Spielst du mit dem Gedan­ken, dir ein neu­es Smart­pho­ne anzu­schaf­fen, könn­te dich even­tu­ell der neue Anschluss­ste­cker ver­wir­ren. Denn er sieht nicht mehr aus wie der gewohn­te Micro-USB-Anschluss und passt auch nicht in die alten Buch­sen. UPDATED klärt dich über die wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten des USB-C-Anschluss-Typs auf.

USB‑C: Das steckt hin­ter dem Begriff

Was ist ein USB-C-Anschluss? Oder bes­ser gefragt: Was steckt genau hin­ter dem Kür­zel? Der Anschluss­typ Uni­ver­sal Seri­al Bus, kurz USB, ist seit nun­mehr zwei Jahr­zehn­ten ein Begriff in der Tech­nik­land­schaft. Mit der Zeit hat sich USB vom Daten­über­tra­gungs­ka­bel auch zum Stan­dard­an­schluss für Dru­cker, Maus oder Tas­ta­tur sowie unter ande­rem zum Lade­ka­bel für Mobil­ge­rä­te gemau­sert. Die Über­tra­gungs- und Lade­ge­schwin­dig­keit hat sich mit dem tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt zuse­hends erhöht.

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Wäh­rend die ers­te Genera­ti­on 1996 maxi­mal 1 MB pro Sekun­de über­tra­gen konn­te, stei­ger­te sich die Daten­ra­te mit USB 2.0 (40 MB/s) und 3.0 (300 MB/s) immens. Der jüngs­te Über­tra­gungs­stan­dard USB 3.1 Super­speed+ erlaubt Daten­ra­ten von bis zu 900 MB pro Sekun­de. Die­ser wird seit August 2014 im neu­en Kabel­typ USB‑C genutzt.

So sieht ein USB-C-Ste­cker aus

Der ers­te Unter­schied beim Betrach­ten eines USB-C-Kabels ist sei­ne Bau­art: Die abge­flach­ten Ste­cker mit den abge­run­de­ten Kan­ten sind klei­ner als die brei­ten recht­ecki­gen USB-Ste­cker (USB‑A genannt) und in ihrer punkt­sym­me­tri­schen Form auch in belie­bi­ger Aus­rich­tung ein­steck­bar.

Die­se Form ist wie­der­um auch ein kla­rer Vor­teil gegen­über den nahe­zu tra­pez­för­mi­gen Micro-USB-Ste­ckern, die bis­her meist den Stan­dard­an­schluss an Mobil­ge­rä­ten oder auch Digi­tal­ka­me­ras aus­mach­ten. Dadurch brauchst du beim Ein­ste­cken eines USB-C-Kabels nicht kon­trol­lie­ren, ob du ihn rich­tig her­um hältst, son­dern ver­bin­dest ihn pro­blem­los mit der Buch­se. Wun­der kann aller­dings auch der neue Ste­cker nicht voll­brin­gen. Wer sich fragt “Passt Micro USB in USB C?” erhält als Ant­wort auch bei die­sem Anschluss ein ein­deu­ti­ges “Nein”.

Wie sieht ein USB-C-Anschluss aus?

Ent­spre­chend hat auch der Anschluss für USB‑C eine ande­re Form als ein nor­ma­ler USB-Port. Die Buch­se hat eine gleich­mä­ßi­ge Öff­nung in ähn­li­cher Grö­ße wie beim Vor­gän­ger-Stan­dard. Der gro­ße Unter­schied: Sie nimmt das Kabel auf, egal ob der Ste­cker nach oben oder unten gedreht ist.

Wel­che Han­dys und Kopf­hö­rer haben einen USB-C-Anschluss?

USB‑C ersetzt etwa seit Mit­te 2015 bei vie­len Smart­pho­nes den bis­he­ri­gen Micro-USB-Anschluss. Wäh­rend bei iPho­nes noch App­les haus­ei­ge­ner Light­ning-Anschluss domi­niert (etwas lang­sa­mer als USB‑C), sind bereits vie­le Mobil­te­le­fo­ne im Andro­id-Bereich und inzwi­schen auch Kopf­hö­rer mit USB‑C aus­ge­stat­tet. Unter ande­rem:

  • Hua­wei P20
  • Sam­sung Gala­xy S10
  • Goog­le Pixel 3
  • Hua­wei CM Q3
  • Sound­MA­GIC E11D
  • Razer Ham­mer­head

Das sind die Vor­tei­le und Funk­tio­nen des USB Typ C

Der C‑Typ stellt die jüngs­te Ent­wick­lung im USB-Bereich dar. Neben der Unter­stüt­zung der aktu­ell schnells­ten Über­tra­gungs­ra­ten, die bei USB-Anschlüs­sen mög­lich sind, fin­den USB-C-Kabel beson­ders als Lade­ka­bel Ver­wen­dung.

Apple-Nut­zer wer­den die­sen Anschluss bereits aus den neue­ren Model­len ihrer Mac­Books ken­nen, dort ist USB‑C als Anschluss zum Laden seit 2015 Stan­dard. Denn der Ener­gie­durch­satz des neu­en Kabel­typs ist mit bis zu 100 Watt aus­rei­chend, um auch Lap­tops damit auf­zu­la­den.

Kann ich über den USB-C-Anschluss schnel­ler laden?

Die­se Lade­leis­tung machen sich Smart­pho­ne­her­stel­ler inzwi­schen auch zunut­ze und haben im Andro­id-Bereich eine Unter­stüt­zung für die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten von USB‑C ein­ge­führt: genannt “Quick Char­ge”. Mit die­sem neu­en Stan­dard kannst du dein Smart­pho­ne in etwa 30 Minu­ten auf 80 Pro­zent Lade­stand brin­gen.

Da Smart­pho­nes in der Regel weni­ger Leis­tung benö­ti­gen als ein USB-C-Kabel lie­fert, wird der Ener­gie­durch­satz für die rest­li­chen 20 Pro­zent dann auf “nor­ma­le” Geschwin­dig­keit gedros­selt, um die phy­si­schen Bau­tei­le des Ener­gie­spei­chers nicht zu über­hit­zen.

Wie kann ich den USB-C-Anschluss rei­ni­gen?

Zum Rei­ni­gen der USB-Buch­se sind zwei Vari­an­ten zu emp­feh­len. Zum einen mit einem höl­zer­nen Zahn­sto­cher. Ver­zich­te auf das Säu­bern mit einem metal­li­schen Gegen­stand, das kann schnell das Gerät schä­di­gen. Vari­an­te zwei ist Luft. Pus­te ent­we­der den USB-C-Anschluss frei oder benut­ze ein Press­luft-Spray. Auch ein Staub­sauger kann zum Rei­ni­gen hilf­reich sein.

Was soll­test du beim USB-C-Anschluss beach­ten?

Bis­her hat sich USB‑C noch nicht kom­plett als Stan­dard eta­bliert. Das bedeu­tet, dass vie­le Gerä­te noch nicht auf den Anschluss vor­be­rei­tet sind. Willst du zum Bei­spiel ein Smart­pho­ne via USB-C-Buch­se an dei­nen PC zur Daten­über­tra­gung anschlie­ßen, musst du unter Umstän­den auf Adap­ter zurück­grei­fen. Die­se gibt es bereits zu kau­fen, sie beinhal­ten aber Ein­schrän­kun­gen. Denn hier­bei gehen even­tu­el­le Vor­tei­le in Sachen Lade- und Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit ver­lo­ren.

Das­sel­be gilt für Kabel, die auf der einen Sei­te einen USB-C-Ste­cker haben, auf der ande­ren USB‑A. Das ist erst ein­mal prak­tisch, wenn du etwa dein altes Smart­pho­ne-Lade­ge­rät wei­ter­hin nut­zen möch­test, denn dann hat die­ses noch einen Nut­zen. Du ver­lierst hier­bei aber die Vor­tei­le der oben beschrie­be­nen Quick-Char­ge-Funk­ti­on, denn die­se ist mit einem alten Lade­ge­rät nicht mög­lich.

Auch sind die schnel­len Über­tra­gungs­ra­ten von rei­nen USB-C-Kabeln mit Adap­terlö­sun­gen nicht gege­ben, hier sind dann ledig­lich lang­sa­me­re Geschwin­dig­kei­ten drin. Gera­de Besit­zer eines Lap­tops oder Com­pu­ters mit Anschlüs­sen für USB‑3.0‑Übertragungsgeschwindigkeiten soll­ten beim Kauf eines USB-C-in-USB-A-Kabels auf eine ent­spre­chen­de Stan­dard-Kenn­zeich­nung ach­ten. Die­se sind leicht erkenn­bar an den blau gefärb­ten Anschluss­ste­ckern.

USB-C-Anschluss und ‑Kabel: Schnell, aber nicht immer sinn­voll

Der USB-C-Anschluss hat sich nicht grund­los für Smart­pho­nes, Kopf­hö­rer und Co. als neu­er Stan­dard so gut wie durch­ge­setzt. Er bie­tet höhe­re Kapa­zi­tä­ten bei der Daten­men­ge und kür­ze­re Lade­zei­ten. Außer­dem ist er grund­sätz­lich sta­bi­ler als sei­ne Vor­gän­ger, da der Ste­cker viel­sei­ti­ger ein­zu­ste­cken ist und dadurch weni­ger lei­det.

Beim Kauf von USB-C-Kabeln ist Vor­sicht gebo­ten: Eini­ge die­ser Pro­duk­te sind nicht ord­nungs­ge­mäß nach den USB-Stan­dards gefer­tigt. Das äußert sich meist in einer Ver­schlech­te­rung der Lade­zei­ten oder einer gerin­ge­ren Daten­über­tra­gungs­ra­te als erwar­tet. 

Kau­fe daher nur bei (Online-)Anbietern und/oder Her­stel­lern, denen du ver­trau­en kannst. Zer­ti­fi­ka­te wie das EHI-Sie­gel oder Trusted Shops zum siche­ren Kauf sind dabei hilf­reich.

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