Der Spül­gang ist been­det, doch statt sau­be­rer Fri­sche ent­weicht dem Geschirr­spü­ler nur ein unan­ge­neh­mer Geruch? Wenn die Spül­ma­schi­ne stinkt, über­trägt sich das meist auch auf das gespül­te Geschirr – benut­zen möch­te man es dann nicht. UPDATED zeigt Ihnen, wie Sie unan­ge­neh­me Gerü­che schnell und dau­er­haft wie­der los­wer­den.

Schnel­le Hil­fe gegen üblen Geruch

Die Haupt­ur­sa­che dafür, dass die Spül­ma­schi­ne stinkt, sind Essens­res­te — bezie­hungs­wei­se Bak­te­ri­en. Dage­gen hilft eine ein­fa­che Rei­ni­gung:

  • Rei­ni­gen Sie zunächst das Sieb am Boden der Maschi­ne. Hier sam­meln sich die meis­ten Essens­res­te. Das Sieb lässt sich durch eine ein­fa­che Dre­hung ent­neh­men und auch eben­so leicht wie­der ein­set­zen.
  • Las­sen Sie anschlie­ßend Ihre Maschi­ne im Spül­gang mit der höchs­ten Tem­pe­ra­tur durch­lau­fen. Die meis­ten Bak­te­ri­en über­ste­hen Tem­pe­ra­tu­ren über 60 Grad Cel­si­us nicht.
  • Als letz­ten Schritt rei­ben Sie noch die Gum­mi­dich­tung rund um die Klap­pe der Spül­ma­schi­ne mit einem feuch­ten Tuch ab. Auch hier sam­meln sich mit der Zeit Schmutz und Bak­te­ri­en an.

Um auch in Zukunft kein Pro­blem mit Kei­men zu haben, soll­ten Sie etwa ein- bis zwei­mal im Monat das Sieb und die Dich­tung säu­bern und spä­tes­tens jeden zehn­ten regu­lä­ren Wasch­gang mit der höchs­ten Tem­pe­ra­tur durch­lau­fen las­sen.

Kurio­ses rund um die Spül­ma­schi­ne

  • Eine Spül­ma­schi­ne kann mehr als nur spü­len: etwa Lachs garen. Die gleich­blei­bend hohen Tem­pe­ra­tu­ren und der Was­ser­dampf sol­len den Fisch schön zart machen. Vor­her gut ein­pa­cken nicht ver­ges­sen…
  • Der ers­te Geschirr­spü­ler wur­de 1887 von Jose­phi­ne Coch­ra­ne erfun­den – weil das Küchen­per­so­nal beim Abwa­schen stän­dig ihr wert­vol­les Por­zel­lan beschä­dig­te.
  • Die Spül­ma­schi­ne spart Zeit — doch ist sie auch bes­ser für die Umwelt? Hier herrscht Unei­nig­keit zwi­schen den Exper­ten. For­scher der Uni­ver­si­tät Bonn beschei­ni­gen dem Geschirr­spü­ler in einer Stu­die einen über fünf­zig Pro­zent gerin­ge­ren Was­ser­ver­brauch. Der Bund der Ener­gie­ver­brau­cher hin­ge­gen berech­net einen fast 70 Pro­zent höhe­ren Ener­gie­be­darf.

Spül­ma­schi­nen-Deo – die opti­ma­le Lösung?

Wenn Sie ver­hin­dern möch­ten, dass die Spül­ma­schi­ne beim Spü­len stinkt, kön­nen Sie grund­sätz­lich auch ein Spül­ma­schi­nen-Deo zu Hil­fe neh­men. Die­ses besei­tigt zwar nicht die Ursa­che des Geruchs­pro­blems, es sorgt aber immer­hin für bes­se­ren Duft. Wenn Ihre Spül­ma­schi­ne beim Ein­schal­ten stinkt, soll­ten Sie also zunächst die Ursa­che des Geruchs behe­ben und das Deo danach nur als Ergän­zung benut­zen. Die Deos kön­nen Sie im Dro­ge­rie­markt kau­fen. In der Regel han­delt es sich dabei um klei­ne Duft­be­häl­ter, die in die Spül­ma­schi­ne gehängt oder gelegt wer­den kön­nen. Wenn Sie dabei auf Natur­pro­duk­te set­zen möch­ten, kön­nen Sie bei­spiels­wei­se auch eine Zitro­nen­schei­be in den Besteck­kas­ten legen, bevor Sie den nächs­ten Spül­gang star­ten – danach soll­te die Schei­be aber wie­der ent­fernt wer­den, da auch sie mit der Zeit zu schim­meln beginnt.

Als Haus­mit­tel eig­net sich auch Natron: Das Pul­ver bin­det unan­ge­neh­me Gerü­che und ist dadurch geruchs­neu­tra­li­sie­rend. Streu­en Sie ein­fach nach einem Wasch­gang einen Ess­löf­fel Natron auf den Boden der Maschi­ne.

Klap­pe auf oder Klap­pe zu?

Es ist fast schon eine Grund­satz­fra­ge: Soll die Tür der Spül­ma­schi­ne geschlos­sen oder leicht ange­kippt sein? Am Ende haben bei­de Vari­an­ten ihre Schwä­chen.

  • Wird die Tür geschlos­sen, staut sich die Luft im Inne­ren der Maschi­ne und die feucht-war­me Luft bie­tet Bak­te­ri­en einen guten Nähr­bo­den. Eine gewis­se Geruchs­bil­dung ist somit vor­pro­gram­miert – die­se wird aller­dings durch die geschlos­se­ne Tür in Schach gehal­ten.
  • Ist die Tür offen, gelangt der Geruch nach außen. Aller­dings sorgt das auch für Luft­zir­ku­la­ti­on inner­halb der Maschi­ne, sodass sich die feucht-war­me Luft weni­ger staut, und sich somit auch weni­ger Bak­te­ri­en bil­den.
  • Ein Punkt spricht aller­dings für die geschlos­se­ne Tür: Die Grund­feuch­tig­keit, die so in der Maschi­ne ver­bleibt, lässt die Essens­res­te auf dem Geschirr nicht so stark ein­trock­nen. Die­se wer­den dann beim Waschen leich­ter gelöst.

War­um die Spül­ma­schi­ne stinkt: die Ursa­chen

Wenn die Spül­ma­schi­ne beim Öff­nen stinkt, sind in den meis­ten Fäl­len schlicht­weg Essens­res­te dafür ver­ant­wort­lich. Fisch, Fleisch oder Sah­ne – was noch an den Tel­lern klebt, fängt frü­her oder spä­ter an, unan­ge­nehm zu rie­chen. Auch ein Spül­gang schafft nur bedingt Abhil­fe. Denn wenn die Essens­res­te vom Geschirr gewa­schen wer­den, lan­den sie größ­ten­teils im Sieb am Boden der Maschi­ne. Dort begin­nen sie zu fau­len.

Das Glei­che pas­siert mit dem Schmutz und dem Fett, das sich in den Gum­mi­dich­tun­gen rund um die Tür der Spül­ma­schi­ne sam­melt. Hin­zu kom­men unzäh­li­ge Bak­te­ri­en, die sich in jedem Win­kel der Maschi­ne ein­nis­ten kön­nen und die vor allem wegen ener­gie­spa­ren­der Spül­pro­gram­me mit nied­ri­gen Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren nicht voll­stän­dig abge­tö­tet wer­den.

In sel­te­nen Fäl­len kann die Ursa­che für den Geruch auch tie­fer lie­gen. Genau­er gesagt im Abfluss­rohr, aus wel­chem Gase hoch­stei­gen, oder in falsch ange­schlos­se­nen Schläu­chen. In die­sen Fäl­len stinkt die Spül­ma­schi­ne beim Abpum­pen und teil­wei­se auch beim Trock­nen beson­ders stark.

Schlech­ten Gerü­chen bei Spül­ma­schi­nen vor­beu­gen

Schlech­te Gerü­che müs­sen gar nicht erst ent­ste­hen. Damit die Spül­ma­schi­ne nicht stinkt, soll­ten Sie sie regel­mä­ßig rei­ni­gen und das Geschirr von gro­ben Essens­res­ten befrei­en, bevor es in die Maschi­ne kommt. Las­sen Sie auch unge­wa­sche­nes Geschirr nicht zu lan­ge in der Spül­ma­schi­ne ste­hen. Hier gilt es abzu­wä­gen: Häu­fi­ge Spül­gän­ge kos­ten mehr Ener­gie, ver­hin­dern aber auch eine star­ke Geruchs­bil­dung.

Bei etwa jedem zehn­ten Spül­gang soll­te außer­dem die höchs­te Tem­pe­ra­tur ein­ge­stellt wer­den. Der Heiß­wasch­gang besei­tigt die meis­ten der geruchs­bil­den­den Bak­te­ri­en, die sich im Inne­ren der Maschi­ne ange­sie­delt haben. Neben dem Geruch ver­schwin­den so auch hart­nä­cki­ge Fet­te und Ihre Spül­ma­schi­ne erle­digt auch den nächs­ten Geschirr­berg wie­der per­fekt.

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