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Küche

Back­ofen rei­ni­gen: Mit Haus­mit­teln, Rei­ni­gern und Pyrolyse

Mit der Reinigung des Backofens verschwinden auch Gerüche. So genießt du das nächste darin zubereitete Essen noch mehr.

Der beleg­te Teig ist bereits im Ofen, doch statt des lecke­ren Dufts von frisch geba­cke­nem Apfel­ku­chen ver­brei­tet sich ein unan­ge­neh­mer Geruch in der Küche: Ein­ge­brann­te Res­te der letz­ten Back­aben­teu­er sehen nicht nur unschön aus, son­dern begin­nen auch bei jeder Nut­zung aufs Neue zu rie­chen. Höchs­te Zeit für eine Rei­ni­gung. Wie du dei­nen Ofen auch ohne stun­den­lan­ge Schrub­be­rei wie­der blitz­blank bekommst, erfährst du hier.

Vor­be­rei­tung: Mit weni­gen Hand­grif­fen viel Zeit sparen

Ob Groß­putz oder schnel­le Rei­ni­gung zwi­schen­durch – mit der rich­ti­gen Vor­be­rei­tung bist du schnel­ler fer­tig. So gehst du vor:

  1. Prü­fe, wie hart­nä­ckig die Ver­schmut­zun­gen sind. So kannst du beur­tei­len, wie viel Zeit die Rei­ni­gung etwa bean­spru­chen wird. Noch fri­sche Ver­schmut­zun­gen wischst du ein­fach mit einem feuch­ten Tuch weg – schon ist alles erledigt!
  2. Lässt sich der Back­ofen hin­ge­gen nur noch mit einem Groß­putz ret­ten, pla­neetwa eine Stun­de Zeit fürs Ein­wei­chen ein.
  3. Ent­fer­ne die Back­ble­che und Klein­tei­le aus dem Innen­raum. So kommst du bes­ser an den Boden und die Sei­ten­wän­de heran.
  4. Lege die Hilfs­mit­tel zum Put­zen bereit: Emp­feh­lens­wert sind Küchen- und Mikro­fa­ser­tü­cher, Schwäm­me, eine alte Zahn­bürs­te für die Fein­ar­beit, ein Eimer sowie ein Hand­tuch zum Auf­fan­gen even­tu­ell her­ab­trop­fen­der Flüs­sig­kei­ten, die sonst auf dem Küchen­bo­den lan­den würden.

Innen­raum rei­ni­gen – mit den Top 6 der bes­ten Rei­ni­ger & Hausmittel

Stun­den­lang Ein­ge­brann­tes von den Innen­wän­den des Back­ofens krat­zen? Das brauchst du nicht. In Dro­ge­rie und Super­markt gibt es eini­ge spe­zi­el­le Rei­ni­ger. Und auch ver­schie­de­ne Haus­mit­tel leis­ten gute Diens­te. Hier fin­dest du die Top 6 der Back­ofen­rei­ni­ger und ein­fa­chen Haus­mit­tel. Außer­dem erfährst du, wie du die­se im Ide­al­fall anwen­dest:

Platz 1: Backofenreinigungsmittel

Back­ofen­spray oder flüs­si­ger Back­ofen­rei­ni­ger ist die stärks­te Waf­fe bei stark ver­schmutz­ten Back­öfen. Die Rei­ni­ger sind zu Prei­sen zwi­schen drei und acht Euro zu haben. Zwar sind die Mit­tel längst nicht mehr so aggres­siv wie frü­her, den­noch emp­fiehlt sich die Ver­wen­dung erst dann, wenn Haus­mit­tel nicht den gewünsch­ten Rei­ni­gungs­er­folg bringen.

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Ori­en­tie­re dich bei der Dosie­rung und dem Nach­wi­schen genau an der Gebrauchs­an­wei­sung auf der Ver­pa­ckung. Rat­sam bei der Anwen­dung sind Gum­mi­hand­schu­he, ein offe­nes Fens­ter zum Lüf­ten wegen even­tu­el­ler Dämp­fe sowie ein Lap­pen in Reich­wei­te, um ver­se­hent­lich dane­ben­ge­gan­ge­ne Flüs­sig­kei­ten sofort wegzuwischen.

So wen­dest du die che­mi­schen Rei­ni­ger am bes­ten an:

  1. Befreie das Inne­re des Back­ofens von gro­ben Essens­res­ten. Dazu reicht es, ihn mit feuch­tem Küchen­pa­pier oder einem feuch­ten Lap­pen auszuwischen.
  2. Sprü­he nun den Rei­ni­ger auf alle Stel­len, an denen sich Essens­res­te ein­ge­brannt haben.
  3. Beach­te hier­für die opti­ma­le Ent­fer­nung laut Herstellerangaben.
  4. War­te die vom Her­stel­ler emp­foh­le­ne Ein­wir­kungs­zeit ab.
  5. Das Ein­ge­brann­te soll­te sich nun mit einem feuch­ten Lap­pen weg­wi­schen lassen.
  6. Bei beson­ders hart­nä­cki­gem Ein­ge­brann­ten wie­der­ho­le den Vorgang.
  7. Wische abschlie­ßend den Ofen gründ­lich mit kla­rem Was­ser aus, so dass alle Res­te des Rei­ni­gers ent­fernt werden.
  8. Bleibt ein star­ker che­mi­scher Geruch, las­se die Back­of­en­tür noch eini­ge Stun­den geöff­net und lüf­te die Küche in der Zeit gut.

Platz 2: Spül­ma­schi­nen­pul­ver & Geschirrspültabs

Rei­ni­gungs­mit­tel für die Geschirr­spül­ma­schi­ne ent­hal­ten eine poten­te Mischung aus Ten­si­den und Enzy­men, schließ­lich sol­len sie fest­kle­ben­de Koch- und Essens­res­te an Geschirr und Töp­fen ganz ohne Bürs­te lösen.

Die­se Wir­kung kannst du dir auch im Back­ofen zunut­ze machen. So geht’s:

  1. Löse einen Ess­löf­fel Geschirr­spül­pul­ver oder einen Rei­ni­ger-Tab in einem Liter war­mem Was­ser unter Rüh­ren auf.
  2. Tra­ge die Lösung mit Hand­schu­hen und einem Tuch oder einer Sprüh­fla­sche auf die Back­ofen­in­nen­flä­chen auf.
  3. Nach etwa 15 Minu­ten haben sich die Ver­krus­tun­gen gelöst.
  4. Ent­fer­ne die abge­lös­ten Rück­stän­de der Ver­krus­tun­gen mit einem feuch­ten Lap­pen oder Küchenpapier.
  5. Wische den Ofen gründ­lich mit kla­rem Was­ser aus und las­se ihn offen­ste­hen, bis er voll­stän­dig aus­ge­trock­net ist.

Platz 3: Back­pul­ver, Natron oder Soda

Im Haus­halt meist ohne­hin vor­han­den, öko­lo­gisch unbe­denk­lich und ein­fach in der Anwen­dung sind Back­pul­ver, Natron und Soda.

Back­pul­ver und Natron sind ver­hält­nis­mä­ßig mil­de Rei­ni­ger und für leich­te bis mitt­le­re Ver­schmut­zun­gen geeig­net, wäh­rend Soda­lö­sung stark ein­ge­brann­te Spei­se­krus­ten um eini­ges bes­ser löst. Soda trock­net übri­gens die Haut aus – daher sind Gum­mi­hand­schu­he beim Put­zen damit empfehlenswert.

So nutzt du die Mit­tel­chen zur Backofenreinigung:

  1. Löse wahl­wei­se zwei Ess­löf­fel (drei Päck­chen) Back­pul­ver, zwei Ess­löf­fel Natron oder einen Ess­löf­fel Wasch­so­da in einem Liter Was­ser auf.
  2. Tra­ge das Gemisch mit einem Tuch oder einer Sprüh­fla­sche im Inne­ren des Back­ofens auf.
  3. War­te 15 Minu­ten, bevor du die Innen­flä­chen aus­wischst.
  4. Even­tu­ell soll­test du den Vor­gang wie­der­ho­len. 

Platz 4: Speisesalz

Ein wei­te­res Mit­tel, dass sich mit sehr hoher Wahr­schein­lich­keit in dei­nem Haus­halt befin­dest, ist ein­fa­ches Spei­se­salz. Das lässt sich nicht nur zum Kochen und Abschme­cken ver­wen­den, son­dern auch zur Rei­ni­gung des Backofens.

Salz ist ein gutes Kon­ser­vie­rungs­mit­tel, hilft aller­dings auch gegen Ver­schmut­zun­gen und kann Kalk ent­fer­nen. Aller­dings benö­tigt es dafür ein wenig Ein­wirk­zeit. Außer­dem funk­tio­niert es fast aus­schließ­lich auf dem Boden.

So rei­nigst du dei­nen Back­ofen mit Salz:

  1. Feuch­te den Boden dei­nes Back­ofens mit einem Lap­pen leicht an.
  2. Schüt­te das Salz nun auf die stark ver­schmutz­ten Stellen.
  3. Schal­te den Back­ofen auf 50 Grad bei Ober- und Unter­hit­ze ein.
  4. War­te nun, bis das Salz eine bräun­li­che Far­be annimmt.
  5. Schal­te den Back­ofen ab und las­se ihn abkühlen.
  6. Keh­re das Salz nun ein­fach aus und wische mit einem Tuch nach.

Platz 5: Essig­es­senz oder Zitronensaft

Die in Essig und Zitro­nen­saft ent­hal­te­ne Säu­re ist eben­falls ein guter Ver­bün­de­ter im Kampf gegen Ein­ge­brann­tes im Backofen.

Essig wirkt stär­ker als Zitro­nen­saft, riecht aber streng und kann emp­find­li­che Atem­we­ge rei­zen. Zitro­nen­saft weicht zwar schwä­cher ein, sorgt als Neben­ef­fekt aber für einen ange­neh­men Duft in der Küche.

So wer­den die Mit­tel zum Reiniger:

  1. Wische den Innen­raum des Back­ofens mit einem in Essig­es­senz oder Zitro­nen­saft getränk­ten Lap­pen aus.
  2. Wie­der­ho­le den Vor­gang min­des­tens fünf Mal im Abstand von jeweils zehn Minu­ten. Die in Essig und Zitro­nen­saft ent­hal­te­nen Säu­ren wei­chen die Schmutz­krus­ten und Fett­fle­cken an Sei­ten­wän­den und dem Boden nach und nach ein.
  3. Wische den Back­ofen abschlie­ßend mit kla­rem Was­ser aus.
  4. Wenn du Essig ver­wen­det hast, soll­test du den Back­ofen noch etwas offen­ste­hen las­sen und die Küche lüf­ten, damit sich der Geruch ver­flüch­ti­gen kann.

Platz 6: Wasserdampf

Immer zur Hand und völ­lig ohne Che­mie und Geruchs­be­läs­ti­gung rei­nigt es sich mit Was­ser­dampf. Die hei­ße Luft weicht Ver­schmut­zun­gen ein und sorgt so dafür, dass sich die­se leich­ter lösen lassen.

Gegen star­ke Ver­schmut­zun­gen und ins­be­son­de­re fest­kle­ben­de Fett­rück­stän­de wirkt rei­ner Was­ser­dampf aller­dings nicht so gut. Hier bie­tet es sich ledig­lich an, die Was­ser­dampf-Behand­lung als Vor­be­rei­tung für die wei­te­re Rei­ni­gung zu nutzen.

So geht’s:

  1. Fül­le eine Fett­pfan­ne oder ein tie­fes Back­blech mit Was­ser und erhit­ze den Back­ofen auf etwa 100 Grad Celsius.
  2. Nach 15 Minu­ten schal­test du den Ofen aus und lässt den Dampf eine Stun­de einwirken.
  3. Nun wische mit einem in Spül­mit­tel getränk­ten Lap­pen nach.
  4. Besitzt du ein Dampf­rei­ni­gungs­ge­rät, kannst du den Innen­raum auch damit einweichen.
  5. Konn­test du hier­mit bereits alle Ver­un­rei­ni­gun­gen ent­fer­nen, brauchst du nur noch mit kla­rem Was­ser nach­zu­wi­schen und den Back­ofen mit offe­ner Tür trock­nen zu las­sen. Andern­falls nut­ze eines der oben beschrie­be­nen Reinigungsmittel.
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Was nicht so gut funktioniert

Spül­mit­tel, Kern­sei­fe oder Rasier­schaum wer­den zwar viel­fach als Haus­mit­tel zur Back­ofen­rei­ni­gung emp­foh­len, doch bei schwarz ein­ge­brann­ten Ver­schmut­zun­gen las­sen sich damit kei­ne befrie­di­gen­den Ein­weich­re­sul­ta­te erzie­len. Auch von Scheu­er­schwäm­men ist abzu­ra­ten, da sie die Back­ofen­in­nen­flä­chen zer­krat­zen können.

Ein­zel­tei­le rei­ni­gen: So wer­den Blech und Rost schnell wie­der sauber

Nach­dem der Innen­raum des Back­ofens wie­der glänzt, bekom­men auch die Zube­hör­tei­le ein schnel­les Frischeprogramm.

Back­ble­che

Back­ble­che ver­wan­deln sich mit der Zeit gern von sau­ber glän­zend in fle­ckig und stumpf. Will man dem Ein­ge­brann­ten mit einem Schwamm zu Lei­be rücken, endet das meist schon nach kür­zes­ter Zeit in Frus­tra­ti­on und schmer­zen­den Armmuskeln.

Bes­ser: Las­se die Zeit für dich arbei­ten und wei­che das schmut­zi­ge Blech aus­gie­big ein. Manch­mal kann sogar dei­ne Spül­ma­schi­ne zum Ver­bün­de­ten bei der Rei­ni­gung werden.

So geht’s:

  1. Wei­che Fett­rück­stän­de, die Res­te der letz­ten Piz­za und ande­re ange­ba­cke­ne Über­bleib­sel für eini­ge Stun­den ein.
  2. Dazu füllst du zum Bei­spiel etwas hei­ßes Was­ser mit Spül­mit­tel ins Blech und lässt es im 50 Grad war­men Ofen eine hal­be Stun­de lang stehen.
  3. Noch bes­ser ist es, das Blech in Zei­tungs­pa­pier zu ver­pa­cken, in die Bade­wan­ne oder Dusche zu legen, es dort rund­um mit hei­ßer Spül­mit­tel­lau­ge zu über­gie­ßen und über Nacht ein­wei­chen zu las­sen. So lösen sich die Ver­schmut­zun­gen auf der Ober- und Unterseite.
  4. Auch in der Spü­le kannst du die Ble­che ein­wei­chen. Ver­schlie­ße den Aus­guss, las­se Was­ser mit Spül­mit­tel ein­lau­fen und wei­che erst die eine und spä­ter die ande­re Blech­hälf­te ein.
  5. Hin­ter­her ent­fernst du die auf­ge­weich­ten Res­te mit einem feuch­ten Schwamm oder Tuch.
  6. Bei schwe­ren Ver­schmut­zun­gen, die sich auch durch wie­der­hol­tes Ein­wei­chen nicht ent­fer­nen las­sen, hilft Backofenreiniger.

Tipp: Passt das Ofen­blech in die Spül­ma­schi­ne, kannst du ihr am Ende die Fein­ar­beit über­las­sen, sofern es gemäß Her­stel­ler­an­ga­be in den Geschirr­spü­ler darf.

Back­ble­che scho­nend mit Salz reinigen

Die Salz­me­tho­de lie­fert bei Back­ble­chen mit Fett- und Lebens­mit­tel­ver­krus­tun­gen gute Rei­ni­gungs­re­sul­ta­te ohne Mus­kel­kraft und Chemie:

  1. Ver­tei­le eine Packung han­dels­üb­li­ches Koch­salz auf dem Blech.
  2. Las­se es bei 50 bis 70 Grad Cel­si­us etwa eine Stun­de im Ofen erwär­men. Es nimmt dabei eine bräun­li­che Far­be an.
  3. Las­se das Salz dann etwa zehn Minu­ten abküh­len und schüt­te es weg.
  4. Rei­ni­ge das Blech anschlie­ßend mit einem Küchen­lap­pen und Spül­mit­tel­was­ser. 

Klei­ne Schwä­che der Salz­me­tho­de: Sie funk­tio­niert nur auf der Blechinnenseite.

Git­ter­ros­te

Dem Back­ofen­rost ergeht es meist kaum bes­ser als dem Back­blech. Doch auch hier brauchst du die ein­zel­nen Stä­be nicht müh­sam von allen Sei­ten zu schrub­ben, son­dern kannst dir von Rei­ni­gern, Was­ser und etwas Zeit zum Ein­wei­chen hel­fen lassen:

  1. Ver­pa­cke den Rost in Zei­tungs­pa­pier und lege ihn in Bade­wan­ne oder Dusche.
  2. Hat er in der Spü­le Platz, kann der Rost auch dort ein­ge­weicht werden.
  3. Über­gie­ße ihn jeweils voll­stän­dig mit hei­ßem Was­ser und Spülmittel.
  4. Las­se alles über Nacht oder wenigs­tens acht Stun­den einweichen.
  5. Nun las­sen sich die Ver­schmut­zun­gen auf der Ober- und Unter­sei­te ein­fach wegwischen.
  6. Hart­nä­cki­ge Rück­stän­de, die immer noch nicht wei­chen wol­len, sprühst du ein­fach mit Back­ofen­rei­ni­ger ein. War­te die auf der Packung ange­ge­be­ne Ein­weich­zeit ab und rücke ihnen dann mit einem Schwamm oder Lap­pen zu Leibe.
  7. Spricht laut Her­stel­ler­an­ga­ben nichts gegen eine Run­de in der Spül­ma­schi­ne, kannst du das Git­ter auch dort mit­lau­fen lassen.

Tipp: Back­of­en­tür zum Rei­ni­gen aushängen

Bei vie­len neue­ren Back­öfen lässt sich die Tür mit einem Hand­griff aus­hän­gen. So kommst du zum Rei­ni­gen des Innen­raums bequem an jede Stel­le ran. Auch die Tür selbst lässt sich dann viel bes­ser saubermachen.

Je nach Modell muss dazu erst auf der Innen­sei­te der Tür ein Schar­nier umge­legt oder eine Schrau­be gelöst wer­den. Bei ande­ren Model­len genügt es, die Tür am Griff mit bei­den Hän­den nach oben oder vor­ne abzuziehen.

Ob sich die Tür bei dei­nem Back­ofen aus­hän­gen lässt und wie du dabei vor­gehst, liest du in der Gebrauchs­an­wei­sung. Ist die gera­de nicht zur Hand, suche im Inter­net nach der Anlei­tung. Gib dafür ein­fach den Her­stel­ler­na­men und die genaue Bezeich­nung des Geräts in die Such­ma­schi­ne ein, gefolgt vom Wort „Anlei­tung“ (Bei­spiel: Sie­mens ABC1234 Anleitung).

Glas­front

Lässt sich das Inne­re des Back­ofens auf­grund der ver­schmutz­ten Schei­be nur noch erah­nen, ist es auch Zeit, die­se gründ­lich zu rei­ni­gen. Außen reicht meist ein kur­zer Wisch mit einem feuch­ten Tuch, um Fle­cken zu ent­fer­nen. Beson­ders kri­tisch ist hin­ge­gen in der Regel die inne­re Sei­te der Schei­be, an der sich Fett­sprit­zer & Co. ange­sie­delt haben. So gehst du hier vor:

  1. Auf der Innen­sei­te der Back­ofen­schei­be fest­ge­ba­cke­ne Res­te ent­fernst du vor­sich­tig mit einem Ceranfeldschaber.
  2. Alle wei­te­ren Über­bleib­sel bekommst du mit Cer­an­feld­rei­ni­ger weg, der das Glas nicht angreift.
  3. Hin­ter­her sorgt das Nach­wi­schen der Glas­front innen und außen mit Fens­ter­rei­ni­ger für kla­re Sicht.

Hei­kel wird es hin­ge­gen, wenn sich Schmutz im Inne­ren der Dop­pel­ver­gla­sung gesam­melt hat. Vie­le Back­of­en­tü­ren bestehen aus zwei Glas­fens­tern und sind am Rand oben offen. Hier ist meist nicht die Piz­za im Back­ofen schuld, son­dern der über­ge­koch­te Topf auf dem Herd. Doch auch wenn sich zwi­schen die zwei Schei­ben Schmutz und Fett ver­irrt, lässt sich das in der Regel recht ein­fach entfernen:

  1. Ist die Dop­pel­ver­gla­sung am Rand oben offen, kannst du mit einem lan­gen Koch­löf­fel einen Lap­pen ein­fä­deln und die Innen­sei­te reinigen.
  2. In der Gebrauchs­an­lei­tung zum Back­ofen steht, wie du die Glas­front für eine gründ­li­che Rei­ni­gung aus­ein­an­der­baust.
  3. Rei­ni­ge die aus­ein­an­der­ge­bau­ten Schei­ben dann eben­so wie die Innen- und Außen­sei­te mit einem Cer­an­feld­scha­ber und einem Ceranfeldreiniger.
  4. Anschlie­ßend wischst du die Schei­ben tro­cken und baust sie wie­der zusammen.

Wei­te­re hilf­rei­che Tipps zum Rei­ni­gen der Back­of­en­tür kannst du im Rat­ge­ber Back­of­en­tür rei­ni­gen – Tipps & Tricks nachlesen.

Dich­tun­gen

Fett­sprit­zer und Ein­ge­brann­tes machen lei­der auch vor den Gum­mi­dich­tun­gen rund um die Back­of­en­tür nicht halt. Ver­zich­te zur Rei­ni­gung aber unbe­dingt auf schar­fe Rei­ni­gungs­mit­tel, da die­se das Gum­mi mit der Zeit porös machen wür­den. Das wür­de den Dich­tungs­ef­fekt ver­schlech­tern. Wei­te­re Tipps zum Umgang mit Gum­mi­dich­tun­gen fin­dest du im Rat­ge­ber Fast wie neu: Gum­mi­dich­tun­gen rich­tig pfle­gen.

So rei­ni­gen Sie die Dichtungen:

  1. Ent­fer­ne gro­be Res­te mit einem Lap­pen oder Küchen­pa­pier aus den Rillen.
  2. Gebe nun etwas Spül­mit­tel auf einen wei­chen, feuch­ten Lap­pen und wische damit über das Gummi.
  3. In der Regel las­sen sich Fett­sprit­zer vom Kunst­stoff sehr gut lösen.
  4. Bei hart­nä­cki­gen Ver­schmut­zun­gen lege ein feuch­tes Küchen­tuch für etwa eine hal­be Stun­de auf die Stel­le, um die­se einzuweichen.
  5. Wische anschlie­ßend alles mit kla­rem Was­ser ab.
  6. Las­se die Dich­tun­gen bei offe­ner Back­of­en­tür trocknen.

Back­ofen­leuch­te

Auch die Glas­ab­de­ckung der Back­ofen­lam­pen bekommt im Ein­satz so man­chen Fett­sprit­zer ab. So rei­nigst du sie:

  1. Mon­tie­re die Abde­ckung durch leich­tes Dre­hen ab.
  2. Wei­che sie in hei­ßem Was­ser mit Spül­mit­tel ein.
  3. Je nach Ver­schmut­zung kann eine Ein­weich­zeit über Nacht nötig sein. Bei klei­nen Abla­ge­run­gen reicht aber mit­un­ter auch eine hal­be Stunde.
  4. Wische nun alle Fett­sprit­zer und Essens­res­te mit einem Tuch weg.
  5. Trock­ne die Abde­ckung voll­stän­dig ab.
  6. Set­ze sie durch leich­tes Dre­hen wie­der ein.

Voll­aus­zü­ge

Zum regel­mä­ßi­gen Rei­ni­gungs­pro­gramm gehö­ren die Aus­zü­ge sicher­lich nicht hin­zu. Steht eine kom­plet­te Rei­ni­gung des Back­ofens an, soll­ten sie hin­ge­gen eben­so auf dem Putz­plan stehen.

Die Rol­len von Voll­aus­zü­gen sind ab Werk für leich­tes Glei­ten gefet­tet. Rei­ni­ge die Voll­aus­zü­ge daher nur mit Spül­mit­tel­lau­ge. Dazu gibst du ein­fach etwas Spül­mit­tel in hei­ßes Was­ser und tauchst einen Lap­pen dar­in ein.

Soll­te im Fal­le extre­mer Ver­schmut­zung doch mal eine Rei­ni­gung mit aggres­si­ve­ren Mit­teln nötig sein, besor­ge dir vor­ab beim Kun­den­dienst des Her­stel­lers Ersatz­fett zum Nach­schmie­ren der Auszüge.

Neue Ver­un­rei­ni­gun­gen verhindern

Sprit­zen­des Fett und her­ab­trop­fen­de Essens­res­te las­sen sich beim Zube­rei­ten von Auf­läu­fen, fet­ti­gen Spei­sen, Kuchen und Plätz­chen kaum ver­mei­den. Damit dar­aus kei­ne schwer zu ent­fer­nenden Ver­krus­tun­gen ent­ste­hen, ist es am ein­fachs­ten, nach jeder Nut­zung kurz in den Ofen zu sehen und etwai­ge Ver­schmut­zun­gen mit einem feuch­ten Lap­pen und etwas Spül­mit­tel weg­zu­wi­schen, solan­ge sie noch frisch sind. Am ein­fachs­ten geht das, wenn der Ofen etwa hand­warm abge­kühlt ist.

Damit es gar nicht erst zu Ver­schmut­zun­gen kommt, hel­fen die­se Tipps:

Befül­len mit System:

Back­for­men, Auf­lauf­scha­len und Des­sert­be­häl­ter soll­test du je nach Gericht nur etwa zur Hälf­te bis Drei­vier­tel befül­len. So bleibt beim Garen genü­gend Platz fürs Aus­deh­nen und nichts läuft mehr über.

Alles sau­ber dank Backpapier:

Durch die Ver­wen­dung von Back­pa­pier ver­hin­derst du nicht nur ein Fest­kle­ben, son­dern ersparst dir hin­ter­her auch das Sau­ber­ma­chen des Back­ofens. Back­pa­pier kannst du zum Schutz des Ofen­in­nen­raums auch unter Töp­fe oder Auf­lauf­for­men legen, wenn du ver­mu­test, dass beim Garen mög­li­cher­wei­se etwas über­läuft oder her­ab­trop­fen könnte.

Prak­ti­sche Backmatten:

Eine gute Alter­na­ti­ve zu Back­pa­pier sind wie­der­ver­wend­ba­re Sili­kon­back­mat­ten, die für ca. 15 bis 30 Euro erhält­lich sind. Die­se las­sen sich nach Benut­zung unter flie­ßen­dem Was­ser abspü­len und kön­nen sogar in den Geschirr­spü­ler – das ver­mei­det Müll und schont die Umwelt.

Pyro­ly­se – Die Selbst­rei­ni­gung des Backofens

Moder­ne Tech­nik hilft auch beim Put­zen des Back­ofens. Planst du eine Neu­an­schaf­fung oder den Aus­tausch eines in die Jah­re gekom­me­nen Geräts, ist ein Back­ofen mit Rei­ni­gungs­hil­fe emp­feh­lens­wert. Haupt­säch­lich drei Sys­te­me haben sich durchgesetzt:

1. Pyro­ly­se-Selbst­rei­ni­gung

Über ein Rei­ni­gungs­pro­gramm wird der Back­ofen auf annä­hernd 500 Grad Cel­si­us auf­ge­heizt. Durch die hohe Tem­pe­ra­tur ver­bren­nen Fet­te, Schmutz­krus­ten und Spei­se­res­te zu Asche, die du nach dem Abküh­len ein­fach weg­wischst. Bei geöff­ne­tem Fens­ter zie­hen die bei der Ver­koh­lung ent­ste­hen­den Gerü­che rasch ab.

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2. Kata­ly­se-Selbst­rei­ni­gung

Ein auf die Innen­flä­chen des Back­ofens auf­ge­brach­ter oder in die Email­le-Beschich­tung der Innen­sei­ten ein­ge­ar­bei­te­ter Kata­ly­sa­tor-Hilfs­stoff bewirkt, dass unschö­ne Krus­ten und Rück­stän­de vom Backen bei nied­ri­ger Hit­ze zer­setzt wer­den. So las­sen sie sich nach dem Abküh­len leich­ter mit einem feuch­ten Lap­pen auswischen.

Die Kata­ly­se ist nicht ganz so effek­tiv wie die Pyro­ly­se, ver­braucht dafür bei Tem­pe­ra­tu­ren um 200 Grad aber deut­lich weni­ger Strom.

Wich­tig: Die Beschich­tung darf nicht mit Scheu­er­mit­teln, krat­zen­den Schwäm­men oder Back­ofen­rei­ni­gern behan­delt werden.

3. Spe­zi­al-Email­le

Kom­plett ohne Strom funk­tio­nie­ren pas­si­ve Rei­ni­gungs­hil­fen in Form von beson­ders glat­ten Email­le-Anti­haft­be­schich­tun­gen des Back­in­nen­raums. Ihre Ober­flä­chen besit­zen kaum Uneben­hei­ten und sind dadurch glatt wie Glas. So kön­nen Ver­schmut­zun­gen nicht mehr so fest ankleben.

Die Arbeits­er­leich­te­rung durch Glatt-Email­le-Beschich­tun­gen ist am größ­ten, wenn du Ver­schmut­zun­gen direkt nach der Ofen­ver­wen­dung aus­wischst.

Back­ofen rei­ni­gen ohne Schrecken

Die hier gezeig­ten Putztricks neh­men dem Sau­ber­ma­chen des Back­ofens den Schre­cken und las­sen dich die unlieb­sa­me Arbeit schnell erle­di­gen. Hin­ter­her sieht der Ofen fast wie neu aus – so blit­ze­blank macht das Backen und Kochen garan­tiert noch mehr Spaß! Und beim Kuchen­ba­cken riecht es auch wirk­lich nur noch nach dem frisch geba­cke­nen Leckerbissen.

Wenn du nach erfolg­rei­cher Back­ofen­rei­ni­gung auch dein Cer­an- oder Induk­ti­ons­feld auf Hoch­glanz brin­gen möch­test, fin­dest du in fol­gen­den Rat­ge­bern alle wich­ti­gen Infos und Tipps:

Induk­ti­ons­koch­feld rei­ni­gen – Fle­cken wir­kungs­voll ent­fer­nen
Cer­an­feld rei­ni­gen – Tipps, wie Sie Schmutz und Ein­ge­brann­tes entfernen

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