Wenn der der Com­pu­ter für Sie unver­zicht­bar gewor­den ist, sei es pri­vat oder beruf­lich, wäre es eine Kata­stro­phe, wenn er plötz­lich sei­nen Dienst ver­sagt und Sie nicht wis­sen, was Sie tun sol­len. Auf ihm befin­den sich nicht nur vie­le wich­ti­ge Daten, er dient auch dazu, sich über Neu­ig­kei­ten zu infor­mie­ren und mit ande­ren Men­schen in Kon­takt zu blei­ben. Mit einem eige­nen PC-Repa­ra­tur-Kit sind Sie auch für kniff­li­ge Situa­tio­nen gut gerüs­tet. UPDATED zeigt Ihnen, wie Sie damit nach Feh­lern suchen, Ihren Com­pu­ter wie­der fit machen und Ihre Daten ret­ten.

Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit indi­vi­du­ell zusam­men­stel­len

Wenn ein Com­pu­ter plötz­lich nicht mehr so will, wie er soll, ist nicht immer gleich der Weg zu einer Fach­werk­statt­not­wen­dig. Mit einem PC-Repa­ra­tur-Kit kön­nen Sie im Ernst­fall schnell reagie­ren. Es besteht aus einer Kom­bi­na­ti­on von Hard- und Soft­ware und deckt vie­le Pro­blem­fäl­le ab.

Die Ker­n­el­ele­men­te Ihres PC-Repa­ra­tur-Kits:

  • ein USB-Stick für Soft­ware zur Dia­gno­se und Ret­tung von Daten;
  • eine exter­ne Fest­plat­te, um Ihre Datei­en und Doku­men­te zu sichern;
  • ver­schie­de­ne Werk­zeu­ge und Hilfs­mit­tel, um den Com­pu­ter zu repa­rie­ren;
  • Adap­ter, Kabel und ande­res Zube­hör;
  • eine Tasche oder eine ande­re Auf­be­wah­rungs­mög­lich­keit;
  • eine spe­zi­el­le Soft­ware, um Pro­ble­me zu behe­ben und Daten zu ret­ten.

Die zuletzt genann­te Soft­ware besteht aus zwei Tei­len. Da sind zum einen por­ta­ble Tools, die sich auch von PC-Ein­stei­gern leicht bedie­nen las­sen und nütz­lich sind, wenn sich Win­dows noch star­ten lässt. Schlie­ßen Sie dann ein­fach Ihren vor­be­rei­te­ten USB-Stick an und ver­wen­den Sie die dar­auf abge­spei­cher­ten Tools, um den Com­pu­ter zu repa­rie­ren und Ihre Daten zu ret­ten. Der zwei­te Soft­ware-Teil ermög­licht es Ihnen, auch auf Datei­en auf einem PC zuzu­grei­fen, des­sen Betriebs­sys­tem gar nicht mehr funk­tio­niert. Die­se zwei­te Metho­de ist etwas auf­wän­di­ger, lässt sich aber auch von Lai­en durch­füh­ren, da fol­gend alle benö­tig­ten Schrit­te aus­führ­lich beschrie­ben wer­den.

Die­ser Arti­kel dient als Ergän­zung zum Rat­ge­ber Com­pu­ter fährt nicht hoch. Dort erfah­ren Sie, wie Sie vor­ge­hen, wenn Ihr Com­pu­ter kei­nen Strom mehr bekommt, wenn BIOS- oder Betriebs­sys­tem­feh­ler auf­tre­ten oder wenn es zu Hard­ware­pro­ble­men kommt. Wei­te­re Grund­la­gen zum Auf- und Zusam­men­bau von Com­pu­tern erhal­ten Sie im Rat­ge­ber PC sel­ber zusam­men­stel­len.

Die Hard­ware­be­stand­tei­le Ihres PC-Repa­ra­tur-Kits im Detail

Der Hard­ware-Teil Ihres PC-Repa­ra­tur-Kits ent­hält unter ande­rem einen USB-Stick, eine exter­ne Fest­plat­te und häu­fig benö­tig­tes Werk­zeug, um Ihren Com­pu­ter wie­der fit zu bekom­men. Im Fol­gen­den fin­den Sie eine Über­sicht über nütz­li­che Pro­duk­te und Hilfs­mit­tel, mit denen Sie Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit indi­vi­du­ell zusam­men­stel­len kön­nen.

USB-Stick

Jedes PC-Repa­ra­tur-Kit soll­te min­des­tens einen USB-Stick ent­hal­ten. Der USB-Stick nimmt meh­re­re Pro­gram­me auf, mit denen Sie nach Feh­lern suchen kön­nen. Emp­feh­lens­wert sind USB-Sticks mit min­des­tens 16 GB Grö­ße. Die­se Sticks bekom­men Sie der­zeit schon für unter 10 €.

Exter­ne Fest­plat­te

Eine exter­ne Fest­plat­te gehört eben­falls in Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit. Sie kön­nen die Fest­plat­te an den defek­ten Com­pu­ter anschlie­ßen und alle wich­ti­gen Datei­en dar­auf kopie­ren. Meist funk­tio­nie­ren die PC-Fest­plat­ten näm­lich noch nor­mal, selbst wenn sich das Betriebs­sys­tem auf dem Com­pu­ter nicht mehr star­ten lässt.

Wenn Sie noch Fest­plat­ten aus einem alten Rech­ner zur Ver­fü­gung haben, kön­nen Sie die­se anstel­le einer neu­en exter­nen Fest­plat­te ver­wen­den. Sie soll­ten jedoch bereits einen so genann­ten SATA-Anschluss haben. Aktu­el­le SATA-Anschlüs­se sind nicht nur deut­lich schnel­ler, son­dern auch klei­ner als die frü­her ver­brei­te­ten IDE-Anschlüs­se mit ihren grau­en Kabeln. Sie benö­ti­gen dann aller­dings zusätz­lich noch einen USB-SATA-Adap­ter oder ein geeig­ne­tes exter­nes Gehäu­se, mit dem Sie die Fest­plat­te als exter­nen­Da­ten­trä­ger an den Com­pu­ter anschlie­ßen kön­nen.

Die Fest­plat­te für Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit soll­te min­des­tens 500 GB groß sein, um genug Platz für Ihre Datei­en zu bie­ten. Statt einer Fest­plat­te kön­nen Sie auch eine SSD neh­men – eine schnel­le­re, aber auch immer noch teu­re­re Alter­na­ti­ve zur her­kömm­li­chen Fest­plat­te.

CDs und DVDs

Es scha­det nicht, meh­re­re beschreib­ba­re CDs oder noch bes­ser DVDs in Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit auf­zu­neh­men. Sie kön­nen dar­auf Daten sichern oder sie als Wie­der­her­stel­lungs­da­ten­trä­ger­nut­zen. Mehr dazu im Rat­ge­ber Win­dows 10 zurück­set­zen auf Werks­ein­stel­lung.

Nütz­li­ches Werk­zeug und Hilfs­mit­tel

Damit Sie sich im Not­fall nicht auf die Suche nach dem pas­sen­den Werk­zeug zu bege­ben brau­chen, soll­te Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit einen geeig­ne­ten Schrau­ben­dre­her und eine Zan­ge ent­hal­ten. Für Desk­top-PCs rei­chen in der Regel etwas grö­ße­re Kreuz­schlitz­schrau­ben­dre­her aus, für Note­books benö­ti­gen Sie meist etwas fei­ne­res Werk­zeug. Emp­feh­lens­wert sind­Schrau­ben­dre­her-Sets mit einem Satz unter­schied­li­cher Bits. So haben Sie für jede Schrau­be das pas­sen­de Werk­zeug.

Nütz­lich ist zudem ein Set mit bei Com­pu­tern übli­chen Schrau­ben. Even­tu­ell haben Sie auch noch Schrau­ben übrig, die von frü­he­ren Com­pu­tern und Kom­po­nen­ten stam­men und die Sie, in einen klei­nen Plas­tik­beu­tel ver­staut, Ihrem PC-Repa­ra­tur-Kit bei­le­gen soll­ten. Eben­falls hilf­reich ist eine Flach­zan­ge aus dem Elek­tronik­be­reich, mit der Sie zum Bei­spiel her­un­ter­ge­fal­le­ne Schrau­ben auch aus schwer zugäng­li­chen Berei­chen des Com­pu­ters wie­der auf­sam­meln kön­nen.

Dar­über hin­aus soll­te Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit meh­re­re Kabel­bin­der ent­hal­ten. Damit sor­gen Sie bei den Kabeln nicht nur für Ord­nung, son­dern redu­zie­ren auch Wider­stän­de beim Luft­strom inner­halb des PC-Gehäu­ses. Eine Tube Wär­me­leit­pas­te ist hilf­reich, falls der Pro­zes­sor beschä­digt ist und ein neu­er anzu­brin­gen ist. Sie sorgt dafür, dass die ent­ste­hen­de Wär­me des Pro­zes­sors abge­lei­tet wer­den kann, sodass er nicht über­hitzt. Zuletzt soll­ten Sie auch noch eine Büro­klam­mer bereit­le­gen. Die­se wird – auf­ge­bo­gen – benö­tigt, um ver­schlos­se­ne opti­sche Lauf­wer­ke zu öff­nen. So las­sen sich even­tu­ell noch ent­hal­te­ne Daten­trä­ger ent­fer­nen.

Diver­se Adap­ter und Kabel

Der bereits erwähn­te USB-SATA-Adap­ter ist prak­tisch und dient dazu, zum Bei­spiel eine Fest­plat­te mit SATA-Anschluss mit dem USB-Port eines Com­pu­ters zu ver­bin­den. Für den Fall, dass Sie Daten­trä­ger intern anschlie­ßen wol­len, emp­fiehlt es sich, auch ein her­kömm­li­ches SATA-Kabel zu besor­gen. Dar­über hin­aus soll­te Ihr Kit ein USB-Kabel und ein Netz­werk­ka­bel ent­hal­ten, um even­tu­ell beschä­dig­te Kabel aus­zu­tau­schen. Ein DVI-Adap­ter als Teil Ihres Kits ist dann nütz­lich, wenn Sie einen älte­ren Moni­tor mit einem neue­ren Com­pu­ter ver­bin­den wol­len. Ein PS/2‑USB-Adap­ter­er­mög­licht es, älte­re Ein­ga­be­ge­rä­te mit einem USB-Anschluss am Rech­ner zu ver­bin­den.

Wei­te­re mög­li­che Bestand­tei­le Ihres PC-Repa­ra­tur-Kits

Nicht unbe­dingt nötig, aber doch emp­feh­lens­wert sind eine Tas­ta­tur und eine PC-Maus, die Sie an einen beschä­dig­ten PC anschlie­ßen kön­nen. Für den Fall, dass es Pro­ble­me mit der Netz­werk­ver­bin­dung gibt, kön­nen Sie auch noch einen WLAN-Stick bei­le­gen. Damit ver­bin­den Sie einen PC, bei dem die inter­ne Netz­werk­kar­te nicht mehr rich­tig funk­tio­niert, mit Ihrem DSL-Rou­ter.

Zuletzt benö­ti­gen Sie für die Kom­po­nen­ten Ihres PC-Repa­ra­tur-Kits noch eine Auf­be­wah­rungs­mög­lich­keit, damit nichts ver­lo­ren geht, aber auch, damit sich alles an einer Stel­le befin­det und so im Not­fall schnell und kom­plett griff­be­reit ist. Dazu eig­net sich eine pas­sen­de Tasche — oder auch ein­fach ein lee­rer Schuh­kar­ton.

Die Soft­ware für Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit – por­ta­ble Tools

Mit der Hard­ware ist es noch nicht getan. Sie soll­ten Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit auch um Pro­gram­me erwei­tern, die Ihnen hel­fen, Daten zu ret­ten und/oder Feh­ler zu fin­den. Dafür eig­nen sich por­ta­ble Tools, also Pro­gram­me, die ohne eine vor­he­ri­ge Instal­la­ti­on funk­tio­nie­ren. Sie las­sen sich start­be­reit auf Ihrem USB-Stick able­gen und kön­nen sofort ein­ge­setzt wer­den. Es genügt, den USB-Stick an einem Com­pu­ter ein­zu­ste­cken und die Tools dar­auf mit einem Dop­pel­klick zu öff­nen. Sie funk­tio­nie­ren immer dann, wenn sich das Betriebs­sys­tem des Com­pu­ters noch star­ten lässt, und las­sen sich auch von PC-Ein­stei­gern leicht nut­zen. Im Fol­gen­den fin­den Sie eine Lis­te emp­feh­lens­wer­ter por­ta­bler Tools.

Habe ich ein 32-Bit- oder ein 64-Bit-Sys­tem?

Eini­ge der in die­sem Abschnitt vor­ge­stell­ten Tools gibt es sowohl in einer 32-Bit- als auch in einer 64-Bit-Ver­si­on. Die Bit-Ver­si­on beschreibt den maxi­ma­len Spei­cher­wert, den das Betriebs­sys­tem direkt adres­sie­ren kann. In der Pra­xis ist das für die meis­ten Pri­vat­an­wen­der nicht wei­ter rele­vant. Sie soll­ten aller­dings die Ver­si­on ver­wen­den, die auch das Betriebs­sys­tem Ihres Com­pu­ters hat. Sie fin­den die­se Infor­ma­ti­on, indem Sie die Tas­ten Win­dows + Pau­se gleich­zei­tig drü­cken. Dadurch öff­net sich das Fens­ter Basis­in­for­ma­tio­nen über den Com­pu­ter anzei­gen. Die Bit-Ver­si­on sehen Sie bei Sys­tem hin­ter Sys­tem­typ.

CClea­ner

CClea­ner ist ein bewähr­tes Pro­gramm, um einen Com­pu­ter wie­der flott zu bekom­men. Es löscht über­flüs­si­ge Datei­en und Anwen­dun­gen und ent­fernt nicht mehr benö­tig­te Auto­start-Ein­trä­ge, die die Start­zeit Ihres Com­pu­ters unnö­tig in die Län­ge zie­hen. Laden Sie die por­ta­ble Ver­si­on von CClea­ner von der Web­sei­te des Her­stel­lers her­un­ter und ent­pa­cken Sie den Inhalt des ZIP-Archivs auf Ihren USB-Stick. ZIP ist die Abkür­zung des eng­li­schen Wor­tes „zip­per“ (Reiß­ver­schluss). Ein ZIP-Archiv ist eine spe­zi­el­le Datei, die – wie ein Paket – vie­le ande­re Datei­en ent­hal­ten kann. Kli­cken Sie dop­pelt auf ein ZIP-Archiv und wäh­len Sie Alle extra­hie­ren aus, um sei­nen Inhalt aus­zu­pa­cken.

Wenn ein Pro­blem auf­tritt, schlie­ßen Sie Ihren USB-Stick an und star­ten Sie CClea­ner mit einem Dop­pel­klick auf CCleaner.exe (32-Bit-Ver­si­on) bezie­hungs­wei­se CCleaner64.exe (64-Bit-Ver­si­on). Ändern Sie als ers­tes die Spra­che der Bedien­ober­flä­che. Kli­cken Sie dazu links auf Opti­ons und wäh­len Sie dann Set­tings aus. Ändern Sie den Ein­trag hin­ter Lan­guage in Deutsch (Ger­man). Wech­seln Sie dann links zum so genann­ten Clea­ner. Das ist der Pro­gramm­teil, der Ihren Com­pu­ter von Über­flüs­si­gem befreit. Kli­cken Sie nun unten rechts auf CClea­ner star­ten und bestä­ti­gen Sie mit OK. Das Tool räumt nun den Com­pu­ter auf, ent­fernt ver­wais­te Ein­trä­ge aus der Regis­trie­rungs­da­ten­bank von Win­dows und löscht über­flüs­si­ge Daten­res­te.

Spec­cy

Spec­cy ist eine nütz­li­che Soft­ware, um Infor­ma­tio­nen über Ihren PC zu erhal­ten. Laden Sie die por­ta­ble Ver­si­on von der Web­sei­te des Her­stel­lers her­un­ter und ent­pa­cken Sie das ZIP-Archiv auf Ihren USB-Stick.

Wenn Sie Infor­ma­tio­nen über Ihren PC benö­ti­gen, schlie­ßen Sie Ihren USB-Stick an und star­ten Sie das Pro­gramm mit einem Dop­pel­klick. Beim ers­ten Start legen Sie zunächst die deut­sche Bedien­ober­flä­che als Stan­dard fest. Kli­cken Sie dazu im Pro­gramm­fens­ter auf View und dann auf Opti­ons. Wäh­len Sie hin­ter Lan­guage die Spra­che Deutsch (Ger­man) aus und bestä­ti­gen Sie mit OK. Spec­cy hat der­weil bereits im Hin­ter­grund alle wesent­li­chen Daten über Ihren Com­pu­ter gesam­melt und über­sicht­lich auf­be­rei­tet. So fin­den Sie etwa unter Zusam­men­fas­sung Infor­ma­tio­nen über das ver­wen­de­te Betriebs­sys­tem, die CPU, das RAM, das Mother­board und die ein­ge­bau­te Gra­fik. Die­se Daten sind nütz­lich, wenn Sie etwa Trei­ber aktua­li­sie­ren wol­len oder wenn Sie mit einem Sup­port-Mit­ar­bei­ter des PC-Her­stel­lers Kon­takt auf­neh­men, um tie­fer­ge­hen­de Pro­ble­me zu lösen.

Defragg­ler

Eine wei­te­re Ursa­che für einen lang­sa­men PC kann eine zu star­ke Frag­men­tie­rung der Inhal­te auf der Fest­plat­te sein. Der Lese­kopf der Fest­plat­te hat dann grö­ße­re Stre­cken zurück­zu­le­gen, als es eigent­lich nötig ist. Dadurch geht viel Zeit ver­lo­ren. Win­dows küm­mert sich selbst immer wie­der um die so genann­te Defrag­men­tie­rung der Fest­plat­te und fügt die über die Fest­plat­te ver­teil­ten Datei­en wie­der zusam­men. Gele­gent­lich funk­tio­niert die­ser Pro­zess jedoch nicht mehr rich­tig. Die Soft­ware Defragg­ler über­nimmt dann das Defrag­men­tie­ren. Laden Sie die por­ta­ble Ver­si­on von der Web­sei­te des Her­stel­lers her­un­ter und ent­pa­cken Sie das ZIP-Archiv auf Ihren USB-Stick.

Star­ten Sie Defragg­ler mit einem Dop­pel­klick und stel­len Sie als ers­tes die Spra­che um. Kli­cken Sie dazu oben auf Set­tings und dann auf Opti­ons. Wäh­len Sie auf dem Rei­ter Gene­ral hin­ter Lan­guage den Ein­trag Deutsch (Ger­man) und bestä­ti­gen Sie mit OK. Mar­kie­ren Sie dann mit der Maus unter Lauf­werk die Fest­plat­te, die Sie beschleu­ni­gen wol­len. Star­ten Sie die Defrag­men­tie­rung anschlie­ßend mit Defrag. Bei grö­ße­ren Fest­plat­ten dau­ert der Vor­gang eine Wei­le.

Recu­va

Recu­va ret­tet bereits gelösch­te Datei­en wie ver­lo­ren gegan­ge­ne Fotos, Doku­men­te, Musik­da­tei­en, Vide­os und ande­re Inhal­te und stellt sie wie­der her. Laden Sie Recu­va zunächst von der Web­sei­te des Her­stel­lers her­un­ter und ent­pa­cken Sie das ZIP-Archiv auf Ihren USB-Stick. Anders als die ande­ren hier vor­ge­stell­ten Tools ent­hält Recu­va einen Assis­ten­ten, der Sie durch die Daten­ret­tung lei­tet. Sie sehen ihn sofort, nach­dem Sie das Pro­gramm per Dop­pel­klick gestar­tet haben. Beim ers­ten Start des Tools ist er aller­dings in eng­li­scher Spra­che. Bre­chen Sie den Assis­ten­ten des­we­gen mit Can­cel ab. Kli­cken Sie dann auf Opti­ons und wäh­len Sie auch hier hin­ter Lan­guage den Ein­trag Deutsch (Ger­man) aus dem Menü aus. Bestä­ti­gen Sie mit OK und star­ten Sie Recu­va danach neu.

Nun sehen Sie den Assis­ten­ten in deut­scher Spra­che. Bestä­ti­gen Sie das ers­te Fens­ter mit Wei­ter und wäh­len Sie im fol­gen­den Dia­log aus, wel­che Datei­ty­pen Sie ret­ten wol­len. In den meis­ten Fäl­len soll­ten Sie die Vor­auswahl bei Alle Datei­en belas­sen und ein­fach auf Wei­ter kli­cken. So ret­tet Recu­va auch Datei­en eines Typs, an den Sie im Moment viel­leicht gar nicht den­ken. Anschlie­ßend kön­nen Sie fest­le­gen, wo Recu­va nach ver­lo­re­nen Datei­en suchen soll. Auch hier ist es in der Regel rat­sam, die Vor­auswahl Ich bin mir nicht sicher nicht zu ver­än­dern. Begin­nen Sie den Wie­der­her­stel­lungs­pro­zess danach mit Wei­ter und Start.

Am Ende des Such­vor­gangs sehen Sie eine lan­ge Lis­te von Datei­en, die Recu­va wie­der­her­stel­len kann. Set­zen Sie links jeweils einen­Ha­ken vor jede Datei, die Sie ret­ten wol­len. Wenn Sie den Haken oben vor Datei­na­me set­zen, mar­kie­ren Sie gleich alle Datei­en. Kli­cken Sie danach auf Wie­der­her­stel­len und suchen Sie den Spei­cher­ort aus, an dem Sie die wie­der her­ge­stell­ten Datei­en sichern wol­len. Am bes­ten ver­wen­den Sie dafür Ihre exter­ne Fest­plat­te, die ja Teil Ihres PC-Repa­ra­tur-Kits ist.

Die Soft­ware für Ihr PC-Repa­ra­tur-Kit – Live-Sys­tem

Por­ta­ble Tools sind eine gute Mög­lich­keit, Daten zu ret­ten und einen PC zu repa­rie­ren, wenn sich das vor­han­de­ne Betriebs­sys­tem auf dem Com­pu­ter noch star­ten lässt. Ist das jedoch nicht mehr mög­lich, benö­ti­gen Sie ein so genann­tes Live-Sys­tem. Ein Live-Sys­tem ist ein alter­na­ti­ves Betriebs­sys­tem, das sich kom­plett auf Ihrem USB-Stick befin­det und mit dem Sie Ihren Com­pu­ter star­ten kön­nen, wenn Win­dows nicht mehr funk­tio­niert.

Das kos­ten­lo­se Pro­gramm Ubun­tu ist beson­ders gut als Live-Sys­tem geeig­net, weil es über eine bewähr­te und leicht zu bedie­nen­de Ober­flä­che ver­fügt und auch von PC-Ein­stei­gern schnell ver­stan­den wird. Mit Ubun­tu kön­nen Sie auf die Fest­plat­te des defek­ten Com­pu­ters zugrei­fen und von dort Datei­en auf Ihre exter­ne Fest­plat­te kopie­ren, um sie zu ret­ten.

Ubun­tu instal­lie­ren

So instal­lie­ren Sie in drei Schrit­ten Ubun­tu auf Ihrem USB-Stick:

  1. Schlie­ßen Sie Ihren USB-Stick an Ihren Com­pu­ter an und laden Sie den Linux Live USB Creator von der Web­sei­te des Her­stel­lers her­un­ter. Instal­lie­ren Sie das Pro­gramm auf Ihrem PC. Im ers­ten Fens­ter bestä­ti­gen Sie die Instal­la­ti­on in deut­scher Spra­che mit OK. Kli­cken Sie danach auf Wei­ter und Instal­lie­ren. Sobald der grü­ne Bal­ken durch­ge­lau­fen ist, kli­cken Sie wie­der auf Wei­ter und dann auf Fer­tig stel­len. Die Instal­la­ti­on ist damit abge­schlos­sen.
  2. Laden Sie jetzt eine ISO-Datei mit Ubun­tu her­un­ter. Eine ISO-Datei ist eine gro­ße Datei, die ein kom­plet­tes Spei­cher­ab­bild einer CD oder DVD enthält.In die­sem Fall ent­hält sie ein kom­plet­tes Ubun­tu. Laden Sie die ISO-Datei von der Web­sei­te des Her­stel­lers her­un­ter. Sie ist rund 1,1 GB groß.
  3. Wech­seln Sie danach wie­der in das Fens­ter des Linux Live USB Creators. Die Soft­ware sieht etwas unge­wöhn­lich aus. Nach kur­zer Zeit haben Sie sich aber an die Ober­flä­che gewöhnt, da sie ein­fach in die wesent­li­chen Schrit­te auf­ge­teilt ist. Wäh­len Sie zunächst bei Schritt 1 Ihren USB-Stick aus. Kli­cken Sie dann dar­un­ter auf ISO / IMG / ZIP und wäh­len Sie die soeben her­un­ter­ge­la­de­ne ISO-Datei mit Ubun­tu aus. Bestä­ti­gen Sie mit Öff­nen. Ver­schie­ben Sie dann bei Schritt 3 den Reg­ler ganz nach rechts. So erhal­ten Sie auf Ihrem USB-Stick ein ver­steck­tes Lauf­werk, in dem Ubun­tu Datei­en ablegt. Ansons­ten wür­den alle Kon­fi­gu­ra­ti­ons­än­de­run­gen, die Sie inner­halb von Ubun­tu vor­neh­men, bei jedem Neu­start ver­lo­ren gehen. Die Optio­nen bei Schritt 4 kön­nen Sie belas­sen. Instal­lie­ren Sie Ubun­tu zuletzt mit einem Klick auf den Blitz bei Schritt 5 auf Ihrem USB-Stick.

Ubun­tu benut­zen

Ein Pro­blem ist auf­ge­tre­ten und Sie kön­nen das Betriebs­sys­tem auf Ihrem Com­pu­ter nicht mehr star­ten? Gut, dass Sie recht­zei­tig Ubun­tu auf Ihrem USB-Stick instal­liert haben. Nun kön­nen Sie Ihren USB-Stick dazu nut­zen, um die Datei­en auf der Fest­plat­te des beschä­dig­ten PCs auf Ihre exter­ne Fest­plat­te zu kopie­ren:

  1. Ver­bin­den Sie den USB-Stick mit Ihrem Com­pu­ter und star­ten Sie den Rech­ner. Wech­seln Sie nun in das so genann­te Boot-Menü. Mit sei­ner Hil­fe wäh­len Sie aus, von wel­chem Daten­trä­ger Ihr Com­pu­ter star­ten soll. Auf den meis­ten Com­pu­tern kom­men Sie mit den Tas­ten F2, F8 oder F12 ins Boot-Menü. Drü­cken Sie nach dem Ein­schal­ten mehr­fach auf die­se Tas­ten. Wenn das nicht klappt, star­ten Sie den Com­pu­ter neu und pro­bie­ren Sie die Tas­ten F9, F10, F11, Escape, Tab und Alt.
  2. Sobald sich das Boot-Menü geöff­net hat, wäh­len Sie dort Ihren USB-Stick aus und drü­cken Sie die Tas­te Ein­ga­be. Der PC star­tet jetzt das funk­tio­nie­ren­de Betriebs­sys­tem vom USB-Stick und ver­sucht nicht mehr, das defek­te Sys­tem von der Fest­plat­te zu boo­ten.
  3. Nach kur­zer Zeit sehen Sie den Will­kom­mens-Bild­schirm von Ubun­tu. Wäh­len Sie hier Ubun­tu aus­pro­bie­ren aus, denn Sie wol­len das vor­han­de­ne Betriebs­sys­tem auf der Fest­plat­te ja nicht erset­zen. Nun erscheint die Arbeits­ober­flä­che von Ubun­tu.
  4. Schlie­ßen Sie Ihre exter­ne Fest­plat­te per USB an. Es dau­ert einen klei­nen Moment, dann öff­net sich in Ubun­tu auto­ma­tisch ein Fens­ter, das den Inhalt Ihrer exter­nen Fest­plat­te zeigt. Etwas wei­ter oben in die­sem Fens­ter sehen Sie die inter­ne Fest­plat­te Ihres Com­pu­ters. Sie wird meist als Daten­trä­ger XXX GB bezeich­net. Die XXX GB ste­hen dabei für die Grö­ße der inter­nen Fest­plat­te in Giga­byte. Anhand die­ser Grö­ßen­an­ga­be kön­nen Sie die rich­ti­ge Plat­te iden­ti­fi­zie­ren. Kli­cken Sie dar­auf und begin­nen Sie dann mit der Ret­tung Ihrer Daten vom Com­pu­ter.
  5. Kopie­ren Sie alle Ord­ner mit Datei­en, die Sie auf­he­ben wol­len, auf die exter­ne Fest­plat­te. Die Stan­dard-Doku­men­ten­ord­ner fin­den Sie unter Users und dann unter Ihrem Benut­zer­na­men, den Sie unter Win­dows ver­wen­det haben. Zie­hen­Sie jeden Ord­ner, den Sie kopie­ren wol­len, mit der Maus auf die exter­ne Fest­plat­te. Dadurch erstellt Ubun­tu dort auto­ma­tisch eine Kopie aller ent­hal­te­nen Unter­ord­ner und Datei­en.
  6. Nach­dem Sie alle wich­ti­gen Datei­en auf Ihre exter­ne Fest­plat­te gesi­chert haben, tren­nen Sie sie wie­der von Ihrem Com­pu­ter. Been­den Sie Ubun­tu dann mit einem Klick auf das Zahn­rad-Sym­bol oben rechts. Kli­cken Sie auf Her­un­ter­fah­ren und dann noch ein­mal auf Her­un­ter­fah­ren, um den Com­pu­ter aus­zu­schal­ten. Anschlie­ßend kön­nen Sie sich über­le­gen, was Sie mit Ihrem Com­pu­ter machen wol­len. Bevor Sie ihn etwa ver­kau­fen, soll­ten Sie unbe­dingt sei­ne Fest­plat­te for­ma­tie­ren (lesen Sie dazu den Rat­ge­ber „Fest­plat­te for­ma­tie­ren unter Win­dows 7, 8 und 10“) und alle vor­han­de­nen Daten sicher löschen.

Fazit: Mit einem PC-Repa­ra­tur-Kit befrei­en Sie sich aus der Klem­me

Wenn der Com­pu­ter plötz­lich nicht mehr das macht, was er machen soll, ist guter Rat teu­er. Doch bevor Sie einen Fach­mann um Hil­fe bit­ten, kön­nen Sie sel­ber nach Feh­lern suchen, Ihren PC wie­der fit machen und Ihre Daten ret­ten. Mit einem eige­nen PC-Repa­ra­tur-Kit, das Sie sich für sol­che Fäl­le ange­legt haben, kön­nen Sie im Ernst­fall schnell reagie­ren. In die­ses Kit gehö­ren ver­schie­de­ne Hard­ware­kom­po­nen­ten, unter ande­rem ein USB-Stick, eine exter­ne Fest­plat­te und häu­fig benö­tig­tes Werk­zeug. Essen­zi­ell ist aber die Not­fall-Soft­ware in Ihrem Repa­ra­tur-Kit: ver­schie­de­ne Por­ta­ble Tools auf einem USB-Stick, die Ihnen hel­fen, Daten zu ret­ten und/oder Feh­ler zu fin­den, sowie ein Live-Sys­tem. Damit ist ein alter­na­ti­ves Betriebs­sys­tem, zum Bei­spiel Ubun­tu, gemeint, das sich kom­plett auf Ihrem USB-Stick befin­det und mit dem Sie Ihren Com­pu­ter star­ten kön­nen, wenn Win­dows nicht mehr funk­tio­niert.

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