© 2021 Getty Images
Apps

Goog­le Pay ein­rich­ten: So bezahlst du mobil und kon­takt­los mit dem Smartphone

Mit Google Pay kannst du mit deinem Android-Smartphone überall dort einkaufen, wo kontaktloses Bezahlen möglich ist.

Apple Pay, Hua­wei Pay, Sam­sung Pay und Goog­le Pay. Mobi­les Bezah­len mit dem Smart­pho­ne ist für vie­le Her­stel­ler von Mobil­ge­rä­ten mitt­ler­wei­le eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Dabei set­zen die gro­ßen Unter­neh­men am liebs­ten auf eige­ne Soft­ware-Lösun­gen. So auch Goog­le. Für sein Smart­pho­ne-Betriebs­sys­tem bie­tet der kali­for­ni­sche Tech-Rie­se mit Goog­le Pay eine her­stel­ler­neu­tra­le Lösung für alle Android-Smart­pho­nes an. Hier erfährst du, wie du Goo­g­les Bezahl­dienst nut­zen kannst. 

So bezahlst du mobil mit Goog­le Pay

Statt beim Bezah­len Schei­ne und Mün­zen zu zäh­len oder Kar­ten aus der Geld­bör­se zu fum­meln, kannst du dei­ne Ein­käu­fe auch kon­takt­los mit Goog­le Pay beglei­chen. Der Dienst des Such­ma­schi­nen­be­trei­bers Goog­le macht dein Smart­pho­ne zur draht­lo­sen Kre­dit­kar­te, mit der du bei Ein­zel­händ­lern vor Ort, aber auch im Inter­net bezah­len kannst. Bei der Ver­wen­dung von Goog­le Pay fal­len kei­ne Zusatz­kos­ten oder Pro­vi­sio­nen an. 

Goog­le Pay akti­vie­ren: So geht’s Schritt für Schritt

Für die Nut­zung von Goog­le Pay am Han­dy benö­tigst du ein Android-Smart­pho­ne mit NFC-Chip, auf dem min­des­tens das Android-Betriebs­sys­tem 5.0 oder neu­er läuft. Auf Apple iPho­nes ist der Goog­le-Dienst nicht ver­füg­bar. Dort kannst du alter­na­tiv auf den Apple-eig­nen Bezahl­dienst Apple Pay zugrei­fen. Wie du die­sen ein­rich­test, erfährst du hier: 

Der NFC-Chip („Near Field Com­mu­ni­ca­ti­on“) ist für die draht­lo­se Daten­über­tra­gung zustän­dig. Die NFC-Funk­ti­on muss in der Ein­stel­lun­gen-App auf dei­nem Han­dy akti­viert sein. Die fol­gen­den Schrit­te unter­stüt­zen dich beim Ein­rich­ten und Akti­vie­ren von Goog­le Pay. 

  1. Instal­lie­re die kos­ten­lo­se Goog­le-Pay-App für Android aus dem Goog­le Play Store auf dei­nem Smart­pho­ne. Die App dient als digi­ta­le Geld­bör­se, über die du Bezahl­me­tho­den ein­bin­dest und Bezahl­vor­gän­ge ver­wal­test. 
  2. Wenn du die App zum ers­ten Mal star­test, öff­net sich zunächst ein Begrü­ßungs­fens­ter, das dich unter ande­rem auf die Nut­zungs­be­din­gun­gen und die Daten­schutz­er­klä­rung hin­weist. Tip­pe in die­sem Screen auf Jetzt star­ten. 
  3. Damit Goog­le Pay funk­tio­niert, benö­tigt es die Erlaub­nis, auf den Gerä­te­stand­ort zugrei­fen zu dür­fen. Bestä­ti­ge dies, indem du auf Zulas­sen tippst. 
  4. Als Nächs­tes hin­ter­legst du dei­ne Debit- oder Kre­dit­kar­te oder dein PayPal-Kon­to bei Goog­le Pay. Tip­pe dazu in das gro­ße Recht­eck, in dem Zah­lungs­me­tho­de hin­zu­fü­gen steht, oder alter­na­tiv auf den blau­en But­ton am unte­ren Bild­schirm­rand mit der Auf­schrift Kar­te hin­zu­fü­gen. 
  5. Im nächs­ten Ein­rich­tungs­schritt kannst du ent­schei­den, ob du dein PayPal-Kon­to mit Goog­le Pay ver­knüp­fen möch­test – sofern vor­han­den –, oder dei­ne Kre­dit- bzw. Debit­kar­te hin­ter­legst. Du kannst zu einem spä­te­ren Zeit­punkt wei­te­re Zah­lungs­me­tho­den hin­zu­fü­gen. 
  6. Fol­ge nun den wei­te­ren Schrit­ten zur Ein­rich­tung der Kar­te oder des PayPal-Kon­tos. Für PayPal benö­tigst du dei­ne E‑Mail-Adres­se, das Pass­wort und die bei PayPal hin­ter­leg­te Tele­fon­num­mer. Bei der Kar­ten­ein­rich­tung fragt dich Goog­le Pay unter ande­rem nach der Kar­ten­num­mer, dem Ablauf­da­tum und dem Veri­fi­zie­rungs­code (CVC). 
  7. Tip­pe nach der Ein­ga­be der erfor­der­li­chen Daten auf Spei­chern. 
  8. Nun dau­ert es einen Moment, bis Goog­le Pay die Kar­te über­prüft hat. Hat alles geklappt, erscheint der Hin­weis, dass die Kar­te erfolg­reich hin­ter­legt wur­de und nun für kon­takt­lo­se Zahl­vor­gän­ge mit Goog­le Pay ver­wen­det wer­den kann. Falls dein Kar­ten­an­bie­ter Goog­le Pay noch nicht akzep­tiert, erscheint an die­sem Punkt ein ent­spre­chen­der Hin­weis. 
  9. Nach dem Ver­knüp­fen dei­nes PayPal-Kon­tos oder dei­ner Bank­kar­te musst du ggf. noch eine Dis­play-Sper­re auf dem Smart­pho­ne ein­rich­ten, falls du bis­lang kei­ne nutzt. Die Sper­re schützt dei­ne Bezahl­vor­gän­ge. Zur Aus­wahl steht eine Sper­rung mit­tels PIN-Code, Pass­wort, Wisch­mus­ter oder Fin­ger­ab­druck. 

Damit ist die Ein­rich­tung von Goog­le Pay abge­schlos­sen und du kannst mit dem mobi­len Bezah­len über dein Han­dy begin­nen. In der Goog­le-Pay-App las­sen sich bei Bedarf meh­re­re Zah­lungs­me­tho­den hin­ter­le­gen, etwa für pri­va­te und geschäft­li­che Käu­fe. Beim Bezah­len wählst du dann aus, über wel­che der Betrag lau­fen soll. 

Pas­send dazu 
Jetzt kaufen 

Mit Goog­le Pay in Geschäf­ten bezahlen

Mit Goo­g­les draht­lo­sem Bezahl­sys­tem Goog­le Pay kannst du bei Ein­zel­händ­lern, Bis­tros und Restau­rants an der Kas­se bezah­len. Du kannst dein Smart­pho­ne über­all dort zum digi­ta­len Geld­trans­fer benut­zen, wo kon­takt­lo­ses Zah­len mög­lich ist. Nahe­zu alle moder­nen Kar­ten­le­se­ge­rä­te unter­stüt­zen die­se Funk­ti­on bereits und wei­sen die­se durch ein ent­spre­chen­des Sym­bol aus. In eini­gen Geschäf­ten fin­dest du zudem sogar ein Logo, das expli­zit auf Goog­le Pay als akzep­tier­te Bezahl­mög­lich­keit hin­weist. 

Der Bezahl­vor­gang selbst funk­tio­niert so: 

  1. Infor­mie­re die Kas­sie­re­rin oder den Kas­sie­rer, dass du mit dem Smart­pho­ne – oder schlicht: mit Kar­te – bezah­len möch­test.  
  2. Ent­sper­re nun dein Smart­pho­ne. Dazu musst du je nach fest­ge­leg­tem Sperr­ver­fah­ren dei­ne PIN oder dein Pass­wort ein­ge­ben, das Mus­ter wischen oder dei­nen Fin­ger­ab­druck scan­nen. Die Goog­le-Pay-App brauchst du nicht zu öff­nen. 
  3. Hal­te das Smart­pho­ne für ein paar Sekun­den dicht ans Bezahl­ter­mi­nal, dort wo du auch dei­ne Debit- oder Kre­dit­kar­te für kon­takt­lo­ses Bezah­len plat­zie­ren wür­dest. Die NFC-Anten­ne sitzt übli­cher­wei­se im obe­ren Drit­tel des Han­dys, des­halb sol­lest du mög­lichst die­sen Teil ans Kas­sen­ge­rät hal­ten. Klappt die Zah­lung nicht, bewe­ge das Han­dy über das Ter­mi­nal. 
  4. Ist der Bezahl­vor­gang abge­schlos­sen, öff­net sich auto­ma­tisch die Goog­le-Pay-App und zeigt dir mit­tels eines blau­en Häk­chens die erfolg­rei­che Trans­ak­ti­on an. 
  5. Bei grö­ße­ren Beträ­gen und bei Geschäf­ten mit älte­rer Kas­sen­soft­ware ist zur Bezah­lung als ergän­zen­de Sicher­heits­maß­nah­me noch die Ein­ga­be der PIN (ent­we­der dei­ner bei Goog­le Pay gespei­cher­ten Bank­kar­te oder dei­nes PayPal-Kon­tos) oder eine Unter­schrift nötig. 

Mit Goog­le Pay im Inter­net und in Apps bezahlen

Das G‑Pay-Logo weist auf Online-Shops und Apps hin, die Goog­le Pay als Zah­lungs­mög­lich­keit akzep­tie­ren. Auch Flug­bu­chun­gen über Ryan­air, Bus­rei­sen mit Flix­bus oder Essens­lie­fe­run­gen via Lie­fe­r­an­do kannst du mit Goog­le Pay bezah­len. Eini­ge Apps, die noch das ver­al­te­te Android-Pay-Logo oder Goog­le-Wal­let-Sym­bol anzei­gen, funk­tio­nie­ren eben­falls mit Goo­g­les Bezahl­dienst.  

  1. Lege dei­ne Ein­käu­fe in den Waren­korb und kli­cke oder tip­pe bei der Aus­wahl der Bezahl­mög­lich­kei­ten auf das G‑Pay-Sym­bol oder auf Mit Goog­le Pay kau­fen. 
  2. Nun wirst du zur Über­prü­fung der Zah­lung und even­tu­ell zur Aus­wahl der gewünsch­ten Ver­sand­adres­se auf­ge­for­dert. 
  3. Bestä­ti­ge die Bezah­lung über Goog­le Pay zum Abschluss. 

Zah­lungs­ak­ti­vi­tä­ten über Goog­le Pay prüfen

Goog­le führt peni­bel Buch über dei­ne getä­tig­ten Ein­käu­fe. So kannst du leicht nach­voll­zie­hen, wo du wann ein­ge­kauft und wel­che Sum­men du dabei aus­ge­ge­ben hast. Das Buchungs­pro­to­koll ist in dei­nem Goog­le-Kon­to hin­ter­legt. 

  1. Öff­ne auf dem Smart­pho­ne die Goog­le-Pay-App. Tip­pe auf die drei Bal­ken oben links ins Menü der App und dann auf Akti­vi­tät. 
  2. Es scheint eine neue Ansicht mit einer chro­no­lo­gi­schen Lis­te dei­ner Ein­käu­fe. Ein Tipp auf einen Ein­trag lie­fert Details zum Datum, Händ­ler und dem Kauf­preis. 
  3. Alter­na­tiv ist eine Anzei­ge der Kar­ten­um­sät­ze in der Goog­le-Pay-App auch unter Zah­lungs­me­tho­den mög­lich. Tip­pe dann auf den Namen des PayPal-Kon­tos oder der Kre­dit- bzw. Debit­kar­te, um die damit getä­tig­ten Umsät­ze auf­zu­ru­fen. 
  4. Auch im Brow­ser kannst du das Ein­kaufs­pro­to­koll anse­hen. Gib dazu die Adres­se pay.google.com ein. Mel­de dich falls nötig mit dei­ner Goog­le-Mail-Adres­se und dem zuge­hö­ri­gen Pass­wort an. Gehe dann zu Akti­vi­tä­ten. 
  5. Unter Zah­lungs­me­tho­den kannst du zudem dei­ne für Goog­le Pay regis­trier­ten Kar­ten und PayPal-Kon­ten über­prü­fen, löschen und ggf. neue hin­ter­le­gen. 

Die­se Ban­ken unter­stüt­zen Goog­le Pay

Neben PayPal unter­stützt Goog­le Pay auch eine Viel­zahl an Bank­in­sti­tu­ten. Möch­test du zur Nut­zung von Goo­g­les kabel­lo­sem Abrech­nungs­ser­vice eine Kre­dit­kar­te hin­ter­le­gen, benö­tigst du die Debit- oder Kre­dit­kar­te einer Bank, die mit Goog­le koope­riert.   

Zu den größ­ten unter­stüt­zen­den Ban­ken und Zah­lungs­dienst­leis­tern zäh­len mitt­ler­wei­le Bar­clay­card, boon., Bunq, BW Bank, C24, Com­di­rect, Com­merz­bank, DKB, ING, Klar­na, N26, Net­bank, Revo­lut, VIM­pay und Wise. Goog­le selbst bie­tet eine voll­stän­di­ge Lis­te aller Koope­ra­ti­ons­part­ner von Goog­le Pay. 

So sicher ist Goog­le Pay

Goog­le zufol­ge wer­den die Details zu den Kre­dit­kar­ten nicht auf dem Smart­pho­ne gespei­chert, son­dern in ver­schlüs­sel­ter Form auf siche­re Ser­ver im Inter­net über­tra­gen und dort abge­legt. So kann ein Dieb, der dein Smart­pho­ne klaut, kei­ne Zah­lungs­da­ten aus­le­sen und miss­brau­chen. 

Für die Frei­ga­be von Zah­lun­gen ver­wen­det Goog­le Pay als Sicher­heits­merk­mal Tokens. Das sind klei­ne Daten­pa­ke­te, die kei­ne direk­ten Rück­schlüs­se auf die ech­ten Kar­ten- oder Kon­to­da­ten ermög­li­chen. Der an der Kas­se über­mit­tel­te Token infor­miert den Händ­ler nur über die erfolg­rei­che Zah­lung.  

Eini­ge Tokens ste­hen in ver­schlüs­sel­ter Form auf dem Smart­pho­ne für Zahl­vor­gän­ge ohne Inter­net­ver­bin­dung zur Ver­fü­gung. Geht das Han­dy ver­lo­ren oder wird es gestoh­len, macht eine Pass­wor­t­än­de­rung im Goog­le-Gerä­tema­na­ger die Tokens unbrauch­bar. 

Goog­le Pay bie­tet kon­takt­lo­ses Bezah­len für mehr Komfort 

Kon­takt­lo­se Bezahl­vor­gän­ge ohne Bar­geld sind eine prak­ti­sche Sache und ver­kür­zen die War­te­zeit an den Kas­sen im sta­tio­nä­ren Han­del. Goog­le ist mit Goog­le Pay gut auf­ge­stellt und bie­tet Anwen­dern einen leicht nutz­ba­ren, schnel­len Bezahl­dienst an. Goog­le Pay steht in direk­ter Kon­kur­renz zu Apple Pay, beschränkt sich im Unter­schied dazu aber nicht auf den Apple-Kos­mos. 

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.

Time to share:  Falls dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns!