Täg­lich erle­digt sie den Abwasch, spült schmut­zi­ge Tel­ler und lässt Glä­ser erstrah­len. Wer ein­mal eine Spül­ma­schi­ne hat­te, möch­te sie nicht mehr mis­sen – und soll­te sie genau des­halb regel­mä­ßig rei­ni­gen und pfle­gen. Eini­ges davon kön­nen Sie sogar ganz neben­bei erle­di­gen. Wir zei­gen Ihnen wie.

So viel Zeit benö­ti­gen Sie für die Rei­ni­gung

Dau­er 5 Minu­ten: Sieb rei­ni­gen

Alle zwei Mona­te emp­fiehlt es sich das Sieb der Spül­ma­schi­ne zu rei­ni­gen. Denn trotz aller Vor­sicht wer­den sich mit der Zeit Schmutz und Essens­res­te im Inne­ren des Geschirr­spü­lers ansam­meln. Vor allem im Sieb am Boden der Maschi­ne lan­det jede Men­ge: Kirsch­ker­ne, Res­te vom Müs­li, die Auf­kle­ber vom Joghurtglas oder Haa­re und klei­ne Plas­tik­tei­le. Das fei­ne Sieb soll in ers­ter Linie ver­hin­dern, dass grö­ße­re Tei­le in den Pump­kreis­lauf gelan­gen und dadurch etwa den Abwas­ser­schlauch ver­stop­fen.

So ein­fach klappt die Rei­ni­gung vom Sieb im Geschirr­spü­ler:

  • Öff­nen Sie den Geschirr­spü­ler und neh­men Sie den unte­ren Wagen her­aus.
  • Am Boden der Maschi­ne fin­den Sie das Sieb. Die­ses besteht aus meh­re­ren Tei­len: Ein fla­ches grö­ße­res Sieb und ein klei­nes röh­ren­för­mi­ges Sieb, das am Rand oder in der Mit­te des grö­ße­ren steckt. Das klei­ne Sieb hat zwei Schich­ten: ein gro­bes Git­ter im Inne­ren und ein fein­ma­schi­ges Git­ter an der Außen­sei­te. Je nach Geschirr­spü­ler-Modell las­sen sich die Sie­be ein­zeln oder zusam­men her­aus­neh­men.
  • Ent­fer­nen Sie alle Sie­be und lee­ren Sie das gro­be Sieb aus. Bürs­ten Sie anschlie­ßend die fei­nen Sie­be ab. Dazu ist eine alte Zahn­bürs­te pri­ma geeig­net. Das fein­ma­schi­ge Git­ter der Sie­be soll­te danach wie­der klar sicht­bar sein. Um zusätz­li­che Fett­ab­la­ge­run­gen zu ent­fer­nen, nut­zen Sie zur Rei­ni­gung Spül­mit­tel.
  • Set­zen Sie die Sie­be wie­der ein und ach­ten Sie dar­auf, dass sie ein­ras­ten. Nur so ist alles rich­tig ver­schlos­sen.

Dau­er 30 Minu­ten: Sprüh­arme rei­ni­gen

Etwa acht Liter Was­ser benö­tigt eine Spül­ma­schi­ne bei jedem nor­ma­len Wasch­gang, um das Geschirr zu säu­bern. Bei eini­gen Model­len ist der Ver­brauch nied­ri­ger, bei ande­ren höher. Die Haupt­ar­beit leis­ten dabei die Sprüh­arme, durch die das Was­ser gepumpt und über das Geschirr gesprüht wird. Da die fei­nen Düsen der Arme eben­falls von fett­hal­ti­gen Essens­res­ten ver­stopft wer­den kön­nen, soll­ten die­se etwa ein­mal im Jahr gerei­nigt wer­den.

  • Neh­men Sie die Sprüh­arme her­aus. Wie dies genau gemacht wird, erfah­ren Sie in der Bedie­nungs­an­lei­tung Ihres Geschirr­spü­lers. Bei den meis­ten Model­len las­sen sich die Sprüh­arme aber wie folgt aus­bau­en.
  • Den unte­ren Sprüh­arm kön­nen Sie ganz leicht ent­fer­nen, indem Sie ein­fach die gro­ße Mut­ter lose dre­hen und den Sprüh­arm anschlie­ßend abneh­men. Bei eini­gen Model­len sind die Arme zusätz­lich fest­ge­klickt. Sie kön­nen dann mit etwas Kraft durch Zie­hen ent­fernt wer­den. Die obe­ren Sprüh­arme sind mit einer Mut­ter am obe­ren Korb befes­tigt. Sie kön­nen eben­falls abge­schraubt wer­den.
  • Rei­ni­gen Sie die Sprüh­arme nun unter flie­ßend war­mem Was­ser.
  • Genügt das noch nicht, um alle Abla­ge­run­gen zu ent­fer­nen, rücken Sie den Ver­stop­fun­gen vor­sich­tig bei­spiels­wei­se mit einem Zahn­sto­cher zu Lei­be. Weni­ger gut sind hin­ge­gen Nadeln aus Metall. Bei eini­gen Geschirr­spü­lern sind die Sprüh­arme eben­falls aus Metall — die­se könn­ten dann Krat­zer bekom­men, wel­che mit der Zeit ros­ten wür­den.
  • Ste­cken Sie die Sprüh­arme sorg­fäl­tig wie­der ein, bezie­hungs­wei­se schrau­ben Sie die Mut­tern wie­der fest. Bei einem Klick­me­cha­nis­mus hören Sie das Ein­ras­ten durch das deut­li­che Klick-Geräusch.

Dau­er 60 Minu­ten: Innen­raum und Dich­tun­gen rei­ni­gen

Auch dem Innen­raum des Geschirr­spü­lers bekommt eine regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung, etwa ein­mal im Monat, gut. Prak­tisch: Ihre Spül­ma­schi­ne schafft den größ­ten Teil davon sehr gut allei­ne.

  • Las­sen Sie die Maschi­ne dafür im hei­ßes­ten Wasch­gang und ohne Geschirr durch­lau­fen.
  • Dazu kön­nen Sie spe­zi­el­le Rei­ni­gungs­pro­duk­te aus Dro­ge­rie und Super­markt benut­zen. Die­se gibt es als Flüs­sig­rei­ni­ger oder in Pul­ver­form. Alter­na­tiv reicht bei klei­nen Ver­schmut­zun­gen auch ein ein­fa­ches Spül­ma­schi­nen-Tab.
  • Beson­ders umwelt­freund­lich geht es mit einem Sprit­zer Essig­es­senz. Gie­ßen Sie dazu etwa zehn Mil­li­li­ter des Mit­tels vor dem Leer­wasch­gang auf den Innen­bo­den der Spül­ma­schi­ne. Das Haus­mit­tel sorgt eben­falls für Sau­ber­keit und Glanz, außer­dem wird es voll­stän­dig bio­lo­gisch abge­baut. Ein­zi­ger Nach­teil: Essig hat einen sehr kräf­ti­gen Eigen­ge­ruch. Die­ser ver­schwin­det auch durch einen wei­te­ren Spül­gang nicht sofort, son­dern hält etwa ein bis zwei Tage an.
  • Rei­ni­gen Sie nach dem Wasch­gang noch die Dich­tung rund um die Tür des Geschirr­spü­lers. Auch hier lagern sich mit der Zeit Fett und Schmutz ab, wel­che den wei­chen Kunst­stoff angrei­fen und porös machen. Für die Rei­ni­gung reicht es, das Gum­mi mit einem feuch­ten Tuch abzu­rei­ben.
  • Wischen Sie die Dich­tun­gen direkt nach dem Wasch­gang ab. Der Was­ser­dampf, der sich noch in der Maschi­ne befin­det, hilft, selbst hart­nä­cki­ge Ver­schmut­zun­gen zu lösen. Vor­sichts­hal­ber soll­ten Sie hier zum Schutz vor hei­ßem Was­ser und Dampf Hand­schu­he benut­zen.

Her­aus­for­de­rung: Fer­tig­ge­rich­te

Fer­tig­ge­rich­te ent­hal­ten vie­le gehär­te­te Fet­te. Die­se sind in der Spül­ma­schi­ne schwer lös­lich und kön­nen so den Geschirr­spü­ler beschä­di­gen, zumin­dest nach und nach. Denn wenn Essens­krü­mel oder Soßen­res­te an den Tel­lern ver­blei­ben, sam­meln sich die­se mit der Zeit auch im Innen­raum, im Fil­ter und auch im Abfluss­schlauch der Spül­ma­schi­ne. Das führt mit der Zeit dazu, dass die Maschi­ne nicht mehr rich­tig rei­nigt und irgend­wann das Was­ser nicht mehr rich­tig abpum­pen kann.

Mitt­ler­wei­le befin­den sich die gehär­te­ten Fet­te in vie­len Nah­rungs­mit­teln: in Mar­ga­ri­ne, allen frit­tier­ten Lebens­mit­teln, Fer­tig­so­ßen und ‑sup­pen, aber auch in Müs­li­rie­geln oder Früh­stücks­flo­cken. Damit dies nicht zu einem Defekt Ihrer Spül­ma­schi­ne führt, soll­ten Sie häu­fi­ger einen Heiß­wasch­gang durch­füh­ren. Wäh­len Sie dazu etwa alle fünf bis zehn Spül­gän­ge den Wasch­gang mit der höchs­ten Tem­pe­ra­tur. Das ver­braucht zwar mehr Ener­gie, besei­tigt aber dafür die hart­nä­cki­gen Fet­te.

Spül­ma­schi­ne rei­ni­gen – macht sie das nicht selbst?

War­um muss eigent­lich etwas gerei­nigt wer­den, das sich selbst regel­mä­ßig durch­spült? Ganz ein­fach: Bei jedem Wasch­gang bleibt ein Groß­teil von den Essens­res­ten, die aus Schüs­seln, Töp­fen und von Tel­lern gewa­schen wer­den, in der Maschi­ne zurück. Das meis­te sam­melt sich im Sieb, mit der Zeit aber auch in allen ande­ren Ecken und Win­keln im Inne­ren des Geschirr­spü­lers. So lan­det es irgend­wann wie­der auf dem Geschirr, das eigent­lich sau­ber gespült wer­den soll­te. Um das zu ver­hin­dern, soll­ten Sie die Spül­ma­schi­ne regel­mä­ßig rei­ni­gen.

Die bes­te Spül­ma­schi­nen­pfle­ge: Vor­beu­gen

Der effek­tivs­te Weg zu einem sau­be­ren Geschirr­spü­ler ist gleich­zei­tig auch der ein­fachs­te: Las­sen Sie den Schmutz gar nicht erst in die Maschi­ne. Eine peni­ble Vor­wä­sche ist dafür aller­dings nicht erfor­der­lich. Dadurch wäre Ihnen zwar eine sau­be­re Spül­ma­schi­ne garan­tiert – aber die Vor­wä­sche per Hand kos­tet auch Zeit und Ener­gie. Viel­mehr soll­ten Sie ledig­lich gro­be Essens­res­te von Tel­lern und aus Töp­fen ent­fer­nen. Dazu reicht es aus, die losen Res­te zu ent­fer­nen. Damit spä­ter trotz­dem alles sau­ber wird, bie­tet es sich an, das benutz­te Geschirr nach dem Essen sofort in die Maschi­ne zu räu­men und die Klap­pe danach geschlos­sen zu hal­ten. Im Inne­ren des Geschirr­spü­lers hält sich so eine leich­te Feuch­tig­keit, die ver­hin­dert, dass Schmutz am Geschirr antrock­net.

Was tun, wenn die Spül­ma­schi­ne stinkt?

  • Essens­res­te und Bak­te­ri­en sind die Haupt­ur­sa­che für Geruch. Meist reicht daher eine gründ­li­che Rei­ni­gung aus, um Kei­me und somit auch schlech­te Gerü­che zu ent­fer­nen.
  • Spül­ma­schi­nen-Deos soll­ten dage­gen nur als Zusatz genom­men wer­den. Denn sie ver­bes­sern zwar den Geruch, bekämp­fen aber nicht des­sen Ursa­che.
  • Wenn Sie trotz­dem für fri­schen Duft sor­gen möch­ten, kön­nen Sie vor einem Wasch­gang eine Zitro­nen­schei­be in den Besteck­kas­ten legen – die­se aber danach wie­der ent­fer­nen.

Mehr Tipps zu die­sem spe­zi­el­len The­ma fin­den Sie im UPDATED-Rat­ge­ber „Spül­ma­schi­ne stinkt: schnel­le Hil­fe gegen schlech­te Gerü­che“.

Keim­fal­le Spül­ma­schi­ne?

Eine regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung und eben­so regel­mä­ßig durch­ge­führ­te Heiß­wasch­gän­ge hal­ten die Maschi­ne sau­ber und funk­ti­ons­tüch­tig. Auch Bak­te­ri­en im Geschirr­spü­ler wer­den so auf ein Mini­mum redu­ziert. Wich­tig ist aller­dings, dass die Maschi­ne regel­mä­ßig benutzt wird.

Steht sie ein­mal län­ge­re Zeit unge­nutzt her­um, etwa in einem Feri­en­haus, oder weil sie nach einem Umzug nicht unmit­tel­bar wie­der ange­schlos­sen wer­den konn­te, droht Ver­kei­mung. Schim­mel und Mikro­ben fin­den dann ein idea­les Kli­ma vor, um unge­stört zu wach­sen und sich zu ver­meh­ren.

Statt für Sau­ber­keit zu sor­gen, wird die Spül­ma­schi­ne so zur Keim­fal­le. Las­sen Sie die lee­re Maschi­ne dann ein­mal im Wasch­gang mit der höchs­ten Tem­pe­ra­tur durch­lau­fen. Das hei­ße Was­ser berei­tet den Bak­te­ri­en schnell ein Ende – und sorgt dafür, dass auch der nächs­te Sta­pel schmut­zi­ger Tel­ler wie­der blitz­blank gespült wird.

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