Den Lap­pen ein­tau­chen, aus­wrin­gen, wischen – und wie­der von vor­ne … Das Rei­ni­gen der Böden in dei­ner Woh­nung ist jedes Mal eine Qual? Dann wäre ein Wischro­bo­ter viel­leicht eine sinn­vol­le Inves­ti­ti­on für dich. Der klei­ne Hel­fer kann dir eine Men­ge Arbeit abneh­men. Ach so, Staub­saugen magst du auch nicht? Falls du nicht eh schon einen besitzt, könn­test du über­le­gen, dir einen Saug­ro­bo­ter mit kom­bi­nier­ter Wisch­funk­ti­on zuzu­le­gen. UPDATED erklärt, was genau einen Wischro­bo­ter von einem Saug­ro­bo­ter unter­schei­det, wel­che Kom­bi­na­ti­ons­mo­del­le es gibt und wel­che Funk­tio­nen die Gerä­te bie­ten.

Wischro­bo­ter vs. Saug­ro­bo­ter mit Wisch­funk­ti­on: Was unter­schei­det sie?

Wer über­legt, sich einen smar­ten Hel­fer für die Rei­ni­gung der Fuß­bö­den zuzu­le­gen, steht vor der Ent­schei­dung: Soll es ein rei­ner Wischro­bo­ter sein oder doch lie­ber eine Kom­bi, also Saug­ro­bo­ter mit Wisch­funk­ti­on?

Denn wäh­rend der Wischro­bo­ter aus­schließ­lich auf Feucht- und Tro­cken­wi­schen spe­zia­li­siert ist, kannst du mit dem Saug-Wischro­bo­ter zwei Flie­gen mit einer Klap­pe schla­gen. Zuerst erle­digt das cle­ve­re Gerät die Sau­gar­beit. Anschlie­ßend nimmst du den Staub­be­häl­ter her­aus und tauschst ihn gegen einen Was­ser­tank zum Wischen aus.

Wie funk­tio­nie­ren Saug-Wischro­bo­ter?

Im Prin­zip ist die Funk­ti­ons­wei­se von rei­nen Wischro­bo­tern und Saug­ro­bo­tern mit Wisch­funk­ti­on gleich: Vor dem Ein­satz füllst du den im Robo­ter ent­hal­te­nen Was­ser­tank auf und setzt ihn wie­der in das Gerät ein. Ach­te hier­bei dar­auf, ob der Robo­ter nur mit purem Was­ser put­zen darf, oder ob du auch Rei­ni­gungs­mit­tel dazu­ge­ben kannst. In man­chen Fäl­len kann durch die aggres­si­ven Putz­mit­tel die Tech­nik des Robo­ters beschä­digt wer­den.

Dann kann die Putz­tour des Robo­ters los­ge­hen. Nach­dem du ihn ein­ge­schal­tet hast, tränkt er die mit­ge­lie­fer­ten Wisch­tü­cher – in der Regel han­delt es sich um wasch­ba­re Micro­fa­ser­lap­pen, es gibt aber auch Gerä­te mit Ein­weg­tü­chern – selbst­stän­dig mit Was­ser und macht sich an die Rei­ni­gung. Eini­ge Model­le arbei­ten auch mit Rei­ni­gungs­rol­len.

Es gibt Wischro­bo­ter auf Rädern, die Was­ser über die Front­dü­sen vor sich auf den Boden sprit­zen und dann mit den mon­tier­ten Wisch­tü­chern eini­ge Male über die Stel­le fah­ren. Ande­re Gerä­te haben gar kei­ne Räder. Statt­des­sen bewe­gen sie sich über die Wisch­lap­pen fort, die an ihrer Unter­sei­te befes­tigt sind. Das hat den Vor­teil, dass sie mit ihrem Eigen­ge­wicht put­zen, wodurch auch stär­ke­re Ver­schmut­zun­gen besei­tigt wer­den kön­nen.

Wie der Robo­ter erkennt, wo er put­zen soll? Vie­le Model­le haben inte­grier­te Sen­so­ren, die ihnen sagen, wenn sie sich Wän­den oder Möbeln nähern. Teil­wei­se kann die­se Sen­so­rik auch unter­schied­li­che Boden­ty­pen erken­nen, sodass der Wischro­bo­ter nicht ver­se­hent­lich den Tep­pich rei­nigt. Die Wahr­neh­mung von bereits geputz­ten Flä­chen dage­gen funk­tio­niert von Gerät zu Gerät unter­schied­lich gut.

Das soll­test du vor dem Kauf eines (Saug-)Wischroboters beach­ten

Nach­dem du nun die all­ge­mei­ne Funk­ti­ons­wei­se von Wischro­bo­tern kennst, kannst du ent­schei­den, wel­che Kri­te­ri­en für dich beim Kauf beson­ders rele­vant sind. Fol­gen­de Fra­gen spie­len eine Rol­le:

  • Wel­che Böden sol­len gerei­nigt wer­den? Bei­spiels­wei­se kön­nen emp­find­li­che Holz­bö­den durch eine zu nas­se Rei­ni­gung auf­quel­len. Für eine Alt­bau­woh­nung mit edlen Par­kett­bö­den brauchst du also ein Modell, das tro­cken wischt oder ein spe­zi­el­les Rei­ni­gungs­pro­gramm für emp­find­li­che Böden mit­bringt.
  • Wie groß ist die zu rei­ni­gen­de Flä­che? Die Akku­lauf­zeit von Wischro­bo­tern und Saug-Wischro­bo­tern ist ver­schie­den. In der Regel hält die Bat­te­rie etwa 80 bis 100 Minu­ten. Hast du eine gro­ße Woh­nung oder gar ein Haus, ist es rat­sam, ein Gerät mit star­kem Akku zu wäh­len.
  • Wel­che Zusatz­funk­tio­nen soll das Gerät haben? Man­che Putz­ro­bo­ter kannst du via App steu­ern und somit ein- und aus­schal­ten, wenn du nicht zu Hau­se bist. In eini­gen Fäl­len las­sen sich sol­che Model­le auch ins haus­ei­ge­ne WLAN inte­grie­ren und womög­lich sogar mit ande­ren smar­ten Gerä­ten wie einem sepa­ra­ten Saug­ro­bo­ter ver­net­zen. Via App kannst du Putz­plä­ne manu­ell fest­le­gen und hast durch das Smart­pho­ne auch die Kon­trol­le, wie der Akkustand der Maschi­ne ist. Bei man­chen Model­len kannst du über einen Raum­plan sogar live mit­ver­fol­gen, wie weit die Rei­ni­gung schon fort­ge­schrit­ten ist.
  • Wel­che Aus­stat­tung soll im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten sein? Eini­ge Wischro­bo­ter brin­gen eine Lade­sta­ti­on mit, ande­re nur ein Kabel, um den Akku auf­zu­la­den. Auch spe­zi­el­le Wisch­tü­cher, Bürs­ten und Uten­si­li­en für die Pfle­ge des Geräts kön­nen im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten sein.
  • Wie lässt sich der Wischro­bo­ter steu­ern? Ent­we­der kannst du das Gerät bequem vom Smart­pho­ne aus per App steu­ern oder es liegt eine Fern­be­die­nung bei. Eini­ge Robo­ter müs­sen auch manu­ell über ein Dis­play bedient wer­den.
  • Wie laut ist der Robo­ter? So groß sei­ne Rei­ni­gungs­kraft auch sein mag, ein Putz­ro­bo­ter kann ganz schön ner­ven, wenn sein Antriebs­mo­tor lau­te Geräu­sche von sich gibt. In der Regel sind Wischro­bo­ter aber lei­ser als Saug­ro­bo­ter.
  • Hast du sehr vie­le sehr nied­ri­ge Möbel? Auch die Höhe des Robo­ters spielt eine Rol­le, vor allem wenn du vie­le nied­ri­ge Möbel besitzt. Um unter Sofas, Schrän­ke und Co. zu kom­men und dort rei­ni­gen zu kön­nen, darf das Gerät nicht zu hoch sein.
  • Leben All­er­gi­ker im Haus­halt? Es gibt Wisch- und Putz­ro­bo­ter, die spe­zi­ell für All­er­gi­ker geeig­net sind. In die­sem Fall soll­te ein HEPA-Fil­ter ver­baut sein.

Saug-Wischro­bo­ter rich­tig pfle­gen

Damit dir dein Wischro­bo­ter oder Saug­ro­bo­ter mit Wisch­funk­ti­on lan­ge Freu­de berei­tet, soll­test du bei der Rei­ni­gung und Pfle­ge ein paar Din­ge beach­ten:

  • Wechs­le und wasche die Wisch­tü­cher regel­mä­ßig, um ein opti­ma­les Rei­ni­gungs­er­geb­nis zu erzie­len. Beach­te dabei aber die Pfle­ge­hin­wei­se für die Tücher: Eini­ge Lap­pen sind wasch­ma­schi­nen­fest, ande­re dür­fen nur per Hand gewa­schen wer­den.
  • Spü­le den Was­ser­tank regel­mä­ßig mit hei­ßem Was­ser aus und rei­ni­ge ihn, um schlech­te Gerü­che und Kei­m­ent­wick­lung zu ver­hin­dern. Von Vor­teil ist es hier, wenn sich der Tank ent­neh­men lässt. Das ist bei den meis­ten Model­len aber mitt­ler­wei­le die Regel. Ach­te bei der Rei­ni­gung des Was­ser­tanks außer­dem dar­auf, ob du nur hei­ßes Was­ser oder auch Spül- und Putz­mit­tel ver­wen­den darfst.
  • Lee­re den Was­ser­tank nach der Benut­zung des Wischro­bo­ters, um zu ver­mei­den, dass die­ser aus­läuft, wäh­rend das Gerät steht.
  • Es scha­det nicht, den Wischro­bo­ter gele­gent­lich auch von außen mit einem leicht ange­feuch­te­ten Micro­fa­ser­tuch abzu­wi­schen.

Die­se Model­le gibt es

Wischro­bo­ter bzw. Saug­ro­bo­ter mit Wisch­funk­ti­on gibt es mitt­ler­wei­le eini­ge auf dem Markt. Wir stel­len dir ein paar Model­le vor.

Braa­va m6138 von iRo­bot

Der Wischro­bo­ter Braa­va m6138 von iRo­bot ran­giert zwar schon im höhe­ren Preis­seg­ment, leis­tet dafür aber auch über­durch­schnitt­lich viel. Das Gerät beherrscht Nass- und Tro­cken­wi­schen. Dafür fin­den sich unter­schied­li­che Rei­ni­gungs­tü­cher im Lie­fer­um­fang. Auch eine Lade­sta­ti­on ist dabei, zu der der Braa­va auto­ma­tisch zurück­kehrt, wenn der Akku schwach wird. Das dau­ert aber eine Wei­le: Denn eine Ladung reicht für rund 100 Qua­drat­me­ter.

Wirk­lich smart macht den Wischro­bo­ter die soge­nann­te Imprint-Tech­no­lo­gie, die es ermög­licht, dass sich die Maschi­ne mit ande­ren Smart-Home-Gerä­ten ver­netzt. Dass die (Sprach-)Steuerung und Zeit­pla­nung per App mög­lich ist, ver­steht sich dabei fast von selbst. Auch mit Ale­xa und dem Goog­le Assi­stant ist der Braa­va m6138 kom­pa­ti­bel.

Die auto­ma­ti­sche Hin­der­nis­er­ken­nung funk­tio­niert bei die­sem Wischro­bo­ter eben­falls aus­ge­spro­chen gut. Er fährt die Räu­me ordent­lich in Bah­nen ab, lässt kei­nen Abstand zu Wän­den und besucht bereits geputz­te Stel­len sel­ten dop­pelt. Ver­wend­bar ist er auf Hart­bo­den und Par­kett.

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Pro 930 von DEEBOT

Der Pro 930 von DEEBOT ist ein Set aus zwei Kom­po­nen­ten: Ein hand­li­cher Akkus­taub­sauger, der zusätz­lich einen Saug­ro­bo­ter mit Wisch­funk­ti­on mit­bringt. Sau­gen und feucht­wi­schen kann das Gerät in einem Vor­gang. Die Feuch­tig­keits­stu­fe lässt sich dabei per App anpas­sen. Alle ande­ren Flä­chen, die nicht auf dem Boden lie­gen, kannst du leicht mit dem Akkus­taub­sauger errei­chen.

Die smar­te App ermög­licht es außer­dem, dein Zuhau­se zu scan­nen und einen detail­ge­nau­en Plan davon digi­tal anzu­le­gen. So kannst du vom Büro oder von unter­wegs mit­ver­fol­gen, wie der Pro 930 dei­ne Woh­nung rei­nigt. Wenn der Akku nach rund 110 Qua­drat­me­tern lang­sam schwach wird, kehrt der Robo­ter von allein zu sei­ner Lade­sta­ti­on zurück.

Der Pro 930 ist so pro­gram­miert, dass er nur wäh­rend des Sau­gens auf Tep­pich­bö­den fährt. Beim Wischen lässt er die­se auto­ma­tisch aus. Die Infra­rot­sen­so­ren sor­gen gleich­zei­tig dafür, dass der Robo­ter Hin­der­nis­se und Stu­fen erkennt.

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Blue­bot XSmart Robo­tic von Blau­punkt

Der Blue­bot XSmart Robo­tic von Blau­punkt ist ein mul­ti­funk­tio­na­ler Saug­ro­bo­ter mit Feucht­wisch­funk­ti­on. Im Lie­fer­um­fang des Geräts sind eine Lade­sta­ti­on, zusätz­li­che Sei­ten­bürs­ten, Staub­fil­ter, zwei HEPA-Fil­ter für All­er­gi­ker sowie eine Fern­be­die­nung ent­hal­ten.

Der Blue­bot XSmart Robo­tic lässt sich aber auch per Sprach­be­fehl mit Ale­xa Voice Con­trol und App steu­ern. Über die Anwen­dung pro­gram­mierst du ganz ein­fach ein, an wel­chem Tag und zu wel­cher Uhr­zeit das Gad­get mit der Rei­ni­gung begin­nen soll. Anwe­send sein musst du dafür dann nicht mehr. Beson­ders prak­tisch: Mit­tels Magnet­strei­fen kannst du den zu put­zen­den Bereich fest­le­gen und ein­gren­zen. Bestimm­te “Tabu­zo­nen” betritt der Robo­ter dann nicht.

Der Blue­bot kehrt übri­gens allei­ne an sei­ne Lade­sta­ti­on zurück, wenn der Akku fast leer ist und setzt den Rei­ni­gungs­vor­gang nach dem Auf­la­den wei­ter fort. Davor hält die Bat­te­rie aber gan­ze 140 Minu­ten, was für rund 180 Qua­drat­me­ter reicht. Abtast‑, Kol­li­si­ons- und Distanz­sen­so­ren sor­gen dafür, dass der Robo­ter Hin­der­nis­sen erkennt. Soll­te er doch ein­mal kol­li­die­ren, kommt die Anti-Fest­fahr-Funk­ti­on zum Ein­satz.

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(Saug-)Wischroboter sind eine tol­le Ergän­zung

Aktu­ell sind Wischro­bo­ter zwar noch nicht in der Lage, das Rei­ni­gungs­er­geb­nis zu leis­ten, was manu­ell mit einem Mopp mög­lich ist. Bei beson­ders hart­nä­cki­gen Fle­cken wie zum Bei­spiel kleb­ri­gem Honig gera­ten die Maschi­nen der­zeit an ihre Gren­zen. Doch als Ergän­zung und hel­fen­de Hand im Haus­halt ist ein Wischro­bo­ter eine tol­le Inves­ti­ti­on: Der Robo­ter wischt den Groß­teil des Bodens, du bes­serst anschlie­ßend an eini­gen weni­gen Stel­len noch ein­mal nach.

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