© 2021 Getty Images
Haushalt

Spül­ma­schi­ne rei­ni­gen: So bekommst du den Geschirr­spü­ler sauber

Damit die Spülmaschine auch weiterhin wie gewohnt funktioniert, solltest du sie regelmäßig reinigen.

Die Spül­ma­schi­ne ist dafür zustän­dig, dass dei­ne Glä­ser, Schüs­seln, Tel­ler, dein Besteck und mehr sau­ber sind. Das macht den Geschirr­spü­ler zu einem der wich­tigs­ten Hel­fer in der Küche. Aller­dings kommt es mit der Zeit natür­lich zu Ver­un­rei­ni­gun­gen in der Maschi­ne selbst, die sich sogar nega­tiv auf die Qua­li­tät der Spü­lung aus­wir­ken kön­nen. Um das zu ver­hin­dern, soll­test du die Spül­ma­schi­ne hin und wie­der rei­ni­gen. Wie das funk­tio­niert und was du dafür brauchst, liest du hier.

Wie oft soll­test du die Maschi­ne reinigen?

Grund­sätz­lich gilt natür­lich, dass du die Spül­ma­schi­ne immer dann rei­ni­gen soll­test, wenn sie offen­sicht­lich ver­schmutzt ist. Aller­spä­tes­tens soll­te die Pfle­ge gesche­hen, wenn die Maschi­ne nicht mehr rich­tig spült, das Geschirr also nicht mehr sau­ber aus dem Gerät kommt. Her­stel­ler und Exper­ten raten zu einem regel­mä­ßi­gen Inter­vall. So ist es emp­feh­lens­wert, den Geschirr­spü­ler min­des­tens alle drei Mona­te zu rei­ni­gen. Das beugt zu star­ken Ver­schmut­zun­gen vor.

Wel­che Mit­tel gibt es zur Reinigung?

Im Han­del fin­dest du spe­zi­el­le Maschi­nen­rei­ni­ger, die mit che­mi­schen Mit­teln den Schmutz ent­fer­nen. Zu den Ober­flä­chen, Lei­tun­gen und Dich­tun­gen sind sie dabei aber natür­lich scho­nend. Schä­den musst du hier also nicht fürch­ten. Bes­ser noch ist es aller­dings, wenn du dich für einen natür­li­chen Rei­ni­ger ent­schei­dest. Belieb­te Haus­mit­tel gibt es dabei vie­le. Hier sind eini­ge kurz erläutert:

Zitro­nen­säu­re

Der Klas­si­ker unter den Haus­mit­teln, wenn es um das Rei­ni­gen von Gerä­ten und Ober­flä­chen geht. Es emp­fiehlt sich gera­de die Ver­wen­dung ver­dünn­ter Zitro­nen­säu­re, auch um Kos­ten zu spa­ren. Die Säu­re gibt es als Pul­ver oder flüs­sig im Han­del. Hast du bei­des gera­de nicht zur Hand und einen gefüll­ten Obst­korb, dann reicht es natür­lich auch, ein oder zwei Zitro­nen aus­zu­drü­cken und den Saft zum Rei­ni­gen zu ver­wen­den. Net­ter Neben­ef­fekt: Zitro­nen­säu­re wirkt auch als Entkalker.

Auch lesenswert 
Spül­ma­schi­ne ent­kal­ken: So bekommst du Abla­ge­run­gen weg 

Essig

Den Geruch von Essig ver­trägt nicht jede Nase, aber das Mit­tel ist für die Rei­ni­gung sehr gut geeig­net. Bereits klei­ne­re Men­gen kön­nen hier ver­dünnt schon aus­rei­chend sein. Vor­sicht ist bei Essig aber an Dich­tun­gen gebo­ten, denn Gum­mi und das Mit­tel ver­tra­gen sich nicht son­der­lich gut.

Natron

Ein wei­te­res Mit­tel ist Natron. Das ver­teilst du im bes­ten Fall schon vor der eigent­li­chen Rei­ni­gung im Spül­raum, damit es ein­wir­ken kann. So löst du Ver­schmut­zun­gen, die sich anschlie­ßend ein­fach weg­s­pü­len las­sen. Natron wirkt übri­gens beson­ders gut zusam­men mit Zitro­nen­säu­re. Das gilt aller­dings nur dann, wenn du sie nicht gleich­zei­tig ver­wen­dest, also ver­mischst. Nimm die Säu­re daher nur zum Nach­spü­len her.

Pas­send dazu 
Jetzt kaufen 

Wie funk­tio­niert die Rei­ni­gung der Teile?

Jetzt weißt du, wie oft du die Spül­ma­schi­ne rei­ni­gen soll­test und wel­che Mit­tel sich dafür gut eig­nen. Nun geht es ins Detail, näm­lich wie du die ein­zel­nen Tei­le rei­nigst und wie lan­ge das im Schnitt dauert.

Dau­er 5 Minu­ten: Sieb reinigen

Das Sieb der Spül­ma­schi­ne ist eine der ers­ten Stel­len, an denen du rei­ni­gen soll­test. Denn trotz aller Vor­sicht wer­den sich mit der Zeit Schmutz und Essens­res­te im Inne­ren des Geschirr­spü­lers ansam­meln. Vor allem im Sieb am Boden der Maschi­ne lan­det jede Men­ge: Kirsch­ker­ne, Res­te vom Müs­li, die Auf­kle­ber vom Joghurtglas oder Haa­re und klei­ne Plas­tik­tei­le. Das fei­ne Sieb soll in ers­ter Linie ver­hin­dern, dass grö­ße­re Tei­le in den Pump­kreis­lauf gelan­gen und dadurch etwa den Abwas­ser­schlauch verstopfen.

So ein­fach klappt die Rei­ni­gung vom Sieb im Geschirrspüler:

  • Öff­ne den Geschirr­spü­ler und neh­me den unte­ren Wagen heraus.
  • Am Boden der Maschi­ne fin­dest du das Sieb. Die­ses besteht aus meh­re­ren Tei­len: Ein fla­ches grö­ße­res Sieb und ein klei­nes röh­ren­för­mi­ges Sieb, das am Rand oder in der Mit­te des grö­ße­ren steckt. Das klei­ne Sieb hat zwei Schich­ten: ein gro­bes Git­ter im Inne­ren und ein fein­ma­schi­ges Git­ter an der Außen­sei­te. Je nach Geschirr­spü­ler-Modell las­sen sich die Sie­be ein­zeln oder zusam­men herausnehmen.
  • Ent­fer­ne alle Sie­be und lee­re das gro­be Sieb aus. Bürs­te anschlie­ßend die fei­nen Sie­be ab. Dazu ist eine alte Zahn­bürs­te pri­ma geeig­net. Das fein­ma­schi­ge Git­ter der Sie­be soll­te danach wie­der klar sicht­bar sein. Um zusätz­li­che Fett­ab­la­ge­run­gen zu ent­fer­nen, nut­ze zur Rei­ni­gung Spülmittel.
  • Set­ze die Sie­be wie­der ein und ach­te dar­auf, dass sie ein­ras­ten. Nur so ist alles rich­tig verschlossen.

Dau­er 30 Minu­ten: Sprüh­arme reinigen

Etwa acht Liter Was­ser benö­tigt eine Spül­ma­schi­ne bei jedem nor­ma­len Wasch­gang, um das Geschirr zu säu­bern. Bei eini­gen Model­len ist der Ver­brauch nied­ri­ger, bei ande­ren höher. Die Haupt­ar­beit leis­ten dabei die Sprüh­arme, durch die das Was­ser gepumpt und über das Geschirr gesprüht wird. Da die fei­nen Düsen der Arme eben­falls von fett­hal­ti­gen Essens­res­ten ver­stopft wer­den kön­nen, soll­ten die­se min­des­tens ein­mal im Jahr gerei­nigt werden.

  • Neh­me die Sprüh­arme her­aus. Wie dies genau gemacht wird, erfährst du in der Bedie­nungs­an­lei­tung dei­nes Geschirr­spü­lers. Bei den meis­ten Model­len las­sen sich die Sprüh­arme aber wie folgt ausbauen.
  • Den unte­ren Sprüh­arm kannst du ganz leicht ent­fer­nen, indem du ein­fach die gro­ße Mut­ter lose drehst und den Sprüh­arm anschlie­ßend abnimmst. Bei eini­gen Model­len sind die Arme zusätz­lich fest­ge­klickt. Sie kön­nen dann mit etwas Kraft durch Zie­hen ent­fernt wer­den. Die obe­ren Sprüh­arme sind mit einer Mut­ter am obe­ren Korb befes­tigt. Sie kön­nen eben­falls abge­schraubt werden.
  • Rei­ni­ge die Sprüh­arme nun unter flie­ßend war­mem Wasser.
  • Genügt das noch nicht, um alle Abla­ge­run­gen zu ent­fer­nen, rücke den Ver­stop­fun­gen vor­sich­tig bei­spiels­wei­se mit einem Zahn­sto­cher zu Lei­be. Weni­ger gut sind hin­ge­gen Nadeln aus Metall. Bei eini­gen Geschirr­spü­lern sind die Sprüh­arme eben­falls aus Metall — die­se könn­ten dann Krat­zer bekom­men, wel­che mit der Zeit ros­ten würden.
  • Ste­cke die Sprüh­arme sorg­fäl­tig wie­der ein, bezie­hungs­wei­se schrau­be die Mut­tern wie­der fest. Bei einem Klick­me­cha­nis­mus hörst du das Ein­ras­ten durch das deut­li­che Klick-Geräusch.

Dau­er 60 Minu­ten: Innen­raum und Dich­tun­gen reinigen

Der Innen­raum ist der wohl offen­sicht­lichs­te Teil, der zu rei­ni­gen ist. Hier sam­meln sich schließ­lich ger­ne hart­nä­cki­ge Ver­schmut­zun­gen an.Praktisch: Dei­ne Spül­ma­schi­ne schafft den größ­ten Teil davon sehr gut alleine.

  • Las­se die Maschi­ne dafür im hei­ßes­ten Wasch­gang und ohne Geschirr durchlaufen.
  • Fül­le dafür statt dem Spül­mit­tel eines der oben genann­ten Haus­mit­tel ein. Rei­ni­ge even­tu­ell mit Natron vor.
  • Wische außer­dem nach dem Wasch­gang noch die Dich­tung rund um die Tür des Geschirr­spü­lers ab. Auch hier lagern sich mit der Zeit Fett und Schmutz ab, wel­che den wei­chen Kunst­stoff angrei­fen und porös machen. Für die Rei­ni­gung reicht es, das Gum­mi mit einem feuch­ten Tuch abzureiben.
  • Wische die Dich­tun­gen direkt nach dem Wasch­gang ab. Der Was­ser­dampf, der sich noch in der Maschi­ne befin­det, hilft, selbst hart­nä­cki­ge Ver­schmut­zun­gen zu lösen. Vor­sichts­hal­ber soll­test du hier zum Schutz vor hei­ßem Was­ser und Dampf Hand­schu­he benutzen.

Her­aus­for­de­rung: Fertiggerichte

Fer­tig­ge­rich­te ent­hal­ten vie­le gehär­te­te Fet­te. Die­se sind in der Spül­ma­schi­ne schwer lös­lich und kön­nen so den Geschirr­spü­ler beschä­di­gen, zumin­dest nach und nach. Denn wenn Essens­krü­mel oder Soßen­res­te an den Tel­lern ver­blei­ben, sam­meln sich die­se mit der Zeit auch im Innen­raum, im Fil­ter und auch im Abfluss­schlauch der Spül­ma­schi­ne. Das führt mit der Zeit dazu, dass die Maschi­ne nicht mehr rich­tig rei­nigt und irgend­wann das Was­ser nicht mehr rich­tig abpum­pen kann.

Mitt­ler­wei­le befin­den sich die gehär­te­ten Fet­te in vie­len Nah­rungs­mit­teln: in Mar­ga­ri­ne, allen frit­tier­ten Lebens­mit­teln, Fer­tig­so­ßen und ‑sup­pen, aber auch in Müs­li­rie­geln oder Früh­stücks­flo­cken. Damit dies nicht zu einem Defekt dei­ner Spül­ma­schi­ne führt, soll­test du häu­fi­ger einen Heiß­wasch­gang durch­füh­ren. Wäh­le dazu etwa alle fünf bis zehn Spül­gän­ge den Wasch­gang mit der höchs­ten Tem­pe­ra­tur. Das ver­braucht zwar mehr Ener­gie, besei­tigt aber dafür die hart­nä­cki­gen Fette.

Spül­ma­schi­ne rei­ni­gen – macht sie das nicht selbst?

War­um muss eigent­lich etwas gerei­nigt wer­den, das sich selbst regel­mä­ßig durch­spült? Ganz ein­fach: Bei jedem Wasch­gang bleibt ein Groß­teil von den Essens­res­ten, die aus Schüs­seln, Töp­fen und von Tel­lern gewa­schen wer­den, in der Maschi­ne zurück. Das meis­te sam­melt sich im Sieb, mit der Zeit aber auch in allen ande­ren Ecken und Win­keln im Inne­ren des Geschirr­spü­lers. So lan­det es irgend­wann wie­der auf dem Geschirr, das eigent­lich sau­ber gespült wer­den soll­te. Um das zu ver­hin­dern, soll­test du die Spül­ma­schi­ne regel­mä­ßig reinigen.

Die bes­te Spül­ma­schi­nen­pfle­ge: Vorbeugen

Der effek­tivs­te Weg zu einem sau­be­ren Geschirr­spü­ler ist gleich­zei­tig auch der ein­fachs­te: Las­se den Schmutz gar nicht erst in die Maschi­ne. Eine peni­ble Vor­wä­sche ist dafür aller­dings nicht erfor­der­lich. Dadurch wäre dir zwar eine sau­be­re Spül­ma­schi­ne garan­tiert – aber die Vor­wä­sche per Hand kos­tet auch Zeit und Ener­gie. Viel­mehr soll­test du ledig­lich gro­be Essens­res­te von Tel­lern und aus Töp­fen ent­fer­nen. Dazu reicht es aus, die losen Res­te zu ent­fer­nen. Damit spä­ter trotz­dem alles sau­ber wird, bie­tet es sich an, das benutz­te Geschirr nach dem Essen sofort in die Maschi­ne zu räu­men und die Klap­pe danach geschlos­sen zu hal­ten. Im Inne­ren des Geschirr­spü­lers hält sich so eine leich­te Feuch­tig­keit, die ver­hin­dert, dass Schmutz am Geschirr antrocknet.

Was tun, wenn die Spül­ma­schi­ne stinkt?

Essens­res­te und Bak­te­ri­en sind die Haupt­ur­sa­che für Geruch. Meist reicht daher eine gründ­li­che Rei­ni­gung aus, um Kei­me und somit auch schlech­te Gerü­che zu entfernen.

Spül­ma­schi­nen-Deos soll­ten dage­gen nur als Zusatz genom­men wer­den. Denn sie ver­bes­sern zwar den Geruch, bekämp­fen aber nicht des­sen Ursa­che. Tipp: Natron wirkt als natür­li­ches Deo.

Wenn du trotz­dem für fri­schen Duft sor­gen möch­test, kannst du auch vor einem Wasch­gang eine Zitro­nen­schei­be in den Besteck­kas­ten legen – die­se aber danach wie­der entfernen.

Mehr Tipps zu die­sem spe­zi­el­len The­ma fin­dest du im UPDATED-Rat­ge­ber „Spül­ma­schi­ne stinkt: schnel­le Hil­fe gegen schlech­te Gerü­che“.

Keim­fal­le Spülmaschine?

Eine regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung und eben­so regel­mä­ßig durch­ge­führ­te Heiß­wasch­gän­ge hal­ten die Maschi­ne sau­ber und funk­ti­ons­tüch­tig. Auch Bak­te­ri­en im Geschirr­spü­ler wer­den so auf ein Mini­mum redu­ziert. Wich­tig ist aller­dings, dass die Maschi­ne regel­mä­ßig benutzt wird.

Steht sie ein­mal län­ge­re Zeit unge­nutzt her­um, etwa in einem Feri­en­haus, oder weil sie nach einem Umzug nicht unmit­tel­bar wie­der ange­schlos­sen wer­den konn­te, droht Ver­kei­mung. Schim­mel und Mikro­ben fin­den dann ein idea­les Kli­ma vor, um unge­stört zu wach­sen und sich zu vermehren.

Statt für Sau­ber­keit zu sor­gen, wird die Spül­ma­schi­ne so zur Keim­fal­le. Las­se die lee­re Maschi­ne dann ein­mal im Wasch­gang mit der höchs­ten Tem­pe­ra­tur durch­lau­fen. Das hei­ße Was­ser berei­tet den Bak­te­ri­en schnell ein Ende – und sorgt dafür, dass auch der nächs­te Sta­pel schmut­zi­ger Tel­ler wie­der blitz­blank gespült wird.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.

Time to share:  Falls dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns!