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Win­dows 10 Reco­very Par­ti­ti­on erstel­len: So geht’s!

Gut vorbereitet auf Probleme: Mit einer Recovery Partition können Sie schnell auf PC-Störungen reagieren.

Das ist der Alp­traum eines Com­pu­ter­be­nut­zers: Der Rech­ner star­tet nicht mehr, oder irgend­et­was hat das Betriebs­sys­tem so geschä­digt, dass eine Neu­in­stal­la­ti­on not­wen­dig ist. Gut, wenn Sie für einen sol­chen Fall vor­ge­beugt haben und das Sys­tem und ande­re Datei­en über eine soge­nann­te Reco­very Par­ti­ti­on wie­der­her­stel­len kön­nen. Wir zei­gen Ihnen, wie Sie die­se unter Win­dows 10 anlegen.

Fest­plat­ten kön­nen in soge­nann­te Par­ti­tio­nen geglie­dert wer­den. Das sind logi­sche Berei­che des Lauf­werks mit eige­nen Datei­sys­te­men, die vom Com­pu­ter wie sepa­ra­te zusätz­li­che Fest­plat­ten behan­delt wer­den. Der Vor­teil: Daten­pro­ble­me betref­fen nur die jewei­li­ge Par­ti­ti­on und nicht die gesam­te Fest­plat­te. Des­we­gen kön­nen Sie auf der­sel­ben Fest­plat­te eine Reco­very Par­ti­ti­on mit einer Daten­si­che­rung haben. Wir zei­gen im Fol­gen­den, wie Sie dafür die vor­han­de­ne Par­ti­ti­on anpas­sen, eine wei­te­re anle­gen und die­se als Reco­very Par­ti­ti­on konfigurieren.

Grö­ße der vor­han­de­nen Par­ti­ti­on anpassen

Bevor Sie eine Reco­very Par­ti­ti­on anle­gen, muss dafür auf der Fest­plat­te ent­spre­chend Platz geschaf­fen wer­den. Das erfor­dert das Ver­klei­nern der bereits bestehen Par­ti­ti­on. Vor­her soll­ten Sie prü­fen, ob die Fest­plat­te gene­rell genug Platz hat für die zusätz­li­che Par­ti­ti­on. Gehen Sie dafür im Explo­rer auf Die­ser PC und schau­en nach, wie viel frei­er Spei­cher­platz vor­han­den ist. Als Richt­li­nie für die benö­tig­te Men­ge kann das Maß die­nen, das Micro­soft für Rech­ner mit vor­in­stal­lier­ter Reco­very Par­ti­ti­on ver­an­schlagt: 4 — 12 Giga­byte. Ist dies erfüllt, fah­ren Sie so fort:

  1. Kli­cken Sie links unten mit der rech­ten Maus­tas­te auf das Start/Windows 10-Sym­bol und wäh­len aus dem Kon­text­me­nü Daten­trä­ger­ver­wal­tung. Das Pro­gramm zeigt Ihnen alle ange­schlos­se­nen Fest­plat­ten und vor­han­de­nen Par­ti­tio­nen. Im unte­ren Fens­ter­be­reich ist zu erken­nen, wel­che phy­si­schen Daten­trä­ger vor­han­den sind und wel­che Par­ti­tio­nen sie haben.
  2. Jetzt kli­cken Sie im unte­ren Fens­ter­be­reich mit der rech­ten Maus­tas­te auf das Lauf­werk, das Sie ver­klei­nern möch­ten. Wenn nur eine Fest­plat­te ver­baut ist und kein ande­rer Daten­trä­ger ange­schlos­sen ist (zum Bei­spiel USB-Stick/-Fest­plat­te), gibt es auch nur einen ange­zeig­ten Datenträger.
  3. Wäh­len Sie Volu­me ver­klei­nern. Es soll­te um das Maß ver­klei­nert wer­den, das Sie für die neue Par­ti­ti­on brau­chen. Geben Sie also den Wert an, der sich aus dem aktu­el­len Spei­cher­platz minus dem benö­tig­ten Platz ergibt.
  4. Mit Klick auf OK wird die Ver­klei­ne­rung gestartet.

Neue Par­ti­ti­on anlegen

Siche­rungs­al­ter­na­ti­ven, wenn die Fest­plat­te streikt

Der Vor­teil einer Reco­very Par­ti­ti­on ist: Wenn der Rech­ner streikt, brau­chen Sie nicht nach ande­ren Daten­trä­gern mit einer Siche­rung suchen. Der Nach­teil: Wenn der Rech­ner auf­grund eines Hard­ware­scha­dens der Fest­plat­te nicht funk­tio­niert, haben Sie im Zwei­fel auch kei­nen Zugriff auf die ret­ten­de Reco­very Partition.

Für sol­che Fäl­le soll­ten Sie eben­falls vor­beu­gen und par­al­lel ein exter­nes Back­up ein­rich­ten. Geeig­net sind bei­spiels­wei­se Daten­trä­ger wie USB-Stick/-Fest­plat­ten oder CD/DVD. Die­se las­sen sich für Feh­ler­dia­gno­sen auch als Start­lauf­wer­ke kon­fi­gu­rie­ren. Sie kön­nen eben­so einen Netz­werk­spei­cher ver­wen­den oder die Daten online in einer Cloud spei­chern. Micro­soft, Goog­le oder diver­se Tele­kom-Anbie­ter haben ent­spre­chen­de Ange­bo­te, die bis zu einer gewis­sen Spei­cher­grö­ße sogar kos­ten­los sind. 

Mit der Ver­klei­ne­rung im vori­gen Abschnitt haben Sie den not­wen­di­gen Platz geschaf­fen, den Sie in der Daten­trä­ger­ver­wal­tung als “nicht zuge­ord­net” erken­nen. Die­ser Frei­raum ist nun zu einer Par­ti­ti­on zu for­ma­tie­ren:

  1. Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te im unte­ren Fens­ter­be­reich auf den nicht zuge­ord­ne­ten Spei­cher­platz und wäh­len aus dem Kon­text­me­nü Neu­es Volu­men.
  2. Es star­tet ein For­ma­tie­rungs­as­sis­tent, bei dem Sie die gewünsch­te Par­ti­ti­ons­grö­ße und das Datei­sys­tem ange­ben. Sinn­vol­ler­wei­se soll­te die Par­ti­ti­ons­grö­ße der des nicht zuge­ord­ne­ten Spei­cher­plat­zes ent­spre­chen. Auf­grund der Grö­ße der Par­ti­ti­on emp­feh­len wir das Datei­sys­tem NTFS.
  3. Bestä­ti­gen Sie die Anga­ben, und die Par­ti­ti­on wird erstellt. Ver­ge­ben Sie anschlie­ßend noch einen Namen (bei­spiels­wei­se “Reco­very”) und einen Lauf­werks­buch­sta­ben, damit die neue Par­ti­ti­on im Explo­rer ange­zeigt wird.

 

So machen Sie die neue Par­ti­ti­on zur Reco­very Partition

Im letz­ten Schritt fül­len Sie nun die Reco­very Par­ti­ti­on mit den erfor­der­li­chen Daten. Wol­len Sie ein kom­plet­tes Abbild des Sys­tems sichern, gehen Sie so vor:

  1. Kli­cken Sie mit Rechtsklick unten links auf das Star­t/­Win­dows-Sym­bol und wäh­len Sys­tem­steue­rung.
  2. Kli­cken Sie dann bei Sys­tem und Sicher­heit auf Sichern und Wie­der­her­stel­len.
  3. Wäh­len Sie nun in der rech­ten Spal­te Sys­tem­ab­bild erstel­len. Kli­cken Sie hier auf Auf Fest­plat­te und wäh­len die Reco­very Partition.
  4. Mit Wei­ter bestä­ti­gen Sie die Aus­wahl und star­ten die Her­stel­lung des Systemabbilds.

Mit dem Abbild lässt sich der kom­plet­te Com­pu­ter wie­der­her­stel­len, aber kei­ne ein­zel­nen Ele­men­te. Dafür kön­nen Sie bei­spiels­wei­se das Ver­fah­ren für eine kon­ti­nu­ier­li­che Siche­rung Ihres Benut­zer­ord­ners benutzen:

  1. Star­t/­Win­dows-Sym­bol und dann auf Ein­stel­lun­gen (Zahn­rad­sym­bol).
  2. Gehen Sie dann auf Update und Siche­rung und wäh­len in der lin­ken Spal­te Siche­rung. Anschlie­ßend kön­nen Sie rechts die Reco­very Par­ti­ti­on als Lauf­werk hin­zu­fü­gen und die Siche­rung starten.

Natür­lich haben Sie auch die Mög­lich­keit, mit­tels eines Back­up-Pro­gramms oder manu­ell Daten aller Art auf die Siche­rungs­par­ti­ti­on zu kopieren.

Für den Fall der Fäl­le alles parat

Eine Stö­rung des Betriebs­sys­tems ist immer ein Ärger­nis und nicht sel­ten nur auf­wen­dig zu behe­ben. Es macht also viel Sinn, den aktu­el­len Zustand des Com­pu­ters und all­ge­mein Daten regel­mä­ßig zu sichern. Mit den von uns beschrie­be­nen Ver­fah­ren kön­nen Sie auf Ihrem Win­dows-10-PC eine Par­ti­ti­on ver­klei­nern und eine zusätz­li­che Reco­very Par­ti­ti­on mit gesi­cher­ten Daten anle­gen. So haben Sie im Fall der Fäl­le alles zur Hand, um beschä­dig­te oder ver­lo­re­ne Daten zu ersetzen.

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