Was gibt es nach den ers­ten ver­schla­fe­nen Schrit­ten am Mor­gen Schö­ne­res, als den Geruch von frisch auf­ge­brüh­tem Kaf­fee. Das Aro­ma umschmiegt Ihre Nase und die ers­ten bei­den Schlü­cke las­sen Sie wie­der zu einem rich­ti­gen Men­schen wer­den. Damit Sie jeden Tag erneut in die­sen Genuss kom­men, soll­ten Sie bei der Lage­rung des Kaf­fees ein paar Tipps beach­ten. Denn sonst lässt der woh­li­ge Geruch und auch der inten­si­ve Geschmack des Auf­guss­ge­tränks nach einer Wei­le deut­lich nach. UPDATED zeigt Ihnen, wie und wo Sie Kaf­fee am bes­ten auf­be­wah­ren und wel­che Kon­sis­tenz des Kaf­fees für ein lang­an­hal­ten­des Aro­ma geeig­net ist.

  1. Kau­fen Sie Boh­nen statt gemah­le­nen Kaf­fee
  2. Die rich­ti­ge Kaf­fee­do­se
  3. Stel­len Sie Ihren Kaf­fee kalt – aber nicht im Kühl­schrank
  4. Kaf­fee­pa­ckun­gen mit Aro­ma­ven­til
  5. Kei­ne grö­ße­ren Kaf­fee­men­gen kau­fen oder mah­len

1. Kau­fen Sie Boh­nen statt fer­tig gemah­le­nem Kaf­fee

Die unge­mah­le­ne Kaf­fee­boh­ne ist die bes­te “Ver­pa­ckung” für das sehr flüch­ti­ge Kaf­fee­aro­ma. Denn das Kaf­fee­mehl bie­tet dem Sauer­stoff eine viel grö­ße­re Angriffs­flä­che und er gast schnel­ler aus. Das bedeu­tet, dass die ent­hal­te­nen Öle, Fet­te und Wach­se oxi­die­ren und der Kaf­fee so nach eini­ger Zeit ran­zig schme­cken kann. Für fri­schen und inten­si­ven Kaf­fee­ge­schmack soll­ten Sie die Boh­nen also erst kurz vor der Zube­rei­tung mah­len.

Der typi­sche Cha­rak­ter des Kaf­fees, also ob die­ser eher mild oder eher wür­zig schmeckt, ändert sich dadurch aber nicht. Die­ser hängt aus­schließ­lich von der jewei­li­gen Kaf­fee­sor­te ab.

2. Die rich­ti­ge Kaf­fee­do­se

Wenn Sie Ihren Kaf­fee ein­fach in der geöff­ne­ten Packung ste­hen las­sen, ent­weicht das Aro­ma schnel­ler, als Sie den Wach­ma­cher trin­ken kön­nen. Gene­rell gilt, dass Sauer­stoff, Fremd­ge­rü­che, Feuch­tig­keit, Wär­me und Licht den Geschmack nega­tiv beein­flus­sen. Das gilt vor allem für bereits gemah­le­nen Kaf­fee. Des­halb soll­ten Sie die­sen in einem pas­sen­den Gefäß auf­be­wah­ren. Opti­mal eig­net sich eine licht­un­durch­läs­si­ge Kera­mik­do­se mit Gum­mi­ab­dich­tung. Auf die­se Wei­se kommt weder Licht, Feuch­tig­keit noch Sauer­stoff an den Kaf­fee her­an. Auch Edel­stahl­do­sen sind emp­feh­lens­wert: Das Mate­ri­al ist beson­ders lang­le­big, rost­frei und geschmacks­neu­tral. Dage­gen sind Stof­fe, die einen Eigen­ge­ruch haben kön­nen, wie etwa Tup­per­do­sen oder ande­re Plas­tik­be­häl­ter, nicht zu emp­feh­len.

Die Kaf­fee­do­se selbst soll­te stets an einem küh­len und tro­cke­nen Ort auf­be­wahrt wer­den. Kaf­fee­boh­nen kön­nen Sie zudem gut dop­pelt schüt­zen, in dem Sie die­se in einer Tüte in die Dose legen – das beugt zusätz­lich Licht­ein­fall vor und nimmt even­tu­ell vor­han­de­ne Feuch­tig­keit auf, bevor der Kaf­fee damit in Berüh­rung kom­men kann.

3. Stel­len Sie Ihren Kaf­fee kalt – aber nicht im Kühl­schrank

Die rich­ti­ge Lage­rungs­tem­pe­ra­tur von Kaf­fee war lan­ge Zeit umstrit­ten. Mitt­ler­wei­le hat sich aller­dings die Mei­nung durch­ge­setzt, dass Boh­nen oder Pul­ver ent­we­der an einem küh­len, von der Son­ne geschütz­ten Ort in der Küche auf­be­wahrt wer­den soll­te oder gleich im Gefrier­fach. Dort hält sich der bereits ange­bro­che­ne Kaf­fee auch bis zu vier­mal so lang. Der Kühl­schrank eig­net sich als Auf­be­wah­rungs­ort hin­ge­gen nicht.

Der Grund: Käl­te ist für die Aro­ma­ver­sie­ge­lung zwar grund­sätz­lich gut, doch im Kühl­schrank ist die Luft­feuch­tig­keit höher als im Gefrier­fach. Und Feuch­tig­keit wirkt sich nega­tiv auf das Aro­ma von Kaf­fee aus. Zudem wim­melt es im Kühl­schrank nur so von Gerü­chen, die Kaf­fee wie ein Schwamm auf­sau­gen kann. Wenn Sie also auf Käse- oder Thy­mi­an­kaf­fee ver­zich­ten wol­len, soll­ten Sie vom Kühl­schrank als Auf­be­wah­rungs­ort Abstand neh­men.

Sogar der Kaf­fee­satz ist noch zu was gut

Die meis­ten Men­schen ent­sor­gen den Kaf­fee­satz aus dem Fil­ter oder der Maschi­ne ein­fach in den Müll. Dabei gibt es für das ver­meint­li­che Abfall­pro­dukt noch eine gan­ze Rei­he von Ein­satz­mög­lich­kei­ten. Vor allem der Ein­satz als Dün­ger hat sich bewährt. Kaf­fee­satz zieht Regen­wür­mer an, die wie­der­um den Boden auf­lo­ckern. Zudem ver­hilft er Pflan­zen zu stär­ke­rem Wachs­tum. Beson­ders Frau­en schät­zen Kaf­fee­satz auch als Gesichts­pfle­ge. Als Pee­ling ver­wen­det sorgt er für wei­che Haut. Und auch zum Fär­ben von Stof­fen hat sich der Kaf­fee­rest schon bewährt. Dafür soll­ten Sie ihn in Was­ser auf­lö­sen und vor dem Fär­ben her­aus­fil­tern. Und nicht zuletzt kön­nen Ihnen Wahr­sa­ger aus dem Kaf­fee­satz ja angeb­lich auf­schluss­rei­che Erkennt­nis­se über Ihre Gegen­wart und Zukunft lie­fern.

4. Kaf­fee­pa­ckun­gen mit Aro­ma­ven­til

Geho­be­ne Rös­te­rei­en fül­len Ihnen die Kaf­fee­boh­nen beim Kauf bereits ohne Nach­fra­ge in eine Packung, auf des­sen Rück­sei­te sich ein Aro­ma­ven­til befin­det. Und das hat einen sinn­vol­len Grund: Kaf­fee reift auch noch nach der Rös­tung wei­ter und setzt Koh­len­di­oxid (CO2) frei. Durch das Aro­ma­ven­til kann das Gas hin­aus strö­men, aber kei­ne Luft von außen in die Packung hin­ein­ge­lan­gen. Ohne Ven­til in der Packung könn­te die­se plat­zen. Aus Grün­den der Kos­ten­er­spar­nis ste­chen eini­ge Rös­te­rei­en ein­fach ein Loch in die Hül­le oder ver­pa­cken die Boh­nen von vorn­her­ein nicht luft­dicht. Das wie­der­um scha­det dem Aro­ma. Kaf­fee­tü­ten mit Aro­ma­ven­til sind bei fri­schen Boh­nen also durch­aus eine Inves­ti­ti­on, die sich lohnt. Die­se kön­nen Sie auch sepa­rat im Fach­han­del oder im Inter­net erwer­ben. Die­se sind wie­der­ver­wend­bar, bei ande­ren Kaf­fee­sor­ten soll­ten Sie jedoch einen neu­en Beu­tel ver­wen­den.

5. Kau­fen Sie bes­ser klei­ne­re Kaf­fee­men­gen

Kaf­fee ist unge­öff­net ein bis zwei Jah­re halt­bar – und oft kön­nen Sie das Heiß­ge­tränk auch nach Ablauf des Halt­bar­keits­da­tums noch beden­ken­los zu sich neh­men. Doch Hams­ter­käu­fe bei Son­der­an­ge­bo­ten gehen zu Las­ten der Qua­li­tät. Bei Kaf­fee­boh­nen emp­fiehlt sich ein Vor­rat für maxi­mal zwei Mona­te, bei Pul­ver sogar von weni­ger als einem Monat. Danach ist der Kaf­fee zwar noch genieß­bar, hat aber trotz guter Auf­be­wah­rungs­me­tho­den an Qua­li­tät ein­ge­büßt. Ach­ten Sie zudem dar­auf, bei Kaf­fee­voll­au­to­ma­ten immer nur unge­fähr so vie­le Boh­nen ein­zu­fül­len, wie für den Brüh­vor­gang auch benö­tigt wer­den. Denn als Auf­be­wah­rungs­ort eig­net sich der Boh­nen­be­häl­ter nicht.

Sie rie­chen den Unter­schied sofort

Beach­ten Sie die erwähn­ten Maß­nah­men zur Auf­be­wah­rung von Kaf­fee, bie­tet die­ser Ihnen wesent­lich län­ger gleich­blei­ben­de Qua­li­tät, als wenn Sie die geöff­ne­te Packung ein­fach so in der Küche ste­hen las­sen. Die­sen Unter­schied bemer­ken nicht nur Exper­ten: Rie­chen Sie ein­fach mal an einer Packung frisch erwor­be­nem Kaf­fee und direkt danach an der Packung, die Sie zu Hau­se in Gebrauch und ohne die emp­foh­le­nen Maß­nah­men auf­be­wahrt haben. Und beim Geschmack wer­den die Dif­fe­ren­zen noch deut­li­cher: Der neue Kaf­fee kommt frisch und aro­ma­tisch rüber, der ande­re wirkt flach, leb­los und schal.

Wei­te­re Tipps für einen opti­ma­len Kaf­fee­ge­nuss fin­den Sie auch in unse­rem Rat­ge­ber “Fil­ter­kaf­fee­ma­schi­ne rei­ni­gen – Anlei­tun­gen und Tipps”.

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