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Haushalt

Ver­gleich: Die belieb­tes­ten Indoor-Heizstrahler

Per Heizstrahler lässt sich angenehme Wärme schnell und punktuell ins Haus holen.

Der Win­ter zeigt uns die kal­te Schul­ter – teils mit star­ken Minus­tem­pe­ra­tu­ren. Da ist es schön, wenn sich ein wenig zusätz­li­che Wär­me in die eige­nen vier Wän­de brin­gen lässt. Beson­ders kos­ten­güns­tig und ein­fach mög­lich ist das mit Heiz­strah­lern. Die arbei­ten rela­tiv punk­tu­ell und somit auch effi­zi­ent. Model­le gibt es vie­le, meist in Turm-Form. Hier fin­dest du die belieb­tes­ten Model­le im Vergleich.

Die belieb­tes­ten Indoor-Heiz­strah­ler in der Übersicht

Für unse­ren Ver­gleich der belieb­tes­ten Indoor-Heiz­strah­ler schau­en wir auf die Top­sel­ler aus dem OTTO-Shop. Genau­er auf die drei am meis­ten ver­kauf­ten Pro­duk­te der Kate­go­rie. Außer­dem stel­len wir einen Redak­ti­ons-Tipp vor, den wir auf­grund eige­ner Erfah­rung oder eines beson­ders nied­ri­gen Prei­ses aus­wäh­len. Bevor es in den Ver­gleich und die Beschrei­bung der ein­zel­nen Pro­duk­te im Detail geht, hier eine kur­ze Über­sicht der Produkte:

Tabel­le: Daten der belieb­tes­ten Indoor-Heizstrahler

ICQN IC2300.RTro­ni­Tech­nik KH-064Are­bos AR-HE-TH1500LSTK Grup­pe Heizstrahler
Bild von einem ICQN Heizstrahler IC2300.R.Bild von einem TRONITECHNIK Heizstrahler KH-064.Bild von einem AREBOS Heizstrahler.Bild von einem TK GRUPPE Heizstrahler.
Bau­wei­seStand­ge­rät (Turm)Stand­ge­rät (Turm)Stand­ge­rät (Turm)Stand­ge­rät
Leis­tung2.300 Watt2.000 Watt1.500 Watt800 Watt
Heiz­leis­tung einstellbarJa, 4 StufenJa, 2 StufenJa, 2 StufenJa
Art der BedienungBedien­feld, FernbedienungBedien­feld, FernbedienungBedien­feld, Fern­be­die­nung (nur Licht)Bedien­feld
Dis­play integriertJaJaNeinNein
Auch für außen geeignetJaJaJaNein
Abmes­sun­gen (H x B X T)100 x 34 x 40 cmunbe­kannt100 x 30 x 30 cmunbe­kannt
Gewicht3,8 kgunbe­kannt11,0 kgunbe­kannt
Beson­der­hei­tenSleep-Timer, Umkipp­schutzKamin­funk­ti­on, TimerEin­stell­ba­re LED-BeleuchtungTra­ge­griff
Ster­ne­be­wer­tung bei OTTO.de3,8 von 54,2 von 54,0 von 53,6 von 5
Preis (UVP)333,90 Euro89,99 Euro199,90 Euro19,99 Euro
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Die belieb­tes­ten Indoor-Heiz­strah­ler: Pro­duk­te im Detail

Top­sel­ler bei OTTO.de: ICQN IC2300.R

Der Heiz­strah­ler von ICQN ver­steht sich als Pre­mi­um-Gerät. Das zeigt allei­ne schon die hohe Leis­tung von bis zu 2.300 Watt, womit der IC2300.R ordent­lich Wär­me erzeugt. Der ein Meter hohe Turm schafft es, eini­ges an Flä­che zu hei­zen. Der Her­stel­ler gibt etwa 23 Qua­drat­me­ter an, die das Heiz­ge­rät auf­wär­men kann. Weil es sich um Infra­rot­wär­me han­delt, geschieht das prak­tisch geräusch­los. Somit eig­net sich der Heiz­strah­ler sogar für die Nacht, gera­de mit dem Sleep-Timer, der auf bis zu 9 Stun­den ein­stell­bar ist. Apro­pos ein­stell­bar: Die Heiz­leis­tung ist vier­stu­fig regu­lier­bar – ent­we­der direkt am Gerät oder per Fern­be­die­nung. Damit du auch weißt, wel­che Stu­fe gera­de ein­ge­stellt ist, hat ICQN ein Dis­play ange­bracht, das die Leis­tung anzeigt.

Beson­ders prak­tisch in Haus­hal­ten mit klei­nen Kin­dern oder Tie­ren ist der inte­grier­te Umkipp­schutz. Soll­te das Gerät mal über die üppi­ge Basis kip­pen, schal­tet es sich blitz­schnell auto­ma­tisch ab, um Schä­den zu ver­mei­den. Durch sei­ne IP20-Zer­ti­fi­zie­rung ist der IC2300.R zwar auch für den Außen­be­reich geeig­net, soll­te dort aber über­dacht stehen.

Bei den Kun­din­nen und Kun­den fal­len fol­gen­de Punk­te posi­tiv und nega­tiv auf:

Pro

  • Sehr gute Heizleistung
  • Gute Ver­ar­bei­tung
  • Ein­fa­che Steuerung
  • Fern­be­dien­bar
  • Umkipp­schutz

Con­tra

  • Rela­tiv teuer
  • Bei Maxi­mal­leis­tung hoher Stromverbrauch
Pas­send dazu 

Platz 2 bei OTTO.de: Tro­ni­Tech­nik KH-064

Eben­falls eher im Pre­mi­um-Seg­ment zu Hau­se ist der KH-064 von Tro­ni­Tech­nik.  Der Heiz­lüf­ter kommt aller­dings mit etwas weni­ger Maxi­mal­leis­tung, die aber mit 2.000 Watt noch immer rela­tiv hoch ist. Ein­stell­bar ist das Gerät auch, aller­dings ohne fes­te Stu­fen, son­dern über eine Tem­pe­ra­tur­re­ge­lung. Die geht von 15 bis 45 Grad. Um die Tem­pe­ra­tu­ren strom­spa­ren­der zu errei­chen, lässt sich der KH-064 auch in einem Eco-Modus mit begrenz­ter Leis­tung von 1.400 Watt betrei­ben. Doch die Hei­zung allei­ne macht das Gerät von Tro­ni­Tech­nik nicht aus. Inte­griert ist näm­lich auch noch ein simu­lier­ter Flam­men­ef­fekt, damit Kamin-Fee­ling auf­kommt. Das soll für mehr Gemüt­lich­keit sorgen.

Einen Umkipp­schutz gibt es hier übri­gens auch, was für mehr Sicher­heit sorgt. Über die Fern­be­die­nung lässt sich das Gerät fern­steu­ern, ein Dis­play zeigt die Heiz­leis­tung an. Und ja, ein Timer ist auch integriert.

Bei den Kun­din­nen und Kun­den fal­len fol­gen­de Punk­te posi­tiv und nega­tiv auf:

Pro

  • Sehr gute Heizleistung
  • Gute Ver­ar­bei­tung
  • Fern­be­dien­bar
  • Kamin-Funk­ti­on
  • Umkipp­schutz

Con­tra

  • Wegen Luft­hei­zung etwas lauter
  • Auf höchs­ter Stu­fe rela­tiv hoher Stromverbrauch
Pas­send dazu 

Platz 3 bei OTTO.de: Are­bos AR-HE-TH1500LS

Pre­mi­um scheint sehr beliebt zu sein bei den Kund*innen auf OTTO.de, denn auch der Are­bos AR-HE-TH1500LS gehört in die­ses Seg­ment. Der Turm-Heiz­lüf­ter muss im Ver­gleich aber mit weni­ger Leis­tung aus­kom­men, näm­lich nur mit 1.500 Watt maxi­mal. Ordent­lich Wär­me soll­te das Gerät aber den­noch spen­den. Und die Infra­rot-Leucht­mit­tel im Are­bos haben einen ent­schei­den­den Vor­teil, denn sie set­zen auf „Low-Glare“-Technik. Sie sorgt dafür, dass das Licht im Betrieb nicht so stark blen­det. Licht ist ohne­hin ein The­ma bei dem Gerät, denn eine ein­stell­ba­re LED-Beleuch­tung sorgt für etwas Atmo­sphä­re, natür­lich ist sie dimm- und abschalt­bar. Und für etwas Par­ty-Fee­ling gibt es sogar Lichteffekte.

Der AR-HE-TH1500LS ist durch­aus auch für den Außen­be­reich geeig­net. Für mehr Sicher­heit ist auch hier ein Kipp­schutz mit auto­ma­ti­scher Abschal­tung inte­griert. Scha­de: Einen Timer gibt es bei die­sem Modell nicht.

Bei den Kun­din­nen und Kun­den fal­len fol­gen­de Punk­te posi­tiv und nega­tiv auf:

Pro

  • Gute Heiz­leis­tung
  • Gute Ver­ar­bei­tung
  • Schi­cke Lichteffekte
  • Umkipp­schutz
  • Blend­schutz für Leuchtmittel

Con­tra

  • Kein Dis­play
  • Nur Licht fernsteuerbar
  • Kein Timer
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Unser Redak­ti­ons-Tipp: TK Grup­pe Heizlüfter

Unter den belieb­tes­ten Gerä­ten ist zum Glück auch ein etwas güns­ti­ge­res Modell. Der Heiz­strah­ler der TK Grup­pe kos­tet deut­lich weni­ger als der Rest, leis­tet aber auch weni­ger. Mit 800 Watt liegt er deut­lich unter den ande­ren Gerä­ten im Ver­gleich. Er ist aber auch viel klei­ner gebaut und des­halb fle­xi­bel ein­setz­bar. Damit das umso bes­ser klappt, ist in das Gerät ein Tra­ge­griff inte­griert. Viel mehr gibt es dazu aber auch nicht zu sagen, denn viel ein­fa­cher könn­te ein Heiz­lüf­ter nicht sein. Ein klei­nes Dreh­räd­chen steu­ert die Heiz­kraft, Extras wie ein Timer oder Ähn­li­ches fehlen.

Bei den Kun­din­nen und Kun­den fal­len fol­gen­de Punk­te posi­tiv und nega­tiv auf:

Pro

  • Kom­pak­te Bauweise
  • Inte­grier­ter Tragegriff
  • Sehr nied­ri­ger Preis

Con­tra

  • Ver­gleichs­wei­se gerin­ge Leistung
  • Kei­ne Extras
  • Leis­tung unge­nau einstellbar
  • Kei­ne Sicherheitsfunktionen
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Kauf­be­ra­tung: Auf was du bei Indoor-Heiz­lüf­tern ach­ten solltest

Indoor-Heiz­lüf­ter gehö­ren zu den ein­fachs­ten Mög­lich­kei­ten, einen Raum kurz­fris­tig zusätz­lich zu erwär­men. Gera­de in der Über­gangs­zeit, in wenig genutz­ten Räu­men oder bei aus­ge­fal­le­ner Hei­zung schaf­fen sie schnell Wär­me, sind aber in Sachen Ener­gie­ver­brauch und Sicher­heit nicht unpro­ble­ma­tisch. Als Haupt­hei­zung sind sie des­halb abso­lut unge­eig­net. Doch im Fol­gen­den mehr zu den ver­schie­de­nen Aspek­ten von Heizlüftern.

Funk­ti­ons­wei­se und typi­sche Einsatzgebiete

Ein Heiz­lüf­ter ist im Kern ein elek­tri­sches Gerät, das Luft über ein Heiz­ele­ment lei­tet und erwärmt. Ein Geblä­se ver­teilt die­se Warm­luft im Raum, wes­halb die Tem­pe­ra­tur meist deut­lich schnel­ler steigt als bei klas­si­schen Heiz­kör­pern oder Kon­vek­to­ren. Typi­sche Leis­tun­gen lie­gen im Bereich von etwa 1.500 bis 2.000 Watt, was für klei­ne­re bis mit­tel­gro­ße Räu­me aus­reicht, sofern eine aus­rei­chen­de Wär­me­däm­mung vor­han­den ist.

Ein­ge­setzt wer­den Indoor-Heiz­lüf­ter vor allem als Zusatz­hei­zung, etwa im Home­of­fice, im Gäs­te­zim­mer, im Bad oder in sel­ten genutz­ten Räu­men, die nicht dau­er­haft beheizt wer­den sol­len. Auch bei kurz­fris­ti­gen Situa­tio­nen wie kal­ten Aben­den, pro­vi­so­ri­schen Arbeits­räu­men oder als Not­lö­sung bei Hei­zungs­stö­run­gen sind sie ver­brei­tet, aller­dings mit kla­ren Gren­zen, was die Wirt­schaft­lich­keit betrifft.

Arten von Indoor-Heizlüftern

Im Han­del fin­den sich im Wesent­li­chen zwei Bau­ar­ten: klas­si­sche Heiz­lüf­ter mit Draht- oder Rohr­heiz­kör­per und Kera­mik-Heiz­lüf­ter. Bei den ein­fa­chen Model­len erhitzt ein Draht­wen­del oder eine Heiz­spi­ra­le die Luft direkt. Die­se Gerä­te sind oft beson­ders güns­tig, kön­nen aber ver­gleichs­wei­se heiß wer­den und sind etwas lauter.

Kera­mik-Heiz­lüf­ter besit­zen statt­des­sen ein kera­mi­sches Heiz­ele­ment, das als siche­rer und lang­le­bi­ger gilt. Sie erwär­men sich meist nicht ganz so stark an der Ober­flä­che, haben oft eine fei­ne­re Leis­tungs­steue­rung und wer­den häu­fig als lei­ser und ange­neh­mer im Betrieb beschrie­ben, lie­gen dafür aber preis­lich etwas höher. Bei­de Vari­an­ten funk­tio­nie­ren nach dem Prin­zip der Kon­vek­ti­on, also der Erwär­mung der Raum­luft, und eig­nen sich pri­mär für geschlos­se­ne Innenräume.

Leis­tung, Raum­grö­ße und Stromverbrauch

Ein zen­tra­ler Punkt bei der Aus­wahl ist die Heiz­leis­tung in Watt. Vie­le emp­feh­lens­wer­te Gerä­te für den Innen­raum arbei­ten mit etwa 2.000 Watt und kön­nen damit bei guter Däm­mung Räu­me bis unge­fähr 20 bis 30 Qua­drat­me­ter spür­bar erwär­men. Für klei­ne­re Räu­me wie Bäder oder Arbeits­zim­mer genügt oft auch ein 1.500-Watt-Gerät, das etwas weni­ger Strom zieht und mit nied­ri­ge­rer Geräusch­ent­wick­lung aus­kom­men kann.

Wich­tig ist jedoch: Elek­tri­sche Direkt­hei­zun­gen wie Heiz­lüf­ter wan­deln Strom nahe­zu eins zu eins in Wär­me um, ver­brau­chen also für eine Kilo­watt­stun­de Wär­me jeweils eine Kilo­watt­stun­de Strom. Das macht sie in der Anschaf­fung zwar güns­tig, im lau­fen­den Betrieb aber deut­lich teu­rer als zen­tra­le Heiz­sys­te­me wie Gas- oder Wär­me­pum­pen­hei­zun­gen. Der Ein­satz lohnt sich wirt­schaft­lich also eher für kur­ze Nut­zungs­zei­ten oder geziel­te Zonen­wär­me, nicht als dau­er­haf­te Kom­plett­hei­zung einer Wohnung.

Sicher­heit: Unver­zicht­ba­re Basis

Weil Heiz­lüf­ter mit hohen Tem­pe­ra­tu­ren und star­ker elek­tri­scher Leis­tung arbei­ten, spielt das The­ma Sicher­heit eine zen­tra­le Rol­le. Her­stel­ler und Prüf­or­ga­ni­sa­tio­nen emp­feh­len, beim Kauf auf Prüf­sie­gel wie das GS-Zei­chen („Geprüf­te Sicher­heit“) oder TÜV-Zer­ti­fi­ka­te zu ach­ten. Die­se Hin­wei­se deu­ten dar­auf hin, dass das Gerät grund­le­gen­de Stan­dards in Bezug auf elek­tri­sche Sicher­heit, Iso­la­ti­on und Brand­schutz erfüllt.

Ein wich­ti­ges Aus­stat­tungs­merk­mal ist der inte­grier­te Über­hit­zungs­schutz, der das Gerät auto­ma­tisch abschal­tet, wenn es zu heiß wird – etwa, weil Luft­schlit­ze ver­deckt sind oder das Geblä­se blo­ckiert. Eben­falls sinn­voll ist ein Umkipp­schutz bei Stand­ge­rä­ten: Wird der Heiz­lüf­ter ver­se­hent­lich umge­sto­ßen, unter­bricht ein Sen­sor sofort die Strom­zu­fuhr. Gene­rell gilt: Heiz­lüf­ter soll­ten nie­mals in unmit­tel­ba­rer Nähe von Vor­hän­gen, Möbeln, Decken oder ande­ren brenn­ba­ren Mate­ria­li­en betrie­ben und nicht zum Trock­nen von Wäsche zweck­ent­frem­det wer­den, da sonst erhöh­te Brand­ge­fahr besteht.

Ein­satz im Bad und in Feuchträumen

Ein beson­de­rer Bereich sind Bäder und ande­re Feucht­räu­me. Vie­le Stan­dard-Heiz­lüf­ter ver­fü­gen über kei­nen Spritz­was­ser­schutz und sind daher für den Ein­satz in unmit­tel­ba­rer Nähe von Dusche oder Wasch­be­cken nicht geeig­net. Wer ein Gerät im Bad nut­zen möch­te, soll­te auf die pas­sen­de Schutz­klas­se (z. B. IP-Schutz­art) ach­ten und es so plat­zie­ren, dass kein Was­ser direkt ein­drin­gen kann.

Zudem raten Sicher­heits­exper­tin­nen dazu, Heiz­ge­rä­te in Feucht­räu­men nur unter Auf­sicht zu ver­wen­den und nach dem Auf­hei­zen wie­der aus­zu­schal­ten. Kin­der soll­ten mit sol­chen Gerä­ten grund­sätz­lich nicht unbe­auf­sich­tigt blei­ben, da neben Ver­bren­nungs­ge­fahr auch das Risi­ko eines Strom­schlags besteht, etwa wenn Gegen­stän­de in die Lüf­tungs­schlit­ze gesteckt werden.

Laut­stär­ke und Komfortfunktionen

Vie­le Heiz­lüf­ter arbei­ten mit einem Geblä­se, das zwangs­läu­fig Geräu­sche ver­ur­sacht. Je nach Modell schwankt der Schall­druck­pe­gel deut­lich. Test­be­rich­te nen­nen hier Wer­te um 50 bis knapp 60 Dezi­bel, ver­gleich­bar mit einem lau­fen­den PC-Lüf­ter oder lei­ser Gesprächs­laut­stär­ke. Wer den Heiz­lüf­ter im Schlaf­zim­mer oder im ruhi­gen Home­of­fice nut­zen möch­te, soll­te gezielt nach Gerä­ten mit aus­ge­wie­sen lei­sem Betrieb und meh­re­ren Leis­tungs­stu­fen suchen, um not­falls auf eine nied­ri­ge­re, lei­se­re Stu­fe aus­wei­chen zu können.

Moder­ne Heiz­lüf­ter bie­ten häu­fig Kom­fort­funk­tio­nen wie digi­ta­le Ther­mo­sta­te, Timer, meh­re­re Heiz­stu­fen, Eco-Modi oder eine Oszil­la­ti­ons­funk­ti­on, bei der das Gerät den Luft­strom lang­sam schwenkt, um den Raum gleich­mä­ßi­ger zu erwär­men. Auch Fern­be­die­nun­gen sind ver­brei­tet und erhö­hen den Bedien­kom­fort, beson­ders wenn der Heiz­lüf­ter auf dem Boden steht oder wei­ter ent­fernt plat­ziert ist. Sol­che Extras stei­gern zwar meist den Preis, machen die täg­li­che Nut­zung aber spür­bar ange­neh­mer und effi­zi­en­ter, weil der Heiz­lüf­ter nicht län­ger als nötig läuft.

Wirt­schaft­lich­keit und sinn­vol­ler Einsatz

Aus ener­gie- und kos­ten­tech­ni­scher Sicht wer­den Heiz­lüf­ter von Ener­gie­be­ra­tungs­stel­len klar als Not- oder Zusatz­lö­sung ein­ge­stuft. Ver­gli­chen mit gas- oder fern­wär­me­ba­sier­ten Zen­tral­hei­zun­gen stei­gen sowohl die Strom­kos­ten als auch die CO₂-Bilanz, weil für die Erzeu­gung von Strom in der Regel mehr Pri­mär­ener­gie auf­ge­wen­det wer­den muss. Wer also dau­er­haft gan­ze Woh­nun­gen oder Häu­ser mit Strom­hei­zun­gen betreibt, zahlt häu­fig deut­lich mehr als mit einer effi­zi­en­ten Zentralheizung.

Sinn­voll kann der Ein­satz sein, wenn nur ein­zel­ne Räu­me zeit­wei­se erwärmt wer­den sol­len, zum Bei­spiel ein Arbeits­zim­mer, das sonst kühl bleibt, oder ein Gäs­te­zim­mer, das nur gele­gent­lich genutzt wird. Eben­falls prak­ti­ka­bel ist der kurz­fris­ti­ge Ein­satz, etwa um einen Raum vor dem Duschen oder vor dem Schla­fen­ge­hen gezielt anzu­wär­men. Wer den Strom­ver­brauch im Blick behal­ten möch­te, kann sich an Faust­re­geln ori­en­tie­ren: Ein 2.000-Watt-Heizlüfter ver­ur­sacht pro Stun­de nahe­zu 2 Kilo­watt­stun­den Strom­ver­brauch, was sich – je nach Tarif – schnell sum­mie­ren kann.

Preis­be­rei­che und Marken

Heiz­lüf­ter sind in der Anschaf­fung ver­gleichs­wei­se güns­tig. Ein­fa­che Model­le begin­nen bereits im Bereich von etwa 20 bis 30 Euro, wäh­rend hoch­wer­ti­ge­re Kera­mik-Heiz­lüf­ter mit mehr Kom­fort­funk­tio­nen meist zwi­schen etwa 50 und 100 Euro lie­gen. Spe­zia­li­sier­te Gerä­te, etwa für den Semi-Pro­fi­be­reich oder mit beson­ders lei­ser Tech­nik, kön­nen dar­über hin­aus­ge­hen, rich­ten sich aber eher an beson­de­re Einsatzzwecke.

In Tests und Ver­glei­chen wer­den regel­mä­ßig Mar­ken wie Dreo, Güde, Tro­tec, Ein­hell oder diver­se Han­dels­mar­ken gro­ßer Elek­tronik­händ­ler genannt. Gute Gerä­te zeich­nen sich durch eine sta­bi­le Ver­ar­bei­tung, zuver­läs­si­ge Ther­mo­sta­te, kla­re Sicher­heits­fea­tures und einen ver­tret­ba­ren Geräusch­pe­gel aus. No-Name-Model­le kön­nen im Ein­zel­fall funk­tio­nie­ren, jedoch fehlt hier mit­un­ter eine trans­pa­ren­te Doku­men­ta­ti­on zur Sicher­heit oder ein ver­läss­li­cher Kundendienst.

Vor- und Nach­tei­le von Indoor-Heizlüftern

Vor­tei­le von Indoor-Heizlüftern

  • Schnel­le Wär­me­ent­wick­lung: Heiz­lüf­ter brin­gen inner­halb weni­ger Minu­ten spür­ba­re Wär­me in den Raum, weil das Geblä­se die war­me Luft direkt ver­teilt. Oder Infra­rot­wär­me direkt wirkt.
  • Fle­xi­bler Ein­satz: Die Gerä­te las­sen sich leicht von Raum zu Raum tra­gen und kön­nen genau dort genutzt wer­den, wo gera­de zusätz­li­che Wär­me gebraucht wird.
  • Gerin­ge Anschaf­fungs­kos­ten: Im Ver­gleich zu sta­tio­nä­ren Heiz­sys­te­men sind Heiz­lüf­ter in der Anschaf­fung rela­tiv günstig.
  • Ein­fa­che Bedie­nung: Meist rei­chen ein Ein-/Aus­schal­ter und ein Dreh­reg­ler für Tem­pe­ra­tur oder Heiz­stu­fe, sodass die Nut­zung sehr unkom­pli­ziert ist.
  • Ide­al als Zusatz­hei­zung: Sie eig­nen sich gut, um ein­zel­ne Räu­me kurz­fris­tig zu unter­stüt­zen, etwa Home­of­fice, Gäs­te­zim­mer oder Bad vor dem Duschen.
  • Kom­pak­te Bau­wei­se: Vie­le Model­le sind klein und leicht, brau­chen wenig Stell­flä­che und las­sen sich pro­blem­los verstauen.
  • Punk­tu­el­le Zonen­wär­me: Mit pas­sen­der Aus­rich­tung kann gezielt der Auf­ent­halts­be­reich erwärmt wer­den, ohne den gan­zen Raum aufzuheizen.

Nach­tei­le von Indoor-Heizlüfter

  • Hoher Strom­ver­brauch: Als elek­tri­sche Direkt­hei­zung wan­deln sie Strom eins zu eins in Wär­me um, was bei häu­fi­ger oder län­ge­rer Nut­zung teu­er wer­den kann.
  • Unge­eig­net als Dau­er­hei­zung: Für das dau­er­haf­te Behei­zen von Woh­nun­gen oder Häu­sern sind sie wirt­schaft­lich und öko­lo­gisch meist kei­ne sinn­vol­le Lösung.
  • Erhöh­te Brand­ge­fahr: Fal­sche Auf­stel­lung, zu gerin­ge Abstän­de zu Tex­ti­li­en oder ver­deck­te Luft­schlit­ze kön­nen zu Über­hit­zung und Brand­ri­si­ken führen.
  • Geräusch­ent­wick­lung: Das Geblä­se erzeugt hör­ba­re Lauf­ge­räu­sche, die in ruhi­gen Umge­bun­gen wie Schlaf­zim­mer oder Büro als stö­rend emp­fun­den wer­den können.
  • Tro­cke­ne Raum­luft: Die inten­si­ve Warm­luft kann die Luft­feuch­tig­keit redu­zie­ren, was Schleim­häu­te und Haut zusätz­lich belas­ten kann.
  • Begrenz­te Raum­grö­ße: Klei­ne­re Gerä­te schaf­fen nur klei­ne bis maxi­mal mit­tel­gro­ße Räu­me. In gro­ßen, schlecht gedämm­ten Räu­men ist die Wir­kung begrenzt.
  • Vor­sicht in Feucht­räu­men: Ohne geeig­ne­te Schutz­klas­se und rich­ti­ge Plat­zie­rung ist der Ein­satz im Bad kri­tisch, weil Spritz­was­ser und hohe Luft­feuch­tig­keit zu Risi­ken füh­ren können.

Alter­na­ti­ven zu den belieb­tes­ten Indoor-Heizlüftern

Hier fin­dest du ein paar wei­te­re Model­le, die es zwar nicht in die Bes­ten­lis­te geschafft haben, aber poten­zi­el­le Alter­na­ti­ven sind:

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FAQ: Häu­fi­ge Fra­gen und Ant­wor­ten zu Indoor-Heizlüftern

Ein Heiz­lüf­ter ist ein elek­tri­sches Gerät, das Raum­luft ansaugt, über ein Heiz­ele­ment führt und dann als Warm­luft wie­der in den Raum bläst. Dadurch ent­steht sehr schnell ein spür­ba­rer Tem­pe­ra­tur­an­stieg, weil nicht erst Bau­tei­le oder Heiz­kör­per auf­ge­heizt wer­den müs­sen, son­dern direkt die Luft erwärmt wird.

Heiz­lüf­ter eig­nen sich vor allem als Zusatz­hei­zung, etwa für klei­ne Räu­me, die nur gele­gent­lich genutzt wer­den, oder für kur­ze Auf­heiz­pha­sen im Bad, Home­of­fice oder Gäs­te­zim­mer. Für den dau­er­haf­ten Betrieb als Haupt­hei­zung sind sie wegen Strom­ver­brauch und Kos­ten in der Regel kei­ne sinn­vol­le Lösung, vor allem in grö­ße­ren oder schlecht gedämm­ten Räumen.

Der Ver­brauch hängt direkt von der Leis­tung und der Nut­zungs­dau­er ab: Ein Gerät mit 2.000 Watt benö­tigt pro Stun­de rund 2 Kilo­watt­stun­den Strom. Bei aktu­el­len Strom­prei­sen kann das schnell über einen Euro pro Betriebs­stun­de kos­ten, wes­halb län­ge­re täg­li­che Lauf­zei­ten deut­lich auf der Strom­rech­nung sicht­bar werden.

Tech­nisch wan­delt ein Heiz­lüf­ter Strom fast ver­lust­frei in Wär­me, ener­ge­tisch ist er also „effi­zi­ent“, aber Strom ist als Ener­gie­trä­ger deut­lich teu­rer als etwa Gas oder Fern­wär­me. Des­halb gel­ten Heiz­lüf­ter vor allem als wirt­schaft­lich sinn­voll, wenn sie nur kurz­zei­tig und punk­tu­ell ein­ge­setzt wer­den, etwa um einen Raum schnell anzuwärmen.

Vie­le Gerä­te sind tech­nisch für län­ge­ren Betrieb geeig­net, soll­ten aber aus Sicher­heits- und Kos­ten­grün­den nicht stun­den­lang durch­lau­fen, wenn es nicht zwin­gend nötig ist. Sinn­voll ist es, sie nur so lan­ge ein­zu­schal­ten, bis der Raum die gewünsch­te Tem­pe­ra­tur erreicht hat, und auf Ther­mo­stat, Timer oder eine exter­ne Zeit­schalt­uhr zu setzen.

Die größ­ten Risi­ken sind Über­hit­zung und Brand­ge­fahr, etwa wenn Luft­schlit­ze ver­deckt sind oder der Heiz­lüf­ter zu nah an Tex­ti­li­en, Möbeln oder Vor­hän­gen steht. Hin­zu kom­men mög­li­che Strom­un­fäl­le bei beschä­dig­ten Kabeln und die star­ke Erwär­mung der Aus­blas­zo­ne, sodass Ver­bren­nungs­ge­fahr besteht, vor allem für Kin­der und Haustiere.

Wich­tig sind geprüf­te Sicher­heits­sie­gel (z. B. GS oder TÜV), ein inte­grier­ter Über­hit­zungs­schutz und mög­lichst ein Kipp­schutz, der das Gerät beim Umfal­len auto­ma­tisch abschal­tet. Außer­dem spie­len pas­sen­de Leis­tung zur Raum­grö­ße, ein ein­stell­ba­res Ther­mo­stat, meh­re­re Heiz­stu­fen und ein akzep­ta­bler Geräusch­pe­gel eine gro­ße Rol­le im Alltag.

Heiz­lüf­ter kön­nen im Bad ver­wen­det wer­den, wenn sie aus­drück­lich für Feucht­räu­me zuge­las­sen sind und eine pas­sen­de Schutz­art (z. B. spritz­was­ser­ge­schützt) besit­zen. Sie soll­ten immer außer­halb von Spritz­was­ser­be­rei­chen auf­ge­stellt und nur unter Auf­sicht betrie­ben wer­den, um das Risi­ko von Strom­schlag und Brand zu minimieren.

Durch das ein­ge­bau­te Geblä­se ent­steht ein hör­ba­rer Geräusch­pe­gel, der je nach Modell von dezen­tem Rau­schen bis zu deut­lich wahr­nehm­ba­rem Lüf­ter­ge­räusch reicht. Wer das Gerät im Schlaf­zim­mer oder im ruhi­gen Büro nutzt, soll­te gezielt nach lei­sen Model­len und nach Gerä­ten mit meh­re­ren Leis­tungs­stu­fen suchen, um not­falls eine lei­se­re Stu­fe zu wählen.

Direkt gesund­heits­schäd­lich sind geprüf­te Gerä­te bei kor­rek­ter Nut­zung nicht, aller­dings wir­beln sie durch den Luft­strom Staub auf, was für man­che All­er­gi­ker unan­ge­nehm sein kann. Zudem kann die Luft tro­cke­ner wer­den, was Schleim­häu­te reizt; regel­mä­ßi­ges Lüf­ten und gege­be­nen­falls ein Luft­be­feuch­ter kön­nen die­se Effek­te abmildern.

Keramik‑Heizlüfter gel­ten als etwas siche­rer und lang­le­bi­ger, weil das kera­mi­sche Heiz­ele­ment weni­ger heiß an der Ober­flä­che wird und die Wär­me oft gleich­mä­ßi­ger abgibt. Sie sind in der Regel teu­rer als ein­fa­che Model­le mit Draht­hei­zun­gen, bie­ten dafür aber häu­fig lei­se­ren Betrieb, fei­ne­re Leis­tungs­stu­fen und zusätz­li­che Komfortfunktionen.

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