Du planst einen Umzug und willst dei­nen Gefrier­schrank in die neue Woh­nung mit­neh­menGanz leicht ist die­se Auf­ga­be nicht. Wie lässt sich das Gerät bewe­gen, sicher trans­por­tie­ren und wie­der auf­stel­len, ohne Scha­den zu neh­men? UPDATED erklärt es Schritt für Schritt. 

Vor­be­rei­tung: Gefrier­schrank aus­räu­men, abtau­en und säu­bern

Bevor es mit dem Trans­port des Gefrier­schranks los­geht, soll­test du ihn aus­räu­men, abtau­en und säu­bern. UPDATED erklärt dir, wor­auf es dabei ankommt.

Aus­räu­men und abtau­en

Im ers­ten Schritt nimmst du alle Lebens­mit­tel, Eis­wür­fel­for­men, Kühlak­kus und sons­ti­ge Gegen­stän­de aus dem Gefrier­schrankDa das Gerät nach dem Auf­stellen am neu­en Stand­ort nicht gleich wie­der ange­schal­tet wer­den kann, musst du die Tief­kühl­kost ver­brau­chen oder woan­ders unter­brin­gen.

Nicht mit star­ker Hit­ze abtau­en

Du fragst dich, ob du den Abtau­pro­zess mit einem Fön beschleu­ni­gen kannst? Das ist kei­ne gute Idee. Die Hit­ze, die der Fön abgibt, kann Schä­den an der Beschich­tung ver­ur­sa­chen und den Gefrier­schrank völ­lig unbrauch­bar machen.

Um den Gefrier­schrank anschlie­ßend abzu­tau­en, ziehst du ein­fach den Netz­ste­cker. Ver­fügt das Gerät nicht über ein Auf­fang­be­hält­nis für abflie­ßen­des Tau­was­serstellst du auf dem Boden vor dem Gerät einen nied­ri­gen Auf­fang­be­häl­ter auf und legst rund­her­um Hand­tü­cher aus. Ach­tung: Ist der Gefrier­schrank stark ver­eist, kann beim Abtau­en eine Men­ge Flüs­sig­keit ent­ste­henWechs­le regel­mä­ßig die Hand­tü­cher aus oder wrin­ge sie aus, um eine Über­schwem­mung zu ver­mei­den. 

Das Abtau­en kann 24 Stun­den dau­ern. Falls du die­se Zeit nicht hast, kannst du etwas nach­hel­fen: Stel­le einen Ven­ti­la­tor vor die geöff­ne­te Tür, damit ste­tig Luft in Zim­mer­tem­pe­ra­tur durch das Gerät zir­ku­lie­ren kann. Rech­ne aber trotz­dem min­des­tens sechs Stun­den ein, um den Gefrier­schrank abzu­tau­en. 

Ach­te dar­auf, dass das Was­ser kom­plett aus dem Gefrier­schrank geflos­sen und das Gerät innen tro­cken ist. Was­ser­res­te kön­nen zur Rutsch­ge­fahr wer­den, wenn du den Gefrier­schrank bewegst. Außer­dem kann es im Umzugs­trans­porter aus­lau­fen und ande­re Geräte oder auch Doku­men­te beschä­di­gen. 

Säu­bern

Der Umzug ist eine gute Gele­gen­heit, den Gefrier­schrank ein­mal gründ­lich zu säu­bern. Damit ver­hin­derst du auch, dass unan­ge­neh­me Gerü­che ent­ste­hen, wenn du ihn abtaust. Nimm für die Säu­be­rungs­ak­ti­on alle Schub­fä­cher und wei­te­ren ent­nehm­ba­ren Tei­le aus dem Gerät. Put­ze die Innen­wän­de mit ver­dünn­tem Essig und rei­ni­ge alle Plas­tik- und Glastei­le per Hand mit Spül­mit­tel und Was­ser. Ist alles wie­der ordent­lich getrock­net, setzt du die Schub­la­den wie­der ein. 

Trans­port aus der Woh­nung: Gefrier­schrank rich­tig tra­gen

Um Schä­den und Unfäl­le zu ver­mei­den, soll­test du den Gefrier­schrank sichern und kor­rekt tra­gen. Wie das geht, erfährst du im Fol­gen­den.

Mit Kle­be­band sichern

Ist der Gefrier­schrank tro­cken und leer, siche­re ihn zunächst mit Kle­be­band. Ein kräf­ti­ges Gewe­be­band sorgt dafür, dass sich nichts lösen kann. Es lässt sich in der Regel rück­stands­frei ent­fer­nen. 

Ver­wen­de lan­ge Strei­fen Kle­be­band, um die Tür zuzu­kle­ben. So sorgst du dafür, dass sie nicht wäh­rend des Trans­ports auf­schwingt und Scha­den nimmt oder Schä­den ver­ur­sacht. In einem zwei­ten Schritt soll­test du das Netz­ka­bel sicher auf der Gerä­te­rück­sei­te fest­kle­ben. Sor­ge dafür, dass kei­ne Schlau­fen des Kabels her­un­ter­hän­gen – die kön­nen beim Trans­port hän­gen­blei­ben oder zur Stol­per­fal­le wer­den. 

Die rich­ti­ge Tra­ge­tech­nik

Gefrier­schrän­ke sind nicht nur schwe­re Haus­halts­ge­rä­te, son­dern auch ziem­lich sper­rig. Daher soll­test du nicht ver­su­chen, das Gerät allein zu tra­gen, son­dern immer eine zwei­te Per­son um Hil­fe bit­ten. 

Wenn du eine Sack­kar­re für den Trans­port ver­wen­destlege den Gefrier­schrank lie­ber seit­lich dar­auf ab statt auf der Rück­wand. Auf der Rück­wand befin­det sich das Kühl­git­ter, das beschä­digt wer­den könn­te. Alter­na­tiv zu einer Sack­kar­re kannst du auch Tra­ge­gur­te ver­wen­den. Damit lässt sich das Gerät unter Umstän­den auch bes­ser grei­fen. Beson­ders prak­tisch sind Kreuz­tra­ge­gurte. Man­che Gefrier­schrän­ke haben auch ein­ge­bau­te Tra­ge­grif­fe. 

Eine alte Decke ver­hin­dert Krat­zer

Trans­por­tierst du den Kühl­schrank mit einer Sack­kar­re, plat­zierst du am bes­ten eine alte Decke oder ein Laken zwi­schen Gefrier­schrank und Kar­re. So ver­hin­derst du Krat­zer am Gerät. Falls du den Gefrier­schrank lie­gend trans­por­tie­ren möch­test, kannst du die Decke auch zum Aus­le­gen des Fahr­zeugs ver­wen­den. 

Ver­tei­le die Last mög­lichst gleich­mä­ßig und hebe den Gefrier­schrank aus den Bei­nen an, nicht aus dem Rücken. Das bewahrt dich vor Rücken­ver­let­zun­gen. Beim Trans­port über die Trep­pe soll­te die Per­son, die unten trägt, stark genug sein, um das Gerät rich­tig zu hal­ten. Ansons­ten besteht die Gefahr, dass sich der Trä­ger ernst­haft ver­letzt oder das Gerät her­un­ter­fällt und beschä­digt wird. 

Trans­port im Fahr­zeug: Gefrier­schrank sicher von A nach B brin­gen

Den Gefrier­schrank soll­test du nach Mög­lich­keit ste­hend trans­por­tie­ren. Ist das nicht mög­lich, etwa, weil er in einen nor­ma­len PKW oder klei­ne­ren Trans­por­ter pas­sen muss, kannst du ihn auch hin­le­gen. Dabei soll­test du aber eini­ge Din­ge beach­ten. 

Gefrier­schrank ste­hend trans­por­tie­ren

Steht der Gefrier­schrank wäh­rend des Trans­ports im Fahr­zeug, soll­te er gut mit Gur­ten gesi­chert oder zwi­schen ande­ren Möbel­stü­cken ver­keilt sein, damit er unter­wegs nicht umkippt. Die­se Trans­port­me­tho­de ist für das Gerät am bes­ten: Die Ruhe­zeit am Ziel­ort, die es braucht, bevor du es wie­der in Betrieb neh­men kannst, wird dadurch deut­lich ver­kürzt. 

Bringst du den Gefrier­schrank ste­hend ans Ziel, kannst du ihn (bei neue­ren Model­len) nach etwa vier Stun­den wie­der ein­schal­ten. Bei älte­ren Gerä­ten sind es teils zwölf Stun­den. Das ist aber immer noch deut­lich weni­ger als nach einem Trans­port im Lie­gen.

Gefrier­schrank lie­gend trans­por­tie­ren

Im Lie­gen soll­test du den Gefrier­schrank nur trans­por­tie­ren, wenn es nicht anders geht. Wich­tig: Lege ihn auf die Sei­te, nicht auf die Tür oder auf die Rück­wand. Liegt er auf der Tür, kann die­se kaputt­ge­hen. Liegt er auf dem Rücken, kann das Kühl­git­ter beschä­digt wer­den. Ach­te außer­dem dar­auf, dass der Gefrier­schrank im Fahr­zeug nicht hin und her rut­schen kann. Lege zum Bei­spiel eine Decke oder eine Gum­mi­mat­te unter das Gerät oder umstel­le es dicht mit ande­ren gro­ßen Möbel­stü­cken. 

Hast du den Gefrier­schrank lie­gend trans­por­tiert, musst du am Ziel­ort eine län­ge­re War­te­zeit ein­pla­nen, bevor du ihn wie­der ein­schal­test. Die Ruhe­pau­se soll­te bei neue­ren Gerä­ten min­des­tens 12 Stun­den betra­gen, bei älte­ren Model­len eher 24 Stun­den. Genaue Anga­ben fin­dest du in der Bedie­nungs­an­lei­tung des Her­stel­lers. 

War­um soll­te der Gefrier­schrank nicht lie­gen?

Trans­por­tierst du den Gefrier­schrank lie­gend, wird das Küh­laggre­gat im Innern bewegt und es kön­nen Schmier­mit­tel in den Kühl­kreis­lauf gelan­gen. Das kann zwar auch pas­sie­ren, wenn der Gefrier­schrank beim Trans­port steht, aller­dings in gerin­ge­rem Maße. Die War­te­zeit, bevor du ihn wie­der anschal­test, soll dem Schmier­mit­tel Zeit geben, sich wie­der abzu­set­zen und zurück in den Kom­pres­sor zu flie­ßen. 

Gefrier­schrank auf­stel­len: Dar­auf soll­test du ach­ten

Auch beim Auf­stel­len soll­test du dir von min­des­tens einer ande­ren Per­son hel­fen las­sen. Tipp: Schlei­fe das Gerät nach Mög­lich­keit nicht über den Boden, um Beschä­di­gun­gen zu ver­mei­den. 

Am neu­en Stand­ort soll­test du dar­auf ach­ten, den Gefrier­schrank best­mög­lich zu plat­zie­ren. So kannst du Ein­fluss auf den Strom­ver­brauch des Geräts neh­men. 

Lass dem Gefrier­schrank auf der Rück­sei­te etwas Platz zur Wand. Min­des­tens eine Hand­breit soll­te zwi­schen dem Gerät und der Wand Platz sein, damit die Luft um das Kühl­git­ter gut zir­ku­lie­ren und die Abwär­me abströ­men kann. 

Außer­dem soll­test du den Gefrier­schrank nicht neben Wär­me­quel­len wie Öfen, Mikro­wel­len, ande­ren Ein­bau­ge­rä­ten oder gar einem Heiz­kör­per auf­stel­len. Jedes Grad Umge­bungs­tem­pe­ra­tur erhöht den Strom­ver­brauch des Gefrier­schranks. 

Pas­send dazu

Gefrier­schrank anschlie­ßen: So geht’s

Nach dem Auf­stel­len heißt esabwar­ten. Ist die Ruhe­pha­se vor­bei, kannst du den Gefrier­schrank wie­der anschlie­ßen und die gewünsch­te Tem­pe­ra­tur ein­stel­len. Hast du die Ruhe­zeit ein­ge­hal­ten, soll­te das Gerät wie­der ruhig lau­fen und her­un­ter­küh­len. Das kann eine gan­ze Wei­le dau­ern: Bevor du wie­der Lebens­mit­tel ein­frie­ren kannst, soll­test du dem Gerät meh­re­re Stun­den oder bes­ser eine gan­ze Nacht Zeit geben, um auf Betriebs­tem­pe­ra­tur zu kom­men.

Mit etwas Pla­nung sicher an den neu­en Stand­ort

Der Trans­port eines Gefrier­schranks soll­te gut vor­be­rei­tet sein. Lie­gen­der oder ste­hen­der Trans­port, die Wahl des rich­ti­gen Auf­stel­lungs­or­tes und die Ein­hal­tung der Ruhe­zeit vor dem Wie­der­ein­schal­ten sind wich­ti­ge Fak­to­ren. Hältst du dich dar­an, wirst du noch lan­ge etwas von dei­nem Küchen­ge­rät haben. 

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.