküche. Angeblich soll das Gerät doch ohne Samsungs berühmten Iris-Scanner kommen. Und zwar aus einem ganz bestimmten Grund: Die Screen-to-Body-Ratio soll in die Höhe getrieben werden.

Mit 93,8 Prozent Screen-to-Body-Ratio sitzt das Oppo Find X auf einem bisher unangefochtenen Fullscreen-Thron. Gut möglich, dass Samsung mit seinem Smartphone des Jahrzehnts einen ernsthaften Versuch startet, die Thronfolge anzutreten.

Wie SamMobile nun berichtet, deuten Insider-Informationen aus Südkorea auf den Verzicht des Iris-Scanners hin – eine Funktion, die Samsung seit 2016 konsequent in allen Flaggschiffen verbaut, damit Nutzer die Geräte per Augenkontakt entsperren können.

In-Display-Scanner bliebe einziges Erkennungs-Feature

Durch den Wegfall der für den Iris-Scanner nötigen Sensoren an der Smartphone-Front könnte das Display des Galaxy S10 um einige Prozentpunkte wachsen. Sollte Samsung seiner Design-Linie treu bleiben und weiterhin die Notch umgehen, könnten die Display-Ränder dünner werden und mehr Fullscreen freigeben. Und genau das hat der südkoreanische Hersteller auch vor.

Eigenen Angaben zufolge soll der In-Display-Fingerscanner das einzige Erkennungs-Feature des Jubiläums-Smartphones werden. Doch nicht nur der soll zugunsten einer höheren Screen-to-Body-Ratio unter das Display wandern, sondern auch die Selfie-Cam. Ob die dann nur durch eine kleine, lochartige Aussparung sichtbar sein wird oder inwiefern Samsung die Linse verbergen will, ist bislang unklar.

Samsung ringt um Innovationen

Dass Samsung nun mit dem Verzicht auf den Iris-Scanner ein Alleinstellungsmerkmal seiner Flaggschiffe aufgibt, könnte die Selbstsicherheit der Koreaner verdeutlichen: Anscheinend haben sie neue Techniken in petto, die sie von ihren teilweise sehr scharf gewordenen Konkurrenten abheben könnten.

Nachdem gestern die eher unbekannte chinesische Marke Royole Samsung den Rang in Sachen „erstes faltbares Smartphone der Welt“ abgelaufen hatte, könnte der Top-Hersteller alarmiert worden sein. Wenn Samsung nicht jetzt versucht, mit Innovationen in Design und Technik zu punkten, könnten andere Konkurrenten aus dem Reich der Mitte endgültig an der südkorenischen Traditionsmarke vorbeiziehen.

Eine höhere Screen-to-Body-Ratio im Galaxy S10 könnte da nur eine Möglichkeit sein. 2019 wird sich zeigen, ob Samsung dem Smartphone des Jahrzehnts noch weitere Raffinessen spendiert hat.