© 2017 Apple Inc.
Smartphones

Apple Ent­wick­ler­kon­fe­renz WWDC 2017: Was erwar­tet uns – was erwar­ten wir?

Neue Betriebssysteme? Neue MacBooks? Oder sogar schon das erste smarte Home-Gerät von Apple? Was wird gezeigt auf der Entwicklerkonferenz 2017?

Eins vor­weg: Frü­her war alles bes­ser. Damals gab Apple in sei­nen Ein­la­dun­gen zur haus­ei­ge­nen World­wi­de Deve­lo­pers Con­fe­rence (WWDC) wenigs­tens zar­te Hin­wei­se, wel­che Neue­run­gen die Teil­neh­mer erwar­ten. Die­ses Jahr aber hiel­ten sich die Kali­for­ni­er kom­plett zurück. Weil der gehei­me Knül­ler prä­sen­tiert wird? Weil sie das Feld den krea­ti­ven Ent­wick­lern aus aller Welt über­las­sen wol­len? Was wird Apple auf sei­ner Key­note zum Kon­fe­renz­auf­takt am Pfingst­mon­tag prä­sen­tie­ren? Wir wer­fen einen Blick in die Glaskugel.

Intel­li­genz meets Intel­li­genz. So könn­te das Mot­to lau­ten, wenn Apple-CEO Tim Cook der ver­sam­mel­ten krea­ti­ven Schaf­fens­kraft ein ers­tes Ergeb­nis aus sei­nem aktu­el­len Lieb­lings­be­reich Künst­li­che Intel­li­genz prä­sen­tie­ren soll­te. Ganz hoch im Kurs der Gerüch­te­schmie­de: der Siri-Laut­spre­cher, ein smar­ter Hei­mas­sis­tent à la Goog­le Home und Co. Den könn­te man dazu auf­for­dern, Musik zu spie­len, das Licht zu dim­men, ein Taxi zu rufen, den Ter­min­ka­len­der zu füh­ren, die nöti­gen Ein­käu­fe zu notie­ren, die Steu­er­erklä­rung … stopp!

Bevor wir zu sehr träu­men, soll­ten wir erst­mal sehen, was App­les smar­tes Erst­lings­ge­rät tat­säch­lich kann. Sofern es über­haupt schon fer­tig ist, was kei­nes­falls sicher erscheint. Aber die Zeit drängt, wenn Apple bei der Erobe­rung des Smart-Home-Mark­tes mit­mi­schen will: Mit Micro­softs geplan­tem Home Hub steht schon der nächs­te Kon­kur­rent in den Start­lö­chern. Und wem soll­ten die Kali­for­ni­er ein sol­ches Gerät sonst prä­sen­tie­ren, wenn nicht den mög­li­chen Ent­wick­lern der nöti­gen Gad­gets und Apps? Vor­stel­lungs­wahr­schein­lich­keit des­halb: 50 Prozent.

Update 1. Juni 2017:
Glaubt man einem Bericht des US-ame­ri­ka­ni­schen Nach­rich­ten­diens­tes Bloom­berg, erhöht sich die Wahr­schein­lich­keit erheb­lich, dass der Siri-Laut­spre­cher schon auf der WWDC zu sehen sein wird. Denn dem­nach exis­tiert das Home Gad­get längst nicht mehr nur in den Köp­fen und Ent­wick­lungs­da­tei­en des Apple-Teams, son­dern soll bereits pro­du­ziert wer­den. Seit Mona­ten schon wür­den auch Gerä­te­tests lau­fen, zitiert Bloom­berg Apple-nahe Quel­len. Und die hät­ten auch gleich noch ein paar nähe­re Infos parat. So soll der Laut­spre­cher zum Bei­spiel einen vir­tu­el­len Sur­round Sound bie­ten und per Sen­so­ren sogar den Raum durch­mes­sen, um die Laut­stär­ke der Akus­tik anzu­pas­sen. Her­ge­stellt wer­de der Laut­spre­cher von der glei­chen Fir­ma, die auch schon die Air­Pods für Apple gefer­tigt hat.

iOS 11 lässt Kino­zu­schau­er im Dunkeln

Mit 99 Pro­zent Vor­stel­lungs­wahr­schein­lich­keit gehen die Betriebs­sys­te­me iOS 11, macOS 10.13, watchOS 4 sowie tvOS 11 ins Ren­nen. Schließ­lich ist die WWDC tra­di­tio­nell das Forum für Soft­ware und alles, was einen digi­ta­len Code besitzt. Doch was zum Bei­spiel iOS 11 genau zu bie­ten hat, weiß der­zeit nur Apple selbst. Klar ist wohl, dass das neue iPho­ne-Betriebs­sys­tem nur noch 64-Bit-Apps unter­stützt und alle Gerä­te älter als das iPho­ne 5s verschmäht.

Eben­falls recht sicher dür­fen wir mit einem “Dark­mo­de” rech­nen, der schon in der Beta zu iOS 10 auf­tauch­te. Mit dem Modus wür­den wei­ße Flä­chen des Dis­plays schwarz dar­ge­stellt, etwa um im Kino der Lein­wand kei­ne Kon­kur­renz zu machen, wenn wir bei einer lah­men Sto­ry doch lie­ber unse­re Mails abru­fen. Eben­falls heiß gehan­delt: Ein Grup­pen-Video-Chat, eine bes­se­re Akku­leis­tung oder die Beför­de­rung von Face Time Audio zum Stan­dard für die Kom­mu­ni­ka­ti­on von iPho­ne zu iPho­ne. Die Wunsch­lis­te der Fans dage­gen ist noch viel länger.

Und die ande­ren Betriebs­sys­te­me? Die Ent­wick­ler von macOS 10.13 dich­te­ten jedes Leck recht­zei­tig ab, sodass in der Gerüch­te­kü­che Schmal­hans den Löf­fel schwin­gen muss. Ein­zig über den Namen wird flei­ßig spe­ku­liert, nach den “Sierra”-Bergen gilt die kali­for­ni­sche Bucht “Moun­te­rey” als Favo­rit, aber Apple hat sich eben­falls die Mar­ken­rech­te an den Begrif­fen “Grizz­ly”, “Sky­line” oder “Paci­fic” gesi­chert. tvOS 11 dürf­te end­lich die 4K-Auf­lö­sung ein­füh­ren und durch eine stär­ke­re Ver­net­zung mit ande­ren Gerä­ten als eine Art Home Hub fun­gie­ren. watchOS 4 wie­der­um könn­te die Apple Watch mit einer Schlaf­tracking-Funk­ti­on ausstatten.

Prä­sen­tiert Apple zur WWDC auch neue Hardware?

Doch wor­auf sol­len die neu­en Betriebs­sys­te­me lau­fen, wenn das iPho­ne 8 noch auf sich war­ten lässt und die Mac­Book Pro-Linie gera­de erst erneu­ert wur­de? Zum Bei­spiel auf neu­en Mac­Books, deren Vor­stel­lung von man­chem Apple-Ken­ner auf der WWDC erwar­tet wird. Im Gespräch sind ein ver­bes­ser­tes 12-Zoll-Modell, ein Mac­Book Pro mit neu­er inter­ner Hard­ware sowie ein neu­es Mac­Book Air. Und wer weiß, viel­leicht legt Apple sogar noch ein neu­es iPad Pro drauf? Die Vor­stel­lungs­wahr­schein­lich­keit für einen sol­chen Hard­ware-Rei­gen hängt wohl vom Siri-Laut­spre­cher ab. Kommt der smar­te Hei­mas­sis­tent nicht, wäre die Bahn bezie­hungs­wei­se die Auf­merk­sam­keit frei für ande­re Geräte.

Besit­zer von Apple-Gerä­ten kön­nen die Key­note zur WWDC am Pfingst­mon­tag (05.06.2017) ab 19 Uhr MEZ im Live­stream über den Safa­ri-Brow­ser ver­fol­gen. Win­dows-10-Benut­zer kön­nen ihn im Micro­soft Edge Brow­ser ansehen.

Time to share:  Falls dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns!