Haushalt

Dau­nen­ja­cke rich­tig waschen und trock­nen – Tipps und Tricks

Gehen Sie beim Waschen und Trocknen der Daunenjacke richtig vor, bleibt sie schön bauschig und elastisch.

Wenn die kal­te Jah­res­zeit bevor­steht, kommt sie wie­der zum Ein­satz: die Dau­nen­ja­cke. Bei fros­ti­gen Tem­pe­ra­tu­ren hält sie schön warm und ist trotz­dem ange­nehm leicht zu tra­gen. Bei der Wäsche braucht das gute Stück aller­dings eine Son­der­be­hand­lung. In den UPDATED-Tipps erfah­ren Sie, wie Sie Ihre kusche­li­ge Dau­nen­ja­cke pro­blem­los in der hei­mi­schen Wasch­ma­schi­ne und dem Trock­ner rei­ni­gen können.

So rei­ni­gen Sie Ihre Dau­nen­ja­cke in der Waschmaschine

Dau­nen­ja­cken ste­hen für beson­de­ren Tra­ge­kom­fort. Wer sich für eine gute Dau­nen­ja­cke ent­schei­det, inves­tiert oft eine Men­ge Geld. Die­se Inves­ti­ti­on soll mög­lichst lan­ge hal­ten und Ihnen vie­le Jah­re Freu­de berei­ten – da ist die rich­ti­ge Rei­ni­gung essen­zi­ell. Wie Sie Ihre Dau­nen­ja­cke in der Maschi­ne waschen, erfah­ren Sie im Folgenden…

  1. Beach­ten Sie vor der Wäsche in jedem Fall das Pfle­ge­eti­kett Ihrer Dau­nen­ja­cke. Dau­nen las­sen sich in der Regel ohne Pro­ble­me in der Wasch­ma­schi­ne waschen. Ist Ihre Jacke nicht für die Maschi­ne geeig­net, liegt dies nicht an den Dau­nen, son­dern an einem ande­ren Mate­ri­al­be­stand­teil der Jacke. In die­sem Fall geben Sie das Klei­dungs­stück in die Rei­ni­gung oder waschen es mit der Hand.
  2. Behan­deln Sie grö­ße­re und hart­nä­cki­ge­re Fle­cken vor­her mit flüs­si­ger Gall­sei­fe, die auch für Wol­le und Sei­de geeig­net ist. Aus­wa­schen brau­chen Sie die Lau­ge nicht, das über­nimmt die Maschi­ne im Anschluss für Sie.
  3. Schlie­ßen Sie alle Reiß­ver­schlüs­se, und dre­hen Sie die Dau­nen­ja­cke auf links.
  4. Ihre Dau­nen­ja­cke benö­tigt bei der Rei­ni­gung viel Platz. Waschen Sie sie des­halb am Bes­ten ein­zeln. Die Wasch­ma­schi­ne soll­te ein Fas­sungs­ver­mö­gen von min­des­tens sechs Kilo­gramm haben, sodass sich die Jacke locker in der Trom­mel aus­brei­ten kann.
  5. Benut­zen Sie für die Wäsche ein flüs­si­ges Dau­nen­wasch­mit­tel aus der Dro­ge­rie oder dem Fach­han­del. Die­ses ist mil­der als ein her­kömm­li­ches Voll- oder Fein­wasch­mit­tel und greift die natür­li­che Fett­schicht der Dau­nen nicht an. Dosie­ren Sie es nach Herstellerangaben.
  6. Geben Sie kei­nen Weich­spü­ler zur Wäsche! Dadurch ver­kle­ben die Daunen.
  7. Legen Sie drei bis vier sau­be­re Ten­nis­bäl­le zu der Dau­nen­ja­cke in die Trom­mel. Die Bäl­le hal­ten die Dau­nen wäh­rend der Wäsche in Bewe­gung und ver­hin­dern ihr Verkleben.
  8. Waschen Sie die Dau­nen­ja­cke in einem Schon­pro­gramm bei 30 Grad mit hohem Was­ser­stand, damit der Stoff kom­plett in der Lau­ge schwimmt. Eini­ge Wasch­ma­schi­nen ver­fü­gen über ein spe­zi­el­les Rei­ni­gungs­pro­gramm für Dau­nen. Falls es Ihre Wasch­ma­schi­ne nicht hat, wäh­len Sie alter­na­tiv das Wasch­pro­gramm für Wol­le aus. Es eig­net sich auf­grund des hohen Was­ser­stands und des Extraspül­gangs beson­ders gut dafür. Ver­zich­ten Sie auf Spar­pro­gram­me mit zu gerin­ger Wasserzufuhr.
  9. Dau­nen­ja­cken sau­gen sich wäh­rend des Wasch­gangs mit Was­ser voll. Schleu­dern ist des­halb wich­tig – nur nicht zu stark. Stel­len Sie die Dreh­zahl auf 800 Umdre­hun­gen. Am Ende des Wasch­gangs scha­det Ihrer Jacke ein kur­zes Anschleu­dern, etwa zehn bis zwan­zig Sekun­den, mit höhe­rer Dreh­zahl aber nicht. Dazu stel­len Sie den Schal­ter an Ihrer Wasch­ma­schi­ne kurz auf “Schleu­dern”, wenn das Wasch­pro­gramm been­det ist. Die Dreh­zahl steht dabei auf 1000 bis 1200 Umdrehungen.
  10. Star­ten Sie nach dem Waschen einen zusätz­li­chen Spül­gang mit kla­rem Was­ser, um alle Lau­gen­res­te zu ent­fer­nen. Wäh­len Sie dazu die Funk­ti­on “Extra spü­len” aus.
  11. Hat der was­ser­ab­wei­sen­de Effekt Ihrer Dau­nen­ja­cke in letz­ter Zeit nach­ge­las­sen? Dann nut­zen Sie die Wäsche, um das Klei­dungs­stück zu imprä­gnie­ren. Dafür ver­wen­den Sie ent­we­der ein 2in1-Dau­nen­wasch­mit­tel oder einen flüs­si­gen Imprä­gnie­rer spe­zi­ell für Ihre Dau­nen­ja­cke, den Sie im Fach­han­del oder in der Dro­ge­rie bekom­men. Letz­te­ren geben Sie gemäß den Her­stel­ler­an­ga­ben nach dem Wasch­gang in die Wasch­mit­tel­kam­mer und star­ten die Maschi­ne in dem vom Her­stel­ler emp­foh­le­nen Waschprogramm.
  12. Nach dem Waschen ist die Dau­nen­ja­cke sehr schwer. Neh­men Sie sie vor­sich­tig aus der Maschi­ne, damit kei­ne Näh­te rei­ßen. Hal­ten Sie die Jacke dabei in waa­ge­rech­ter Lage. Sonst ver­rut­schen die Daunen.


Dau­ne vs. Feder – wo liegt der Unterschied?

Die Dau­nen sind der feins­te Teil des Gefie­ders. Im Gegen­satz zu Federn haben sie kei­ne Fah­ne und nur einen sehr kur­zen Kiel, der kaum sicht­bar ist. Statt­des­sen besitzt die Dau­ne eine dün­ne, beson­ders wei­che Struk­tur, die der einer Schnee­flo­cke ähnelt. Federn sind här­ter und fes­ter. Des­halb wach­sen die Dau­nen geschützt unter den Deck­fe­dern an Brust und Bauch der Vögel und sor­gen dort für eine beson­ders gute Wär­me­däm­mung. Das “Unter­kleid” des Feder­viehs ver­mag es, sowohl war­me Luft an der Haut­ober­flä­che ein­zu­schlie­ßen, als auch das Durch­drin­gen kal­ter Luft von außen zu ver­hin­dern. Eini­ge Vogel­ar­ten, etwa Lauf­vö­gel wie der Strauß, haben kei­ne Dau­nen. Für die Befül­lung von Jacken oder Bett­wä­sche wer­den Gän­se- und Enten­dau­nen verwendet. 

Dau­nen­ja­cken trock­nen, ohne zu verklumpen

Dau­nen­ja­cken trock­nen Sie am ein­fachs­ten im Trock­ner. So bekom­men sie ihre Elas­ti­zi­tät und ihr Volu­men schnel­ler zurück. Wenn Sie kei­nen Trock­ner besit­zen, soll­ten Sie für opti­ma­le Ergeb­nis­se bes­ser auf eine pro­fes­sio­nel­le Rei­ni­gung set­zen. Optio­nal fra­gen Sie in Ihrem umlie­gen­den Fami­li­en- und Bekann­ten­kreis, ob dort jemand im Besitz eines sol­chen Geräts ist. Es ist zwar mög­lich, die Dau­nen­ja­cke an der Luft trock­nen zu las­sen. Das Risi­ko ist dabei aber höher, dass die Dau­nen ver­klum­pen oder sich Stau­näs­se bil­det, die Fle­cken hin­ter­lässt. Trock­nen Sie Ihre Dau­nen­ja­cke den­noch an der Luft, beden­ken Sie, dass es meh­re­re Tage dau­ern kann, bis das gute Stück abso­lut tro­cken ist. Brei­ten Sie die Jacke lie­gend auf einem Wäsche­stän­der aus. Ein regel­mä­ßi­ges Auf­schüt­teln der Dau­nen, am ers­ten Tag etwa alle zwei Stun­den, ist sehr wich­tig. Durch Bewe­gung ver­mei­den Sie das Ver­klum­pen der Dau­nen. Unkom­pli­zier­ter geht es mit dem Wäschetrockner:

  1. Ent­neh­men Sie dem Pfle­ge­eti­kett an Ihrer Dau­nen­ja­cke, ob sie für den Trock­ner geeig­net ist.
  2. Die Dau­nen­ja­cke braucht auch beim Trock­nen viel Platz. Der Wäsche­trock­ner soll­te des­halb eben­falls ein Fas­sungs­ver­mö­gen von min­des­tens sechs Kilo­gramm haben, um die Jacke in der Trom­mel aus­zu­brei­ten. Trock­nen Sie die Jacke einzeln.
  3. Geben Sie drei bis vier sau­be­re Ten­nis­bäl­le, die nicht abfär­ben, mit in die Trock­ner­trom­mel. Sie wir­beln die Dau­nen auf, wäh­rend der Trock­ner in Betrieb ist, und ver­hin­dern ihr Ver­klum­pen. Optio­nal kön­nen Sie auch Trock­ner­bäl­le einsetzen.
  4. Stel­len Sie Ihren Trock­ner auf eine Tem­pe­ra­tur zwi­schen 30 und 60 Grad ein. Ein Tro­cken­gang soll­te zwi­schen 40 und 60 Minu­ten dauern.
  5. Nach dem ers­ten Tro­cken­gang las­sen Sie Ihre Dau­nen­ja­cke eine Stun­de an der Luft trock­nen, indem Sie sie lie­gend auf einem Wäsche­stän­der aus­brei­ten. Anschlie­ßend star­ten Sie einen zwei­ten Tro­cken­gang mit den­sel­ben Ein­stel­lun­gen wie im ersten.
  6. Prü­fen Sie danach Ihre Dau­nen­ja­cke. Fühlt sie sich noch klamm, feucht oder gar nass an? Dann star­ten Sie einen wei­te­ren Trock­ner­gang mit den genann­ten Ein­stel­lun­gen. Star­ten Sie den Trock­ner lie­ber ein­mal zu viel als zu wenig.
  7. Hän­gen Sie die Jacke zum Schluss min­des­tens 24 Stun­den zum Trock­nen an die Luft. Rest­feuch­tig­keit sorgt dafür, dass die Dau­nen einen unan­ge­neh­men Geruch anneh­men oder gar schimmeln.
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Die rich­ti­ge Pfle­ge für Ihre Daunenjacke

Das Waschen und Trock­nen Ihrer Dau­nen­ja­cke kos­tet zwar etwas Zeit, aber wenn Sie eini­ge Hin­wei­se beach­ten, kann dabei nichts schief­ge­hen. All­zu häu­fig soll­ten Sie die Jacke nicht nass rei­ni­gen. Denn jeder Wasch­gang ent­zieht den Dau­nen etwas von ihrer natür­li­chen Fett­schicht. Die Fett­schicht sorgt für die Bausch­kraft und die Elas­ti­zi­tät der Dau­nen. Waschen Sie die Jacke des­halb nur in der Maschi­ne, wenn sie unan­ge­nehm riecht oder grö­ße­re Ver­schmut­zun­gen sicht­bar sind. Lagern Sie Ihr Klei­dungs­stück lie­ber stets sau­ber und tro­cken, und lüf­ten Sie es nach dem Tra­gen gründ­lich aus. Berei­che wie die Ärmel oder der Kra­gen, die schnel­ler dre­ckig wer­den, rei­ni­gen Sie mit einem wei­chen, feuch­ten Schwamm. Ein­zel­ne Fle­cken behan­deln Sie mit etwas Gall­sei­fe, las­sen die­se je nach Stär­ke der Ver­schmut­zung ein­wir­ken und waschen sie anschlie­ßend aus. So behal­ten die Dau­nen in Ihrer Jacke lan­ge ihre Bausch­kraft und hal­ten Sie im Win­ter schön warm.

Mehr zum The­ma Waschen fin­den Sie auch im Rat­ge­ber “Rich­tig waschen – das 1x1 des Wäsche­wa­schens”.

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