Wie­so haben die Glä­ser und das Besteck so unschö­ne wei­ße Schlie­ren, wenn Sie aus der Spül­ma­schi­ne kom­men? Und irgend­wie müf­felt das Gerät … Wenn die Rei­ni­gungs­fä­hig­keit der Maschi­ne nach­lässt und sie zu rie­chen beginnt, haben Sie wahr­schein­lich ein Pro­blem mit Kalk­ab­la­ge­run­gen. Die­se kön­nen übri­gens auch die Strom­kos­ten für den Maschi­nen­be­trieb in die Höhe trei­ben, wenn auch die Heiz­ele­men­te betrof­fen sind. Regel­mä­ßi­ges Ent­kal­ken ist also in mehr­fa­cher Hin­sicht sinn­voll. Lesen Sie hier, wel­che Mög­lich­kei­ten es gibt.

So berei­ten Sie die Spül­ma­schi­ne zum Ent­kal­ken vor

Jede moder­ne Geschirr­spül­ma­schi­ne hat eine ein­ge­bau­te Ent­kal­kungs­an­la­ge. Doch das ist aber lei­der kei­ne Garan­tie gegen Kal­b­ab­la­ge­run­gen. Ver­ges­se­nes Nach­fül­len von Rege­ne­rie­rungs­salz für den Ent­kal­ker, eine fal­sche Ein­stel­lung der Ent­kal­kung oder schlicht­weg so har­tes Was­ser, dass es die ein­ge­bau­te Ent­kal­kungs­tech­nik über­for­dert: Das sind alles Grün­de, die zusätz­li­che Maß­nah­men zur Kalk­be­kämp­fung nötig machen kön­nen.

Für best­mög­li­che Ergeb­nis­se und ins­ge­samt gute Sau­ber­keit ist es sinn­voll, die (aus­ge­räum­te) Maschi­ne etwas vor­zu­r­ei­ni­gen:

  • Ent­neh­men Sie die Sprüh­arme. Sie sind meis­tens nur auf­ge­steckt oder mit einem Dreh­ver­schluss arre­tiert. Rei­ni­gen Sie die­se mit einem Geschirr­spül­mit­tel. Alter­na­tiv kön­nen Sie ein war­mes Essig-Was­ser-Gemisch ver­wen­den.
  • Ent­fer­nen Sie Spei­se­res­te aus den Sprü­höff­nun­gen – die­se behin­dern die vol­le Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Arme. Dann set­zen Sie die gerei­nig­ten Tei­le wie­der ein.
  • Kon­trol­lie­ren Sie das Sieb unten in der Maschi­nen­wan­ne auf Ver­schmut­zun­gen und rei­ni­gen es nöti­gen­falls.
  • Prü­fen Sie das Gerä­te­in­ne­re auf grö­be­re Abla­ge­run­gen. Die­se fin­den sich oft im Bereich rund um die Tür sowie bei Ecken, Kan­ten und ande­ren Zonen, in denen Feuch­tig­keit län­ger ste­hen bleibt. Ent­fer­nen Sie die Abla­ge­run­gen mit einem Schwamm/Schwammtuch und einem kalk­lö­sen­den Rei­ni­gungs­mit­tel. Auf die­se Wei­se kön­nen Sie auch die Gum­mi­dich­tun­gen der Tür vor­be­han­deln.

Wich­tig: Ver­wen­den Sie bei der Vor­rei­ni­gung nie krat­zen­de Mit­tel oder Werk­zeu­ge wie Metall­schwäm­me oder Putz­mit­tel mit Schleif­par­ti­keln. Sie zer­krat­zen das Edel­stahl­blech und kön­nen wei­ches Mate­ri­al wie Gum­mi beschä­di­gen. Wei­te­re Tipps zur Rei­ni­gung von Spül­ma­schi­nen fin­den Sie im UPDATED-Rat­ge­ber “Spül­ma­schi­ne rei­ni­gen: Pfle­ge für den Geschirr­spü­ler”.

Ent­kal­ken mit Indus­trie­pro­duk­ten

Im Han­del sind diver­se indus­tri­ell her­ge­stell­te Ent­kal­kungs­mit­tel ver­füg­bar. Es gibt sie als Pul­ver, Flüs­sig­keit oder Tabs. So wen­den Sie einen indus­tri­el­len Ent­kal­ker an:

  1. Lesen Sie genau die auf der Ver­pa­ckung ange­ge­be­ne Anwen­dungs­an­lei­tung und geben Sie das Pro­dukt ent­spre­chend in die Spül­ma­schi­ne.
  2. Ach­ten Sie dar­auf, dass kein Vor­wasch­pro­gramm aktiv ist – es spült das Rei­ni­gungs­mit­tel weg, bevor es wir­ken könn­te.
  3. Star­ten Sie ein Wasch­pro­gramm, das min­des­tens mit einer Tem­pe­ra­tur von 60 °C arbei­tet und las­sen es kom­plett durch­lau­fen.
  4. Kon­trol­lie­ren Sie das Rei­ni­gungs­er­geb­nis. Even­tu­ell noch vor­han­de­ne Kal­kres­te las­sen sich ana­log zur Vor­rei­ni­gung nach­be­han­deln.

Ent­kal­ken mit Haus­mit­teln: Die­se Ver­fah­ren funk­tio­nie­ren

Wenn Sie kein Indus­trie­pro­dukt kau­fen oder ein­fach auf Che­mie beim Ent­kal­ken ver­zich­ten wol­len, hel­fen auch Haus­mit­tel wie Essig/Essigessenz, Zitro­nen­säu­re und Natron.

Rei­ni­gen mit Essig

Ver­wend­bar ist wei­ßer bezie­hungs­wei­se kla­rer Essig, bei dem kei­ne Gefahr von Mate­ri­al­ver­fär­bun­gen besteht. Da die Wir­kung allein auf dem Säu­re­an­teil beruht, kön­nen Sie ohne Beden­ken zu einem güns­ti­gen Essig grei­fen.

  1. Schal­ten Sie die Spül­ma­schi­ne ein und star­ten Sie ein Wasch­pro­gramm mit min­des­tens 60 °C (ohne Vor­wä­sche).
  2. War­ten Sie ein paar Minu­ten, bis das Gerät das Was­ser auf Tem­pe­ra­tur gebracht hat. Berei­ten Sie in die­ser Zeit eine Tas­se mit Essig vor.
  3. Öff­nen Sie kurz die auf­ge­heiz­te Maschi­ne, geben Sie den Tas­sen­in­halt hin­ein und schlie­ßen sie wie­der.
  4. Schal­ten Sie die Maschi­ne ganz aus und las­sen den Essig ein­wir­ken. Die Zeit soll­te min­des­tens eine Stun­de betra­gen, län­ge­res Ein­wir­ken ist unpro­ble­ma­tisch.
  5. Schal­ten Sie dann die Maschi­ne wie­der ein, star­ten Sie das Pro­gramm erneut und las­sen es bis zum Ende durch­lau­fen.

Hin­weis: Wenn Sie statt Essig kon­zen­trier­te Essig­es­senz ver­wen­den, genügt es, wenn Sie ca. 10 Ess­löf­fel voll davon in die Spül­ma­schi­ne geben. Da die Flüs­sig­keit stark riecht, kann nach der Ent­kal­kung ein wei­te­rer (lee­rer) Spül­gang sinn­voll sein, um den Essig­ge­ruch weg­zu­spü­len.

Rei­ni­gen mit Zitro­nen­säu­re

Wenn Sie Zitro­nen­säu­re zum Ent­kal­ken ver­wen­den wol­len, gibt es einen wich­ti­gen Unter­schied zu Essig: Arbei­ten Sie mit einer nied­ri­ge­ren Was­ser­tem­pe­ra­tur! Der Grund: Zitro­nen­säu­re ver­bin­det sich mit Kalk zu einem soge­nann­ten Kal­zi­um­kom­plex, aus dem sich in Ver­bin­dung mit hohen Tem­pe­ra­tu­ren Cal­ci­um­ci­trat bil­det. Die­ser wei­ße Stoff ver­ur­sacht Abla­ge­run­gen, die Kalk an Här­te über­tref­fen und ent­spre­chend schwer zu ent­fer­nen sind. Sie wür­den also im Zwei­fel Kalk­ab­la­ge­run­gen durch hart­nä­cki­ge­re Cal­ci­um­ci­trat-Abla­ge­run­gen erset­zen.

So kön­nen Sie Ver­kal­kun­gen vor­beu­gen

Eine wich­ti­ge Maß­nah­me gegen Ver­kal­kung ist die rich­ti­ge Ein­stel­lung des Ent­kal­kungs­sys­tems der Spül­ma­schi­ne. In jeder Regi­on hat das Was­ser eine unter­schied­li­che Här­te, die oft nicht zur Stan­dard­ein­stel­lung des Gerä­tes passt. Erkun­di­gen Sie sich daher bei Ihren Stadt­wer­ken über die ört­li­che Was­ser­här­te und ver­glei­chen den Wert mit der Ein­stel­lung an der Maschi­ne.

Die dafür not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen und Ein­stel­lungs­an­lei­tun­gen fin­den Sie in der Bedie­nungs­an­lei­tung. Suchen Sie dort nach einem Abschnitt, der “Was­ser­här­te ein­stel­len”, “Här­te­ein­stel­lung Ionen­tau­scher” oder ähn­lich lau­tet. Ach­ten Sie nach dem Ein­stel­len dar­auf, dass stets vor­schrifts­mä­ßig Rege­ne­rie­rungs­salz ein­ge­füllt ist, damit das Ent­kal­kungs­sys­tem funk­tio­niert.

Hin­weis: Wenn Sie aus­schließ­lich mit Rei­ni­gungstabs arbei­ten und auf Salz ver­zich­ten, wird das Was­ser unter Umstän­den nicht aus­rei­chend ent­kalkt. Zur wei­te­ren Vor­beu­gung kön­nen Sie je nach Was­ser­här­te 1–2 Mal im Jahr mit den genann­ten Ver­fah­ren zusätz­lich ent­kal­ken.

Gehen Sie so zur kor­rek­ten Anwen­dung von Zitro­nen­säu­re so vor:

  1. Mischen Sie in einem geeig­ne­ten Behäl­ter unge­fähr 2 Liter kal­tes Was­ser mit 10 Ess­löf­feln Zitro­nen­säu­re.
  2. Schal­ten Sie die Spül­ma­schi­ne ein und wäh­len Sie für die Kalt-Ent­kal­kung ein Pro­gramm mit mög­lichst gerin­ger Tem­pe­ra­tur.
  3. War­ten Sie einen Moment, bis Was­ser in der Maschi­ne ist, schal­ten Sie sie dann aus und öff­nen Sie die Maschi­ne, um die Was­ser-Zitro­nen­säu­re-Mischung ein­zu­gie­ßen.
  4. Anschlie­ßend schlie­ßen Sie die Maschi­ne wie­der und las­sen die Mischung min­des­tens eine Stun­de wir­ken. Danach schal­ten Sie das Gerät wie­der ein, star­ten das Pro­gramm erneut und las­sen es durch­lau­fen.

Vari­an­te: Kom­bi­na­ti­on mit Natron

Sowohl das Ent­kal­ken mit Essig als auch mit Zitro­nen­säu­re kön­nen Sie noch effek­ti­ver machen, wenn Sie zusätz­lich Natron oder Back­pul­ver benut­zen. Das Mit­tel unter­stützt die kalk­lö­sen­de Wir­kung der Säu­ren.

  1. Streu­en Sie dafür zunächst Natron/Backpulver auf den Maschi­nen­bo­den (unge­fähr 4 Ess­löf­fel).
  2. Schlie­ßen Sie dann die Tür, schal­ten Sie die Maschi­ne ein und fol­gen den beschrie­be­nen Ver­fah­ren für die Rei­ni­gung mit Essig bezie­hungs­wei­se Zitro­nen­säu­re.

Haus­mit­tel kön­nen Spül­ma­schi­nen gründ­lich ent­kal­ken

Trotz Ent­kal­kungs­tech­nik im Geschirr­spü­ler kann es erfor­der­lich sein, zusätz­li­che Ent­kal­kungs­maß­nah­men zu tref­fen. Sie kön­nen dafür indus­tri­el­le Pro­duk­te benut­zen – aber wie Sie gese­hen haben, ermög­li­chen auch Haus­mit­tel ein gründ­li­ches Ent­fer­nen von Kalk­be­lä­gen. Essig, Essig­es­senz oder Zitro­nen­säu­re haben sich bewährt, die Zuga­be von Natron kann die Wir­kung noch ver­bes­sern.

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