© 2026 Getty Images
Apps

Device kin­der­si­cher machen: Die wich­tigs­ten Einstellung

Smartphones gehören für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Mit den richtigen Einstellungen machst du mobile Geräte sicherer und schützt dich und deine Kinder vor Kostenfallen, ungeeigneten Inhalten und zu langer Nutzung.

Smart­phones, Tablets und Lap­tops öff­nen Kin­dern das Tor zu einer span­nen­den Welt. Aber sie brin­gen auch Risi­ken mit sich: Kos­ten­fal­len, unge­eig­ne­te Inhal­te, unkon­trol­lier­te Dau­er­nut­zung. Umso wich­ti­ger ist es, mobi­le Gerä­te so ein­zu­rich­ten, dass Kin­der sie sicher und alters­ge­recht nut­zen kön­nen. Die gute Nach­richt lau­tet: Die Betriebs­sys­te­me von Apple und Goog­le bie­ten bereits von Haus aus Mög­lich­kei­ten, um die Gerä­te kin­der­si­cher ein­zu­rich­ten. Ergänzt durch pas­sen­de Ein­stel­lun­gen in Apps und Online-Diens­ten schaffst du somit eine siche­re­re digi­ta­le Umge­bung für Kin­der. In die­sem Rat­ge­ber erfährst du, wel­che Ein­stel­lun­gen hel­fen und wie du dein Kind Schritt für Schritt beim siche­ren Umgang mit digi­ta­len Medi­en unterstützt.

Schutz für Smart­phone und Tablet

Smart­phones und Tablets sind meis­tens die ers­ten Gerä­te, die Kin­der aktiv nut­zen. Und beide gro­ßen Sys­te­me – iOS und Android – bie­ten gute Schutz­funk­tio­nen, die du direkt auf den Gerä­ten ein­stel­len kannst.

Dar­um braucht dein Kind ein eige­nes Profil

Bevor es an die Detail-Ein­stel­lun­gen geht, soll­test du für dein Kind ein eige­nes, alters­ge­mä­ßes Nut­zungs­pro­fil anle­gen. Sowohl Apple als auch Goog­le ver­knüp­fen den Jugend­schutz fest mit dem Geburts­da­tum des Kontos.

  • Eige­ne E‑Mail-Adres­se: Dein Kind bekommt meist eine eige­ne E‑Mail-Adres­se für das Kon­to. Über dein Eltern­kon­to kannst du fest­le­gen, was damit mög­lich ist.
  • Alters­nach­weis für Eltern: Apple ver­langt aus recht­li­chen Grün­den einen Nach­weis dei­ner Voll­jäh­rig­keit, wenn du eine Kin­der-Apple-ID ein­rich­test. Das geschieht in der Regel über ein Zah­lungs­mit­tel (bei­spiels­wei­se eine Kre­dit­kar­te), das in dei­nem Eltern-Account hin­ter­legt ist.

Apple im Griff: Jugend­schutz per Bild­schirm­zeit auf iPho­ne und iPad

Im Menü unter „Ein­stel­lun­gen“ > „Bild­schirm­zeit“ fin­dest du alle wich­ti­gen Optio­nen. Du kannst hier ent­we­der das Gerät dei­nes Kin­des direkt kon­fi­gu­rie­ren oder die Ein­stel­lun­gen über dei­ne eige­ne Fami­li­en­frei­ga­be steu­ern. So rich­test du die wich­tigs­ten Berei­che ein:

  • Inhal­te schüt­zen: Über „Bild­schirm­zeit“ > „Beschrän­kun­gen“ > „Inhalts­be­schrän­kun­gen“ legst du fest, wel­che Web­sei­ten, Fil­me oder Apps erlaubt sind. Die Alters­stu­fen im App Store hel­fen dir bei der Ori­en­tie­rung. Hier kannst du auch stan­dard­mä­ßig inte­grier­te Apple-Apps wie Safa­ri oder Face­Time kom­plett aus­blen­den, falls sie noch nicht genutzt wer­den sollen.
  • App-Zei­ten anpas­sen: Unter „App-Limits“ kannst du ein­zel­nen Kate­go­rien oder bestimm­ten Spie­len täg­li­che Zeit­gren­zen zuwei­sen. Ist das Limit erreicht, schließt sich die Anwendung.
  • Käu­fe absi­chern: Über die Ein­stel­lung „Käu­fe im iTu­nes & App Store“ ent­schei­dest du, ob Down­loads und In-App-Käu­fe grund­sätz­lich dei­ne Zustim­mung per Pass­wort erfor­dern. Dein Kind kann dadurch nichts aus Ver­se­hen bestellen.
  • Aus­zei­ten fest­le­gen: Über die Opti­on „Aus­zeit“ defi­nierst du fes­te Pha­sen, in denen nur aus­ge­wähl­te Apps wie die Tele­fon­funk­ti­on oder Lern­pro­gram­me erreich­bar sind. Das ist beson­ders für die Nacht­ru­he oder die Haus­auf­ga­ben­zeit praktisch.
  • Game Cen­ter ein­schrän­ken: Im Bereich der Beschrän­kun­gen kannst du gezielt fest­le­gen, ob dein Kind Mul­ti­play­er-Spie­le spie­len, Bild­schirm­auf­nah­men beim Zocken machen oder eigen­stän­dig Freun­de hin­zu­fü­gen darf.

Ein ein­fa­ches Bei­spiel: Wenn dein Kind gern Vide­os schaut, aber manch­mal die Zeit ver­gisst, stellst du ein Limit von einer Stun­de ein. Das Gerät erin­nert dann freund­lich an die Pau­se und schal­tet dann ab.

Mehr dazu 
iPho­ne und iPad: Kin­der­si­che­rung einrichten 

Android-Gerä­te: Kon­trol­le mit Goog­le Fami­ly Link

Bei Android-Gerä­ten regelst du die Ein­stel­lun­gen über die kos­ten­lo­se App „Fami­ly Link“. Du ver­knüpfst das Goog­le-Kon­to dei­nes Kin­des mit dei­nem Smart­phone und steu­erst alle Fil­ter über dein eige­nes Gerät. Die wich­tigs­ten Funk­tio­nen im Überblick:

  • App-Frei­ga­ben: Lädt dein Kind eine neue App her­un­ter, blo­ckiert Fami­ly Link den Start. Du erhältst eine Benach­rich­ti­gung, prüfst und gibst die App erst dann frei.
  • Nut­zungs­zei­ten regeln: Du kannst täg­li­che Limits für die gesam­te Gerä­te­nut­zung fest­le­gen und eine fes­te Schla­fens­zeit defi­nie­ren, zu der sich das Device auto­ma­tisch sperrt.
  • Web­sei­ten fil­tern: Über Fami­ly Link kannst du fest­le­gen, ob Chro­me unge­eig­ne­te Web­sites blo­ckie­ren soll. Zusätz­lich kannst du ein­zel­ne Inter­net­adres­sen manu­ell erlau­ben oder sperren.
  • Stand­ort abfra­gen: Über die App lässt sich der aktu­el­le Auf­ent­halts­ort des Geräts anzei­gen. Das hilft dir, wenn das Smart­phone mal ver­schwun­den ist.

Gut zu wis­sen: Du kannst die Fami­ly Link-App als Eltern­teil auch auf einem iPho­ne nut­zen, um das Android-Gerät dei­nes Kin­des zu verwalten

Mehr dazu 
Goog­le Fami­ly Link: So nutzt du die Kindersicherung 

Nur eine App zulassen

Möch­test du dein eige­nes Smart­phone oder Tablet mal kurz an ein jün­ge­res Kind über­ge­ben, damit es nur ein bestimm­tes Video schaut oder nur ein Spiel spielt? Dafür öff­nest du zuerst die gewünsch­te App, Web­site oder ein Video, danach fixierst du genau die­se App auf dem Bild­schirm (Android) oder star­test den Geführ­ten Zugriff (Apple).

Nut­ze dafür auf Android Gerä­ten die Funk­ti­on „Bild­schirm­fi­xie­rung“ – je nach Gerät und Ver­si­on auch „Bild­schirm anhef­ten“ oder „App anpin­nen“ genannt. Du fin­dest die­sen Punkt unter „Ein­stel­lun­gen > „Daten­schutz & Sicher­heit“ oder unter „Sicher­heit wech­seln“ (je nach Gerät).

Auf Apple-Gerä­ten heißt die Funk­ti­on „Geführ­ter Zugriff“. Um sie zu akti­vie­ren, öff­ne „Ein­stel­lun­gen“> „Bedie­nungs­hil­fen“ und wäh­le „Geführ­ter Zugriff“.

Ein­mal in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen von Android oder iOS akti­viert, kannst du eine geöff­ne­te App auf dem Bild­schirm sper­ren. Das Kind kann die Anwen­dung dann nicht mehr selbst­stän­dig ver­las­sen und gelangt nicht an dei­ne pri­va­ten Daten oder unge­eig­ne­te Internetseiten.

Wich­ti­ger Schutz: Dritt­an­bie­ter­sper­re aktivieren

Neben den Sys­tem­ein­stel­lun­gen gibt es einen wei­te­ren wich­ti­gen Schutz vor uner­war­te­ten Kos­ten: die Dritt­an­bie­ter­sper­re beim Mobil­funk­an­bie­ter. Sie schiebt fie­sen Abo­fal­len und Wer­be­ban­ner-Tricks einen Rie­gel vor. Die Akti­vie­rung ist kos­ten­los und lässt sich meis­tens mit weni­gen Klicks in der Ser­vice-App dei­nes Mobil­funk­pro­vi­ders oder über die Kun­den­hot­line ein­rich­ten. So blo­ckierst du exter­ne Diens­te, die hohe Kos­ten ver­ur­sa­chen können.

Pri­vat­sphä­re in Mes­sen­ger-Apps schützen

Sobald Kin­der älter wer­den, ste­hen Chat-Pro­gram­me ganz oben auf der Wunsch­lis­te. Belieb­te Apps wie Whats­App soll­test du vor der Nut­zung gemein­sam mit dei­nem Kind kin­der­si­cher ein­stel­len, um uner­wünsch­te Kon­takt­auf­nah­men zu unterbinden:

  • Alters­gren­zen beach­ten: Offi­zi­ell ist die Nut­zung von Whats­App in der EU erst ab 16 Jah­ren erlaubt. Bei vie­len ande­ren Mes­sen­gern liegt die Gren­ze bei 13 Jahren.
  • Sicht­bar­keit mini­mie­ren: Schal­te in den Daten­schutz­ein­stel­lun­gen Optio­nen wie den Online­sta­tus („Zuletzt online“), das Pro­fil­bild und den Info­text auf „Nur Kon­tak­te“ oder „Nie­mand“. Damit ver­hin­derst du, dass frem­de Per­so­nen die­se Daten ein­se­hen können.
  • Lese­be­stä­ti­gun­gen aus­schal­ten: Das Deak­ti­vie­ren der blau­en Haken nimmt den sozia­len Druck und den per­ma­nen­ten Ant­wort­zwang aus den Chats.
  • Grup­pen­ein­la­dun­gen beschrän­ken: Stel­le die Berech­ti­gung für Grup­pen so ein, dass nur gespei­cher­te Kon­tak­te dein Kind zu neu­en Grup­pen­chats hin­zu­fü­gen dür­fen. Das ver­hin­dert, dass dein Kind unge­fragt in unkon­trol­lier­ba­re Klas­sen­chats oder Spam-Grup­pen gezo­gen wird.

Lap­top und PC kin­der­si­cher einrichten

Spä­tes­tens mit dem Start der Schul­zeit wer­den Lap­tops und Desk­top-Com­pu­ter wich­ti­ger. Um auch hier für Sicher­heit zu sor­gen, musst du kein Tech­nik-Pro­fi sein. Sowohl Win­dows als auch macOS brin­gen von Haus aus eige­ne Menüs mit, die über­sicht­lich gestal­tet sind und sich mit weni­gen Klicks an das Alter dei­nes Kin­des anpas­sen lassen.

Win­dows: Kin­der­si­che­rung mit Micro­soft Fami­ly Safety

Über das kos­ten­lo­se Pro­gramm Micro­soft Fami­ly Safe­ty und ein Micro­soft-Fami­li­en­kon­to rich­test du für dein Kind ein eige­nes Nut­zer­pro­fil auf dem PC ein. Unter „Ein­stel­lun­gen“ > „Kon­ten“ > „Fami­lie“ ver­knüpfst du das Pro­fil auf dem Gerät. Die Berech­ti­gun­gen ver­wal­test du anschlie­ßend zen­tral im Brow­ser oder über die Fami­ly Safe­ty-App. Die­se Funk­tio­nen ste­hen dir zur Verfügung:

  • Web­fil­ter akti­vie­ren: Der Fil­ter blo­ckiert unge­eig­ne­te Web­sei­ten auto­ma­tisch im Edge-Brow­ser. Such­ergeb­nis­se über Bing wer­den über die Funk­ti­on „Saf­eSe­arch“ jugend­frei gehal­ten. Der Fil­ter funk­tio­niert aller­dings aus­schließ­lich im Edge-Brow­ser. Damit dein Kind die­sen Schutz nicht durch ande­re Brow­ser (wie Chro­me oder Fire­fox) umgeht, soll­test du die­se in den App-Limits kom­plett sperren.
  • Apps und Spie­le begren­zen: Du legst fest, wel­che Alters­stu­fen bei Pro­gram­men erlaubt sind. Down­loads aus dem Micro­soft Store erfor­dern dei­ne Genehmigung.
  • Bild­schirm­zeit fest­le­gen: Du bestimmst für jeden Wochen­tag prä­zi­se, in wel­chem Zeit­raum und wie vie­le Stun­den der PC genutzt wer­den darf.

Ein prak­ti­sches Bei­spiel: Wenn dein Kind an einem Lap­top für die Schu­le arbei­tet, kannst du Lern­pro­gram­me frei­ge­ben und Spie­le wäh­rend der Schul­zei­ten aus­blen­den. Und: Kin­der spie­len oft nicht nur am PC, son­dern auch an der Kon­so­le. Da Micro­soft-Kon­ten platt­form­über­grei­fend funk­tio­nie­ren, lässt sich die Xbox direkt mitsichern.

Mehr dazu 
Micro­soft Fami­ly Safe­ty: Mach dei­nen PC kindersicher 

macOS: Sicher­heit über die Bildschirmzeit

macOS nutzt den­sel­ben Funk­ti­ons­be­reich wie das iPho­ne. Du fin­dest die zen­tra­len Optio­nen in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen unter dem Punkt „Bild­schirm­zeit“:

  • Web­fil­ter nut­zen: Du kannst den Zugriff auf jugend­freie Web­sei­ten beschrän­ken oder den Brow­ser Safa­ri so ein­stel­len, dass nur expli­zit von dir frei­ge­ge­be­ne Inter­net­sei­ten auf­ge­ru­fen wer­den können.
  • Erlaub­te Apps: Bestimm­te Pro­gram­me las­sen sich für das Kin­der­pro­fil kom­plett aus­blen­den oder mit einem Zeit­li­mit versehen.
  • Kom­mu­ni­ka­ti­on beschrän­ken: Du kannst fest­le­gen, dass dein Kind wäh­rend der Bild­schirm­zeit oder der Aus­zeit nur mit Kon­tak­ten aus dem Tele­fon­buch kom­mu­ni­zie­ren darf. So beschränkst du Tele­fon­an­ru­fe (über iPhone‑Weiterleitung), Face­Time und Nach­rich­ten (iMes­sa­ge und SMS, soweit ange­bun­den) auf die in der Kontakte‑App gespei­cher­ten Personen.

Die Ober­flä­che ist auf dem Mac genau­so auf­ge­baut wie auf dem iPad, sodass du jede Ein­stel­lung schnell wiederfindest.

Gefah­ren­quel­len im Inter­net minimieren

Die nor­ma­len Such­ma­schi­nen sind für Erwach­se­ne kon­zi­piert und lie­fern trotz Fil­ter manch­mal unpas­sen­de Tref­fer. Für die ers­ten Schrit­te im Netz lohnt es sich, spe­zi­el­le Kin­der­such­ma­schi­nen wie „Frag Finn“ oder „Blin­de Kuh“ im Brow­ser als Start­sei­te ein­zu­rich­ten. Die­se Por­ta­le lis­ten aus­schließ­lich redak­tio­nell geprüf­te, alters­ge­rech­te Web­sei­ten auf und bie­ten einen geschütz­ten Raum für die Recher­che für Haus­auf­ga­ben oder ers­te eige­ne Interessen.

Pas­send dazu 
Jetzt kaufen 

Ent­spannt durch den digi­ta­len Familienalltag

Mit weni­gen Schrit­ten machst du Smart­phone, Tablet und Lap­top dei­nes Kin­des siche­rer. Die ein­ge­bau­ten Funk­tio­nen hel­fen dir, Inhal­te zu fil­tern, Zei­ten zu steu­ern und den Über­blick zu behal­ten. So ent­steht ein digi­ta­ler All­tag, der zu dei­nem Kind passt und zugleich Frei­raum lässt. Wenn die Ein­stel­lun­gen ste­hen, kön­nen Kin­der neu­gie­rig blei­ben – und du bleibst entspannt.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.

Time to share:  Falls dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns!