Der Mac ist Ihr stän­di­ger Beglei­ter. Ob beruf­lich oder pri­vat: Wenn Sie pro­duk­tiv oder krea­tiv sind, der Com­pu­ter kommt immer zum Ein­satz. Vie­le Daten, die Sie auf dem Mac hin­ter­las­sen, sind des­halb ver­trau­lich und soll­ten nicht in die fal­schen Hän­de gera­ten. Im Ver­gleich zum Win­dows-PC gel­ten die Macs zwar als gut geschützt gegen Angrei­fer und Schad­soft­ware, doch Hacker und Daten­die­be machen auch vor dem Apple-Sys­tem nicht halt. UPDATED ver­rät Ihnen, wel­che Tipps Sie zum Viren- und Daten­schutz befol­gen soll­ten, damit das macOS-Betriebs­sys­tem so gut wie mög­lich abge­si­chert ist.

Regel­mä­ßi­ge Updates auf dem Mac durch­füh­ren

Das macOS Betriebs­sys­tem ist von Haus aus mit diver­sen Sicher­heits­ele­men­ten aus­ge­stat­tet, die es Angrei­fern schwer machen, Daten zu klau­en oder den Com­pu­ter mit Mal­wa­re zu infi­zie­ren. Damit macOS auch immer auf den aktu­ells­ten Stand ist, emp­fiehlt es sich, umge­hend Updates durch­zu­füh­ren, sobald die­se zur Ver­fü­gung ste­hen. Die­se besei­tig­ten in der Ver­gan­gen­heit regel­mä­ßig Sys­tem­feh­ler oder Sicher­heits­lü­cken.

Über die Ver­füg­bar­keit neu­er Updates wer­den Sie per Benach­rich­ti­gung infor­miert. In den Sys­tem­ein­stel­lun­gen > App Store kön­nen Sie fest­le­gen, dass der Mac Updates auto­ma­tisch her­un­ter­lädt und instal­liert. Auf die­se Wei­se wer­den Schwach­stel­len so schnell wie mög­lich beho­ben. Die meis­ten Macs aus dem Jahr 2009 und neue­re Model­le kön­nen auf das aktu­el­le Betriebs­sys­tem macOS Sier­ra aktua­li­siert wer­den.

Pass­wort und Bild­schirm­sper­re auf dem Mac ein­rich­ten

Sie kön­nen den Zugriff ande­rer Per­so­nen auf Ihren Mac ein­schrän­ken, indem Sie ein Pass­wort fest­le­gen und der Bild­schirm nach län­ge­rer Inak­ti­vi­tät gesperrt wird. Die wich­tigs­ten Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten zum Schutz Ihrer Daten und der Pri­vat­sphä­re fasst Apple in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen unter dem Punkt Sicher­heit zusam­men. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Kli­cken Sie dort zunächst auf All­ge­mein und legen Sie hier im ers­ten Schritt ein Kenn­wort fest, das beim Anmel­den an den Mac ein­ge­ge­ben wer­den muss.
  2. Akti­vie­ren Sie dann die Kon­troll­box bei Kenn­wort erfor­der­lich. Dort stel­len Sie ein, wie lan­ge der Mac im Ruhe­zu­stand ver­brin­gen kann, ohne dass im Anschluss das Kenn­wort abge­fragt wird. Mit der sichers­ten Ein­stel­lung Sofort wird bei jedem Reak­ti­vie­ren eine Pass­wort-Ein­ga­be gefor­dert.
  3. Deak­ti­vie­ren Sie das Häk­chen in der nächs­ten Kon­troll­box Mit­tei­lun­gen bei gesperr­tem Bild­schirm anzei­gen. So pop­pen wäh­rend des Ruhe­zu­stan­des kei­ne neu­en Nach­rich­ten auf, die für frem­de Augen nicht gedacht sind.

Fire­wall auf dem Mac ein­schal­ten

macOS bie­tet Ihnen über die Updates hin­aus wei­te­re Mög­lich­kei­ten, um Ihre Daten so sicher wie mög­lich zu hal­ten. Eine davon ist die Akti­vie­rung einer Fire­wall, um zu ver­hin­dern, dass ande­re Gerä­te auf Diens­te auf dem Mac zugrei­fen. Die­se ist vor allem für Mac­Books wich­tig, mit denen Sie sich auch in frem­den Netz­wer­ken auf­hal­ten. So gehen Sie vor:

  1. Die Ein­stel­lung für die Fire­wall fin­den Sie unter Sys­tem­ein­stel­lun­gen > Sicher­heit > Fire­wall.
  2. Ent­sper­ren Sie das Fens­ter, indem Sie auf das Schloss in der lin­ken unte­ren Ecke kli­cken.
  3. Geben Sie Benut­zer­na­men und Ihr Pass­wort ein.
  4. Kli­cken Sie auf Fire­wall akti­vie­ren.

Sie soll­ten aller­dings beach­ten, dass nach­träg­lich instal­lier­te Soft­ware mit­un­ter durch die Fire­wall blo­ckiert wird. Um das zu umge­hen, stim­men Sie bei der Instal­la­ti­on eines neu­en Pro­gramms einer Aus­nah­me­re­ge­lung zu, die bei der ers­ten Aus­füh­rung abge­fragt wird. Bei bereits instal­lier­ten Anwen­dun­gen kön­nen Sie die Aus­nah­me­re­ge­lung auch unter dem Pfad Fire­wall Optio­nen > Pro­gram­me hin­zu­fü­gen vor­neh­men.

Eine wei­te­re Kon­fi­gu­ra­ti­on, die Sie unter Fire­wall Optio­nen vor­neh­men kön­nen, ist Tarn­mo­dus akti­vie­ren. Die­ser macht Ihr Mac­Book in öffent­li­chen Net­zen wie im Café prak­tisch unsicht­bar, da es nicht mehr auf uner­war­te­te Anfra­gen wie Inter­net Pro­to­kol­le reagiert.

Fest­plat­te des Mac mit FileV­ault ver­schlüs­seln

Mit nur weni­gen Klicks kön­nen Sie die Fest­plat­te Ihres Mac mit FileV­ault gegen den Zugriff Unbe­fug­ter schüt­zen, indem Sie Ihren gesam­ten Benut­zer­ord­ner ver­schlüs­seln. Das gilt auch für den Fall, dass jemand die Fest­plat­te aus­baut – solan­ge der Ein­dring­ling das Anmel­de­pass­wort nicht kennt. Die­ses ist Pflicht, sobald Sie FileV­ault nut­zen. Sie soll­ten es also in kei­nem Fall irgend­wo auf dem Mac hin­ter­legt haben. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Fol­gen Sie dem Pfad Sys­tem­ein­stel­lun­gen > Sicher­heit > FileV­ault. Kli­cken Sie dort auf den But­ton FileV­ault akti­vie­ren.
  2. Star­ten Sie Ihren Mac neu und schlie­ßen Sie ihn an das Strom­netz an. Die Fest­plat­te wird jetzt auto­ma­tisch ver­schlüs­selt. Die­ser Pro­zess läuft im Hin­ter­grund ab und nimmt eini­ge Zeit in Anspruch. Neue Daten wer­den auto­ma­tisch geschützt.

Kin­der­si­che­rung auf dem Mac akti­vie­ren

Wenn der Nach­wuchs Ihren Mac eben­falls nutzt, ist es sinn­voll, die Kin­der­si­che­rung zu akti­vie­ren. Mit die­ser kön­nen Sie Zeit­be­schrän­kun­gen fest­le­gen sowie Web­sei­ten und Web­shops sper­ren. Dafür erstel­len Sie für Ihr Kind ein eige­nes Kon­to.

  1. Wäh­len Sie Sys­tem­ein­stel­lun­gen > Benut­zer & Grup­pen > Hin­zu­fü­gen > Neu­er Account > Ver­wal­tet durch die Kin­der­si­che­rung.
  2. Jetzt kön­nen Sie den Namen des Kin­des als Benut­zer­na­men ein­ge­ben.
  3. Kli­cken Sie abschlie­ßend auf Benut­zer erstel­len.
  4. In einem wei­te­ren Schritt ist es erfor­der­lich, unter dem Pfad Sys­tem­ein­stel­lun­gen > Kin­der­si­che­rung das Kon­to des Kin­des zu akti­vie­ren. Jetzt kön­nen Sie in die­sem Menü die Beschrän­kun­gen für den Account fest­le­gen.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen lesen Sie auch den Rat­ge­ber “Mac kin­der­si­cher machen unter MacOS Sier­ra”.

Viren­scan­ner auf dem Mac instal­lie­ren

Der Mac war in der Ver­gan­gen­heit weni­ger anfäl­lig für Viren und Mal­wa­re als ein Win­dows-PC. Ein Grund für die hohe Sicher­heit ist App­les Gate­kee­per. Er ver­hin­dert die Instal­la­ti­on von poten­zi­ell schäd­li­chen Tools und Pro­gram­men.

Den­noch sind auch Besit­zer von App­les MacOS mit einem Viren­schutz gut bera­ten, da auch schon Schad­pro­gram­me mit gül­ti­gem Apple-Zer­ti­fi­kat auf­ge­taucht sind, die nicht von der inter­nen Schutz­lö­sung erkannt wur­den. Nahe­zu alle gro­ßen Her­stel­ler stel­len ihre Viren­scan­ner auch in einer ent­spre­chen­den Ver­si­on für den Mac bereit.

In einem unab­hän­gi­gen Test für das aktu­el­le Betriebs­sys­tem OS Sier­ra haben sich unter ande­ren die­se zwei kos­ten­lo­se Secu­ri­ty-Pro­gram­me bewährt:

Bei­de erkann­ten alle 31 Schäd­lin­ge. Zudem schlug kei­nes der Pro­gram­me Fehl­alarm. Wird auch die Sys­tem­last mit ein­be­zo­gen, war das kos­ten­pflich­ti­ge Anti­vi­ren­pro­gramm Sen­ti­nel Sen­ti­ne­lO­ne 1.8.2 am bes­ten.

Auch beim Mac soll­ten Sie Vor­sicht wal­ten las­sen

Wer von den Sicher­heits­an­ge­bo­ten des Mac-Betriebs­sys­tems Gebrauch macht, hat bereits einen guten Schutz – vor allem im Ver­gleich zu Win­dows-Rech­nern. Den­noch soll­ten Sie das The­ma Daten­si­cher­heit auch unter macOS Sier­ra nicht unter­schät­zen. Vor allem, wenn Sie viel im Netz unter­wegs sind, soll­ten Sie Anwen­dun­gen von Dritt­an­bie­tern in Betracht zie­hen. Nur auf die­sem Wege lässt sich auch das gesam­te Sys­tem auf Viren scan­nen.

 

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