Der Smart Home-Pio­nier Nest bie­tet sei­ne Pro­dukt­pa­let­te jetzt auch in Deutsch­land an. Das Start-Up, das 2014 für bemer­kens­wer­te 3,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar vom Such­ma­schi­nen­gi­gan­ten Goog­le über­nom­men wur­de, mach­te sich vor allem mit smar­ten Ther­mo­sta­ten einen Namen. Neben Deutsch­land sol­len Nest-Arti­kel auch die Woh­nun­gen in Öster­reich, Ita­li­en und Spa­ni­en erobern.

Nach Schät­zun­gen mana­gen bereits tau­sen­de Smart-Gerä­te aus dem Hau­se Nest die Hei­zung, den Ener­gie­ver­brauch oder die Über­wa­chung in deut­schen Haus­hal­ten. Doch die­se wur­den von Fans und Kun­den im Aus­land erwor­ben, denn eine Bezugs­quel­le in Deutsch­land gab es bis­lang nicht. Doch jetzt will Nest auch hier­zu­lan­de sein Ange­bot unter­brei­ten, erklär­te Mit­grün­der Matt Rogers laut Tech­Crunch auf der Inter­net-Kon­fe­renz DLD in Mün­chen.

Den Anfang machen zwei Über­wa­chungs­ka­me­ras sowie ein Rauch­mel­der. Der Nest-Ther­mo­stat, der das Unter­neh­men bekannt mach­te, soll erst spä­ter fol­gen, wenn er an die deut­schen Hei­zungs­sys­te­me ange­passt wor­den ist. Die Kame­ras – eine für Indoor, eine für Out­door – sind für jeweils 199 Euro erhält­lich. Der Ther­mo­stat, der auch Koh­len­mon­oxid in der Luft erkennt, kos­tet 119 Euro. Die Pro­duk­te kön­nen ab sofort vor­be­stellt wer­den und sol­len ab dem 15. Febru­ar auf die Rei­se zum Kun­den gehen.

Nest ver­spricht Smart Home bei vol­lem Daten­schutz

Vor der euro­päi­schen Kon­kur­renz und ihren eige­nen Smart Home-Pro­duk­ten habe Nest laut Mit­grün­der Matt Rogers kei­ne Angst. Nest hebe sich mit einer bes­se­ren Bedie­nung und einer aus­ge­feil­ten Hin­ter­grund-Tech­nik ab, was kein ande­rer bis­her in Mil­lio­nen Haus­hal­ten umge­setzt habe.

Auch der deut­schen Sen­si­bi­li­tät beim The­ma Daten­schutz sei man sich sehr bewusst, so Rogers: “Die Leu­te laden uns zu sich nach Hau­se ein, wir sind ihre Gäs­te, und so beneh­men wir uns auch.” Ohne Zustim­mung des Benut­zers wür­den kei­ne Daten über­tra­gen. Infor­ma­tio­nen, die man mit Erlaub­nis des Nut­zers samm­le, wür­den nie­mals ver­kauft oder wei­ter­ge­ge­ben.

Im ver­gan­ge­nen Jahr war Nest schon in Groß­bri­tan­ni­en, Bel­gi­en, Frank­reich, Irland und den Nie­der­lan­den gestar­tet. Mit ihrem Markt­ein­stieg in Deutsch­land, Öster­reich, Ita­li­en und Spa­ni­en haben die Smart Home-Pio­nie­re ihre euro­päi­sche Prä­senz auf einen Schlag ver­dop­pelt.