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Haushalt

Wasch­ma­schi­ne schleu­dert nicht: Das kannst du dage­gen unternehmen

Schleudert die Waschmaschine nicht mehr, dann kommen die Stoffe tropfnass aus dem Gerät. Das gilt es natürlich zu vermeiden.

Der Schleu­der­gang der Wasch­ma­schi­ne ist meist der letz­te Schritt beim Waschen. Dabei macht sich das Gerät die Zen­tri­fu­gal­kraft zunut­ze. Sie drückt das über­flüs­si­ge Was­ser aus den Stof­fen und pumpt das dann ab. Am Ende bleibt die Wäsche dann an der Trom­mel „kle­ben“ und ist nur noch etwas feucht. Doch es kann pas­sie­ren, dass dies nicht mehr funk­tio­niert. Soll­te das der Fall sein, gilt es zunächst fest­zu­stel­len, wor­an genau es liegt. Wel­che Mög­lich­kei­ten es gibt und wie du die Pro­ble­me behebst, erfährst du hier.

Wasch­ma­schi­ne schleu­dert nicht: Trans­port­si­che­rung vergessen

Soll­te dei­ne neue Wasch­ma­schi­ne nicht anlau­fen und kei­ner­lei Bewe­gung zei­gen, prü­fe unbe­dingt, ob du nach dem Auf­stel­len und Anschlie­ßen die Trans­port­si­che­rung ent­fernt hast. Jede neue Wasch­ma­schi­ne wird für den Trans­port mit einer Siche­rung aus­ge­stat­tet, um Trans­port­schä­den vor­zu­beu­gen. Alle Infor­ma­tio­nen hier­zu fin­dest du im Benut­zer­hand­buch der Maschi­ne, in dem alle Her­stel­ler eine über­sicht­li­che Schritt-für-Schritt-Anlei­tung zum Ent­fer­nen der Siche­rung zur Ver­fü­gung stel­len. Nutzt du einen Dienst zum Anschlie­ßen der Maschi­ne durch die Spe­di­ti­on, dann ent­fernt die­se die Trans­port­si­che­rung für dich.

Flu­sen­sieb: Ver­stop­fun­gen ver­hin­dern das Schleudern

Eine häu­fi­ge Ursa­che für das Aus­blei­ben des Schleu­der­gangs ist, dass sich Was­ser in der Trom­mel sam­melt. Als Übel­tä­ter stellt sich in vie­len Fäl­len ein ver­stopf­tes Flu­sen­sieb her­aus, das den Abpump­vor­gang ver­hin­dert und somit den Schleu­der­vor­gang aus­setzt. Damit die Wasch­ma­schi­ne das Was­ser ent­fer­nen kann, soll­test du eine sofor­ti­ge Rei­ni­gung des Flu­sen­siebs durch­füh­ren. Ach­te dabei dar­auf, dass aus der Öff­nung des Siebs Was­ser aus­tre­ten kann. Steht dei­ne Wasch­ma­schi­ne auf dem Fuß­bo­den, eig­net sich ein hohes Back­blech als Auf­fang­be­cken, um klei­ne Über­schwem­mun­gen in Bad oder Küche zu ver­hin­dern. Ent­neh­me das Flu­sen­sieb und füh­re eine gründ­li­che Rei­ni­gung durch. Ent­fer­ne zusätz­lich klei­ne­re Res­te unter flie­ßen­dem Was­ser, sodass kei­ne Rück­stän­de haf­ten blei­ben. Schaust du etwas tie­fer in die Öff­nung des Siebs hin­ein, erkennst du die Pum­pe, die sich um den Abpump­vor­gang kümmert.

Manch­mal wickelt sich ein Faden oder ein grö­ße­res Haar­bün­del um die­se Pum­pe und blo­ckiert sie so. Ent­fer­ne daher alle Rück­stän­de an der Pum­pe, sodass die­se unge­hin­dert arbei­ten kann. Soll­te die Pum­pe durch eine Ver­stop­fung einen Defekt davon­tra­gen, ist es emp­feh­lens­wert einen Fach­mann zura­te zu zie­hen, der sich der emp­find­li­chen Tech­nik annimmt. Oft­mals ist hier ein Aus­tausch der Pum­pe erfor­der­lich, den du nur in weni­gen Fäl­len selbst durch­füh­ren kannst.

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Ablauf­schlauch und Siphon: Auch hier kann es haken

Erkennst du am Sieb und an der Pum­pe kei­ner­lei Rück­stän­de, kann die Ver­stop­fung außer­halb der Maschi­ne lie­gen. Prü­fe daher den Ablauf­schlauch auf Ver­stop­fun­gen, der zum Siphon oder zum Abfluss­rohr führt. Hier kön­nen Knöp­fe und Nadeln zusam­men mit Klei­dungs­res­ten und Papier­ta­schen­tü­chern eine hart­nä­cki­ge Ver­stop­fung bil­den. Soll­test du Res­te im Schlauch fin­den, die etwas tie­fer sit­zen, ver­su­che, die­sen mit hohem Druck davon zu befrei­en. Auch wenn es etwas unhy­gie­nisch ist, ist das Durch­pus­ten mit dem Mund oft­mals die schnells­te und ein­fachs­te Vari­an­te. Rei­ni­ge hier­für den Schlauch gründ­lich und wische ihn am bes­ten mit etwas Alko­hol ab. Dadurch tötest du sämt­li­che Bak­te­ri­en ab, was die Sache etwas ange­neh­mer und hygie­ni­scher macht.

Bei star­ken Ver­schmut­zun­gen sorgt eine elek­tri­sche Luft­pum­pe oder sogar ein Hoch­druck­rei­ni­ger für aus­rei­chend Druck. Soll­te nicht der Schlauch, son­dern der Siphon selbst von Schmutz ver­stopft sein, gilt es die­sen gänz­lich abschrau­ben. Stel­le einen Eimer oder eine Schüs­sel unter das Wasch­be­cken, um Was­ser und fest­ge­setz­ten Schmutz auf­zu­fan­gen, und rei­ni­ge den Siphon mit der Hand oder einer Bürste.

Abge­nutz­te Motor­koh­len: Ver­schleiß als Hindernis

Nach rund vier bis fünf Jah­ren kann es zu einem star­ken Ver­schleiß der Motor­koh­len kom­men, die für die Strom­über­tra­gung im Motor zustän­dig sind. Um die­se zu erset­zen, muss ein Fach­mann den Motor aus­bau­en und zer­le­gen. Soll­test du über die nöti­gen Kennt­nis­se ver­fü­gen, kannst du die ver­brauch­ten Motor­koh­len selbst tau­schen. Beach­te aber, dass in die­sem Fall die Garan­tie der Wasch­ma­schi­ne erlischt. Für einen Fach­mann ist die­se Arbeit ein Routineeingriff.

Defek­te Stoß­däm­per: Wenn die Trom­mel nicht mehr federt

Auch bei den Stoß­dämp­fern ist Ver­schleiß nach eini­gen Jah­ren ganz nor­mal und kann zu Pro­ble­men mit dem Schleu­der­gang füh­ren. Das äußert sich in man­chen Fäl­len durch sehr lau­te Vibra­tio­nen. Vie­le moder­ne Gerä­te schal­ten aller­dings auto­ma­tisch ab, wenn etwas nicht rich­tig funk­tio­niert. Das Gerät schleu­dert also ein­fach nicht mehr. Somit bleibt nur ein Aus­tausch der defek­ten Stoß­dämp­fer übrig, damit die Trom­mel wie­der ordent­lich gefe­dert ist. Dem Pro­blem nimmt sich im Ide­al­fall ein Pro­fi an. Willst du die Arbei­ten selbst durch­füh­ren wol­len, dann soll­test du unbe­dingt wis­sen, was die rich­ti­gen Hand­grif­fe sind. Außer­dem erlischt auch hier die Garan­tie durch eigen­mäch­ti­ge Reparaturen.

Bela­dung: Feh­ler ver­hin­dern das Schleudern

Wenn die Wasch­ma­schi­ne nicht schleu­dert, muss nicht zwangs­wei­se eine ver­stopf­te Pum­pe oder der Motor zustän­dig sein. Schon ein klei­ner Außen­ein­fluss kann sich auf die Wasch­ma­schi­ne und das Schleu­der­ver­hal­ten aus­wir­ken. Besteht bei­spiels­wei­se eine Unwucht durch zu gerin­ge oder zu hohe Bela­dung, kann die Maschi­ne den Schleu­der­vor­gang abbre­chen. Abhil­fe schaffst du, indem du wei­te­re Klei­dungs­stü­cke hin­zu­fügst oder eini­ge schwe­re Hosen oder Pull­over entfernst.

Auch die fal­sche Plat­zie­rung der Wasch­ma­schi­ne kann in eini­gen Fäl­len zu einem feh­ler­haf­ten Schleu­der­gang füh­ren. Stel­le die Wasch­ma­schi­ne daher stets auf fes­tem Grund auf, sodass die­ser nicht in Schwin­gun­gen gera­ten kann. Maschi­nen, die auf losen Bret­tern oder Holz­lat­ten ste­hen, gera­ten schnell in Schwin­gung und been­den dann vor­zei­tig den Schleudergang.

Zusam­men­fas­sung: War­um das Gerät nicht schleudert

  • Die Trans­port­si­che­rung ist nicht ent­fernt. 
  • Das Flu­sen­sieb oder die Pum­pe ist ver­stopft. 
  • Es befin­den sich Abla­ge­run­gen im Abfluss­schlauch oder im Siphon. 
  • Die Motor­koh­len sind abge­nutzt oder es liegt ein gene­rel­ler Defekt des Motors vor. 
  • Die Maschi­ne ist falsch bela­den oder steht unsicher.

Check­lis­te: Wasch­ma­schi­ne schleu­dert nicht — Was tun?

  • Rei­ni­ge das Flu­sen­sieb von Ver­schmut­zun­gen und Ablagerungen.
  • Kon­trol­lie­re die Pum­pe auf Stoff- und Papierreste.
  • Prü­fe den Ablauf­schlauch sowie den Siphon auf Verstopfungen.
  • Hole einen Fach­mann für den Motor hin­zu, der die­se auf Schä­den oder abge­nutz­te Motor­koh­len prüft.
  • Ach­te stets auf eine kor­rek­te Bela­dung sowie einen siche­ren Stand der Maschine.

Wasch­ma­schi­ne schleu­dert nicht: Es geht auch ohne Profi

In der Regel ist bei einem aus­blei­ben­den Schleu­der­gang nicht sofort der Rat von einem Pro­fi not­wen­dig. Moder­ne Wasch­ma­schi­nen bie­ten eini­ge Feh­ler­sen­so­ren, die dir einen Code aus­ge­ben, mit dem du im Benut­zer­hand­buch eini­ge Vor­schlä­ge dazu erhältst, wie das Pro­blem zu lösen sein könn­te. Auch offen­sicht­li­che Feh­ler­quel­len wie ein ver­stopf­tes Flu­sen­sieb oder ein ver­stopf­ter Abfluss sind kei­ne Arbei­ten für eine Per­son vom Fach. Mit etwas Geschick sparst du bares Geld und kannst Ver­schmut­zun­gen selbst entfernen.

Soll­te ein umfang­rei­cher Defekt der Maschi­ne vor­lie­gen oder die Ursa­che am Motor oder an der Pum­pe lie­gen, ist in den aller­meis­ten Fäl­len ein Pro­fi not­wen­dig. Die­ser kennt ein­zel­ne Gerä­te und weiß oft­mals sofort, wel­che Arbei­ten er durch­füh­ren muss. Wich­tig: Beach­te bei allen Arbei­ten, die du selbst aus­führst, dass du mit einem elek­tri­schen Groß­ge­rät arbei­test. Aus die­sem Grund soll­test du stets den Strom­ste­cker zie­hen und den Was­ser­zu­lauf been­den, auch wenn die Maschi­ne über einen Aquas­topp verfügt.

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