War das nicht mal weiß? Wenn das Laken einen Gelb­stich hat, das Hemd einen Grau­schlei­er und Ihnen für die Far­be des Hand­tuchs die Wor­te feh­len, ist es Zeit zu han­deln. Wie Sie wei­ße Wäsche rich­tig waschen und das Strah­len Ihrer Tex­ti­li­en zurück­ge­win­nen, lesen Sie in die­sem UPDATED-Rat­ge­ber.

Basics für wei­ße Wäsche

Sie wol­len das Weiß Ihrer Wäsche erhal­ten? Kein Pro­blem. Wenn Sie die­se Tipps befol­gen, behal­ten Laken & Co. ihr Leuch­ten:

  • Waschen Sie wei­ße Tex­ti­li­en nur mit ande­ren wei­ßen Tex­ti­li­en.
  • Behan­deln Sie Tex­ti­li­en mit Grau­schlei­er oder Fle­cken vor der Wäsche vor.
  • Benut­zen Sie für wei­ße Wäsche ein Voll­wasch­mit­tel-Pul­ver.
  • Trock­nen Sie wei­ße Wäsche wenn mög­lich an der Son­ne.

Wäsche sor­tie­ren: Nach Tem­pe­ra­tur und Far­be

Dass Wei­ßes nur mit Wei­ßem gewa­schen wer­den soll­te, gehört zu den Grund­la­gen des Wäsche­wa­schens. Manch einer nimmt die­se gol­de­ne Regel aller­dings nicht all­zu ernst. So ein gro­ßer Unter­schied besteht zwi­schen Weiß und Beige ja nun auch nicht, und wenn Beige mit in die Trom­mel darf, dann darf Gelb doch sicher auch mit rein… oder? Natür­lich könn­ten Sie alles mit allem in die Trom­mel wer­fen, aber dann müs­sen Sie damit rech­nen, dass Ihre Wäsche sich ver­färbt oder ein­läuft. Um dies zu ver­mei­den, hilft nur eines: vor dem Wasch­gang gründ­lich zu sor­tie­ren. Und zwar in die­ser Rei­hen­fol­ge:

  1. Nach Tem­pe­ra­tur: Sor­tie­ren Sie Ihre Wäsche immer als Ers­tes nach der Tem­pe­ra­tur. Denn: Mit ver­färb­ten Tex­ti­li­en kön­nen Sie viel­leicht noch etwas anfan­gen — läuft Ihre Wäsche aber ein, weil sie zu heiß gewa­schen wur­de, eig­net sie sich oft höchs­tens noch als Lap­pen. Wel­che Tem­pe­ra­tu­ren Ihre Tex­ti­li­en maxi­mal ver­tra­gen, kön­nen Sie im ein­ge­näh­ten Hin­weis­zet­tel nach­le­sen. Mehr zu dem The­ma erfah­ren Sie in Rich­tig waschen — das 1x1 des Wäsche­wa­schens.
  2. Nach Far­be: Weiß zu Weiß, Bun­tes zu Bun­tem und Dunk­les zu Dunk­lem: Wenn Sie die­se Regeln befol­gen, beu­gen Sie Ver­fär­bun­gen vor.

Farb­fang­tü­cher im Test: Wirk­sam­keit umstrit­ten

Wäre es nicht prak­tisch, wenn Sie alle Far­ben ein­fach zusam­men waschen könn­ten? Mit Farb­fang­tü­chern aus der Dro­ge­rie soll das mög­lich sein. Laut Her­stel­ler­an­ga­ben fan­gen die­se even­tu­ell aus­lau­fen­de Far­ben auf und ver­hin­dern so, dass bun­te Tex­ti­li­en abfär­ben. Tests konn­ten die Wirk­sam­keit von Farb­fang­tü­chern aller­dings nicht bestä­ti­gen. Wer wei­ße Wäsche waschen will, kommt am Sor­tie­ren nicht vor­bei.

Wäsche vor­be­han­deln: Tipps gegen Fle­cken und Grau­schlei­er

Weiß war ein­mal? Wenn Ihre Wäsche bereits ver­färbt ist und Grau­schlei­er oder Fle­cken auf­weist, soll­ten Sie die Tex­ti­li­en vor dem nächs­ten Wasch­gang vor­be­han­deln.

  • Weist Ihre getra­ge­ne Wäsche deut­li­che Fle­cken auf, behan­deln Sie die Tex­ti­li­en mit Fle­cken­ent­fer­ner vor. Je nach Fle­cken­ur­sa­che kön­nen Sie in der Dro­ge­rie zwi­schen Uni­ver­sal­fle­cken­ent­fer­ner und Spe­zi­al­fle­cken­ent­fer­ner wäh­len. Die Pro­duk­te wer­den vor dem Wasch­gang ein­fach auf den Fleck auf­ge­tra­gen. Ach­tung: Wen­den Sie Fle­cken­ent­fer­ner nur auf farb­ech­ten Tex­ti­li­en an. Wenn Sie Zwei­fel an der Farb­echt­heit des Stoffs haben, tes­ten Sie das Mit­tel vor­ab. Geben Sie etwas davon auf eine unauf­fäl­li­ge Stel­le und rei­ben Sie mit einem wei­ßen Tuch etwa zehn Sekun­den lang dar­über. Bleibt das Tuch weiß, kön­nen Sie den Fle­cken­ent­fer­ner beden­ken­los anwen­den.
  • Groß­flä­chig ver­färb­te Tex­ti­li­en wei­chen Sie ein bis zwei Stun­den in hei­ßem Was­ser mit Fle­cken­salz ein. Das Pro­dukt ent­hält Bleich­mit­tel, die schon bei nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren wirk­sam wer­den. Wie viel Fle­cken­salz auf wel­che Men­ge Was­ser kommt, ist von Pro­dukt zu Pro­dukt unter­schied­lich. Genaue­re Infor­ma­tio­nen ent­neh­men Sie der Ver­pa­ckung.

Chlor­rei­ni­ger: Schäd­lich für Umwelt und Gesund­heit?

Chlor steht im Ruf, umwelt­schäd­lich zu sein. Dies trifft auch zu, aller­dings nur dann, wenn das Mit­tel direkt in die Umwelt gelei­tet oder in den Abguss gekippt wird. Chlor­hal­ti­ge Bleich­mit­tel, die in der Dro­ge­rie und in jedem Super­markt erhält­lich sind, zer­set­zen sich wäh­rend des Bleich­vor­gangs in Koch­salz, Was­ser und Soda. Stof­fe, die für die Umwelt unbe­denk­lich sind. Wenn Sie chlor­hal­ti­ge Rei­ni­gungs­mit­tel im Haus­halt ver­wen­den, gibt es nur einen Moment, in dem sehr wenig gif­ti­ges Chlor­gas in die Umwelt ent­weicht: beim Auf­schrau­ben der Fla­sche. Dabei han­delt es sich jedoch um solch gerin­ge Men­gen, dass sie weder der Umwelt noch Ihrer Gesund­heit nen­nens­wer­ten Scha­den zufü­gen. Solan­ge Sie sich nicht über die Fla­sche beu­gen und das Gas direkt und inten­siv mehr­fach ein­at­men, besteht kei­ne Gefahr.

Wäsche blei­chen: Vor- und Nach­tei­le von Chlor

Neben Fle­cken­salz kön­nen Sie auch Chlor zur Vor­be­hand­lung wei­ßer Wäsche benut­zen. Im Gegen­satz zu Haus­mit­teln wie Zitro­nen­säu­re, Back­pul­ver & Co. wirkt das Bleich­mit­tel effek­tiv gegen Grau­schlei­er und Ver­fär­bun­gen.

  • Zie­hen Sie alte Klei­dung an und ent­fer­nen Sie Tex­ti­li­en aus dem nähe­ren Umfeld. So ver­mei­den Sie, dass Ihre Hose oder der schö­ne Badt­ep­pich aus Ver­se­hen mit­ge­bleicht wer­den.
  • Legen Sie Gum­mi­hand­schu­he an.
  • Öff­nen Sie die Fens­ter und sor­gen Sie für Frisch­luft.
  • Mischen Sie in einem Eimer eine ver­dünn­te Lau­ge aus Was­ser und Chlor­rei­ni­ger an. Das Dosie­rungs­ver­hält­nis ent­neh­men Sie der Packungs­an­lei­tung.
  • Ver­wen­den Sie Chlor nur für robus­te Stof­fe wie Baum­wol­le. Tes­ten Sie im Zwei­fels­fall an einer unauf­fäl­li­gen Stel­le, ob die Che­mi­ka­lie das Gewe­be angreift.
  • Legen Sie die wei­ße Wäsche in die Chlor­blei­che und las­sen Sie das Mit­tel ein­wir­ken. Wie lan­ge genau, hängt vom Pro­dukt ab und kann in der bei­lie­gen­den Anlei­tung nach­ge­le­sen wer­den.
  • Nach der Ein­wirk­zeit gie­ßen Sie die Chlor­blei­che ab und waschen die Tex­ti­li­en in der Wasch­ma­schi­ne.
  • Den Eimer spü­len Sie anschlie­ßend gründ­lich aus.

Voll­wasch­mit­tel: Pul­ver leis­tet sau­be­re Arbeit

Wenn Sie wei­ße Wäsche waschen, ist Voll­wasch­mit­tel in Pul­ver­form die ers­te Wahl. Im Gegen­satz zu Flüs­sig­wasch­mit­teln ent­hält es Sub­stan­zen, die aktiv gegen Fle­cken und Grau­schlei­er wir­ken:

  • Bleich­mit­tel: Hart­nä­cki­ge Fle­cken, etwa von Kaf­fee oder Rot­wein, wer­den von Bleich­mit­teln ent­fernt. Posi­ti­ver Neben­ef­fekt: Die Wäsche wird nicht nur strah­lend weiß, son­dern gleich­zei­tig des­in­fi­ziert. Emp­find­li­che Fasern wie Wol­le, Sei­de oder Dau­nen kön­nen unter dem im Voll­wasch­mit­tel ent­hal­te­nen Bleich­mit­tel aller­dings lei­den. Waschen Sie Wol­le & Co. daher nur mit Fein­wasch­mit­tel.
  • Was­ser­ent­här­ter: Der im Wasch­was­ser ent­hal­te­ne Kalk trägt zum Ergrau­en der wei­ßen Wäsche bei. Er reagiert mit den im Wasch­mit­tel ent­hal­te­nen Ten­si­den und wird zu soge­nann­ter Kalk­sei­fe. Die­se setzt sich auf den Tex­til­fa­sern ab und macht sie grau, hart und brü­chig. Was­ser­ent­här­ter ver­hin­dern die­sen Pro­zess. Was­ser­ent­här­ter im Voll­wasch­mit­tel sor­gen somit für wei­ße Wäsche und schüt­zen gleich­zei­tig die Wasch­ma­schi­ne vor Ver­kal­kung.

Wäsche trock­nen: Son­ne bleicht zusätz­lich

Das Wäsche­blei­chen an der Son­ne hat lan­ge Tra­di­ti­on und steht Bleich­mit­teln aus der Dro­ge­rie in nichts nach. Das Son­nen­licht löst schließ­lich zwei che­mi­sche Pro­zes­se aus, die für wei­ße Wäsche sor­gen:

  • Trifft Son­nen­licht auf feuch­ten Stoff, ent­steht Was­ser­stoff­per­oxid. Die aggres­si­ve Sauer­stoff­ver­bin­dung ist auch in Fle­cken­salz ent­hal­ten und bleicht zuver­läs­sig.
  • Zusätz­lich zer­stö­ren die in der UV-Strah­lung ent­hal­te­nen Pho­to­nen Farb­mo­le­kü­le im Tex­til­ge­we­be. Dadurch wird die Wäsche weiß.

Vie­le Wege füh­ren zu wei­ßer Wäsche

Um das Weiß Ihrer Wäsche zu erhal­ten, ste­hen Ihnen vie­le Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung. Bei neu­en Tex­ti­li­en ohne Ver­fär­bun­gen genügt es, die Wäsche nach Far­be vor­zu­sor­tie­ren und Voll­wasch­mit­tel in Pul­ver­form zu ver­wen­den. Grau­schlei­er, Gelb­stich und ande­re Ver­fär­bun­gen besie­gen Sie mit che­mi­schen Bleich­mit­teln oder der Son­ne.

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