Immer mehr Senio­ren besit­zen ein Smart­pho­ne. Mit den rich­ti­gen Apps wird das Mobil­te­le­fon zur ech­ten Hil­fe im All­tag. So kön­nen älte­re Smart­pho­ne-Nut­zer mit spe­zi­el­len Apps für Senio­ren zum Bei­spiel mit ihrer Fami­lie in Kon­takt blei­ben oder ihre (geis­ti­ge) Fit­ness trai­nie­ren. UPDATED stellt im Fol­gen­den eini­ge nütz­li­che Senio­ren-Apps vor.

Apps für ein­fa­che Kom­mu­ni­ka­ti­on

Kom­mu­ni­ka­ti­on ist auf dem Smart­pho­ne sehr viel­fäl­tig: Anru­fe, Sprach­nach­rich­ten, Video-Chats, SMS und ande­re Text­nach­rich­ten – alles ist mög­lich. Für Senio­ren kann das zur Her­aus­for­de­rung wer­den, wenn sie zum Bei­spiel Pro­ble­me haben, sich auf dem rela­tiv klei­nen Smart­pho­ne-Dis­play zurecht­zu­fin­den. Hier kom­men spe­zi­el­le Apps ins Spiel, die die Kom­mu­ni­ka­ti­on via Smart­pho­ne ver­ein­fa­chen.

“Speech­Tex­ter”: Wenn das Tip­pen auf der klei­nen Tas­ta­tur schwer­fällt

Eine hilf­rei­che Senio­ren-App ist “Speech­Tex­ter”. Die Anwen­dung wan­delt gespro­che­nen in geschrie­be­nen Text um und hilft zum Bei­spiel dabei, SMS und E‑Mails zu ver­schi­cken, ohne selbst tip­pen zu müs­sen.

Das kann “Speech­Tex­ter”:

  • Ein Tipp auf die Mikro­fon-Tas­te star­tet eine neue Auf­nah­me. Der Text wird ein­ge­spro­chen und anschlie­ßend von der App umge­wan­delt.
  • Ein benut­zer­de­fi­nier­tes Wör­ter­buch ermög­licht es, indi­vi­du­el­le Befeh­le für Inter­punk­ti­ons­zei­chen, Tele­fon­num­mern, Adres­sen und mehr in der App zu hin­ter­le­gen.
  • Die App kann auch off­line genutzt wer­den. Dazu las­sen sich die benö­tig­ten Sprach­pa­ke­te her­un­ter­la­den.
  • Ins­ge­samt unter­stützt “Speech­Tex­ter” mehr als 60 ver­schie­de­ne Spra­chen im Online-Modus, off­line ste­hen der­zeit zwölf Sprach­pa­ke­te zur Ver­fü­gung.

Die App “Speech­Tex­ter” ist kos­ten­los für Andro­id und als online­ba­sier­te Web-App ver­füg­bar.

“Sky­pe”: Wohnt die Fami­lie weit weg, kann man sich trotz­dem sehen und spre­chen

“Sky­pe – kos­ten­lo­se Anru­fe” ist eine prak­ti­sche Anwen­dung für Video­te­le­fo­nie sowie für Sofort- und Sprach­nach­rich­ten. Sie kann auch Senio­ren dabei hel­fen, mit Kin­dern und Enkel­kin­dern in Kon­takt zu blei­ben.

Das kann “Sky­pe”:

  • Die App unter­stützt Audio- und Video­an­ru­fe, Letz­te­res sogar in HD-Qua­li­tät.
  • Grup­pen­an­ru­fe und ‑Chats mit bis zu 50 Teil­neh­mern sind mög­lich.
  • Echt­zeit­un­ter­ti­tel hel­fen beim Ver­ständ­nis.
  • Der “Skype”-Translator über­setzt Sprach­an­ru­fe in acht Spra­chen, Chats in mehr als 50 Spra­chen – alles in Echt­zeit.
  • Fotos, Vide­os und ande­re Datei­en bis zu 300 MB kön­nen über die Anwen­dung geteilt wer­den, auch wäh­rend eines lau­fen­den Anrufs.
  • Anru­fe las­sen sich auf­zeich­nen und für 30 Tage im “Skype”-Chat spei­chern.
  • Von “Sky­pe” zu “Sky­pe” sind Anru­fe kos­ten­los.
  • Für Gesprä­che zwi­schen “Sky­pe” und ande­ren End­ge­rä­ten (zum Bei­spiel Fest­netz- oder Mobil­te­le­fon) wer­den Gebüh­ren fäl­lig.

“Sky­pe” ist kos­ten­los für iOS, Andro­id und Win­dows Pho­ne ver­füg­bar. Zusätz­lich steht die App als Desk­top-Anwen­dung für Win­dows, Mac und Linux zur Ver­fü­gung.

Für Fort­ge­schrit­te­ne: Wei­te­re Instant Mes­sen­ger

Wer sich mit Instant Mes­sen­gern wie Sky­pe und Co. längst ange­freun­det hat, der hat im App und Play Store inzwi­schen eine gro­ße Aus­wahl. Neben dem Markt­füh­rer Whats­App gibt es zahl­rei­che wei­te­re Mes­sen­ger, die Chats, Anru­fe und Video­te­le­fo­nie anbie­ten. Wel­che das sind und was sie kön­nen, erklärt UPDATED im fol­gen­den Rat­ge­ber.

Senio­ren-Apps rund um die Gesund­heit

Gesund­heit ist für vie­le Senio­ren ein wich­ti­ges The­ma. In einer frem­den Stadt die nächs­te Apo­the­ke fin­den? Mit Apps heut­zu­ta­ge kein Pro­blem. Sogar für medi­zi­ni­sche Not­fäl­le gibt es Apps, die im Ernst­fall schnell Hil­fe rufen kön­nen.

Die­se Apps erin­nern an die Medi­ka­men­ten­ein­nah­me

Apps wie “MyThe­ra­py Tablet­ten Erin­ne­rung” und “Arz­nei & Medi­ka­men­te Alarm” sor­gen dafür, dass die Ein­nah­me wich­ti­ger Medi­ka­men­te nicht in Ver­ges­sen­heit gerät.

  • “MyThe­ra­py” ist kos­ten­los für iOS und Andro­id ver­füg­bar.
  • “Arz­nei & Medi­ka­men­te Alarm” gibt es eben­falls kos­ten­los für iOS und Andro­id, ent­hält aber In-App-Käu­fe.

“Apo­the­ke vor Ort”: Der Apo­the­ken­fin­der

Wo ist bloß die nächs­te Apo­the­ke? Nicht nur im Urlaub, auch am Wohn­ort kann sich die­se Fra­ge mit­un­ter stel­len. Etwa am Wochen­en­de oder außer­halb der regu­lä­ren Öff­nungs­zei­ten, wenn nur noch der Apo­the­ken­not­dienst geöff­net hat. Hier hilft die App “Apo­the­ke vor Ort”.

Das kann die App:

  • Die App lis­tet Not­diensta­po­the­ken nach Ent­fer­nung auf. Auch Lage- und Anfahrts­plä­ne zur gewünsch­ten Apo­the­ke lie­fert die Anwen­dung.
  • Der inte­grier­te Medi­ka­men­ten-Scan­ner zeigt den Bei­pack­zet­tel eines Arz­nei­mit­tels digi­tal auf dem Smart­pho­ne an.
  • Ein Wech­sel­wir­kungs-Check hilft dabei, ver­schie­de­ne Medi­ka­men­te auf ihre gegen­sei­ti­ge Ver­träg­lich­keit zu über­prü­fen.
  • Arz­nei­mit­tel kön­nen via App in der gewünsch­ten Apo­the­ke reser­viert wer­den. Auch Rezep­te las­sen sich abfo­to­gra­fie­ren und an die Apo­the­ke schi­cken. Bei­des gilt nur für Apo­the­ken, die die­sen Ser­vice unter­stüt­zen.

Die App “Apo­the­ke vor Ort” ist kos­ten­los für iOS und Andro­id ver­füg­bar.

“Toi­let­ten Scout”: Für den etwas ande­ren Not­fall

Die App “Toi­let­ten Scout” kann bei drin­gen­den mensch­li­chen Bedürf­nis­sen sehr hilf­reich sein. Sie zeigt öffent­li­che Toi­let­ten in der Umge­bung auf dem Smart­pho­ne an – und zwar welt­weit an über 2.000.000 Stand­or­ten. Dank Bewer­tungs­funk­ti­on ist zudem ein­seh­bar, in wel­chem Zustand die Toi­let­ten sind.

Die App “Toi­let­ten Scout” ist kos­ten­pflich­tig für iOS und Andro­id ver­füg­bar.

“Mein Not­ruf”: Schnel­le Hil­fe rund um die Uhr

Die App “Mein Not­ruf” wird von ihren Ent­wick­lern als “mobi­ler Schutz­en­gel” bezeich­net. Das zen­tra­le Ele­ment ist ein gro­ßer Not­ruf-But­ton, der im Ernst­fall einen Hil­fe­ruf abset­zen kann.

Das kann “Mein Not­ruf”:

  • Ein Tipp auf den Alarm-But­ton löst einen Not­ruf aus, der an die rund um die Uhr besetz­te Zen­tra­le von “Mein Not­ruf” wei­ter­ge­lei­tet wird.
  • Es ist nicht zwin­gend nötig, etwas zu sagen. Die Not­ruf­zen­tra­le lei­tet alles Nöti­ge in die Wege.
  • Der Stand­ort des Smart­pho­nes wird per GPS, WLAN-Daten und GSM-Funk­zel­len­or­tung bestimmt und an die Ein­satz­kräf­te über­mit­telt.

“Mein Not­ruf” ist als kos­ten­lo­se Test­ver­si­on für iOS und Andro­id ver­füg­bar. Möch­test du ech­te Not­ru­fe abset­zen, ist dafür die Frei­schal­tung eines kos­ten­pflich­ti­gen Abos per In-App-Kauf nötig.

“Blut­druck”: Die­se App behält den Über­blick

Apps kön­nen Senio­ren dabei hel­fen, auf die eige­ne Gesund­heit zu ach­ten. So lässt sich bei­spiels­wei­se der Blut­druck mit­hil­fe der gleich­na­mi­gen App mes­sen und pro­to­kol­lie­ren. Eine sol­che Über­sicht kann zum Bei­spiel im Fall von Herz­pro­ble­men für einen Arzt sehr hilf­reich sein.

“Blut­druck” ist kos­ten­los für iOS und Andro­id ver­füg­bar, ent­hält aller­dings In-App-Käu­fe.

Apps für senio­ren­ge­rech­te Fit­ness – men­tal und kör­per­lich

Wer ras­tet, der ros­tet – das gilt nicht nur für die kör­per­li­che Fit­ness, son­dern auch für die grau­en Zel­len. Zum Glück gibt es zahl­rei­che Apps, die das Smart­pho­ne zu einem ech­ten Trai­nings­cen­ter für Kör­per und Geist machen.

“Lumo­si­ty: Dai­ly Brain Games”: Gehirn-Jog­ging für men­ta­le Fit­ness

Wem ein­fa­che Kreuz­wort­rät­sel- und Sudo­ku-Apps nicht rei­chen, der erhält mit “Lumo­si­ty” eine umfang­rei­che Anwen­dung für das Gehirn-Jog­ging mit dem Smart­pho­ne.

Das kann “Lumo­si­ty”:

  • Mehr als 25 unter­schied­li­che, täg­lich wech­seln­de Rät­sel­spie­le von Puz­zles bis Mathe­auf­ga­ben sor­gen für Abwechs­lung.
  • Ver­schie­de­ne Work­out-Modi bie­ten für jeden das rich­ti­ge Level.
  • Spiel­stär­ken und ‑schwä­chen sowie kogni­ti­ve Mus­ter las­sen sich in der App detail­liert ein­se­hen und ana­ly­sie­ren.
  • Medi­ta­ti­ons­übun­gen ver­hel­fen zu mehr Acht­sam­keit im All­tag.

Die App ist kos­ten­los für iOS und Andro­id ver­füg­bar. Die Anwen­dung ent­hält jeweils die Opti­on auf In-App-Käu­fe. Zusätz­lich kannst du eine kos­ten­lo­se Desk­top-Ver­si­on nut­zen (Anmel­dung erfor­der­lich).

Tipp: Ganz ähn­lich funk­tio­niert die App “Neu­ro­Na­ti­on – Gehirn­jog­ging & Gedächt­nis­trai­ner”. Die Anwen­dung steht kos­ten­los für iOS und Andro­id zur Ver­fü­gung und ent­hält jeweils die Opti­on auf In-App-Käu­fe.

“Ratio­pharm Rücken­schu­le”: Für einen star­ken Rücken

Rücken­pro­ble­me neh­men im Alter oft zu. Doch hier lässt sich vor­beu­gen – und zwar mit der rich­ti­gen App. Die “Ratio­pharm Rücken­schu­le” ver­eint prä­ven­ti­ve Übun­gen mit zahl­rei­chen Infos rund um einen star­ken Rücken.

Das bie­tet die App:

  • 24 Vide­os mit pro­fes­sio­nel­len Fit­ness­trai­nern zei­gen ein­fa­che Übun­gen, die sowohl für zuhau­se als auch für unter­wegs geeig­net sind.
  • Infor­ma­tio­nen rund um den Rücken und zu mög­li­chen Schmer­zen sowie The­ra­pie­mög­lich­kei­ten sor­gen für Auf­klä­rung.
  • Eine Such­funk­ti­on für Apo­the­ken hilft bei der Ori­en­tie­rung, falls star­ke Rücken­schmer­zen mit Medi­ka­men­ten the­ra­piert wer­den müs­sen.

Die App “Ratio­pharm Rücken­schu­le” ist kos­ten­los für iOS und Andro­id ver­füg­bar.

Die rich­ti­gen Apps kön­nen Senio­ren im All­tag eine ech­te Hil­fe sein

Egal, ob Kom­mu­ni­ka­ti­on, Gesund­heit oder kör­per­li­che und geis­ti­ge Fit­ness: Mit den rich­ti­gen Apps kann ein Smart­pho­ne den All­tag von Senio­ren merk­lich erleich­tern. So rücken bei­spiels­wei­se die weit ent­fern­ten Ver­wand­ten dank Video­te­le­fo­nie wie­der ein Stück näher und die nächs­te geöff­ne­te Apo­the­ke ist auch am Wochen­en­de schnell gefun­den. Kur­ze, ange­lei­te­te Übun­gen und Rät­sel­spie­le hal­ten Kör­per und Geist fit, was ganz neben­bei für mehr Lebens­qua­li­tät sorgt.

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