Schnell ein Eis aus dem Gefrier­schrank holen – doch die Lecke­rei liegt ver­gra­ben unter Ber­gen von Tief­küh­lerb­sen, Pom­mes-Packun­gen und unbe­schrif­te­ten Tup­per­do­sen rät­sel­haf­ten Inhalts. Höchs­te Zeit, im Gefrier­schrank Ord­nung zu schaf­fen. Mit die­sen Tipps behal­ten Sie die Über­sicht und spa­ren Zeit und Geld.

Gefrier­klas­sen: Die­se Bedeu­tung haben die Eis­kris­tal­le

Die Gefrier­fä­cher von Kühl­schrank, Gefrier­schrank und Kühl­tru­he sind häu­fig mit klei­nen Eis­kris­tal­len oder Ster­nen gekenn­zeich­net. Die­se geben Aus­kunft dar­über, wie lan­ge Lebens­mit­tel dort gela­gert wer­den kön­nen.

* Stern

Tem­pe­ra­tur: Bis ‑6 °C
Anwen­dung: Kurz­fris­ti­ge Lage­rung
Lager­dau­er: Bis zu 1 Woche

** Ster­ne

Tem­pe­ra­tur: Bis ‑12 °C
Anwen­dung: Mit­tel­fris­ti­ge Lage­rung
Lager­dau­er: Bis zu 3 Wochen

*** Ster­ne

Tem­pe­ra­tur: Bis ‑18 °C
Anwen­dung: Lang­fris­ti­ge Lage­rung
Lager­dau­er: Meh­re­re Mona­te

**** Ster­ne

Tem­pe­ra­tur: Bis ‑18 °C und weni­ger
Anwen­dung: Ein­frie­ren und lang­fris­ti­ge Lage­rung
Lager­dau­er: Meh­re­re Mona­te

So sor­gen Sie im Gefrier­schrank für Ord­nung

Ein vol­ler Gefrier­schrank schont die Strom­rech­nung – drin­nen kann es aber schnell unüber­sicht­lich wer­den. Wenn Sie den Über­blick ver­lo­ren haben, gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  • Räu­men Sie Ihren Gefrier­schrank kom­plett leer.
  • Sind die Innen­wän­de ver­eist, bie­tet es sich an, das Gefrier­ge­rät erst abzu­tau­en und zu rei­ni­gen.
  • Sich­ten Sie anschlie­ßend die aus­ge­räum­ten Lebens­mit­tel: Was davon wer­den Sie wirk­lich noch essen? Was ist even­tu­ell über­la­gert?
  • Nun begin­nen Sie mit dem Ein­räu­men und Sor­tie­ren.

Halt­bar­keit von Tief­kühl­kost

  • Obst und Gemü­se: Vie­le Sor­ten hal­ten sich bis zu zwölf Mona­te. Ob etwas schon ver­dor­ben ist, erken­nen Sie an wei­ßen oder rot­brau­nen Ver­fär­bun­gen. Spä­tes­tens im Koch­topf macht sich der Ablauf bemerk­bar: Das alte Gemü­se wird mat­schig und ver­liert Vit­ami­ne und Geschmack. Essen könn­te man es aber auch wei­ter­hin.
  • Fleisch: Hier gilt, je fet­ter das Fleisch, des­to gerin­ger die Halt­bar­keit. Hack­fleisch ver­dirbt nach etwa drei Mona­ten. Geflü­gel bleibt bis zu zehn Mona­te frisch. Ein Bra­ten lässt sich zwölf Mona­te ein­frie­ren. Bil­den sich dunk­le Fle­cken auf dem Fleisch und ist sei­ne Struk­tur nach dem Auf­tau­en led­rig, ist es nicht mehr genieß­bar. Bei der Zube­rei­tung wür­de es dann ran­zig rie­chen.
  • Fisch: Auch bei Fisch erhöht der Fett­an­teil die Ver­derb­lich­keit. Mehr als vier Mona­te soll­te Fisch nicht ein­ge­fro­ren wer­den. Eine Aus­nah­me bil­den Fisch­stäb­chen: Hier lei­det der Geschmack erst nach etwa zwölf Mona­ten.
  • Tief­kühl­piz­za: Etwa zwölf Mona­te kön­nen Sie sich mit dem Ver­zehr Zeit las­sen. Noch län­ger hal­ten sich Pom­mes: näm­lich bis zu 18 Mona­te.
    Eis: Der süße Nach­tisch kann etwa zwölf Mona­te ein­ge­fro­ren wer­den. Danach bil­det sich eine gum­mi­ar­ti­ge Schicht an der Ober­flä­che. Essen soll­ten Sie es dann nicht mehr.

4 grund­le­gen­de Tipps zum Ein­räu­men

Beim Ein­räu­men des Gefrier­schranks beach­ten Sie die fol­gen­den Tipps:

  1. Din­ge, die Sie oft benö­ti­gen, kom­men in greif­ba­re Nähe. Was Sie hin­ge­gen sel­ten brau­chen oder für einen län­ge­ren Zeit­raum ein­ge­fro­ren wer­den soll, kön­nen Sie ruhig wei­ter hin­ten oder im unters­ten Gefrier­fach ein­sor­tie­ren.
  2. Ent­sor­gen Sie über­flüs­si­ge Tüten und fast lee­re Ver­pa­ckun­gen. Packen Sie Res­te in klei­ne­re Ver­pa­ckun­gen um, etwa in Plas­tik­bo­xen oder Gefrier­beu­tel. Ach­ten Sie bei der Wahl der Boxen dar­auf, dass die­se auch für den Gefrier­schrank geeig­net sind. Das erken­nen Sie dar­an, dass auf der Unter­sei­te ein Eis­kris­tall-Sym­bol abge­bil­det ist.
  3. Sor­tie­ren Sie ähn­li­che Lebens­mit­tel zusam­men in einer Plas­tik­box ein. Das könn­te etwa eine Box mit ver­schie­de­nen geöff­ne­ten Tüten mit Tief­kühl­ge­mü­se sein, eine wei­te­re Box mit ein­zel­nen Eis am Stil und eine drit­te Box mit Tief­kühl­obst. Auf die­se Wei­se müs­sen Sie nur nach der pas­sen­den Box suchen und nicht den gan­zen Gefrier­schrank durch­fors­ten. Ein wei­te­rer Vor­teil: Gerü­che und Sub­stan­zen, die nicht zusam­men­pas­sen, ver­mi­schen sich nicht.
  4. Beschrif­ten Sie alles, was nicht mehr in der Ori­gi­nal­ver­pa­ckung steckt. Dazu kön­nen Sie selbst­kle­ben­de Eti­ket­ten nut­zen, oder Sie schrei­ben mit einem abwisch­ba­ren Stift direkt auf die Dosen bzw. Tüten. Ver­mer­ken Sie neben dem Inhalt auch stets das Ein­frier-Datum. Eini­ge Wochen nach dem Ein­frie­ren gerät das sonst schnell in Ver­ges­sen­heit.

Zusatz­tipps für Groß­ge­rä­te

Gera­de bei einem gro­ßen Gefrier­ge­rät kann es schwie­rig sein, immer den kom­plet­ten Über­blick über das Kühl­gut zu behal­ten. Dem­entspre­chend lohnt es sich, eine Krei­de­ta­fel bezie­hungs­wei­se ein klei­nes White­board in der Nähe des Gefrier­schranks anzu­brin­gen oder ein­fach einen grö­ße­ren Zet­tel am Gerät zu befes­ti­gen. Dar­auf kön­nen Sie dann die ein­ge­fro­re­nen Spei­sen ein­tra­gen sowie die Men­gen fort­lau­fend abän­dern oder aus­tra­gen. Eben­falls prak­tisch: Notie­ren Sie gleich das Ein­frier-Datum mit dazu. Das ver­hin­dert, dass Sie Lebens­mit­tel zu lan­ge im Gefrier­schrank las­sen.

Dane­ben hilft auch die­ser Trick für Über­sicht: Kau­fen Sie beschreib­ba­re Magnet­fo­lie. Schnei­den Sie die­se in klei­ne Stü­cke, und beschrif­ten Sie die Tei­le mit dem Inhalt des Gefrier­schranks. Die Schil­der kön­nen Sie nun genau dort an die Tür hef­ten, wo sich die Lebens­mit­tel befin­den. Ändern Sie den Stand­ort der Lebens­mit­tel, ver­schie­ben Sie ein­fach den Magne­ten.

Gefrier­schrank oder Tief­kühl­tru­he?

Bei­de Begrif­fe wer­den oft syn­onym ver­wen­det. Dabei han­delt es sich um recht unter­schied­li­che Gerä­te mit jewei­li­gen Vor- und Nach­tei­len:

  • Die Tief­kühl­tru­he ist die ursprüng­li­che Form der Gefrier­ge­rä­te. Durch ihre Grö­ße benö­tigt sie rela­tiv viel Stell­flä­che. Der Gefrier­schrank eig­net sich hin­ge­gen auch für klei­ne Räu­me. Durch sei­ne aus­zieh­ba­ren Fächer bie­tet er auch bei einer gerin­gen Grund­flä­che viel Stau­raum.
  • Gefrier­schrän­ke ver­fü­gen oft über meh­re­re Fächer oder Schub­la­den, die eine Sor­tie­rung ver­ein­fa­chen. Bei Gefrier­tru­hen wird hin­ge­gen die Auf­tei­lung bei­spiels­wei­se mit Kör­ben ver­ein­facht.
  • Da kal­te Luft nach unten sinkt, ent­weicht beim Öff­nen des Gefrier­schranks mehr kal­te Luft als beim Öff­nen der Tief­kühl­tru­he. Als Top­la­der ist die­se also ener­gie­spa­ren­der als ein Gefrier­schrank, selbst wenn bei­de Gerä­te die glei­che Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se haben.
  • Auch preis­lich haben Tief­kühl­tru­hen in der Regel die Nase vorn: Sie sind meist güns­ti­ger als Gefrier­schrän­ke.

Ein vol­ler Gefrier­schrank spart Ener­gie – Ein auf­ge­räum­ter Gefrier­schrank spart Zeit

In einem fast lee­ren Gefrier­schrank behal­ten Sie zwar leicht den Über­blick – er ver­braucht aber mehr Strom als ein gut gefüll­ter. Jedes Mal, wenn die Tür geöff­net wird, fin­det schließ­lich ein Luft­aus­tausch statt. Dabei gelangt war­me Luft hin­ein und kal­te Luft ent­weicht. Dabei spielt es nicht nur eine Rol­le, wie warm es in der Küche ist und wie lan­ge der Gefrier­schrank offen steht, auch der freie Platz im Inne­ren ist ent­schei­dend: In fast lee­re Gerä­te passt viel war­me Luft von außen. Ist der Gefrier­schrank hin­ge­gen gut gefüllt, kann auch weni­ger war­me Luft ein­drin­gen.

Damit Sie trotz­dem schnell die gesuch­ten Lebens­mit­tel fin­den, soll­ten Sie Ihren Gefrier­schrank rich­tig ein­räu­men. Im ers­ten Moment mag sich die Sor­tie­rung nach einem hohen Zeit­auf­wand anhö­ren. Die meis­ten der Tipps kön­nen Sie aber ganz bequem neben­bei erle­di­gen – etwa neu­es Gefrier­gut beschrif­ten oder ange­fan­ge­ne Groß­pa­ckun­gen in klei­ne­re umfül­len. Ande­re Tipps wie­der­um benö­ti­gen anfangs etwas mehr Zeit, wenn Sie zum Bei­spiel den Inhalt des Gefrier­schranks auf einer Tafel oder Magnet­fo­li­en notie­ren. Doch der Auf­wand lohnt sich: Kühl­gut wird nicht mehr im Gefrier­fach ver­ges­sen und dadurch über­la­gert, Sie ver­brau­chen weni­ger Strom, da der Gefrier­schrank nicht mehr so lan­ge geöff­net wer­den muss – und das Eis für den Nach­tisch fin­den Sie so auch schnel­ler.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.