Der Duft von frisch­ge­ba­cke­nem Kuchen – es gibt kaum einen schö­ne­ren Geruch in der Küche. Doch in letz­ter Zeit riecht es eher unan­ge­nehm, wenn du einen Kuchen, Auf­lauf oder Bra­ten zube­rei­test. Bei UPDATED erfährst du, wor­an es lie­gen kann, dass dein Back­ofen stinkt, und was du dage­gen tun kannst.

Back­ofen stinkt: So fin­dest du das Pro­blem

Wenn der Back­ofen stinkt, gilt es zunächst, die Ursa­che für den Geruch zu fin­den. In aller Regel kom­men drei ver­schie­de­ne Grün­de in Fra­ge.

Ist der Back­ofen neu?

Brand­neue Back­öfen erzeu­gen wäh­rend des Betriebs unan­ge­neh­me Gerü­che, wenn sie vor der ers­ten Nut­zung nicht ord­nungs­ge­mäß ein­ge­brannt wur­den. Bei die­sem Vor­gang wer­den Lacke, Fet­te und Polier­pas­ten weg­ge­brannt, die bei der Aus­lie­fe­rung in klei­nen Men­gen im Inne­ren des Ofens vor­han­den sind.

Haben sich Essens­res­te fest­ge­setzt?

Wenn älte­re Öfen im Betrieb stin­ken, liegt das häu­fig an hart­nä­cki­gen Essens­res­ten am Boden oder Fett­sprit­zern hin­ter den Heiz­stä­ben. Sie wer­den bei jeder Inbe­trieb­nah­me des Ofens noch wei­ter ver­brannt – und sor­gen dadurch für unan­ge­neh­me Gerü­che. Die Schwie­rig­keit: Dreck hin­ter den oft­mals schwer zugäng­li­chen Heiz­stä­ben lässt sich nicht ohne Wei­te­res ent­fer­nen. Eben­falls pro­ble­ma­tisch sind Rück­stän­de von Nah­rungs­mit­teln, die sich bereits ein­ge­brannt haben und mit der nor­ma­len Rei­ni­gung nicht mehr zu ent­fer­nen sind.

Sind Res­te von Putz­mit­teln im Back­ofen?

Bist du bei der Rei­ni­gung des Back­ofens mal über das Ziel hin­aus­ge­schos­sen? Ver­blei­ben Res­te von Rei­ni­gungs­mit­teln im Back­ofen, kön­nen die­se eben­so für Gestank in der Küche sor­gen, sobald der Ofen ange­schal­tet wird. In die­sem Fall ist es rat­sam, den Back­ofen umge­hend aus­zu­schal­ten, ihn aus­küh­len zu las­sen und erneut zu rei­ni­gen, bis alle Res­te ent­fernt sind.

Putz­schwäm­me kön­nen beim Rei­ni­gen des Back­ofens win­zig klei­ne Kunst­stoff­par­ti­kel ver­lie­ren, die bei Benut­zung des Ofens ver­bren­nen und einen bei­ßen­den Gestank ver­ur­sa­chen. Hier bleibt dir nichts ande­res übrig, als den Back­ofen erneut aus­zu­bren­nen, um alle Rück­stän­de los­zu­wer­den.

Gerü­che los­wer­den: Gründ­lich rei­ni­gen, Ein- oder Aus­bren­nen

Je nach­dem, was die Ursa­che für die unan­ge­neh­men Gerü­che aus dei­nem Back­ofen ist, kom­men unter­schied­li­che Lösungs­we­ge infra­ge.

Stinkt ein nagel­neu­er Back­ofen, muss er ord­nungs­ge­mäß ein­ge­brannt wer­den. Stin­ken älte­re Back­öfen, weil sich Rück­stän­de von Nah­rungs- oder Putz­mit­teln fest­ge­setzt haben, hilft nur eine gründ­li­che Rei­ni­gung. Sind Kunst­stoff­par­ti­kel, zum Bei­spiel von Putz­schwäm­men, die Ursa­che für den unan­ge­neh­men Geruch, soll­test du den Back­ofen aus­bren­nen. Das Aus­bren­nen funk­tio­niert genau­so wie das Ein­bren­nen, bezeich­net den Vor­gang aller­dings bei einem nicht mehr neu­en Back­ofen.

Wie das alles genau funk­tio­niert, erklärt UPDATED im Fol­gen­den.

Schritt-für-Schritt: Neu­en Back­ofen ein­bren­nen

Jeder neue Back­ofen soll­te ein­ge­brannt wer­den, bevor du zum ers­ten Mal Lebens­mit­tel dar­in zube­rei­test. So gehst du dazu vor:

Wich­tig: Schau zuvor in die Gebrauchs­an­lei­tung dei­nes Back­ofens. Soll­ten sich hier abwei­chen­de Anga­ben zum Ein­bren­nen fin­den, fol­ge der Anlei­tung des Her­stel­lers.

  1. Ent­fer­ne alle Ble­che und Ros­te aus dem Gerät.
  2. Wische den Ofen mit einem feuch­ten Mikro­fa­ser­tuch aus.
  3. Lass das Gerät 30 Minu­ten lang bei 250 Grad Ober-/Un­ter­hit­ze lau­fen.
  4. Stel­le auf Umluft, sofern die­se Funk­ti­on vor­han­den ist.
  5. Stel­le den Tem­pe­ra­tur­reg­ler auf null und lass die Umluft wei­ter lau­fen.
  6. Öff­ne die Ofen­tür und das Küchen­fens­ter und ver­las­se den Raum.
  7. Sobald der Ofen aus­ge­kühlt ist, wische ihn gründ­lich mit Zitro­nen­was­ser aus (fünf Ess­löf­fel Zitro­nen­saft auf eine Tas­se Was­ser).

Back­ofen gründ­lich rei­ni­gen

Haben sich Essens­res­te ein­ge­brannt oder Fett­sprit­zer hin­ter den Heiz­ele­men­ten fest­ge­setzt, kommst du um eine gründ­li­che Rei­ni­gung des Geräts nicht her­um. Das Bes­te: Oft rei­chen Haus­mit­tel völ­lig aus. Die­se Mög­lich­kei­ten hast du:

Haus­mit­tel-Pas­te für hart­nä­cki­ge Ver­krus­tun­gen

  1. Mische ein Tüt­chen Back­pul­ver mit drei Ess­löf­feln Was­ser.
  2. Tra­ge die Pas­te auf die Ver­krus­tun­gen auf und lass sie 30 Minu­ten lang ein­wir­ken.
  3. Ent­fer­ne den Schmutz und die Pas­te mit kla­rem Was­ser.

Ver­schmut­zun­gen mit Dampf­rei­ni­ger los­wer­den

  1. Mische zwei gro­ße Tas­sen Was­ser mit zehn Ess­löf­feln Zitro­nen­saft.
  2. Gib das Zitro­nen­was­ser in eine gro­ße Auf­lauf­form.
  3. Stell die Auf­lauf­form auf die unters­te Schie­ne des Ofens und lass das Zitro­nen­was­ser 15 Minu­ten lang bei 200 Grad ver­damp­fen.
  4. Lass den Ofen aus­küh­len wische ihn mit einem feuch­ten Lap­pen aus, um alle rest­li­chen Ver­schmut­zun­gen zu ent­fer­nen.

Back­ofen­spray rich­tig ein­set­zen

  1. Öff­ne das Küchen­fens­ter.
  2. Sprü­he den Innen­raum des Back­ofens mit Back­ofen­spray ein. Ach­tung: Spa­re das Git­ter des Umluft­ven­ti­la­tors an der Rück­wand und die Heiz­stä­be an der Ober­sei­te aus!
  3. Lass das Mit­tel 30 Minu­ten ein­wir­ken. (Hal­te dich bei der Ein­wirk­zeit an die Anga­ben des Her­stel­lers.)
  4. Wische den Back­ofen mit einem feuch­ten Lap­pen aus, um alle Schmutz­res­te zu ent­fer­nen.

Auto­ma­ti­sche Back­ofen­rei­ni­gung mit Pyro­ly­se

Die Pyro­ly­se ist ein Selbst­rei­ni­gungs­pro­gramm moder­ner Back­öfen: Es erhitzt den Innen­raum auf über 500 Grad und ver­brennt dabei sämt­li­che Ver­schmut­zun­gen zu Staub und Asche. Die­se kann im Anschluss ein­fach vom Back­ofen­bo­den abge­fegt wer­den. Erfah­rungs­ge­mäß kön­nen an der Glas­plat­te der Tür mit­un­ter jedoch Ver­schmut­zun­gen zurück­blei­ben.

Wich­tig zu wis­sen: Zube­hör wie Ros­te, Ble­che oder aus­zieh­ba­re Schie­nen sind den extre­men Tem­pe­ra­tu­ren in der Regel nicht gewach­sen und müs­sen vor Pro­gramm­start ent­nom­men wer­den.

Die Pyro­ly­se ist zwar eine äußerst prak­ti­sche Funk­ti­on, macht die Gerä­te aller­dings auch deut­lich teu­rer als Pro­duk­te ohne Selbst­rei­ni­gungs­pro­gramm. Außer­dem sorgt die Pyro­ly­se durch ihren hohen Ener­gie­ver­brauch für stei­gen­de Strom­kos­ten.

Heiz­stä­be rei­ni­gen: So geht‘s

Die Heiz­stä­be befin­den sich in der Regel an der Ober­sei­te des Back­ofens. Über­prü­fe zunächst, ob sie sich her­aus­zie­hen oder zur Sei­te klap­pen las­sen. Wirf dazu am bes­ten einen Blick in die Bedie­nungs­an­lei­tung. Ob und wie sich die Heiz­stä­be ent­fer­nen las­sen, ist bei jedem Her­stel­ler von Back­öfen unter­schied­lich.

Ist die Ent­fer­nung mög­lich, gestal­tet sich die anschlie­ßen­de Rei­ni­gung sehr ein­fach. Geh ein­fach genau­so vor wie in der fol­gen­den Anlei­tung – mit der Aus­nah­me, dass du die Heiz­stä­be ein­fach im Spül­be­cken rei­ni­gen kannst.

Kannst du die Ele­men­te nicht her­aus­neh­men, ist es etwas auf­wen­di­ger:

  1. Tra­ge mit einem brei­ten Pin­sel ein Rei­ni­gungs­gel oder eine Rei­ni­gungs­pas­te auf die Heiz­stä­be auf. (Spe­zi­ell für die Back­ofen­rei­ni­gung, erhält­lich beim Her­stel­ler des Back­ofens.)
  2. Lass das Mit­tel über Nacht ein­wir­ken. (Hal­te dich bei abwei­chen­den Zeit­an­ga­ben an die Gebrauchs­an­wei­sung des Her­stel­lers.)
  3. Ent­fer­ne Gel und Schmutz am nächs­ten Tag gründ­lich mit einem feuch­ten Mikro­fa­ser­tuch.
  4. Lass kei­ne Rück­stän­de vom Rei­ni­gungs­mit­tel im Ofen, da die­se für erneu­ten Gestank sor­gen kön­nen. Wische ihn gründ­lich mit kla­rem Was­ser aus.

Was zu tun ist, wenn der Back­ofen stinkt

Wenn dein Back­ofen stinkt, sobald du ihn ein­schal­test, gilt es zunächst, die Ursa­che her­aus­zu­fin­den. Ent­we­der ist das Gerät neu und nicht ein­ge­brannt wor­den oder Essens­res­te bzw. Rück­stän­de von Putz­mit­teln haben sich fest­ge­setzt und ver­ur­sa­chen den Gestank.

Han­delt es sich um ein nagel­neu­es Gerät, muss es wahr­schein­lich noch ein­ge­brannt wer­den. Haben sich Essens­res­te oder Rück­stän­de von Putz­mit­teln im Inne­ren des Ofens fest­ge­setzt, sorgt in der Regel eine gründ­li­che Rei­ni­gung dafür, dass der Gestank ver­schwin­det. Hier­für kannst du sowohl che­mi­sche Spe­zi­al­pro­duk­te als auch Haus­mit­tel ver­wen­den.

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