E-Mails, Bewer­bun­gen, Konzepte, Hausar­beit­en oder Ein­ladun­gen: Du schreib­st am Com­put­er viele Texte. Wenn sie Fehler wie Buch­staben­dreher, falsche Großschrei­bung oder dop­pelte Wörter enthal­ten, ist dir das pein­lich. Zum Glück gibt es kosten­lose Online-Tools und Funk­tio­nen in Schreibpro­gram­men, die dir die Arbeit erle­ichtern. Sie übernehmen die Rechtschreibprü­fung und unter­suchen deine Texte auf weit­ere Schwächen. UPDATED stellt dir vier Lösun­gen vor, mit denen du die Qual­ität dein­er Texte verbesserst.

Wie zuverlässig sind Rechtschreibprogramme?

Ob Flüchtigkeits­fehler oder Rechtschreib­schwäche – Rechtschreibpro­gramme sind eine große Hil­fe, wenn du einen Text kor­rigieren möcht­est. Eines haben sie aber alle gemein­sam: Sie sind nicht per­fekt. Einige Schnitzer erken­nen sie gar nicht, manch­mal zeigen sie auch einen Fehler an, wenn du gar keinen gemacht hast. Wenn du unsich­er bist, kann es helfen, mehrere Tools zu ver­wen­den. Mit der Zeit wirst du fest­stellen, welche Stärken und welche Schwächen die ver­schiede­nen Pro­gramme haben.

Duden-Mentor: Kostenlose Basisfunktionen

Der Duden-Men­tor ist ein Online-Tool, das Sätze oder Textpas­sagen auf Rechtschreib- und Gram­matik­fehler analysiert. Auf der Web­seite befind­et sich ein Feld, in das du deinen Text direkt hinein­schreiben kannst. Alter­na­tiv übern­immst du deinen Text aus einem anderen Doku­ment, indem du ihn mit STRG + C kopierst und mit STRG + V in das Feld ein­fügst.

Das kann der Duden-Men­tor:

  • Das Pro­gramm über­prüft eingegebe­nen Text automa­tisch und markiert die Wörter oder Satzze­ichen, die du falsch geschrieben hast. 
  • Es lis­tet die Fehler neben deinem Text auf und macht Kor­rek­tur­vorschläge.
  • Mit einem Klick auf einen Hak­en oder ein X kannst du den jew­eili­gen Vorschlag akzep­tieren oder ablehnen.
  • Klickst du auf einen kleinen Pfeil neben dem Kor­rek­tur­vorschlag, öffnet sich ein Feld mit ein­er Erk­lärung. Du erfährst, warum deine Schreib­weise falsch ist.

Um den Duden-Men­tor zu nutzen, hast du fol­gende Möglichkeit­en:

  • Als Gast ver­wen­d­est du das Tool anonym und kosten­los. Ohne Anmel­dung gib­st du deinen Text auf der Seite ein. Der darf bis zu 800 Zeichen lang sein. Die Textprü­fung umfasst Rechtschreib- und Gram­matik­fehler.
  • Wenn du ein kosten­los­es Benutzerkon­to anlegst, kannst du einen Text mit 1.500 Zeichen über­prüfen lassen. Außer­dem kannst du zehn Begriffe in einem per­sön­lichen Wörter­buch able­gen. Um dich zu reg­istri­eren, gib­st du deine E-Mail-Adresse und ein Pass­wort an.
  • Meldest du dich für den kostenpflichti­gen Pre­mi­um­di­enst an, kannst du bis zu 40.000 Zeichen auf ein­mal eingeben. Außer­dem bekommst du ein per­sön­lich­es Wörter­buch mit unbe­gren­ztem Platz. Darüber hin­aus zeigt der Men­tor dir Füll­wörter und Wort­dopplun­gen an, schlägt dir Syn­onyme vor und analysiert deine Texte auf Les­barkeit.

Word: Integrierte Rechtschreibprüfung

Wenn du Texte mit Microsofts Textver­ar­beitung­spro­gramm Word ver­fasst, kannst du die inte­gri­erte Rechtschreibprü­fung ver­wen­den. Der Vorteil: Du brauchst kein weit­eres Tool und kannst deine Texte auch prüfen lassen, wenn du nicht online bist.

Schalte die Funk­tion zunächst ein. In Word für Office 365 geht das wie fol­gt:

  • Öffne Word auf deinem Com­put­er, klicke in der Menüleiste auf Datei und dort ganz unten auf Optio­nen.
  • Suche im neuen Fen­ster den Menüpunkt Doku­menten­prü­fung und klicke darauf.
  • Set­ze unter Bei der Rechtschreib- und Gram­matikko­r­rek­tur in Word jew­eils ein Häkchen vor Rechtschrei­bung während der Eingabe über­prüfen und vor Gram­matik­fehler während der Eingabe markieren.
  • Achte darauf, dass in dem Feld neben Schreib­stil die Auswahl Gram­matik & Empfehlun­gen zum Sprachge­brauch ste­ht. Klickst du daneben auf Ein­stel­lun­gen, legst du auf Wun­sch mit einem Häkchen fest, was genau Word kor­rigieren soll. Voraus­gewählt sind alle Punk­te.
  • Auf der Über­sichts­seite der Doku­menten­prü­fung kannst du außer­dem bes­tim­men, dass Word wieder­holte Wörter kennze­ich­nen oder die neue deutsche Rechtschrei­bung benutzen soll. Set­ze dazu Häkchen vor die entsprechen­den Felder.
  • Bestätige alle Änderun­gen auf der Seite unten rechts mit OK.

Das kann die Rechtschreibprü­fung von Word:

  • Rechtschreibfehler wer­den im Text rot unter­strichen, Gram­matik­fehler blau.
  • Klickst du mit der recht­en Maus­taste auf eine unter­strich­ene Stelle, öffnet sich ein kleines Kon­textmenü. Ganz oben ste­ht der Vorschlag für die richtige Schreib­weise. Klickst du darauf, übern­immt Word die Verbesserung für deinen Text. Über das Kon­textmenü kannst du den Begriff auch ins Wörter­buch aufnehmen lassen.
  • Klickst du in der Menüleiste von Word auf den Reit­er Über­prüfen und dort ganz links auf Doku­ment über­prüfen, öffnet sich rechts im Doku­ment eine Leiste. In ein­er Liste erscheinen die Kor­rek­turen, die Word vorschlägt, unterteilt in Rechtschrei­bung und Gram­matik. Klickst du auf eines der bei­den Felder, wer­den die Fehler nacheinan­der angezeigt und erk­lärt. Word zeigt dir in der Leiste rechts auch mögliche Fehler zur Wort­wahl und Ver­ständlichkeit an.

Word hil­ft auch weit­er, wenn du einen Text auf Englisch, Franzö­sisch oder in ein­er anderen Sprache ver­fassen und prüfen willst. Füge ein­fach weit­ere Bear­beitungssprachen hinzu, die Word dann für die Prü­fung ver­wen­det.

  1. Klicke in der Menüleiste auf Datei, gehe zu Optio­nen und anschließend im neuen Fen­ster zu Sprache.
  2. Eine Liste mit allen Bear­beitungssprachen erscheint. Möcht­est du eine ergänzen, klickst du unter der Liste auf den Pfeil neben Weit­ere Bear­beitungssprachen hinzufü­gen. Wäh­le eine aus, zum Beispiel Englisch (Vere­inigte Staat­en). Klicke im Feld neben dem Drop-down-Menü auf Hinzufü­gen. Bestätige alles mit OK. Wenn du nun Texte auf Englisch schreib­st, sucht Word auch hier nach Fehlern.

Rechtschreibprüfung 24: Korrektur und Textanalyse

Der Web­di­enst Rechtschreibprü­fung 24 find­et Rechtschreib- und Gram­matik­fehler in deinen Tex­ten, bringt aber auch einige prak­tis­che Zusatz­funk­tio­nen mit. Er prüft Inhalte zum Beispiel auf Les­barkeit, sucht die meist­genutzten Worte und find­et Füll­wörter.

Die Nutzung ist ein­fach: Schreibe oder kopiere deine Sätze in das Textfeld. Klicke anschließend am unteren Rand auf den But­ton Prü­fung starten.

Das kann Rechtschreibprü­fung 24:

  • Das Pro­gramm hin­ter­legt Rechtschreibfehler weiß und Gram­matik­fehler grün.
  • Klickst du auf eine markierte Stelle, wird dir in einem kleinen Fen­ster die richtige Schreib­weise angezeigt. Mit einem Klick übern­immst du sie. Außer­dem find­est du hier eine Erk­lärung oder kannst angeben, dass du den Vorschlag ignori­eren möcht­est.
  • Unter­halb des Textfeldes befind­et sich das Feld Analyse. Klickst du darauf, klappt ein kleines Fen­ster auf. Dort find­est du die Les­barkeits-Analyse, die Wort­dichte-Analyse und die Füll­wörter-Analyse. Klicke jew­eils auf Starten. Es öffnet sich ein Fen­ster mit den Ergeb­nis­sen.

Um Rechtschreibprü­fung 24 zu nutzen, hast du fol­gende Möglichkeit­en:

  • Als Gast kannst du anonym und kosten­los bis 20.000 Zeichen eingeben und die Analy­se­funk­tio­nen ver­wen­den.
  • Als reg­istri­ert­er Nutzer kannst du deinen Text zusät­zlich aus dem Tool her­aus druck­en, ein PDF erstellen, Texte aus der Cloud laden oder in der Cloud spe­ich­ern und Texte aus PDF- und Word-Doku­menten ins Pro­gramm laden.
  • Mit der kostenpflichti­gen Pre­mi­umver­sion prüf­st du bis zu 40.000 Zeichen und bekommst Erweiterun­gen für die Brows­er Chrome und Fire­fox sowie für Word.

Languagetool: Rechtschreibprüfung in mehreren Sprachen

Lan­guage­tool ist ein Open-Source-Dienst: Alle Nutzer kön­nen helfen, es weit­erzuen­twick­eln. Es über­prüft Texte in 20 Sprachen auf Rechtschrei­bung und Gram­matik und bringt zusät­zlich einige Extras mit.

Das Tool find­et auch stilis­tis­che Prob­leme und sog­ar weit­ere Fehler. Schreib­st du beispiel­sweise in einem Text von Fre­itag, dem 24. Dezem­ber 2019, macht dich das Pro­gramm darauf aufmerk­sam, dass der 24. Dezem­ber kein Fre­itag ist. Auch die falsche Ver­wen­dung von “wie” und “als” erken­nt das Tool.

Um Lan­guage­tool zu benutzen, gehst du auf die Web­seite des Anbi­eters, gib­st deinen Text in das Feld ein und klickst auf Text prüfen

Das kann Lan­guage­tool:

  • Das Pro­gramm hin­ter­legt Fehler far­big. Klickst du darauf, kannst du die Verbesserungsvorschläge übernehmen oder dir Beispiele und eine Erk­lärung anzeigen lassen.
  • Du kannst Lan­guage­tool auch als Chrome- und Fire­fox-Erweiterung ver­wen­den. Die Rechtschreibprü­fung wird dann auf Textfelder auf anderen Web­seit­en angewen­det. Zum Beispiel bei Gmail oder Face­book.
  • Es gibt kosten­lose Add-ons für weit­ere Pro­gramme wie Google Docs, Libre Office und Thun­der­bird.
  • Eine Erweiterung für Microsoft Word kannst du nutzen, wenn du die kostenpflichtige Pre­mi­umver­sion ver­wen­d­est. In der Pre­mi­umver­sion ent­deckt das Tool weit­ere Fehler, indem es den Kon­text eines Satzes analysiert.

Auf Fehlersuche mit kostenlosen Tools

Mit kosten­losen Tools kannst du deine Texte über­prüfen und auf diese Weise Rechtschrei­bung und Gram­matik verbessern. Du bekommst Vorschläge und Erk­lärun­gen zur Schreib­weise, die ver­schiede­nen Pro­gramme brin­gen außer­dem einige Extras mit. Darunter Erweiterun­gen für Brows­er und Word und die Analyse von Tex­ten auf Ver­ständlichkeit und Qual­ität. Jedes Tool funk­tion­iert etwas anders und hat seine Vor- und Nachteile. Am besten pro­bierst du daher jedes ein­mal aus. Bedenke aber: Auch Rechtschreibpro­gramme arbeit­en nicht fehler­frei. Ein gewiss­es Maß an Skep­sis schadet also nicht.

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