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Netzwerk

Goog­le Wifi ein­rich­ten: So geht’s Schritt für Schritt

Google Wifi ist ein WLAN-Zugangspunkt, der besonder einfach einzurichten ist.

Sie haben sich so viel Mühe gege­ben: Hard­ware ver­ka­belt, auf irgend­wel­chen Kon­fi­gu­ra­ti­ons­sei­ten im Inter­net Zugangs­da­ten ein­ge­tra­gen und schwer ver­ständ­li­che Ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men – und am Ende funk­tio­niert Ihr neu­es WLAN trotz­dem nicht. Die Instal­la­ti­on und Ein­rich­tung eines Funk­netz­wer­kes kann ihre Tücken haben. Ein neu­es Pro­dukt von Goog­le will das ändern. Goog­le Wifi ist auf beson­ders leich­te Bedie­nung und die Instal­la­ti­on ohne gro­ße tech­ni­sche Kennt­nis­se aus­ge­legt. Wir zei­gen Ihnen, wie es ein­ge­rich­tet wird.

Goog­le Wifi: Die­se Kom­po­nen­ten brau­chen Sie

Wenn Sie ein WLAN-Netz mit Goog­le Wifi auf­bau­en wol­len, soll­ten bestimm­te tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen und Kom­po­nen­ten vor­lie­gen. Das sind im einzelnen:

  • Breit­band-Inter­net­zu­gang: Ihre Woh­nung benö­tigt einen Inter­net­zu­gang per DSL, Glas­fa­ser, TV-Kabel oder ähn­li­cher Tech­nik, der eine hohe Daten­über­tra­gungs­ra­te bie­tet. Einen exak­ten Wert gibt es dafür nicht, aber er soll­te unge­fähr im Bereich von einem Mega­bit pro Sekun­de auf­wärts liegen.
  • Modem: Das Modem ist die not­wen­di­ge Schnitt­stel­le, um das Breit­band­si­gnal für Sie nutz­bar zu machen. In vie­len Fäl­len wird so ein Gerät (auch als Mode­m/­Rou­ter-Kom­bi­na­ti­on für die Ver­wal­tung von meh­re­ren Netz­wer­ken) von Ihrem Inter­net­an­bie­ter zur Ver­fü­gung gestellt. Eini­ge grö­ße­re Wohn­häu­ser haben eine zen­tra­le Ver­ka­be­lung für das Inter­net mit einer Ether­net-Buch­se direkt in den Woh­nun­gen. In die­sen Fäl­len ist kein Modem erforderlich.
  • Goog­le Wifi WLAN-Zugangs­punkt: Die zylin­der­för­mi­gen Gerä­te mit umlau­fen­dem Leucht­ring die­nen nur dem WLAN-Auf­bau und haben kei­ne Modem-Funk­tio­na­li­tät. Die Tech­nik ist seit Juni 2017 in Deutsch­land erhältlich.
  • Goog­le Wifi App: Die kos­ten­lo­se App dient der Ein­rich­tung der Gerä­te und funk­tio­niert auf Android-Gerä­ten mit Android 4 auf­wärts und Apple-Gerä­ten ab iOS 8
  • Goog­le Kon­to: Das Gra­tis-Kon­to ist nötig für die Nut­zung der App.
  • Strom- und Ether­net­ka­bel für die Ver­bin­dung zwi­schen Goog­le Wifi und Modem (sind im Lie­fer­um­fang des Goog­le-Pro­duk­tes enthalten).

Mit die­sen Schrit­ten rich­ten Sie das WLAN ein

Die Instal­la­ti­on des Goog­le WLAN-Zugangs­punk­tes ist mit weni­gen Schrit­ten erle­digt, wenn Sie der Anlei­tung folgen.

  1. Laden Sie sich für das Smart­pho­ne die Goog­le Wifi App her­un­ter und instal­lie­ren Sie sie. Es gibt sie für Android im Play Store und für iPho­ne im iTu­nes App Store.
  2. Suchen Sie für das Wifi-Gerät einen Stell­platz. Er soll­te mög­lichst frei­ste­hend sein, damit die Funk­wel­len nicht beein­träch­tigt wer­den. Der Auf­stel­lungs­ort soll­te unge­fähr auf Augen­hö­he lie­gen – das unter­stützt die Signal­ver­brei­tung. Für den Betrieb ist wei­ter­hin ein Strom­an­schluss in der Nähe erfor­der­lich. Ach­ten Sie auch dar­auf, dass der Auf­stel­lungs­ort die Ver­bin­dung des Geräts mit dem Modem durch das Ether­net-Kabel ermöglicht.
  3. Ver­bin­den Sie das Ether­net­ka­bel mit dem WAN-Port des Gerä­tes und ste­cken Sie den gerä­te­sei­ti­gen Stre­cker des Netz­teils ein. Die ent­spre­chen­den Buch­sen befin­den sich auf der Unter­sei­te des Zylinders.
  1. Schlie­ßen Sie nun das Ether­net-Kabel an den pas­sen­den Anschluss des Modems und ste­cken Sie das Netz­teil ein. Ein lang­sam blin­ken­des blau­es Licht zeigt an, dass Goog­le Wifi nun bereit für die Ein­rich­tung ist.
  2. Öff­nen Sie nun die App auf dem Smart­pho­ne. Bestä­ti­gen Sie die Nut­zungs- und Daten­schutz­be­din­gun­gen und mel­den Sie sich mit Ihrem Goog­le Kon­to an. Soll­ten Sie noch kei­nes haben, kann es auf der Goog­le-Kon­to Web­site kos­ten­los ein­ge­rich­tet werden.
  3. Die App führt Sie nun durch den Pro­zess zum Auf­bau der WLAN-Inter­net­ver­bin­dung. Dabei wer­den Sie gebe­ten, mit der Han­dy-Kame­ra den QR-Code ein­zu­scan­nen, der sich auf der Gerä­te­un­ter­sei­te befin­det. Fol­gen Sie der Auf­for­de­rung, damit sich das Gerät mit der App ver­bin­den kann.
  4. Im nächs­ten Schritt zeigt die App eine Lis­te von Räu­men an. Hier kön­nen Sie ange­ben, wo das Gerät steht. Soll­ten Sie mehr als einen Goog­le Wifi ver­wen­den, las­sen sich mit die­ser Anga­be spä­ter die ein­zel­nen Zugangs­punk­te leich­ter iden­ti­fi­zie­ren. Mit Wei­ter schal­ten Sie zum nächs­ten Einrichtungsabschnitt.
  1. Ver­ge­ben Sie einen Namen für das neue Wifi-Netz­werk und ein Pass­wort, um den Zugang zu sichern. Mit Erstel­len wird die Ein­rich­tung des Net­zes abge­schlos­sen und die App zeigt Ihnen eine Über­sicht des WLANs mit den ent­spre­chen­den Zugangs­punk­ten. Damit haben Sie noch ein­mal eine Kon­trol­le, ob alles rich­tig ein­ge­rich­tet wurde.
  2. Im fina­len Schritt lädt die App noch zusätz­li­che Soft­ware her­un­ter. Dabei han­delt es sich um ein Pro­gramm mit Funk­tio­nen für die wei­te­re Steue­rung und Kon­fi­gu­ra­ti­on des Netz­wer­kes. Es ent­hält außer­dem aktu­el­le Sicher­heits­fea­tures. Spä­ter küm­mert sich das Sys­tem übri­gens auto­ma­tisch dar­um, Updates ein­zu­spie­len. Danach star­tet das WLAN auto­ma­tisch neu, um die­se Ergän­zun­gen zu inte­grie­ren. Eine durch­gän­gig blau­grü­ne Anzei­ge signa­li­siert abschlie­ßend die Funktionsbereitschaft.

So wird das WLAN-Netz erweitert

Wenn das WLAN in meh­re­ren Räu­men genutzt wer­den soll, kön­nen Sie für eine gleich­mä­ßig star­ke Abde­ckung wei­te­re Wifi-Modu­le ein­bin­den: Für ein sta­bi­les Netz emp­fiehlt Goog­le, die Gerä­te nicht mehr als zwei Räu­me von­ein­an­der ent­fernt auf­zu­stel­len. Für die Ein­bin­dung in das Netz fol­gen Sie die­sen Schritten:

  1. Stel­len Sie den oder die zusätz­li­chen Zugangs­punk­te im emp­foh­le­nen Abstand auf und schlie­ßen das Netz­teil an.
  2. Öff­nen Sie die Goog­le Wifi App und hal­ten Sie das Smart­pho­ne in die Nähe des Gerä­tes. Sie haben nun die Mög­lich­keit anzu­ge­ben, wie vie­le zusätz­li­che Gerä­te Sie anschlie­ßen möch­ten und wo sie auf­ge­stellt sind.
  3. Tip­pen Sie nun auf WLAN-Zugangs­punkt hin­zu­fü­gen. Die App regis­triert die Kom­po­nen­te. Anschlie­ßend kön­nen Sie die Ver­bin­dungs­qua­li­tät prü­fen. Wenn alles gut ist, ist die zusätz­li­che Ein­rich­tung bereits abge­schlos­sen. Bei schlech­ter Signal­qua­li­tät soll­ten Sie einen ande­ren Stand­ort wäh­len und dann noch ein­mal die Ver­bin­dung kontrollieren.

Das Mesh-Netz von Goog­le Wifi

Das Goog­le Wifi-Sys­tem kön­nen Sie mit meh­re­ren Kom­po­nen­ten betrei­ben, um in ver­schie­de­nen Räu­men ein Netz­werk auf­zu­bau­en. Des­sen Struk­tur unter­schei­det sich von der übli­chen Archi­tek­tur bei der WLAN-Reich­wei­ten­ver­län­ge­rung. Übli­cher­wei­se ist es so, dass ein WLAN-Rou­ter ein Signal aus­strahlt, das zur Ver­län­ge­rung von einem oder meh­re­ren soge­nann­te WLAN-Repeatern “kopiert” und wei­ter­ge­lei­tet wird. Die Gerä­te sind also qua­si hin­ter­ein­an­der in Rei­he geschaltet.

Bei Goog­le Wifi ent­steht statt­des­sen ein ver­masch­tes Netz. Das bedeu­tet: Jede Kom­po­nen­te kom­mu­ni­ziert mit jeder Kom­po­nen­te. Die­ses soge­nann­te Mesh-Netz­werk kann sich somit im Gegen­satz zu einer Rei­hen­schal­tung selbst regu­lie­ren. Goog­le Wifi ist daher in der Lage, selb­stän­dig für das gesam­te Netz den best­mög­li­chen Kanal zu wäh­len. Ein wei­te­rer Vor­teil ist, dass beim Aus­fall einer Kom­po­nen­te alle ande­ren wei­ter­hin funk­tio­nie­ren. Beim Aus­fall eines Repeaters in der Rei­he erhal­ten dage­gen alle nach­fol­gen­den Sta­tio­nen kein Signal mehr. 

Das kann Goog­le Wifi

Die neu­en Goog­le-Pro­duk­te sind neben der Instal­la­ti­on auch für den lau­fen­den Betrieb auf Benut­zungs­kom­fort aus­ge­legt. So küm­mert sich bei­spiels­wei­se im Hin­ter­grund eine spe­zi­el­le Soft­ware dar­um, dass das WLAN immer opti­mal nutz­bar ist. Die­ser Netz­werk­as­sis­tent wählt stets den bes­ten Zugangs­punkt für ein End­ge­rät aus. Wenn Sie bei­spiels­wei­se auf dem Han­dy Musik über einen Inter­net-Strea­ming­dienst wie Spo­ti­fy hören und dabei durch das Haus gehen, reicht der Assis­tent Sie von Zugangs­punkt zu Zugangs­punkt wei­ter, damit immer die bes­te Ver­bin­dung besteht. Eben­so stellt die Tech­nik auto­ma­tisch sicher, dass stets ein wenig benutz­ter Funk­ka­nal und das am schnells­ten ver­füg­ba­re Band (2,4 oder 5 Giga­hertz) zur Ver­fü­gung steht.

Über die App kön­nen Sie außer­dem bequem ein­se­hen, wel­che End­ge­rä­te mit dem WLAN-Netz ver­bun­den sind und wie­viel Kapa­zi­tät sie bean­spru­chen. Inte­griert ist wei­ter­hin eine Pau­sen­funk­ti­on, um das Netz (teil­wei­se) für bestimm­te Gerä­te zu blo­ckie­ren (Fami­li­en­mo­dus) oder die Ein­rich­tung eines Gast­zu­gangs. Eben­so las­sen sich bestimm­te End­ge­rä­te als bevor­zugt mar­kie­ren. Daten­in­ten­si­ve Nut­zun­gen wie das Anschau­en von Online-Fil­me wer­den dann für eine flüs­si­ge Wie­der­ga­be vor­ran­gig behandelt.

Kom­for­ta­bel und hübsch verpackt

Goog­le Wifi ist beson­ders prak­tisch für Benut­zer, die sich schnell und unkom­pli­ziert ein sta­bi­le WLAN auf­bau­en wol­len. Wie Sie gese­hen haben, ist die Ein­rich­tung in Ver­bin­dung mit Goog­le Wifi App in weni­gen Schrit­ten erle­digt. Auch das Ein­bin­den von zusätz­li­chen Kom­po­nen­ten ist mit der App kein Pro­blem. Dank des schlich­ten wei­ßen Zylin­der-Designs mit Leucht­ring wir­ken die Gerä­te ange­neh­men “untech­nisch” und las­sen sich dezent in das Raumam­bi­en­te integrieren.

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